Was macht eine gute Website-Vorlage aus und wie erkenne ich sie?

Dem gehen wir heute auf die Spur...

Dieses Artikel-Goldstück ist vom 6. Dezember 2021

Kurzer Hinweis: Meine Texte können Werbung zu meinen Produkten oder auch Werbe-Links (*) zu Produkten enthalten, die ich empfehlen kann.

 

––   DIES IST EIN GASTARTIKEL VON NADINE   ––

„Warum verbring ich tausend Stunden damit, eine Website selbst zu gestalten, wenn das schon jemand für mich erledigt hat?“

Gute Frage.

Schließlich gibt es da draußen jede Menge Expertinnen und Experten, die nichts lieber machen, als ansprechende Websites zu erstellen. Gerade als frisch gebackene Unternehmerin raucht dir vor lauter To-dos ohnehin der Kopf, sodass du dich nicht noch mit der Erstellung einer Website beschäftigen willst.

Während allerdings maßgeschneiderte Websites ein Vermögen kosten, gibt es da noch eine wesentlich günstigere, aber ebenso gute Variante: Website-Vorlagen.

Das Problem ist nur, dass es davon ungefähr so viele gibt wie Kalorien im Schoko-Eisbecher. Und mehr.

Was macht also eine gute Website-Vorlage aus und wie erkenne ich sie? Dem gehen wir mal auf die Spur…

 

 

 

PSSST… DIESEN ARTIKEL KANNST DU DIR VON MIR SOGAR VORLESEN LASSEN:

 

 

Der Unterschied zwischen „Theme“ und „Template“

Ist dir bis hierhin schon etwas aufgefallen?

Ich spreche bewusst von Website-Vorlagen und nicht von einem „Theme“ oder „Template“. Und das, obwohl dir diese beiden Begriffe bei deiner Suche vermutlich schon um die Ohren geflogen sind.

Der Grund dafür ist, dass es Unterschiede zwischen „Theme“ und „Template“ gibt und es sich nicht so einfach auf einen Begriff einigen lässt.

 

 

Was ist ein Template im Webdesign?

Ein Template (zu Deutsch „Vorlage“ oder „Schablone“) stellt das Gerüst deiner Website dar.

Es besteht aus mehreren Bausteinen, die auf bestimmte Weise angeordnet sind und so einen Rahmen vorgeben. In diesem Rahmen wird bereits festgelegt, wie der Inhalt später angezeigt wird. Der Inhalt wird in Templates durch Platzhalter dargestellt, die du einfach durch deine eigenen Inhalte austauschst.

Angenommen, du möchtest ein Haus bauen…

Da hast du ja die Möglichkeit, schnell und vergleichsweise einfach zu bauen, indem du auf ein Fertighaus zurückgreifst. Der Großteil der Hauselemente ist bereits vorgefertigt und kann dann vor Ort in kurzer Zeit zu einem bezugsfertigen Haus zusammengesetzt werden.

So ähnlich funktionieren auch Templates: Es ist die bereits vorgefertigte Mustervorlage für dein Online-Zuhause.

An dieser Stelle muss ich auch darauf hinweisen, dass man in der Regel von einem Template für eine einzige Webseite (eine Website-Unterseite) spricht. Du kannst also ein Template für eine Verkaufsseite haben. Manchmal gilt der Begriff „Template“ auch nur für einzelne Elemente wie Kontaktformulare.

Mehrere Templates zusammen, sprich die gesamte Website, sind ein Template-Kit (Vorlagen-Bausatz). Allgemein (und besonders im deutschsprachigen Raum) benutzt man diesen Begriff kaum und es bleibt bei „Templates“.

 

 

Was ist ein Theme im Webdesign?

Wenn ein Template die Grundstruktur einer Website vorgibt, bestimmt ein Theme (zu Deutsch „Thema“ oder „Motiv“) das Aussehen und den Stil deiner Website.

Besser vorstellen kannst du dir das wieder anhand des Hausbau-Beispiels…

Bevor es nämlich ans Bauen geht, musst du erst einmal überlegen, welcher Baustil zu dir passt. Träumst du schon lange von einem kleinen, süßen Schwedenhaus oder soll es lieber die pompöse Stadtvilla sein? Magst du es schlicht und minimal oder schlägt dein Herz für verschnörkelte Details?

Dasselbe gilt für deine Website.

Welches Theme benutzt werden soll, hängt also von großen Teilen davon ab, wie man sich präsentieren möchte. Denn ein Theme trägt dazu bei, deine Identität auf deiner Website widerzuspiegeln.

Das erreichst du zum Beispiel durch die Auswahl deines Farbschemas, der Schriftart und der Gestaltung von Elementen. Beispielsweise macht es rein optisch einen großen Unterschied, ob deine Buttons eckig (klassisch, konform) oder rund (verspielt, modern) gestaltet sind.

Vereinfacht gesagt, ist das Theme für das Styling deiner gesamten Website verantwortlich.

 

 

Benötige ich für meine Website also ein Theme oder ein Template?

Ob du nun gezielt nach einem Theme oder einem Template suchst, kommt darauf an, bei welchem Website-Baukasten-System (Website-Builder) du deine Website erstellen willst.

Bei WordPress.org (nicht verwechseln mit WordPress.com) dreht sich praktisch alles um Themes, die bereits komplett fertig gestaltete Vorlagen darstellen. Templates sind bei WordPress immer nur Teil eines Themes und demnach auch immer vom ausgewählten Theme abhängig.

Wohingegen Website-Baukasten-Systeme wie Jimdo, Wix und Showit von Templates sprechen, wenn sie komplette Website-Vorlagen meinen.

Bei diesen Website-Baukästen geht es vorwiegend darum, dass du zum Start bereits eine fertige Website-Vorlage hast, die du nur noch im Styling und Inhalt anpassen musst.

Ob du nun also nach einem Theme oder einem Template suchst, kommt darauf an, welches Website-Baukasten-System du nutzen möchtest. Im Grunde suchst du also nach einem „Theme“, wenn du deine Website mit WordPress erstellen möchtest, ansonsten suchst du nach einem „Template“.

Ich halte es für einfacher, von Website-Vorlagen zu reden, da der Begriff beides mit einschließt.

 

 

Danach solltest du deine Website-Vorlage auswählen

Bevor du dich auf die Suche nach einer geeigneten Website-Vorlage machst, solltest du zunächst klären, was „geeignet“ für dich überhaupt bedeutet.

Denn du willst ja eine Website, die nicht nur einfach gut aussieht, sondern die komplett zu dir und deinen Angeboten passt. Und im Idealfall tut sie das für viele Jahre.

Um die für dich richtige Vorlage zu finden, gibt es acht entscheidende Kriterien:

 

 

1. Welches Ziel verfolgst du mit deiner Website?

Was du als Allererstes klären solltest, ist, was du mit deiner Website erreichen willst.

Angenommen du willst deine handgemachten Sockenpuppen über deine Website verkaufen. Dann wirst du ganz andere Ansprüche an deine Website haben als jemand, der ein 1:1-Coaching zum Thema „Sockenpuppen selbst nähen“ anbietet.

Je nach Website-Ziel baust du also deine Website unterschiedlich auf und benötigst daher auch unterschiedliche Seiten und Funktionen.

Auch die Art der Website spielt dabei eine Rolle.

Mit einer Vorlage, die speziell für Friseursalons entwickelt wurde, wirst du deine Sockenpuppen vermutlich eher schwer verkaufen können.

Du kannst dich auch ganz einfach an anderen Websites aus deiner Branche orientieren.

Sieh dir insbesondere einfach mal die Websites deiner Mitbewerberinnen an und schreib dir auf, wie diese aufgebaut sind. Du klaust damit überhaupt nichts, sondern holst dir nur etwas Inspiration.

 

2. Wie viel bist du bereit auszugeben?

Im Gegensatz zu maßgeschneiderten Websites sind Website-Vorlagen immer die preisgünstigere Variante. Aber auch innerhalb der Vorlagen-Welt gibt es enorme Preisunterschiede, von kostenlos bis mehrere hundert Euro ist alles dabei.

Kostenlose oder sehr günstige Website-Vorlagen um die bis 50 € bis 100 € sind zunächst verlockend, sollten aber nicht unbedingt dein Go-To sein.

Erstens ist die Qualität meistens unterirdisch. Zweitens sind Funktionen und Gestaltungsmöglichkeiten unzureichend. Drittens gibt es kaum bis gar keinen Support. Viertens kannst du davon ausgehen, dass zig andere dieselbe Vorlage benutzen (weil sie so günstig ist) und du sie deshalb noch stark personalisieren musst, damit du mit ihr herausstichst.

Natürlich bedeutet auch höherpreisig nicht gleich gut.

Aber es ist doch sehr wahrscheinlicher, dass sich die Designer bei der Erstellung mehr Mühe gaben und die Vorlagen deshalb nicht verramschen wollen.

Bedenken solltest du auch, dass bei höherpreisigen Vorlagen oft noch Extras wie erweiterte Funktionen und Support dabei sind.

Grundsätzlich würde ich mir zwar einen Budgetrahmen für die Vorlage setzen, aber nicht so knauserig sein.

Denn eine (funktionierende) Website ist der Grundbaustein für deinen Online-Erfolg und immer auch eine Investition, die du tätigst. Wenn du am Ende nämlich durch eine passende Vorlage jede Menge Zeit und Energie gespart hast, wird sich das doppelt und dreifach rechnen.

Wir können das gerne mal runterbrechen:

Stell dir vor, du hast dir eine Website-Vorlage für 600 € gekauft. Diese beinhaltet bereits das komplette Design für deine Website inklusive aller nötigen Unterseiten.

Von Startseite über Verkaufsseite bis zu scheinbar unwichtigen Seiten wie einer 404-Fehlerseite (schickt deine Besucherinnen zurück auf die Startseite, wenn sie auf einer Seite landen, die nicht existiert) ist also bereits alles dabei.

Zudem passt diese Vorlage bereits perfekt zu deinem Business und du musst nur noch etwas frische Farbe und deine wertvollen Inhalte einfügen.

Über die bereits vorgefertigte Verkaufsseite bietest du deinen Kurs für 299 € an. Da die Verkaufsseite bereits strategisch so gestaltet ist, dass sie möglichst gut konvertiert, erzielst du bei deinem Kurs-Launch schon erste Verkäufe und hast die 600 €, die du für die Website-Vorlage bezahlt hast, wieder reingeholt.

Klingt das nicht nach einem Investment, das sich lohnt?

 

 

3. Wie viel Zeit willst du in die Erstellung deiner Website stecken?

Je nachdem, wie viel Zeit (und Energie!) du in deine Website stecken willst, gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Du übernimmst die Website-Vorlage genauso, wie sie ist, und fügst nur noch deine Inhalte hinzu. Das wäre natürlich ideal und ist dann der Fall, wenn die Vorlage deinen Ansprüchen schon extrem entspricht.

2. Du passt sie selbst noch einmal an, weil einige Seiten oder Elemente noch nicht so sind, wie du es gern hättest. Das kostet natürlich Zeit und hängt auch davon ab, wie viel Vorwissen du bereits hast.

Wenn du ein absoluter Newbie auf dem Gebiet bist und auch gar keine Lust hast, dich in das Thema einzuarbeiten, fällt die zweite Möglichkeit ohnehin direkt weg.

Auch wenn du anfangs etwas Zeit in die Suche nach einer passenden Vorlage stecken musst, wirst du am Ende eher Zeit gespart haben.

Denn wenn die Basis erst einmal stimmt, läuft der Rest fast von selbst.

 

4. Wie flexibel sind die Anpassungsmöglichkeiten?

Am wichtigsten ist es meiner Meinung nach, dass die Website-Vorlage flexible Anpassungsmöglichkeiten hat.

Das heißt zum Beispiel, dass du ohne großen Aufwand Seiten und Funktionen hinzufügen oder die Farbe deiner Überschriften ändern kannst.

Deine Vorlage zu individualisieren, ist wichtig, damit deine Website Wiedererkennungswert hat und dich von Mitbewerberinnen abhebt. Darum sollte eine Vorlage auch möglichst zu 100 % anpassungsfähig sein.

Gerade was das Aussehen angeht, sind viele Vorlagen komischerweise extrem eingeschränkt.

Es geht aber nicht nur um das Aussehen deiner Website, sondern auch um die Funktionen. Sobald dein Unternehmen wächst, werden sich die Ansprüche an deine Website verändern.

Vielleicht möchtest du zum Beispiel für deine bisherigen Kundinnen einen Mitgliederbereich erstellen oder du hast einen Podcast gestartet, den du aktiv auf deiner Website bewerben willst.

Flexibilität bedeutet hier, dass es dir einfach möglich ist, Funktionen zu verändern und zu ergänzen.

 

5. Ist die Vorlage einfach zu nutzen?

Stell dir vor, du kaufst dir für relativ viel Geld eine Website-Vorlage, mit der du überhaupt nicht zurechtkommst. Wie ärgerlich wäre das denn? Schließlich ist es ja Sinn und Zweck einer Vorlage, dass sie dir Arbeit erspart!

Benutzerfreundliche Vorlagen zu erkennen, ist auf den ersten Blick natürlich nicht so einfach. Hier ein paar Tipps:

  • Als besonders benutzerfreundlich gelten sogenannte Drag-and-drop-Editoren. Das heißt, dass du Elemente wie Texte, Fotos und Formen einfach im Design hin und her schieben kannst, bis sie am richtigen Platz sind.
  • Gut ist es auch, wenn alle notwendigen Einstellungen in einem einzigen Dashboard gebündelt sind.
  • Schritt-für-Schritt-Anleitungen sind immer extrem hilfreich. In einigen Fällen bieten die Vorlagen-Anbieter selbst Hilfen an, in anderen Fällen die jeweilige Plattform, in der die Vorlage erstellt wurde.

 

 

6. Sieht das Ganze auch auf dem Smartphone chic aus?

Die automatische Anpassung des Designs an verschiedene Bildschirmgrößen und Geräte nennt sich Responsive Design.

Und sollte mittlerweile eigentlich selbstverständlich sein.

Oft genug lande ich jedoch noch auf Seiten, die die Bedeutung vom Smartphone anscheinend gänzlich ignorieren. Das ist extrem schade und verschenkt jede Menge Potenzial.

Schließlich greifen 92,6 % aller Internetnutzer weltweit über mobile Geräte auf das Internet zu. Und auch als Rankingfaktor in Suchmaschinen spielt die Mobilfreundlichkeit eine große Rolle.

Daher vergewissere dich auf jeden Fall, ob die Website-Vorlage auch wirklich responsive ist. Das kannst du zum Beispiel tun, indem du die Website-Vorlage einfach mal auf dem Smartphone oder Tablet öffnest und testest.

Nicht, dass einer potenziellen Kundin vor Schreck ihr Handy aus der Hand fällt, weil deine Website ungefähr so ansehnlich ist wie eine herausoperierte Gallenblase.

Und noch ein Tipp:

Manche Plattformen ermöglichen es, dass du gleichzeitig die Desktop- sowie Mobilansicht bearbeiten kannst. So siehst du bei jeder Veränderung direkt, wie es auf den Endgeräten aussieht.

 

7. Was ist, wenn du Hilfe benötigst?

Als Neuling in Sachen Website-Erstellung wirst du an irgendeinem Punkt mit hoher Wahrscheinlichkeit Hilfe benötigen. Besonders wenn die Vorlage auch noch für eine Plattform entwickelt wurde, mit der du dich gar nicht auskennst.

Darum ist es immer gut, wenn du die Möglichkeit hast, dich direkt an jemanden zu wenden, sobald du Fragen hast. Aber auch zusätzliche Hilfen wie Blogartikel, Checklisten und Videos können deine Retter in der Not sein.

Generell gilt: Je mehr Möglichkeiten es gibt, Hilfe zu erhalten, desto besser.

 

8. Wie SEO-freundlich ist die Website-Vorlage?

Jede weiß heutzutage, dass Suchmaschinenoptimierung notwendig ist, um im Internet gefunden zu werden. Darum steht natürlich die Suche nach einer SEO-freundlichen Vorlage im Vordergrund.

Als Laie gar nicht so einfach zu erkennen.

In der Regel gibt dir ein klar strukturiertes Layout schon den ersten Hinweis darauf, dass es sich um eine SEO-freundliche Vorlage handelt. Übersichtlichkeit und einfache Benutzerführung sind nämlich Dinge, die Google liebt.

Vermeide lieber Vorlagen, die planlos und überladen wirken.

Deine Website-Vorlage sollte also schon eine solide Struktur haben, in die du deine (für Suchmaschinen optimierte) Inhalte einfach nur noch einfügen musst.

Am Ende hast du immer selbst in der Hand, wie gut deine Website für Suchmaschinen optimiert wurde. Darum achte vor allem darauf, für welche Plattform die Vorlage entwickelt wurde.

Und wie einfach es diese Plattform dir macht, deine SEO-Strategie umzusetzen.

 

 

Lass uns zusammenfassen…

Unter Tausenden von gut aussehenden Website-Vorlagen ist es notwendig, diejenige zu wählen, die ein tolles Design und Benutzerfreundlichkeit vereint. Dazu gehören eine klare Struktur, eine übersichtliche Navigation und Responsive Design.

Deine perfekte Website-Vorlage sollte aber vor allem mit deinem Website-Ziel übereinstimmen und flexibel sein, wenn sich deine Anforderungen an sie ändern.

Denke daran, dass du nicht an der falschen Stelle sparst.

Eine professionell gestaltete Website ist immer eine kluge Investition, die sich früher oder später bezahlt macht.

Und dir kräftig Nerven spart!

 

 

Dieser Gastartikel stammt von Nadine.

Sie ist eine Website-Expertin auf NiceSiteCreative, die sich darauf spezialisiert hat, einfach nutzbare Templates zu erstellen, um mit wenigen Klicks die eigene Seite veröffentlichen zu können.

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