Du sabotierst Dich und Deinen Erfolg

und merkst es nicht einmal!

Uns Frauen stehen heutzutage alle Türen offen. Wir haben mehr Möglichkeiten, als wir überhaupt greifen können, und leben in einer Gesellschaft, die uns, verglichen mit vielen anderen, in so manchen Aspekten den roten Teppich ausrollt.

Und doch haben wir immer noch einen grausamen Feind.
Den größten, furchterregendsten, unnachgiebigsten.

Uns selbst.

Niemand wirft uns so viele Steine in den Weg, niemand bremst uns so aggressiv immer wieder aus und niemand bringt uns so häufig zum Aufgeben, Nachgeben und Kleinbeigeben, wie wir selbst.

Warum ist das bloß so?

Warum stellen wir uns und unsere Bedürfnisse so oft hintenan?

Warum reden wir uns immer wieder klein, lassen uns von Gegenstimmen einschüchtern und verhindern selbst, großartig zu werden, indem wir uns mit Mittelmäßigkeit im Schatten von anderen zufriedengeben.

Ganz ehrlich?

Es ist mir eigentlich völlig egal, weshalb das so ist. Evolution, Gesellschaftsdruck und Erziehung können mich im Grunde mal kreuzweise.

Was mir allerdings nicht egal ist, ist, wie wir das endlich ändern können.

Und das geht am besten, indem wir uns unsere eigenen Sabotage-Mechanismen einmal gründlich unter die Lupe nehmen und anfangen, aktiv gegenzusteuern!

Konzentrier Dich auf Vernetzung statt auf Konkurrenz!

Eine meiner großen Visionen ist es, ein Netzwerk voller starker, ambitionierter Frauen aufzubauen, die sich gegenseitig den Rücken stärken, motivieren und die Erfolge der anderen feiern, ohne auch nur den Hauch von Neid. Klingt simpel, ist aber aus verschiedenen Gründen ein echtes Großprojekt.

Wir können nur ganz schwer den Erfolg anderer wertungsfrei (also ohne selbst davon eingeschüchtert zu sein oder diesen Vorwand zu nutzen, uns selbst kleinzureden) und ohne Neid betrachten.

Das ist nicht als Kritik gemeint, sondern leider eine Tatsache.

(Jede, die nun von sich uneingeschränkt das Gegenteil behauptet, belügt sich selbst.)

Aber ich bin der Meinung, dass wir lernen können, dieses Verhalten und vor allem unser Mindset dahingehend zu verändern. Je stärker uns ehrliche Freude und Bestätigung entgegengebracht werden, desto leichter fällt es uns, das auch zurückzugeben.

Such also gezielt nach Menschen, bei denen Du diesen bedingungslosen Rückhalt findest und geben kannst, und ignorier den ganzen anderen Rest.

Hör auf, Dich für alles zu entschuldigen! (Besonders für Dich selbst!)

Versuch mal einen ganzen Tag lang ganz bewusst, Dich nicht zu entschuldigen.

Kein „Sorry!“, kein „oh, tut mir leid“, kein „entschuldige, dass…“ in E-Mails.

Sollte ja nicht so schwer sein… oder?

Zeig, was Du kannst!

Hand auf’s Herz: Wie oft hast Du schon eine Frage gestellt, auf die Du die Antwort kanntest, bloß um nicht als schlaumeierisch angesehen zu werden?

„Würde es nicht vielleicht Sinn machen, wenn wir das und das so und so machen? Könnte das nicht helfen?“

Wenn Du einen besseren Weg kennst, sag ihn. Schlag ihn vor. Du musst nicht mit der Holzhammer-Methode auffahren, aber zeig, dass Du produktiv etwas beisteuern kannst, was hilfreich ist und etwas positiv bewegen wird. Ohne folgendes Fragezeichen.

Du hast keine Frage. Du hast ein Hirn.

Das darfst Du auch gerne zeigen.

Setz Dir glasklare Ziele! (Und erfüll sie!)

Oh, und hier gehe ich sogar noch einen Schritt weiter: Hör auf, Dir nur solche Ziele zu setzen, bei denen Du vorab schon einen groben Plan oder eine Ahnung hast, wie Du sie erfüllen kannst.

Das ist das Ding mit der Komfortzone.

Aber weißt Du, was sich am Ende anfühlt wie frisch verliebt, ein Sechser im Lotto und die Besteigung des Mount Everest gleichzeitig? Wenn Du Ziele erreichst, die Dir eine Höllenangst gemacht, Dich nachts um den Schlaf gebracht und Dich an Deine persönlichen Grenzen gebracht haben.

Ich spreche da aus Erfahrung. Ich stecke gerade wieder einmal exakt in so einer Phase…

Warte nicht, bis Du eine Expertin bist!

Wenn das nach dem letzten Artikel noch nicht klar ist, weiß ich nicht, was ich noch tun soll. Außer vielleicht, es hier noch einmal kräftig zu wiederholen!

Frag nicht um Erlaubnis!

Auch wenn wir es meist nicht einmal aussprechen, warten wir doch viel zu häufig darauf, dass uns jemand die Erlaubnis erteilt, Dinge zu tun. Ziele und Träume in Angriff zu nehmen oder so zu sein, wie wir wirklich sind.

Wir merken nicht einmal, dass es so ist, denn die unausgesprochene Frage ist meist ein vorsichtiges Herantasten an die Erlaubnis, die wir erbitten? Das positive Feedback oder die Zustimmung, dass wir nicht völlig einen an der Klatsche haben.

Jedes Mal, wenn Du die Luft anhältst, nachdem Du mal offen ausgesprochen hast, was Du wirklich denkst, und auf die Reaktion Deines Gegenübers wartest? Die Bitte um Erlaubnis, zu Deiner eigenen Meinung stehen zu dürfen.

Jedes Mal, wenn Du Bekannten, Freunden oder Deiner Familie beiläufig davon erzählst, wie Person X oder Y ihre Träume verwirklicht (die Du insgeheim teilst), und ihre Reaktionen darauf auslotest? Bittest Du um Erlaubnis, das auch tun zu dürfen.

Hör auf, auf die Erlaubnis oder Bestätigung anderer zu warten, und hör stattdessen endlich auf Dich selbst. Denn Du bist die einzige Person, deren Erlaubnis Du einholen musst. Und die hast Du bereits, wenn Du ehrlich mit Dir bist…

Rede Dich nicht selbst klein! (Das meine ich wörtlich.)

Wir benutzen viel zu häufig kleine Wörter, die uns selbst kleinreden, ohne uns dessen überhaupt bewusst zu sein.

„Ich wollte nur kurz einfügen… kann ich dazu nur kurz was sagen?“

Der Klassiker sind natürlich auch Formulierungen, die uns schon als kleines Kind eingetrichtert wurden und uns heute teilweise kräftig im Weg stehen.

Wir „wollen“ nicht etwas haben, wir „möchten, bitte“.

Auch wenn Höflichkeit eine feine und wertvolle Sache ist, sollten wir manchmal durchaus „wollen“ und auch nicht darum bitten müssen.

Schließlich WILL ich mein Ziel erreichen und möchte nicht bitte dort ankommen.

Setz auf Deine Persönlichkeit statt nur auf eine Nische!

Einer der wichtigsten Aspekte in Deinem Online-Business ist der, sich auf Fakten und Tatsachen zu beschränken, statt anzuerkennen, wie wichtig und unerlässlich Du selbst für Deinen Erfolg bist.

Es gleicht einer chronischen Krankheit, dass wir immer und immer wieder denken, wir selbst sind nicht wichtig genug, nicht besonders genug oder nicht interessant genug.

Wenn das wirklich so wäre, hättest Du vermutlich keine Freunde, niemand würde Dir zuhören, sobald Du den Mund aufmachst, und alle würden sich genervt von Dir abwenden, sobald Du Deine Meinung äußerst.

Fang an, in Dich selbst zu vertrauen und darauf, dass Du als einzelner Mensch – als Du selbst – durchaus einen Unterschied machen kannst.

Aber weißt Du, wann Du damit scheitern wirst? Wenn Du Dich immer nur versteckst.

Lass uns gemeinsam einen Deal schließen und für diese Woche mindestens einen dieser Punkte aktiv ändern.

Und nein, ich möchte nicht, dass Du bitte mitmachst, ich will, dass Du mitmachst.

Teile den Artikel

Tweet... Like... What?!

Hol Dir meine Social Media Strategien, kostenlos als Mini-eBook und regelmäßige, erfolgserprobte Anleitungen in Dein Postfach!

22 Kommentare / Schreibe einen Kommentar
  1. AMEN!

    Carina, fantastisch!

    Das war mal wieder genau das, was ich momentan Woche um Woche brauche in dieser stürmischen und spannenden Phase meines Lebens.

  2. Martina Spang

    Danke Carina!
    Für all‘ die Wahrheiten, Denkanstöße und für deine Vision der Vernetzung ohne Konkurrenzdenken! Bin sehr gerne dabei, um meinen Beitrag hierfür zu leisten!

  3. Hallo Carina,

    Du hast mal wieder so recht. Ich hatte gestern noch mit meiner Tante über genau dieses Thema gesprochen. Wir waren auch der Meinung, dass sich Frauen immer wieder klein reden und einschüchtern lassen.

    Dabei leisten wir oft so vieles im Leben „mal eben nebenbei“.

    Durch Deine Worte werde ich darüber noch einmal mehr nachdenken. Auch Dein Hinweis zu den Wörtern, die wir immer benutzen ist wichtig.

    In meiner Familie ist alles immer ein „Muss“ gewesen. Ich muss arbeiten, ich muss das und das machen.

    Da kam nichts mit: Ich will!

    Schon alleine das umdenken von „ich muss“ zu „ich will“ hat bei mir viel ausgelöst. Ich tue wirklich das, was ich will 🙂 Das tut mir gut und macht mich glücklich.

    Ich hoffe Du schaffst Deine Zeit, die Du im Moment erlebst. Aber ich denke schon. Denke dran, dass Du schon anderes erlebt hast! Ich wünsche Dir alles Gute.

    Grüße
    Verena

    • Uh, auch ein sehr tolles Beispiel, Verena!
      Daran arbeite ich auch schon eine Weile.
      Nicht mehr „Ich muss arbeiten“ zu sagen – wobei das ne doppelte Zwickmühle ist, denn weder muss ich, ich will ja, noch will ich das Wort „arbeiten“ nutzen, weil es so negativ behaftet ist und mit dem was ich jetzt mache, deshalb so gar nichts zu tun hat.
      Knifflig insgesamt, was wir alles so sagen und gar nicht wirklich meinen…
      Ich folge da also dann auch gleich mal Deinem Beispiel 🙂
      Liebe Grüße zurück,
      Carina

  4. Super Suzanne, das trifft´s genau: AMEN 🙂

    Danke Carina für Deine Klarheit. Neulich hörte ich den Satz „Das klarste Element gewinnt.“

    Let´s go for it, ladies 🙂
    Katharina

  5. Christina

    Liebe Carina,

    Deine Worte tun echt gut, danke! Ich bin auf alle Fälle dabei, lasst uns Deinen vorgeschlagenen Deal angehen…

    Herzlichst,
    Christina

  6. Julia

    Boah, was für eine schwere Aufgabe. Ich bin ja auch so eine "nur" und "mal eben" und "meiner bescheidenen Meinung nach"-Kandidatin. Ich glaube, das ist auch lange anerzogen und von einem erwartet. Höflichkeit, Etikette, bloß keinem auf die Füße steigen.
    Eine Woche ohne Entschuldigung. Oha. Da muss ich hart dran arbeiten. Ich entschuldige mich ja sogar dafür, wenn ich jemandem schreibe, weil ich Zeit von ihm einfordere. Uiuiui. Da besteht viel Handlungsbedarf bei mir.

    Liebe Grüße,
    Julia

    • Hi Julia,
      kenn ich. Kenn ich gut.
      Und dann hab ich da ja genau ins richtige Wespennest gestochen 😉
      Los, machen! (Kein „bitte“.) 😀
      Liebe Grüße,
      Carina

  7. Liebe Carina,

    das ist jetzt genau das, was ich brauche! Ich will mit meinem Blog erfolgreich werden und wollte doch gerade schon wieder schreiben „ich will schon auch etwas mehr Erfolg haben…“ Ahhhhh, es ist echt schwer, auch mit Mitte 40 by the way!
    Ab heute werde ich wenigstens für die kommende Woche nur noch sagen
    – was ich denke,
    – was ich kann,
    – wie die Lösung aussieht und
    – was ich will
    – was ich wie umsetzen werde
    Höflich, aber bestimmt. Wenn ich das geschafft habe werde ich es eine weitere Woche machen…. und nach 4 Wochen wird etwas zur Gewohnheit, sagt man.
    Probieren wir es aus!

    Liebste Grüße
    Claudine

  8. Saskia

    Liebe Carina,
    ich finde deine Eintraege sehr bestaerkend und teile deine Vision eines Netzwerks von starken, ambitionierten Frauen, erfahre aber auch taeglich (an mir selbst), wie schwierig es ist, a) ehrliche Unterstuetzung und Anerkennung ohne Neid zu geben und b) mich nicht selber tag ein tag aus zu sabotieren.
    Ich will versuchen, was zu aendern, liegt mir auf der Zunge – ich aendere es in Ich will mich selbst wertschaetzen, in mich vertrauen. Danke fuer deinen Artikel.

    • Liebe Saskia,
      damit hast Du sowas von Recht!
      Aber wie alles, geht das einfach nur Schritt für Schritt. Und die Erkenntnis ist ja bekanntlich schon mal der erste davon 😉
      Liebe Grüße,
      Carina

  9. Hallo Carina,

    ja, ich habe es gewagt, vor 4 Jahren alles umzukrempeln und in meinem Wunschland neu anzufangen. Als Nichtexpertin. Ich habe viel gelernt, jeden Tag Neues und bin oft in Riesenschritten vorangeprescht. Oft bin ich hart aufgekommen oder war enttàuscht ùber die Langsamkeit der Anderen, mit denen ich versuchte zusammen zu arbeiten, die oft nicht mitgezogen haben. Noch weiss ich nicht, ob es was wird. Aber es sieht gut aus, die Weichen fùr den Erfolg sind nun gestellt. Nur bin ich total erschòpft jetzt. Immer noch jobben und nebenbei mein Unternehmen aufbauen und auch Geld reinstecken. Ich glaube, ich gebe mir noch 1 Jahr. Ich hatte immer viele Ideen und scheinbar endlose Power, aber jetzt muss ich total auf mein Befinden achten, auf meine Gesundheit.

    Sicher melde mich wieder, wenn sich etwas zum Positiven veràndert bei mir.

    Dir weiter viel Erfolg!

    Ulrike Coppola

    • Hi Ulrike,
      da im Start die Balance zu finden ist wirklich nicht leicht.
      Wir gehen da ganz oft auch an unsere Grenzen. Kann ich auch unterschreiben.
      Ich drücke die Daumen, dass es (allerspätestens) nach dem Jahr besser wird!
      Liebe Grüße,
      Carina

  10. Liebe Carina,

    früher habe ich oft versucht, durch die Blume zu sagen, was mir wichtig ist. Ich dachte, das wäre besonders nett und freundlich. Meist war es aber vor allem einfach anstregend.

    Heute merke ich immer wieder: Je klarer ich in mir bin, je klarer ich äußere, was mir wichtig ist (sei es Kundinnen, Freunden oder der Friseurin gegenüber), was meine Ziele, Wünsche und Visionen sind – umso leichter geht es.

    Danke dir für deine klaren Worte!
    Herzlich,
    Sabrina

    • Hi Sabrina,
      da triffst Du einen tollen Punkt!
      Sich zu verstellen ist vor allem anstrengend.
      Geht mir übrigens genauso 🙂
      Liebe Grüße,
      Carina

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Teilen30
Twittern
Pin19
Buffer2