Digital Detox? Ich bevorzuge die Low Carb Online-Diät

Volle Transparenz: Meine Texte enthalten werbende Inhalte zu meinen Produkten und/oder Werbe-Links zu Produkten, die ich nutze und liebe. Letzteres erkennst Du am * nach dem Link. Ich wurde in keinem Fall von Unternehmen oder Produkt-Anbietern dafür bezahlt, sie einzubinden!

Schon oft habe ich das Internet und unsere mittlerweile schon chronische Social-Media-Sucht wie einen riesigen Spaghetti-Teller bezeichnet. Das Angebot darauf ist verworren, der Teller quillt über, und sobald Du einmal angefangen hast, kommst Du meist aus der Konsumspirale nicht mehr so leicht raus.

Noch dazu ist es voller leerer Kalorien.

Inhalten, die Dich süchtig machen, aber eigentlich nicht wirklich gut für Dich sind. Klick-mich-hier und Abonnier-mich-da überfüllen unser Hirn nicht nur mit Informationen, sodass wir eigentlich schon gar nicht mehr wissen, wo wir überhaupt anfangen sollen, was echt und hilfreich ist und was einfach völliger Quatsch.

Was mich aber an dem Überflutungs-Syndrom im Internet noch viel mehr stört und vor allem an der Social-Media-Sucht, der ich mehr und mehr verfiel, ist deren Gehaltlosigkeit. Und die Abhängigkeit und Ruhelosigkeit, die es mir in den letzten Jahren gebracht hat.

Ich lag gestern mit Freunden am Pool in Chiang Mai und hatte wieder mal Schwierigkeiten, wirklich abzuschalten. Ich werde mittlerweile besser darin, aber die ersten 15 Minuten verbringe ich meist damit, den Drang zu unterdrücken, mal nach dem Handy zu greifen. Dieser drängenden Sucht nach den Social-Media-Kanälen. Aber ich beherrsche mich tapfer.

Genau das würde nämlich im sinnlosen Scrollen enden.

Und noch viel schlimmer, als das mittlerweile stetige Gefühl zu haben, eigentlich nicht nur so rumzuliegen, sondern produktiv sein zu müssen, ist das Gefühl, Zeit damit vergeudet zu haben, in irgendeinem dummen Meme-Account eine Stunde versackt zu sein.

Das sind aber auch genau die Punkte, die mich sauer auf mich selbst und das blöde Internet machen. Wann wurden Social Media zur Sucht? Und wann habe ich eigentlich die Fähigkeit verloren, mir selbst einfach mal Handy- und Laptop-freie Zeit zuzugestehen?

Um eine unsinnige Romanze zu lesen.

(Mein Hirn schreit sofort auf: „Bist Du verrückt?! Wie uuuunnüüüütz! In der Zeit könntest Du etwas Neues lernen!“)

In den blauen, wolkenlosen Himmel zu starren und ihn einfach nur dusselig anzugrinsen.

(Mein Hirn so: „Uhh, weißt Du, was eine total coole neue Business-Idee wäre? Und hast Du eigentlich den Artikel zu Deinen Social-Media-Marketing-Strategien schon optimiert? Das ginge soundso doch noch viel besser. Lass und das am besten gleich mal aufschreiben!“)

Ab-zu-schal-ten.

(Mein Hirn völlig panisch: „Aber… aber…aber… was ist, wenn eine der Femininjas gerade dringend Hilfe braucht? Was, wenn eine superwichtige E-Mail gerade hereinflattert, die in den nächsten 46 Sekunden uuunbedingt beantwortet werden muss? Was, wenn unsere Seiten alle gleichzeitig abstürzen, der gesamte Inhalt gelöscht wird und die Welt untergeeeeeht?? AAAAAHHHH!!!“)

Wir leiden unter brandneuen Krankheiten, seit die Online-Welt und unser Handy die Zügel in unserem Leben übernommen haben: konstanter Unruhe. Internet-Abhängigkeit. Und Social-Media-Sucht.

Dem stetigen Gefühl, etwas zu verpassen, nicht auf dem Laufenden zu sein, und vor allem, nicht genug zu leisten in jeder einzelnen Minute unseres Tages. Der sowieso grundsätzlich zu wenige davon hat.

Ich bin vor einer Weile dabei radikal mit mir selbst geworden.

Statt Digital Detox, bei dem viele für eine bestimmte Zahl an Tagen oder Stunden das Internet abschalten und ihre Social-Media-Sucht zwanghaft unterdrücken, habe ich festgestellt, dass mir das zwar kurze Erleichterung bringt, was meine Süchte angeht, aber ich danach sofort wieder allen Versuchungen ausgesetzt bin und direkt in mein altes Schema zurückfalle.

Anstatt das Symptom zu bekämpfen, habe ich also begonnen, meinen Alltag zu therapieren.

Und siehe da, die Zeit, die ich auf Facebook und Instagram verbringe, hat sich extrem verringert, und meine Sucht nach Social-Media-Kanälen wird schwächer (ich schaue tatsächlich mal einen ganzen Tag lang gar nicht rein, ohne es zu merken).

Stattdessen konsumiere ich bewusster und gezielter nur noch das, was ich explizit auswähle, und nicht mehr das, was mir das Internet jedes Mal, wenn ich es öffne, in den Rachen zu stopfen versucht. Nicht mehr geleitet von der Sucht, auf Social-Media-Kanälen immer über alles und jeden informiert sein zu müssen.

Auch wenn mein Weg wie immer auch nicht Dein Weg sein muss, dachte ich, es ist vielleicht mal wieder an der Zeit, Dir einen Einblick zu geben, wie ich den Spaghetti-Teller in meinem Leben etwas leichter verdaulich und auch ein wenig Low Carb gestaltet habe…

 

Die Keule für Deine Social-Media-Sucht Teil 1:

Der News Feed Eradicator auf Facebook

Dieses Goldstück wurde mir von einer der Femininjas empfohlen, und von dem Moment an, in dem ich ihn installiert habe, konnte ich einfach endlich aufatmen. Ich war ständig in einer Schleife auf Facebook, sodass es wirklich schon Comic-artige Züge annahm.

Carina öffnet Facebook, weil sie auf Pink Compass etwas terminieren will.

Carina sieht ihren Feed und wird sofort zum Klicken, Artikel-Lesen oder Scrollen motiviert.

Carina klickt. Liest. Scrollt. Eine Stunde lang…

Carina ist total entnervt, schließt Facebook und hat völlig vergessen, was sie eigentlich gerade machen wollte.

Carina fällt wieder ein, dass sie ja eigentlich etwas auf Facebook terminieren wollte.

Carina öffnet Facebook und steigt erneut ins Karussell ein…

Das ist mir mindestens einmal am Tag passiert, und mindestens genauso oft habe ich Facebook verflucht.

Heute öffne ich meinen Facebook-Account und sehe… nichts.

Meine eigene Timeline, in der mir die geteilten Beiträge meiner Freunde und gelikter Seiten angezeigt wurden, ist komplett leer. Wenn ich jetzt etwas von anderen sehen möchte, gehe ich bewusst und gezielt auf deren Seite und schaue, was sie in letzter Zeit so gepostet haben.

Etwas ganz Ähnliches habe ich mir auf Instagram eingerichtet…

 

Im Kampf gegen die Social-Media-Sucht Teil 2:

Die Instagram-NullDiät

Ebenfalls vor einer Weile habe ich auf Instagram das Experiment gestartet, nur noch einer Handvoll Accounts zu folgen. Ich wollte wirklich nur noch auf dem Laufenden bleiben und auch auf Instagram nicht mehr Stunden mit unnützem Scrollen und Klicken verbringen.

Das ging dank Instagram-Algorithmen ordentlich in die Hose und machte mich wieder mal wütend. (Ich kann Facebook und Instagram bestimmt schon locker 2 Jahre verkürzte Lebenszeit in Rechnung stellen, so oft, wie sie bei mir erhöhten Blutdruck bis zum Platzen erzeugt haben.)

Manche Accounts bekam ich trotz der minimalen Anzahl von 20–25 Accounts, denen ich folgte, einfach nicht angezeigt. Stattdessen zeigte mir Instagram lieber zwei Tage alte Posts von größeren Accounts, die eben auch mehr Aufmerksamkeit (Interaktionen, Likes) bekamen als die kleinen.

Egal was ich also tat, ich konnte nicht mehr selbst entscheiden, was mir in meinem Feed angezeigt wurde. Also ging ich hier auf die Nulldiät: Ich entfolgte sämtlichen Accounts und besuche seitdem die Accounts, die mich wirklich interessieren, ganz bewusst. Das reduziert die Zeit, die ich auf Instagram verbringe, enorm und endet auch nicht mehr in stundenlangem Scrollen durch unsinnige Feeds.

Ein netter Nebeneffekt, den ich vor Kurzem entdeckt habe: Ich folge nun nur noch 3–5 Accounts, die sich für Hilfsprojekte einsetzen, und kann damit meine Reichweite nutzen, um auf sie aufmerksam zu machen. Denn mal ehrlich… jede, die mich nun findet und mir folgen will, wird neugierig sein, wieso ich nur so wenigen Accounts folge und wer genau diese 3–5 sind.

(Gib’s zu, Du klickst gerade auf meinen Instagram-Account, um nachzuschauen…)

 

Mein Handy als reines Nutzobjekt zum – Schocker – Telefonieren! – Bye-bye Social-Media-Sucht!

Teil 3, für fortgeschrittene Suchtkranke…

Mittlerweile nutze ich mein Handy also nur noch für zwei Dinge: meinen fehlenden Orientierungssinn auszugleichen, um nicht irgendwann irgendwo in der Pampa in irgendeinem Sumpf zu enden, und als dieses Ding, was klingelt, wenn mich jemand anruft.

Was nie passiert, da fast niemand meine Nummer hat. Also eigentlich ist es jetzt ein Kompass in einer Handyhülle mit pink-gestreiften Piñatas drauf.

Ich habe auf meinem Handy weder ein E-Mail-Programm installiert noch irgendeine Sucht-fördernde Social-Media-App, ausgenommen Instagram. Da ich dort allerdings ja keinen Feed mehr habe, öffne ich sie tatsächlich nur noch, wenn ich ein Bild posten will.

Seitdem ist mein Handy tatsächlich nur noch stetig bei mir, weil ich es als Notfall-Gerät ansehe. Wenn ich verloren gehe, Hilfe benötige oder tatsächlich mit Freunden chatten möchte.

Also, die echten.

Nicht die 567 Menschen auf Facebook, die früher in meiner Freundesliste standen und die ich teilweise Jahre weder gesehen noch gesprochen habe. (Mittlerweile sind es auch dort nur noch 51.)

Trotzdem habe ich auch für WhatsApp und Threema, die jeweils nicht mehr als vier offene Chats bei mir haben, drei davon fast ungenutzt, keinerlei Benachrichtigungen eingeschaltet. Zumindest keine, die mich aktiv an mein Handy erinnern. Ein kleiner roter Punkt erscheint am App-Icon, wenn ich eine neue Nachricht erhalte. Das war’s auch schon.

 

Wie zu Beginn gesagt, ist all das sehr extrem.

Aber mich beschäftigt es immer mehr, wie sehr wir vom Internet, der immer schlimmer werdenden Social-Media-Sucht und von unseren Handys eingenommen und gesteuert werden.

Ich habe viele Freunde, die es nicht mal ein Abendessen lang schaffen, nicht auf das Handy zu schauen, geschweige denn es überhaupt aus dem Blickfeld zu verbannen. Es liegt oft direkt neben dem Teller, in stetiger Bereitschaft, gecheckt zu werden.

Und auch wenn ich vielleicht die Einzige bin, die so penibel denkt, bewerte ich es tatsächlich positiv als Freundschaftsdienst, wenn sich jemand komplett auf unser Zusammensein konzentriert und meine Gesellschaft nicht damit abwertet, indem sie oder er mir signalisiert, dass das Handy gerade wichtiger oder interessanter ist als ich.

Auch das Internet hat unser Leben und auch unseren Charakter stark verändert.

Niemand hätte in den 90ern einen Anruf ignoriert oder eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter wochenlang unbeantwortet gelassen. (Es sei denn, sie war von der Versicherung oder einer dieser dämlichen Marktforschungs-Institute.) Heute kann ich manchmal froh sein, wenn ich auf eine Facebook-Nachricht oder E-Mail nach einer Woche mal Antwort bekomme, weil wir alle so zugespammt werden, dass beides leicht unter einem Berg von Nachrichten untergeht.

Mir geht es schließlich dabei ganz genauso.

Ich möchte also gerne so viel unnützes Gescrolle, Befreunden, Konsumieren und Ansammeln von Information und Menschen reduzieren, mit denen ich eigentlich nicht viel mehr zu tun habe, als sie einmal im Jahr auf irgendeinem Treffen zu sehen.

Denn am Ende des Tages geht all diese Zeit auf Kosten meiner Lieblingsmenschen, die auch nur noch irgendwo dazwischen geschoben werden oder so das Gefühl bekommen, sie bekommen nur maximal ein Drittel meiner Aufmerksamkeit, obwohl sie 100% davon verdienen.

Und auf Kosten meines Hirns, das mittlerweile wirklich schon wie ein kleiner neurotischer Flummi wirkt. Vor allem ihm zuliebe möchte ich im Internet und mit dem Handy runterschrauben. (Und es seufzt gerade erleichtert auf, während ich das tippe…)

Nun interessiert mich wirklich, wie Du darüber denkst…

Geht es Dir genauso? Ist Dir Dein Verhalten gegenüber Internet und Handy bewusst? Ertappst Du Dich auch dabei, ständig auf das Display nach neuen Benachrichtigungen zu spicken? Und wie geht es Dir damit?

Wie sehr regiert der Spaghetti-Teller schon Dein Leben?

 

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10 Kommentare / Schreibe einen Kommentar
  1. Hi Carina,
    ich habe vor kurzem ebenfalls Tabularasa auf Facebook gemacht und seitdem geht es meinem Hirn, wie nennst du es so schön?, dem kleinern neurotischen Flummi auchg wesentlich besser.
    Didital Detox ( vor allem am Wochenende!) ist ungemein entspannend – vor allem, weil ich mir nun auch eine neue Angewohnheit angelegt ghabe. Ich lese weniger, dafür kommentiere ich mehr.
    Sprich bevor ich einen Beitrag teile, hinterlasse ich zuerst einen Kommentar. Das ist mein Dankeschön an den Autor, der sich mit seinem Beitrag viel Mühe gegeben hat.
    Ich denke wenn wir alle unsere bisherigen Gewohnheiten etwas runterschrauben, profitiert jeder davon 😉
    LG Tina

    • Danke Tina <3
      Ich freu mich über beides sehr – den Kommentar und das Teilen!
      Ja, die Facebook Reduktion war bei mir auch wirklich ein echter Aha-Moment. Seitdem bekomme ich zwar weniger mit (in beide Richtungen, nützlich und unnütz) aber mir tut es wirklich gut. Stattdessen konzentriere ich mich auf meine Projekte und hab einfach viel mehr Zeit.
      Ganz liebe Grüße zurück,
      Carina

  2. Hey Carina,
    wie witzig und hilfreich ist das denn: »News Feed Eradicator for Facebook« … mit ein wenig suchen hab ich diese Applikation nun auch gefunden. Vielen Dank für den Tipp.
    Ansonsten halte ich es in manchen Dingen bereits auch wie du. Benachrichtigungen ausgeschaltet und ich sehe neue Nachrichten erst, wenn ich wirklich drauf klicke. Im Frühjahr hab ich auch meine Dienstmails auf dem Handy ausgeschaltet. Was für eine Wohltat. Und neulich im Urlaub konnte ich auch auch nur bei wifi ins Netz gehen. Das war auch sehr befreiend.
    Liebe Grüße Kirsten

    • Ahh, stimmt. Verlinken wäre noch gut gewesen 😀
      Danke, Kirsten! Hole ich gleich noch nach.
      Ich liebe auch meine Roadtrips, da habe ich ganz oft auch einfach kein Netz. Manchmal sogar für 1-2 Tage am Stück. Wirklich herrlich!
      Liebe Grüße,
      Carina

  3. Sandra

    Hi Carina,
    Ich habe mich bei deinem Artikel regelrecht „ertappt“ gefühlt. Auch wenn ich freiwillig nur ungern zugebe, ein kleiner Suchti zu sein. Aber Ruhelosigkeit und Unzufriedenheit hat der Social-Media-Hype definitiv auch in mein Leben gebracht. Zudem Angst was zu verpassen und das Gefühl zu bekommen andere haben ein viel geileres Leben als man selbst (was in den meisten Fällen wahrscheinlich Schwachsinn sein wird, denn man neigt ja dazu nur seine Highlights online zu stellen). Früher konnte ich es sehr gut ertragen auch mal Langeweile zu haben, was aber wiederum meine Kreativität angeregt hat. Diesen Zustand möchte ich gerne wieder anstreben. Deine Ansätze sind echt gut und ich werde sie ausprobieren. Danke für deinen Artikel 🙂
    LG Sandra

    • Hi Sandra,
      ja, ich versteh Dich gut. Ich habe mir das auch nur ungern eingestanden, aber seitdem geht es mir wirklich deutlich besser. (Und der Vergleich-Wahn lässt auch etwas nach…)
      Viel Erfolg damit!
      Liebe Grüße,
      Carina

  4. Cordula Hilmer

    Hallo Carina, durch viele kleine Schritte hat sich mein Mindset geändert um aus meinem Hamsterrad auszubrechen. Ich möchte zukünftig als VA arbeiten und bin gerade am Anfang mir ein Online-Business aufzubauen.
    Vor Jahren habe ich wegen bestehender Facebook-Sucht den radikalen cut gemacht. Ich habe meinen Account gelöscht und bin auch bin auch sonst aus dem Social Media Zug ausgestiegen. Ich hab es nie vermisst!
    Da ich nun online arbeiten will, ist es ja zwangsläufig nötig wieder aufzusteigen und mich zu vernetzen. Dabei steht für mich fest: Social Media nur auf dem Laptop und nur fürs Business. Für meine geplante Tätigkeit ist es schon eine kleine Hürde, da ich mich komplett in diese Welt neu reindenken muss. Aber die letzten Jahre "Abstinenz" bereue ich nicht!
    Danke für Deine Arbeit und Deinen Support!
    LG Cordula

  5. Hi Carina,
    erstmal großes Lob, nicht nur zur low Carb Entscheidung sondern auch zum social Media Fasten. Du bist damit einen Schritt gegangen der für viele mittlerweile unmöglich erscheint. Bei mir ist es z.B. so dass ich zwar vor Jahren den Sprung von Facebook geschafft habe indem ich mich komplett abgemeldet habe, aber nach wie vor WhatsApp nutze – zwar im nicht stören Modus (also ähnlich wie du) aber dennoch.

    Was ich nur auf den Weg geben wollte, gerade für Leute die sich ebenfalls dazu entschließen möchten: in manchen Fällen hilft nur noch radikales Fasten und keine "halben Sachen" wie nicht stören oder sich den Newsfeed nicht automatisch anzeigen zu lassen. Was ich damit meine ist dass man das Problem womöglich nur etwas erschwert und das was den Reiz auslöst (nämlich die Dopaminausschüttung im Gehirn) minimal verlagert. Sprich, es ist dann gut möglich dass man ständig alle paar Minuten von Freund zu Freund klickt um dessen Newsfeed zu studieren (was früher im eigenen Feed sofort angezeigt wurde). Die Angst etwas zu verpassen bleibt dann nach wie vor bestehen bzw. kann sogar noch größer werden (weil es eben unbekannt ist ob es bei Person XY etwas Neues gibt).

    Darum habe ich großen Respekt davor dass du mit der Methode so gut klar kommst weil vielen das nicht so gelingt. Und denen würde ich empfehlen das Ganze ernst zu nehmen und sich darum zu kümmern. Das Problem ist dass es für viele normal erscheint weil ihre realen Freunde sich genauso verhalten. Also wenn man sich abends an den Tisch setzt holt erstmal jeder sein Handy raus und wenn alle Nachrichten abgearbeitet sind wird es hingelegt (und es geht weiter). Traurig, aber es gibt zu wenige die vermitteln dass das eben nicht normal ist…

    Danke jedenfalls für diesen Artikel!
    Lg,
    Florian

  6. Hallo, Carina, facebook nervt mich auch nur noch, vor allem, weil es mir die Zeit raubt, indem es mir unzähligen unwichtigen Schrott zeigt, und das, was mich wirklich interessieren würde, gar nicht ausliefert. Würde ich nicht Seiten betreuen (müssen), wäre ich dort schon weg. Instagram nutze ich eigentlich nur privat und das auch nur abends bewusst für eine Stunde. Pinterest auch nur privat, wenn ich gezielt etwas suche. That's it.

    Mein Smartphone bekommt keinen weiteren Messenger außer WhatsApp (privat) und alle Benachrichtigungen sind ausgeschaltet. E-Mail muss natürlich, wenn Kunden kommunizieren wollen, brauchen sie eine Möglichkeit. Bevor ich aber telefonisch gestört werde oder nicht erreichbar bin, kommuniziere ich per Mail. Ja, diese kleinen Helferlein haben sich ganz schön in unser Leben gemogelt. Wird Zeit, ihre Penetranz ein wenig einzudämmen.

    Mittlerweile lese ich wieder vermehrt Newsletter und Blogbeiträge sowieso, weil ich da selbst bestimmen kann, was ich konsumieren möchte. Und da kommentiere ich auch gerne mal. 🙂

    LG Susanne

    • Hi Susanne,
      dann danke ich herzlich fürs Lesen und den Kommentar 🙂
      Ich freu mich immer über jeden einzelnen.
      Übrigens "muss" E-Mail auf dem Handy auch nicht "natürlich". Es reicht völlig, wenn Du sie mehrmals am Tag über Deinen Computer abrufst. Auch das ist eine Abhängigkeit, in die wir uns selbst gesteckt haben. Zu glauben, wir müssten für Kunden 24 Stunden am Tag greifbar sein. Etwas sehr ungesundes, finde ich. Vielleicht überlegst Du mal, auch dabei Grenzen zu ziehen 🙂 Wie Du schon sagst… die Penetranz ein wenig eindämmen.
      Ganz liebe Grüße zurück,
      Carina

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