7 peinliche Fehler, die Du in Deinem Online-Business unbedingt vermeiden solltest!

(Oder schnellstens wieder geradebiegen wollen wirst.)

Volle Transparenz: Dieser Artikel enthält werbende Inhalte zu meinen Produkten und/oder Werbe-Links zu Produkten, die ich nutze und liebe. Letzteres erkennst Du am * nach dem Link. Ich wurde in keinem Fall von Unternehmen oder Produkt-Anbietern dafür bezahlt, sie einzubinden!

Immer häufiger, wenn ich so mir nichts, Dir nichts über Webseiten streife, an einem sonnigen Nachmittag auf meiner eigenen Prokrastinationswiese, gerade nachdem ich einen leckeren Snack an Instagram-Feed voll von lustigen Memes verschlungen habe, bleibt mir der letzte Schokosplitter davon im Hals stecken.

Jedes Mal wenn ich die gleichen Fehler sehe, die Menschen machen, weil sie entweder zu träge oder zu dreist sind, sich anständig aufzustellen, und ihre Kunden damit verschrecken, suche ich krampfhaft nach meinem rosa Aggressionsball, um mich wieder zu beruhigen.

Okok… vielleicht bist Du auch nur eine der unschuldigen Seelen, die es einfach noch nicht besser weiß. Im Zweifel für die Angeklagte und so. Also breiten wir hier mal kurz unter dem kleinen Regenbogen hier links auf meiner Wiese die Picknick-Decke aus und lass uns drüber reden.

So von Business-Frau zu Business-Frau.

Und verzeih mir, wenn ich dabei manchmal laut werde. Das passiert nur, weil mir etwas an Dir liegt. Nimm das also nicht persönlich, es ist nur… es macht mich so wütend, wenn ich sehe, wie Du Dein Potenzial an so vielen kleinen Ecken einfach verschwendest.

Du kannst doch mehr als das?! Also los: Hintern hoch und merz diese Fehlerteufel, die Dich am Ende des Tages Kunden kosten (oder noch schlimmer: Glaubwürdigkeit als professionelle Unternehmerin), jetzt sofort aus. Los, Laptop rausholen… sofort!

 

#1 – „Ich schau mal, ob das funktioniert.“

Lass uns kurz als Erstes etwas Wichtiges klären: Niemand hat je ein erfolgreiches Online-Business aufgezogen, indem er es einfach mal so versucht und geschaut hat, was passiert. Jede von uns, die Du bewunderst, weil sie etwas geschafft hat, was nicht viele geschafft oder erreicht haben, hatte einen Plan, war hartnäckig und hat sich mit allem, was sie hatte, dahintergeklemmt.

Ich habe nicht einfach meinen Job gekündigt, bin mit meinem Laptop Richtung Thailand losgezogen und hab „mal geschaut, was passiert“. Ich habe mir den Hintern abgerackert und die ersten 12 Monate lang, 7 Tage die Woche, 10 Stunden am Tag daran gearbeitet.

Du musst nicht genauso aggressiv sein wie ich (außer Du möchtest Dein Ziel mit 100%iger Wahrscheinlichkeit erreichen), aber sag mir nie, Du versuchst es einfach mal und schaust, ob es funktioniert. Vor allem mit dem Beisatz „Wenn nicht, ist’s auch nicht schlimm.“ Egal auf was bezogen.

Du möchtest, dass Pinterest Dir Traffic bringt? Dann lerne, welche Strategien dafür nötig sind und was genau Du dafür tun musst. Du möchtest in 6 Monaten von Deinem Online-Business leben können? Dann ersetz das durch 12-24 Monate und fang an, jede freie Minute daran zu arbeiten.

Niemand hat Erfolg, weil man es eben mal so versucht und laufen lässt. Erfolg ist das Ergebnis harter Arbeit.

(Und wenn Du diesem Punkt nicht zustimmst oder ihn nicht glauben möchtest, kannst Du jetzt schon aus diesem Artikel aussteigen…)

 

#2 – Sei. nicht. faul. Oder unkreativ.

Damit rutschen wir lässig in die Konsequenz daraus: Jeder erzählt Dir immer, Du solltest die Aufmerksamkeit der Menschen gewinnen. Und ich weiß, Du reißt Dir jetzt schon den Hintern dafür auf. Ehrlich, ich glaub nicht wirklich daran, dass Du faul bist. Aber manchmal gehst Du eben lieber den einfachen Weg statt den, mit dem Du diese Aufmerksamkeit auch wirklich verdienst und Dich von anderen absetzt.

Lauf nicht blind der Herde mit ihren Keywords, Klickraten und Conversion Rates nach, sondern schalt Dein Köpfchen ein, wie Du diese Strategien kreativ nutzen und ihnen Deinen Stempel aufdrücken kannst. Ich hab es schon so oft gesagt, und ich sag es gerne wieder: Sei kein Echo. Das erkennt nämlich keiner wieder, sondern hört höchstens den Ursprung heraus.

Und nichts ist schlimmer für Dein Business.

 

#3 – Sag Menschen nicht, dass sie Dir mehr zahlen sollen, weil Du ja schließlich Essen/Miete/Kleidung/Klopapier bezahlen musst.

Wenn Du Deine Miete nicht zahlen kannst, ist das Dein Problem, nicht das Deiner Kunden. Wenn Dein Preis zu niedrig ist, weil Du Deinen Wert nicht kennst, ebenfalls.

Die Gründe, weswegen sie mehr für Dein Honorar zahlen sollten? Sind Deine Qualität. Die Ergebnisse, die Du ihnen lieferst. Die Sorgen, von denen Du sie befreist, und die quälenden Probleme, die sie nachts nicht schlafen lassen, die Du für. sie. löst. (Hab ich das deutlich genug gesagt?)

Das ist es, wie Du Deine Preise begründen solltest. Deine Miete interessiert kein Schwein Mensch, und ich hasse es, Dir die Illusion zu rauben, aber die Miete müssen wir alle zahlen. Heul doch.

 

#4 – Hör auf, Menschen zu sagen, sie sollen sich für Deine „Updates“ oder Deinen „Newsletter“ anmelden.

*Seufz* Wir haben da doch schon mal drüber geredet… und – Überraschung! – trotz DSGVO gilt die gleiche Regel: Streich das Wort „Newsletter“ aus Deinem Wortschatz. Es ist langweilig, ausgelutscht und so attraktiv wie ein Hund im Regen. Es stinkt auch ganz genauso.

 

#5 – Falls Du Paypal-Buttons verwendest? Lösch sie. Sofort.

Und damit meine ich nicht, Du sollst aufhören, Paypal zu nutzen. Paypal ist unser Freund. Wer allerdings nicht unser Freund ist, sind diese hässlichen Verkaufsbuttons, die Paypal uns andreht.

Es ist noch trauriger, dass ich als Laie Dir sagen muss, dass Du bei Canva einen schlichten Verkaufsbutton erstellen sollst (in Deiner Markenfarbe, mit Deiner Schrift, die Du auch auf Deinem Blog benutzt, und den simplen Worten „Jetzt kaufen!“), dann in der Mediathek hochladen sollst, die Quelle der Mediendatei kopieren und im Html-Code des PayPal-Buttons austauschen sollst. (Da wo src= für „Source“ oder auf Deutsch „Quelle“ steht.)

Geschafft. War das so schmerzhaft? Nein. Sieht auch deutlich schmerzfreier aus.

 

#6 – Nutz keinen Autoresponder, um mir zu sagen, dass Du meine E-Mail „irgendwann bald“ oder zwischen 12 und 14 Uhr beantwortest, weil Dein Postfach so voll ist.

Buhuuu… Du bist eine viel beschäftigte Unternehmerin, die ihr eigenes Postfach nicht auf die Kette bekommt. Genau das sagst Du mir damit, während Du versucht hast, mir unterzujubeln, wie begehrt Du bist.

Auch hier wieder – Überraschung! – jede von uns ist schwer beschäftigt. Jede von uns bekommt Massen an E-Mails. Oder wenigstens Massen an Spam-Mails. (Kann man sich anfangs ruhig auch drüber freuen. Wenigstens schreibt mir irgendwer.)

Aber das Letzte, das Allerletzte, was Du mir als Deiner potenziellen Kundin und Deiner potenziellen neuen besten Business-Freundin vermitteln solltest, ist das Gefühl, dass ich nicht wichtig genug bin, damit Du Dich so schnell wie möglich um mich kümmerst. Oder dass Du leider nicht organisiert genug bist, mit der E-Mail-Flut anders klarzukommen, als einen dusseligen Autoresponder zu erstellen.

Wenn Dein Postfach zu voll ist, hol Dir Hilfe. Reduzier die Wege, über die man Dich kontaktieren kann, oder setz Dir klare Termine in Deinem Kalender, wann Du sie beantwortest. Aber mach Dich nicht unbeliebt, indem Du mich auf die lange Bank schiebst (oder subtil vor mir angibst, wie wichtig Du bist).

Das ist nicht nur respektlos mir gegenüber, sondern auch sehr durchsichtig und leicht arrogant.

Das Schönste, Beste und Wirkungsvollste, was Du für Dein Business tun kannst, ist jedem einzelnen Menschen das Gefühl zu geben, er oder sie ist die wichtigste Person in Deinem Leben.

Menschen freuen sich einen Arm ab, wenn Du ihnen antwortest, obwohl Du so beschäftigt bist. Obwohl Du eigentlich auch schon jemanden beauftragen könntest, das für Dich zu tun (und sie sogar fast schon erwarten, dass es so ist). Und was gibt es Besseres für Dein Business, als Menschen positiv zu überraschen und ihnen zu zeigen, dass Du sie wertschätzt?

Plan für diese Woche: Inbox Zero.

Und bring ein paar Menschen dabei zum breiten Grinsen.

 

#7 – Pack Aspekte, bei denen Du nicht weißt, wie Du sie sagen sollst, nicht ins klitzekleine Kleingedruckte irgendwo tief unten, in der Hoffnung, sie sehen es nicht.

Dein Artikel enthält Affiliate-Links? Dein Instagram-Post Werbung? Dein neues Buch hat kein Rückgaberecht? Oh oh. Lass uns das lieber verstecken, damit Menschen aus Versehen doch auf Deinen Post/Artikel/Kaufbutton klicken und es nicht mitbekommen. Oder erst, wenn sie geklickt haben. (Ihr Pech.)

Falsch.

Gerade in letzter Zeit sehe ich so ziemlich jeden faulen Trick im Buch der Bücher (a.k.a. dem Internet) auftauchen, wie Du Menschen dazu bekommst, trotzdem zu klicken oder zu kaufen, weil Du nicht die Eier(stöcke) hast, offen mit Menschen zu reden.

Dann tauchen Werbehinweise wie von Zauberhand erst nach ein paar Stunden in einem Instagram-Post auf, klitzeklein in der Kategorien-Leiste irgendwo platziert, wo Du sie nicht mal sehen würdest, wenn ein Neon-Schild drüber stehen würde, oder eben im wortwörtlich Kleingedruckten gaaaaanz unten auf der Seite.

Du wärst überrascht, wie wenig es Menschen juckt, wenn Du Werbung, Affiliate-Links oder fehlende Rückgaberechte anbietest, wenn Du offen kommunizierst, wieso das so ist.

Diese neue Trendentwicklung, die Menschen momentan nutzen wie die neuste Abdeckcreme aus dem Ausverkauf? Transparenz und Authentizität? Funktioniert übrigens am besten, wenn man sie auch tatsächlich nutzt, statt sie nur wie Deko in die Kamera zu halten und herumzuprahlen, wie geil sie ist. Nur so als Tipp.

Weniger quatschen, mehr machen.

Statt jedem erzählen zu wollen, wie echt und ehrlich Du bist, zeig es ihnen.

Erklär ihnen in einem klar markierten Werbe-Post auf Instagram, warum Du gerade Werbung postest. Beschreib im Artikel, warum Du dieses oder jenes Produkt toll findest und wie Du es genutzt hast. (Und versuch dabei nicht so zu klingen, als würdest Du bezahlt werden, das zu sagen… Menschen sind nicht dumm. Sie merken das.)

Es hilft natürlich enorm, wenn Du dabei auch tatsächlich nur Angebote bewirbst, die eben auch zu Deiner Marke, Deinem Stil und zu Dir selbst passen. Solltest Du Dich einfach für jeden Joghurt, jedes Duschgel und jeden Gutschein hergeben – dann, ja, würde ich an Deiner Stelle auch alles tun, um mich und meine Werbung zu verstecken.

 

Wenn Du Dich jetzt einfach nur herrlich über diesen Artikel amüsieren konntest: Glückwunsch. Du scheinst alles richtig zu machen. Solltest Du gerade grummelnd und meckernd vor dem Laptop sitzen und mir Arroganz vorwerfen… dann ist die Chance relativ hoch, dass ich bei Dir nicht nur einen Nerv, sondern einen wunden Punkt getroffen habe.

Du hast dann jetzt zwei Möglichkeiten:

Hak den Artikel und mich einfach als blöde Kuh ab (ich nehm’s Dir nicht übel, versprochen) und mach weiter wie bisher. Bis Du damit irgendwann auf die Nase fällst oder Du erkennen musst, dass das vielleicht ein paar der Gründe sind, warum Du als Unternehmerin einfach nie so richtig durch die Decke gegangen bist. Nicht, wegen dieser kleinen Punkte – sondern weil grundsätzlich Deine Einstellung kräftig hakt.

Oder.

Fang an, zunächst an diesen kleinen Punkten etwas zu ändern. Und dann an Deiner Einstellung.

Die Wahl überlass ich ganz Dir.

 

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14 Kommentare / Schreibe einen Kommentar
  1. Mal wieder ein herrlicher Hintertritt – ich liebe es, wenn man einfach ganz konkret und ohne großes Drum-Herum-Gerede solche Sachen anspricht. Einige treffen auch auf mich zu, da weiß ich also, was ich am Wochenende zu tun hab 😉

    Danke und viele Grüße
    Magdalena

    • Hey, danke Magdalena! Und ich liebe es, wenn man sich davon nicht angegriffen, sondern angespornt fühlt.
      Viel Erfolg am Wochenende beim schrauben 😉
      Ganz liebe Grüße zurück,
      Carina

  2. Ähm ja, ich fliege direkt beim ersten Punkt raus. Aberrrr immerhin mit Absicht – ich hab "nur" einen Blog for fun, kein Online Business 😉 nicht zuletzt von dir weiß ich nämlich dass das intensiven Einsatz bedeutet und dafür ist grad nicht der richtige Zeitpunkt. Und wenn der kommt, kram ich direkt diesen Artikel raus! Liebste Grüße an dich, Marie

    • Wunderbar, Marie!
      Diese Erkenntnis und Ehrlichkeit mit sich selbst, ist die Wichtigste von allen.
      Und solltest Du mal umsatteln wollen – ich bin hier 😉
      Liebe Grüße,
      Carina

  3. Anne

    Ein ganz wundervoller Wachrüttler ♥ Vielen Dank dafür! Davon werde ich mir einiges sehr zu Herzen nehmen und daran arbeiten. Tschaka!

  4. Arschtritt angenommen!
    Yay!

  5. Gabriela

    Bitte mehr von dieser Text-Sorte: mutig, ehrlich und motivierend!
    Ohne rosarote Brille dem Business-Leben ins Auge blicken!

  6. Liebe Carina,
    Herrlich! Genau das habe ich gebraucht. Ich bekomme Deine Liebesbriefe zwar schon länger, aber erst jetzt möchte ich mein Business umwandeln und tapp(t)e doch direkt in die eine oder andere Falle 😉

    Danke für den klaren aber motivierenden Ton!

    Herzliche Grüße
    Danny

  7. Carla

    Wie immer ein sehr spannender Artikel, danke dafür! Wie gehst du mit deinem Listenaufbau nun um, Stichwort DSGVO?
    Ich habe bei mir alles wieder umgestellt, das ganz transparent "Newsletter" mit dabei steht… Mich würde deine neue Strategie zu Freebies sehr interessieren 🙂

    • Hi Carla,
      ähnlich wie bei Steuerfragen, Gewerbeanmeldungen oder dem Finanzamt, bin ich hier keine Expertin und beantworte zur DSGVO keine Fragen oder beschreibe meine Strategie, weil das sicherlich die eine oder ander dazu "inspirieren" würde, es mir nachzutun – und ich damit also indirekt Empfehlungen aussprechen würde. Das kannst Du sicher verstehen. Bei allem rund um Online-Marketing kannst Du mich aber weiter jederzeit gerne löchern 🙂
      Liebe Grüße,
      Carina

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