Ein Online-Business ganz ohne Social Media?!

Kann das funktionieren??

Kurzer Hinweis: Meine Texte können Werbung zu meinen Produkten oder auch Werbe-Links (*) zu Produkten enthalten, die ich empfehlen kann.

Mitte 2018 startete ich ein spannendes Experiment: ein Online-Business ohne Social Media. Denn ich hatte Facebook, Instagram, Twitter und ein paar meiner kleineren Social-Media-Kanäle eingestellt. Und ganz schnell tauchte da erneut die uralte Frage auf:

Kann ein Online-Business ganz ohne Social Media funktionieren?

Die Antwort ist einfach und komplex zugleich: Ja, kann es.
(Kleiner Spoiler: Ich bin nie wieder zurückgegangen.)

Aber.

Das berühmte „Aber“ und wann es wirklich Sinn macht, ohne Social Media arbeiten zu wollen (und wann nicht), diskutiere ich hier mal intensiv mit Dir…

 

PSSST… DIESEN ARTIKEL KANNST DU DIR AUCH VON MIR VORLESEN LASSEN:

 

Die spannende Frage, wie wichtig Social Media für ein Online-Business ist, spaltet sich schnell in zwei Fragen:

  • Wie wichtig ist es für ein bestehendes, stabiles Online-Business wie zum Beispiel meines?
  • Und wie essenziell ist es, wenn Du gerade erst als Freelancer oder Selbständige startest?

 

Denn der Irrglaube kommt schnell, wenn ich meine Meinung dazu äußere, dass ich ja eine ganz andere Stellung habe als Neulinge und ich mir mehr erlauben kann.

Auch hier ist die Antwort: Ja und nein.

Es wirkt leichter, sagen zu können, dass die Reichweite ja auch von anderen Quellen schon stabil ist und ich deswegen leicht auf einen Kanal wie Facebook verzichten kann.

Im Grunde stimmt das auch.

Aber was die meisten übersehen, ist, dass ich proportional genauso wenig von meinen Fans auf Facebook habe wie jemand, der erst ein paar Hundert Fans dort hat.

Wir alle erreichen gefühlt nur noch knapp 1–2% unserer Reichweite. Und diese 1–2% sind immer gleich. Wenn ich also darauf verzichte, verzichte ich auf genauso viel wie eine Anfängerin.

Noch dazu gibt es Algorithmen, die es größeren Seiten sogar noch schwerer machen als kleinen Seiten, ihre Fans zu erreichen. Schwer zu glauben, wenn man zu Beginn hart um jeden einzelnen Fan kämpfen muss, oder?

Aber ich gebe Dir mal konkrete Zahlen:

Ich hatte auf einer meiner Seiten fast 20.000 Fans. Interessanterweise bin ich damit allerdings ein Jahr lang (bevor ich die Seite dichtgemacht habe) nicht gewachsen.

Und ich meine nicht, langsam gewachsen.

Ich habe nachgeschaut irgendwann, weil es mir komisch vorkam, und ich hatte 1 Jahr zuvor exakt so viele Fans wie zu dem Zeitpunkt, als ich den Stecker gezogen habe.

Ich habe deshalb die 20.000 Fans nie erreicht.

Es war mir nicht wirklich wichtig (auch wenn mein Ego die Zahl durchaus schick gefunden hätte…), aber es ließ mich grübeln: Meine Theorie ist, dass Facebook Seiten haarscharf an eine bestimmte Zahl kommen lässt und uns dann so am langen Arm verhungern lässt, bis wir frustriert aufgeben und Werbung schalten.

Ganz ehrlich gesagt, hat mein Ego… *hust*… habe ich das tatsächlich in Erwägung gezogen.

Aber genau zu dem Zeitpunkt habe ich dann beschlossen, dass mir diese Zahl und auch der Besuchsstrom, der im Vergleich zu meinem Beginn bei Facebook mittlerweile lächerlich geworden ist, nicht wichtig genug war.

Es gab Zeiten, da habe ich mit der Hälfte der Fans mehr als dreimal so viele Besuche auf meiner Seite zählen können.

Fazit Nummer 1 lautet also:

Es zählt nicht, an welchem Punkt Du stehst. Oder ob Du Kanal XY wirklich brauchst.

Es zählt einzig, ob der Kosten-Nutzen-Faktor des Kanals wirklich sinnvoll ist. Bei Facebook behaupte ich, dass es das für keinen von uns wirklich tut.

Lies auch gerne mal diesen Artikel dazu. Er erklärt das noch weiter im Detail.

Damit wären wir also schon mal mit einem der offensichtlichsten Social-Media-Kanäle durch.

Weiten wir das nun mal aus:

Auf die Frage, ob man komplett ohne auskommt, stelle ich mal ganz provokant eine Gegenfrage: Warum genau möchtest Du denn ohne Social Media auskommen?

Wenn es darum geht, dass es Dich zu viel Zeit kostet, diese Kanäle zu pflegen, und Du sie Dir sparen möchtest, kann ich mit einem klaren Nein antworten.

Denn Social-Media-Kanäle sind einfach nur eine Art der Reichweiten-Steigerung. Kundschaft zu suchen, zu finden und auf Deine Seite und Dein Angebot zu ziehen.

Und wenn Du versuchen willst, Dich mit weniger Arbeitsaufwand durchzuschummeln, dann muss ich Dir leider sagen:

Das wird nüscht.

Ich bin der Überzeugung, dass Du nicht für jedes Online-Business Social-Media-Kanäle benötigst. Aber dann musst Du sie ganz klar durch andere Reichweiten-Kanäle ersetzen.

Und die benötigen genauso viel Zeit und Arbeitsaufwand. Vielleicht sogar mehr. Aber wahrscheinlich eher gleich viel.
Wie kannst Du sie also ersetzen, wenn die bestehenden Social-Media-Kanäle einfach nicht Dein Ding sind? Weil Dir keiner davon wirklich sympathisch ist?

So geht es mir zum Beispiel aktuell auch.

Dann solltest Du andere Quellen erschaffen, über die Du Menschen auf Deine Seite oder Deine Dienstleistung ziehen kannst.

Suchmaschinenoptimierung für Google zum Beispiel. Oder Pinterest, was nicht wirklich ein Social-Media-Kanal ist, sondern eher eine weitere Suchmaschine.

Du könntest Dich auf Gastartikel ausrichten und jeden Monat 1–2 davon auf relevanten Seiten positionieren, auf denen Deine Zielperson schon auf Dich wartet.

Oder Du könntest Dich in Foren, Gruppen und in anderen Diskussionen aufhalten und hilfreich mitwirken, in denen Deine Zielperson herumschwirrt.

All das und der Aufbau davon kostet Dich mindestens genauso viel Zeit und Arbeitsaufwand wie Social-Media-Kanäle und wichtig ist hierbei auch, dass Du nicht alle Eier in ein Nest legst.

Sorg dafür, dass Du verschiedene Ströme aufbaust, aus denen Du Reichweite gewinnst, damit Du nicht verdurstest, wenn einer davon unerwartet einbricht.

Also ja, in solchen Fällen bin ich der Ansicht, dass Du auch ohne Social-Media-Kanäle Dein Online-Business aufbauen kannst.

Ich habe aber noch eine Gegenfrage unterschlagen…

Möchtest Du ohne Social-Media-Kanäle auskommen, weil Du Probleme damit hast, Dich sichtbar zu machen?
Dann, meine Liebe, stehen wir vor einem ganz anderen Problem.

Ich nehme mal ganz stark an, dass Du ein Online-Business auf- oder ausbauen möchtest, weil Du Geld damit verdienen möchtest, richtig? Und was ist der Kern einer Verkaufsaktion? Warum klicken Menschen auf den Kaufen-Button oder fragen Deine Dienstleistung an?

Weil sie Dir vertrauen. Weil sie auf Deine Qualität vertrauen.

Und egal wie viel kostenlose Beweise Du für Deine Qualität anbringen wirst, in Form von Artikeln, Freebies oder Arbeitsproben…

Im Internet schwirrt viel zu viel Mist herum, als dass Menschen dort blind vertrauen. Was bedeutet (und auch ein schönes Wortspiel ist), dass Du Dich zeigen musst, um sie nicht im Dunkeln tappen zu lassen.

Damit sie Dir vertrauen, müssen sie Dich kennen.

Oder wenigstens das Gefühl bekommen, Dich zu kennen. Deinen Worten vertrauen zu können und damit auch Deinen Angeboten.

Ich verrate Dir also jetzt in dem Rahmen ein kleines Geheimnis:

Als ich beschlossen habe, meine Facebook-Seiten und die meisten meiner anderen Social-Media-Kanäle zu schließen, war mir bewusst, dass ich Ersatz dafür schaffen muss. Nicht nur für die Reichweite, die ich damit aufgebe, sondern auch in Sachen Sichtbarkeit und Vertrauen.

Deswegen ist mein Audioblog entstanden.

Hier kann ich diese Sichtbarkeit wieder aufholen. Hier kann ich Dir beweisen, dass ich ein echter Mensch bin, dass ich für Dich nur das Beste will und dass Du meinen Worten vertrauen kannst. Wortwörtlich und im übertragenen Sinn.

 

Deine Aufgabe also für Dich heute:

Wenn Du überlegst, ohne Social Media zu starten, dann überleg Dir, wie Du auf anderen Wegen Reichweite erzeugen und gleichzeitig Vertrauen aufbauen kannst.

Solltest Du überlegen, Deine Social-Media-Kanäle aufzugeben und ohne weiterzumachen, überleg Dir das Gleiche: wie Du diese Kanäle langfristig ersetzen kannst.

Und wenn Du weiter an Social Media glaubst, dann prüf zumindest mal, ob sich der Kosten-Nutzen-Faktor wirklich in den einzelnen Kanälen für Dich rechnet. Also der Aufwand im Vergleich zum Ergebnis.

Und als letzte Frage möchte ich, dass Du mal beleuchtest, ob Du diese Kanäle – egal welche es sind – wirklich effektiv nutzt.

Zeigst Du Dich dort? Baust Du Vertrauen auf? Beweist Du Menschen, dass Du ihnen nicht nur helfen kannst, sondern dass das auch einer Deiner Hauptbeweggründe ist für das, was Du tust?

Denn Vertrauen ist das, was Menschen zu Fans und Fans zu Deiner glücklichen Kundschaft macht.

Vergiss das nie!

 

PS: Du fragst Dich, wie ich nach der Schließung über meine Entscheidung gedacht habe und was sie in meinem Business bewirkt hat? Dann lies direkt hier weiter: Ganz ohne Facebook?! – Eine Bilanz 6 Monate später

 

Artikel zu teilen, ist das Trinkgeld für Autoren. Gibst Du mir eins?
Click here to subscribe
0 Kommentare / Schreibe einen Kommentar

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

    Pin185
    Buffer1
    Pocket