Kannst Du mal kurz?! Bitte?

"Nein" ist ein vollständiger Satz.

Dieses Artikel-Goldstück ist vom 23. Mai 2022

Kurzer Hinweis: Meine Texte können Werbung zu meinen Produkten oder auch Werbe-Links (*) zu Produkten enthalten, die ich empfehlen kann.

 

Immer mal wieder schleichen sich dreiste Menschen in Dein Leben.

Die, die – nachdem sie Dein Honorar gezahlt haben – glauben, Du gehörst nun ihnen. Und vor allem Deine Zeit.

Viel schlimmer sind allerdings die Menschen, die gar nicht erst zum Punkt des Honorars kommen, sondern schon gleich mit völliger Selbstverständlichkeit als – nennen wir das Kind beim unschönen Namen – kleine Schnorrer eintrudeln.

Und ja, manchmal meinen sie es nicht einmal böse. (Manchmal aber eben schon. Dann solltest Du allerdings einfach genauso dreist sein und einfach alles abwinken. Ohne weiter drüber nachzudenken. Ich erteil Dir hiermit den Darf-Schein dafür!)

Aber nur weil sie es nicht böse meinen, bedeutet das nicht, dass sie Dir damit nicht trotzdem ungewollt schaden.

Und vor allem Deinem Business.

 

Damit kommen wir auch sofort an einen sehr unangenehmen Punkt:

Wenn Deine Familie, Lieblingsmenschen oder Bekannten Dich um Gratis-Hilfe bitten.

Wo Du hier auch immer die Grenze für Dich ziehst, bleibt ganz Dir überlassen. Ich bin nur hier, um Dir dafür ein wenig die Augen zu öffnen, Deine innere Einstellung geradezurücken und Dir ein wenig Rückgrat einzureden.

 

 

PSSST… DIESEN ARTIKEL KANNST DU DIR VON MIR SOGAR VORLESEN LASSEN:

 

 

FAKT IST, DU SOLLTEST DIESE GRENZE IRGENDWO ZIEHEN.

Spätestens wenn Dich irgendjemand aus Deinem alten Arbeitsteam über Facebook anhaut, mit dem Du damals schon nicht viel zu tun hattest.

Oder aber auch bei Menschen, von denen Du jahrelang nichts gehört hast, aber die nun plötzlich ankommen mit „Du hast doch da jetzt… kannst Du mir nicht mal?“

Wenn Du Dich absolut nicht überwinden kannst, ein klares Nein über die Lippen oder die Tastatur zu bringen oder für Deine Leistungen Geld zu verlangen (und eigentlich ist das gar nicht so schwer, wenn Du weißt, wie… aber dazu gleich!), dann überleg Dir zumindest eine Art Quid-pro-quo-Deal oder einen Skill-Share.

Und lass mich hier überdeutlich sein: Das ist nur der erste Schritt, für Dich einzustehen, und soll auf keinen Fall zu Deinem Standard-Dauerverhalten werden.

Was genau bedeutet das also?

 

Es bedeutet, Du bekommst wenigstens etwas für Deine Arbeit.

So wie es sein soll.

Entweder in irgendeiner Art der Gegenleistung, also nach dem Motto „Hilfst Du mir, helf ich Dir“ (das gute alte Eine-Hand-wäscht-die-andere-Spiel), oder im Austausch mit anderen professionellen Fähigkeiten.

Ich habe zum Beispiel ganz zu Beginn meiner Selbstständigkeit im Gegenzug zu solchen Fragen im Freundeskreis angeboten, einen Austausch unserer Fähigkeiten zu machen. Ich coache oder helfe bei der Umsetzung eines Projektes und dafür bringen sie mir andere Fähigkeiten bei, die ich gerne lernen würde oder dringend brauchte.

Wirklich, die Betonung liegt hierbei auf „brauchte“. Zukünftige Gartenhilfe, obwohl ich aktuell keinen Garten habe, wäre keine Gegenleistung gewesen, die ich angenommen hätte.

 

Das nennt sich im Englischen und auch gern im Business-Bereich Skill-Sharing.

Und ist eine galante Art, für Deine Leistungen auch eine Gegenleistung zu erhalten.

Auch ich hab mich enorm schwer damit getan, sofort für alles Geld zu verlangen. Aber ich wollte eben auf keinen Fall komplett umsonst arbeiten. Vielleicht geht’s Dir da noch ähnlich.

Wer darauf also nicht einsteigt oder unter fadenscheinigen Erklärungen aussteigt, der will Dich ganz klar einfach nur ausnutzen. Das kannst Du Dir so lange schönreden, wie Du willst, es wird einfach nicht rosa.

Solltest Du also ablehnen wollen, weil Du genau das kommen siehst, dann zieh Dich einfach galant aus der Affäre, indem Du sagst, dass Deine Aufträge gerade überquellen, und so gern Du auch helfen würdest – momentan bleibt Dir dafür leider keine Zeit.

 

Sobald sich eine Lücke ergibt, wirst Du Dich melden.

(Merke: Die es erst dann geben wird, wenn Person X sich entscheidet, Dich ganz normal zu buchen.)

Solltest Du tatsächlich dazu übergehen, Deiner Leistung ein anständiges Preisschild zu geben (Yeah!! Ich feier Dich dafür!), dann kannst Du das definitiv auf solch charmante Art verpacken, dass Dein Gegenüber sich nicht vor den Kopf gestoßen fühlt, sondern höchstens gespiegelt bekommt, was er oder sie da eigentlich von Dir verlangt:

Sag Person X, wie sehr Du Dich freust, dass sie an Dich gedacht hat, und dass Du es kaum erwarten kannst, mit ihr an diesem Projekt zu arbeiten (ja, verwende das Wort arbeiten, damit die Weichen gleich gestellt sind, worum es hier geht).

Und nun kommt der knifflige Teil, in dem Du Dich von der fiesen Type (als die Du Dich fühlst, aber die Du definitiv nicht bist) zur Gönnerin machst und einfließen lässt, wie viel Dein normaler Stundensatz oder Dein gewöhnliches Honorar für ein Projekt dieser Art beträgt, und Du sagst, dass Du selbstverständlich aufgrund eurer Freundschaft, Vergangenheit oder Blutsverwandtschaft gerne einen kräftigen Rabatt von XY einräumst.

 

Nenn hier klare Zahlen und geh auf gar keinen Fall über 50% dabei.

Wenn Du dann zum Abschluss noch hochmotiviert nachfragst, wann ihr durchstarten wollt, ist Dein Gegenüber im Zugzwang.

Person X muss sich nämlich nun erst mal überwinden, zuzugeben, dass sie oder er eigentlich etwas geschenkt haben wollte, was Dir im Normalfall einen Batzen Geld einbringen würde, und muss sich ins Zeug legen, das auch überzeugend rüberzubringen.

Damit spiegelst Du den Menschen, die ganz oft gar nicht weiter darüber nachdenken, welchen Wert das hat, was sie mal eben so kurz anfragen.

 

Gerne kommt nun die Aussage, dass sie das Budget leider dafür nicht haben.

Aber auch darauf kannst Du entweder freundlich anfragen, wie hoch denn das Budget sei (bis 50% ist ja vielleicht auch bei Dir noch Spielraum), oder Du zeigst Verständnis und belässt es dann bei „Dann vielleicht ein anderes Mal.“

Vergiss nicht: „Nein“ ist ein vollständiger Satz.

Lass Dich nicht durch falsches Pflicht- oder Schuldgefühl zu etwas bringen, was Du eigentlich gar nicht tun möchtest.

Entschuldige Dich nicht dafür, dass Du für Deine Arbeit bezahlt werden möchtest.

 

Das hier ist Dein Business.

Schließlich musst Du Dich gar nicht schuldig dafür fühlen, dass sich jemand nicht schuldig fühlt, Deine Leistung einfach umsonst einzufordern.

Würde jemand ernsthaft in eine Bäckerei gehen und fragen, ob sie die Brote umsonst haben kann, bloß weil Madame die Bäckerin kennt?

Würde jemand in eine Schreinerei gehen und fragen, ob er den hübschen Schreibtisch aus Kastanie, der so toll in sein Arbeitszimmer passt, umsonst haben kann, weil er mit dem Schreiner zur Schule gegangen ist? Nein.

 

Hier gibt's was auf die Ohren!

Schon gehört? Der Audioblog von Um 180 Grad.
 

 

Sie würden vielleicht nach einem Rabatt oder Nachlass fragen.

Genau das, was Du gerade angeboten hast.

Tatsache ist: Unsere Arbeitszeit ist nichts, was man greifen oder anfassen kann, und wird daher oft nicht wertgeschätzt.

Das Preisschild dafür hängt an Zeit und Aufwand. An etwas nicht Greifbarem und wird damit einfach gern übersehen.

Wenn Du aber deswegen die Hälfte Deiner Zeit damit verbringst, kostenlose Dienstleistungen an befreundete Menschen zu verteilen, kannst Du Deinen Laden schneller wieder dichtmachen, als Du „Ladenschlussgesetz“ gesagt hast.

Damit kommen wir abschließend wieder zu der Frage, wo Du persönlich Deine Grenzen ziehst…

Und die kann Dir niemand anderes beantworten als Du selbst.

 

PS: Morgen ist der letzte Tag, an dem Du Dich für meinen Rundum-Mindset-Kurs „Alles Einstellungssache!“ anmelden kannst, in dem wir genau solche Hürden und Blockaden in Dir angehen und kräftig ausmerzen.

Hier kannst Du Dich jetzt noch dafür anmelden!

 

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