Der Tag, den wir alle fürchten...

Kurzer Hinweis: Meine Texte können Werbung zu meinen Produkten oder auch Werbe-Links (*) zu Produkten enthalten, die ich empfehlen kann.

Irgendwann kommt der Tag.

Egal wie sehr wir uns davor fürchten, beten, dass es uns bloß niemals trifft, es wird uns treffen. Es trifft uns alle irgendwann einmal.

Das negative Feedback.

Und auch wenn Du Dich in dem Moment, wo es Dich zum ersten Mal erwischt (lass Dir gesagt sein, dabei bleibt es nicht, egal wie gut Du bist oder wirst), einfach nur unter der Decke verkriechen und nie wieder hervorkrabbeln willst, gibt es einige Tipps und Tricks, die Dich überleben lassen. Sogar mit erhobenem Kopf.

Solange Du ihn nicht in wilder Panik verlierst und wild um Dich schlägst. Es gibt keine schlechtere Reaktion, als zurückschlagen zu wollen.

Die Person genauso zu verletzen, wie sie Dich verletzt hat.

Denn Liebes, das hier ist keine Liebesbeziehung. Das hier ist keine Freundschaft. Es ist eine Geschäftsbeziehung. Bei all dem BBFF-Tam-Tam (also Deine Leserinnen und Fans zu Deinen Business-BFFs zu machen) darfst Du das gerade bei negativem Feedback niemals vergessen.

Deshalb hol tief Luft, kremple die Ärmel hoch und tu das einzig Richtige:

SCHADENSBEGRENZUNG.

Auch hier geht es wieder nicht darum, wie Du Dich fühlst, sondern wie die Person sich fühlt, die Dich negativ beurteilt hat. Denn letztendlich will auch sie einfach nur gesehen und gehört werden.

Manchmal reicht allein das schon, um all die Negativität zu verscheuchen.

Ich habe eine ganze Weile gebraucht, um den Unterschied zu erkennen zwischen Schwanz einziehen und den Menschen nach dem Mund reden (was ich partout nicht einsehen wollte) und Kritikfähigkeit.

ZUNÄCHST SOLLTEN WIR ALLERDINGS ZWISCHEN ZWEI VERSCHIEDENEN MENSCHEN UNTERSCHEIDEN:

Denen, die einfach nur Streit suchen, und denen, die unzufrieden sind mit dem, was Du abgeliefert hast. (Ja, darin besteht ein großer Unterschied.)

Menschen, die einfach nur Meckerknilche sind, lassen sich auf Deinem Blog aus. In Facebook-Kommentaren. Oder auf Twitter.

Mit dieser Sorte Mensch habe ich nicht viel zu tun, außer dass ich sie höflich in Richtung Abmelde-Button verweise. Egal welchen sie auch gerne nutzen möchten.

Diese Menschen werden niemals Deine Fans, sie werden niemals zu Deinen Kundinnen und sie waren definitiv niemals Deine BBFF. Brauchst Du also nicht in Deinem Leben.

Raus damit.

Die Menschen allerdings, die enttäuscht und unzufrieden sind mit dem, was Du ihnen angeboten hast und was sie so vertrauensvoll angenommen haben, die haben tatsächlich das Recht dazu, ihre Meinung kundzutun.

Zugegeben, auch hier ist mir schon mal der Geduldsfaden gerissen, als es jemand gar zu unverschämt und dreist getan hat (niemand von uns steckt Beleidigungen einfach so weg), aber auch ich werde dabei immer geduldiger und zurückhaltender.

DENN VON AGGRESSIVER KONFRONTATION HABE ICH GAR NICHTS. UND DU AUCH NICHT.

Tu, was in Deiner Macht steht, um den Verlust für sie wieder auszugleichen, und dann lass sie ziehen.

Damit hast Du zumindest noch jemanden erschaffen, der vielleicht nicht von Deinem Angebot begeistert ist, aber zumindest von Deiner Konfliktfähigkeit und Unkompliziertheit.

Aber lass sie nicht ziehen, ohne sie zuvor gefragt zu haben, was genau der Haken war.

Nutz diese seltene Gelegenheit (denn ja, selten wird sie trotz allem bleiben), um herauszufinden, wie Du Dich selbst oder Dein Angebot verbessern kannst.

Denn letztendlich ist Kritik genau das:

Die kostenlose Möglichkeit, zu lernen.

Und eventuell sogar die Möglichkeit, aus einer unzufriedenen Person eine zufriedene zu machen.

Ich habe es ein paar Mal erlebt, dass Menschen, die ein Produkt von mir gekauft haben, es geöffnet und gesehen haben, wie viel Arbeit es ihrerseits tatsächlich benötigen würde, und dann unter fadenscheinigen Aussagen eine Rückzahlung einforderten.

Sie sagten dann, dass es nicht das hält, was sie sich davon versprochen haben (also, dass sich alle Arbeit magisch in Luft auflöst).

Gerne pochen sie auch darauf, dass es dafür ja ein Gesetz gibt und Paragrafen und überhaupt, bevor ich überhaupt dazu komme, zu sagen: Gar kein Problem!

Solche Erlebnisse festigen meine Theorie, dass es gar nicht darum geht, etwas zu lernen oder dass sie damit nicht zurechtkommen würden.

Vielmehr wollen sie einfach alles wieder von sich schieben und es bloß von der Backe haben, weil da etwas liegt, das ihnen sagt, sie müssen etwas für ihren Erfolg tun.

DAHER DISKUTIERE ICH IN DIESEN FÄLLEN AUCH GAR NICHT UND HAKE NICHT WEITER NACH.

Bei allen anderen Kritikpunkten entschuldige ich mich dafür, dass es ihre Erwartungen nicht getroffen hat, und frage nach, ob ich etwas tun kann, um sie vielleicht doch noch zu erfüllen.

– Was war unverständlich?

– Was habe ich auf der Angebots-Seite so missverständlich formuliert, dass völlig andere Erwartungen entstanden sind? (Denn letztendlich ist das zu 90% der Grund, weshalb etwas ernsthaft nicht die Erwartungen erfüllt: Weil ich falsche Erwartungen mit meiner Angebotsbeschreibung geweckt habe.)

– Was daran hat Dich gestört?

– Womit kamst Du nicht zurecht?

All diese Fragen solltest Du nett und zuvorkommend zurückschicken, zusammen mit der Aussage, dass Du natürlich gern eine Erstattung gewährst, wenn es nichts gibt, was Du tun kannst. (Es sei denn, Du hast eine strikte „Kein Rückgaberecht“-Aussage auf der Angebotsseite.)

Generell ist es natürlich schwierig, Rückgabe zu gewährleisten, wenn jemand Dein digitales Angebot gar nicht wirklich zurückgeben kann.

Aber die wichtigere Frage, die Du Dir hier stellen musst, ist die, ob das Kind wirklich schon in den Brunnen gefallen ist.
Wenn Du jetzt richtig handelst, hast Du vielleicht jemandem mit diesem Produkt nicht helfen können, aber kannst es vielleicht mit dem nächsten.

Je offener Du Dich für Verbesserungen zeigst, desto offener bleiben sie dafür, Dir und Deinen Angeboten eine zweite Chance zu geben.

Im Grunde ging es Dir doch von Anfang an nur darum, jemanden zufriedenzustellen.

HÖR ALSO NUN, TROTZ LEICHT GESTUTZTEM EGO, NICHT DAMIT AUF.

(Hör allerdings auf Dein Bauchgefühl, wenn Du das Gefühl hast, Dir damit einen Rückgabe-Rechtsanspruch-Wiederholungstäter heranzuzüchten.)

Danach darfst Du Dir eine große Tafel Schoki oder Tüte Chips (je nach Geschmack) aufreißen und Deinen Kummer darin kurzzeitig ausbaden. Und am nächsten Tag aufstehen, das Krönchen richten und weitermachen.

Sollte Dich das zu sehr geknickt haben, dann stell dieser einen Kritik mal die Anzahl der Verkäufe und positiven Abschlüsse von Menschen gegenüber, die absolut glücklich mit dem geworden sind, was Du angeboten hast.

In der Regel sind die nämlich bei weitem in der Überzahl.

Also vergiss das nie!

 

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UM180GRAD_GBT
2 Kommentare / Schreibe einen Kommentar
  1. Das war ein wunderbarer Artikel, Carina. Vielen Dank. Negatives Feedback ist mir tatsächlich immer schwer auf den Magen geschlagen. Ich werde deine Strategien beherzigen. Liebe Grüße

    • Sehr gern, Stephanie! Ich hoffe, das löst es ein bisschen für Dich auf in Zukunft 🙂
      Liebe Grüße zurück!

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