Auf der Suche nach dem Richtigen!

(...und die Sache mit dem Männer-Business)

Die letzten Wochen haben mir enorm viel Stoff zum Nachdenken gegeben.

So viel, dass ich dankbar bin, in zwei Wochen auf die nächste längere Reise gehen zu können, weil ich dann wieder 95% meiner Zeit alleine verbringe und zum Atmen und Sortieren all dieser Eindrücke komme.

Aber fangen wir kurz von vorne an…

Seit etwa drei Monaten bin ich in meiner ersten Mastermind-Gruppe.

Ich habe mich lange davor gescheut, einer beizutreten.

Zum einen, weil ich nie die richtigen Menschen für mich gefunden habe, und zum anderen, weil ich Ansammlungen von mehr als zwei Menschen (mich mit eingerechnet) meist scheue.

Aus verschiedenen Gründen und ja, selbst digital.

Nun stecke ich als einzige Frau in einer Mastermind-Gruppe mit drei Männern, die jeder für sich ein erfolgreiches Online-Business führen. Und liebe jedes einzelne unserer digitalen Treffen.

Aber sie haben mich auch in den letzten Wochen schließlich an einen Punkt gebracht, an dem ich mir die einzig wichtige Frage stellen musste:

 

Welcher Business-Weg ist der Richtige für mich?

Ich stehe an einem Scheidepunkt.

Vom Business-Standpunkt aus wären meine Schritte nun völlig klar: Folge dem Sales-Funnel!

Und jeder einzelne meiner männlichen Business-Kollegen ist diesen Weg bereits gegangen.

Es startet ganz simpel, mit der Eröffnung und Verbreitung eines Blogs, des ersten Freebies und damit dem Aufbau des Newsletters, den ersten kleineren digitalen (oder auch physischen) Produkten im eigenen Shop oder auf der Website und dem großen Endgame.

Du kennst es. Das Wort mit O.

Online-kurs.

Es scheint gerade in Deutschland eine regelrechte Welle davon zu geben. Nicht jeder nennt es so, aber im Grunde ist das der Kern.

Überall sehe ich sie aus dem Boden sprießen, und ich kann die Fragen, die nun immer häufiger auf mich zukommen, absolut nachvollziehen.

WelcheR ist denn nun der Richtige? Welcher ist der Beste? Welcher hilft mir am meisten?

Ich bin nun ganz, ganz ehrlich mit Dir: Bis vor ein paar Wochen hatte ich bereits einen fertigen Projektplan für mein eigenes Endgame.

Ganz spontan zog ich dann die Notbremse. Bei mehreren geplanten Projekten gleichzeitig.

Weil ich plötzlich nicht mehr wusste, ob das wirklich der richtige Ansatz für mich ist.

Es ist der klassische nächste Schachzug… eines Männer-Business.

So viel ich mich auch mit Entrepreneuren austausche, eines wird mir immer deutlicher.

Es gibt große Unterschiede zwischen der Art, wie Männer ihr Online-Business aufbauen und pflegen, und der, wie wir Frauen es tun.

Ich könnte es nun ganz platt auf die emotionale Ebene schieben, aber damit würde ich dem Ganzen nicht wirklich gerecht werden. Trotzdem spreche ich es einfach einmal aus…

Bei Männern steht das Business an erster Stelle und die Bewegung an zweiter.

Bei uns Frauen ist es in den allermeisten Fällen umgekehrt.

Natürlich ist das wieder einmal Schubladendenken, aber ich vermute ganz stark, dass Du ganz genau wissen wirst, was ich meine, wenn ich sage, dass es Männern häufig in erster Linie darum geht, ein Business erfolgreich aufzubauen, um Geld damit zu verdienen, und es uns viel häufiger darum geht, ein Business erfolgreich aufzubauen, um damit etwas zu verändern.

Liebe mitlesende Männer, die nun gerade entrüstet Luft holen:

Damit ist absolut nicht gemeint, dass ihr Menschen das Geld aus der Tasche zieht und nur die Dollarzeichen in den Augen habt.

Ich sehe gerade durch meine Mastermind-Gruppe, wie viel Arbeit und Energie in all die tollen Kurse und Produkte gesteckt werden, und bin bei den Menschen, mit denen ich mich intensiver umgebe, absolut davon überzeugt, dass sie gnadenlos guten Mehrwert schaffen.

Und trotzdem spielt es eine riesige Rolle, dass es profitabel ist. So richtig.

Ein Mann wird hier nun sagen: ja, klar. Darum geht es doch auch im Business. Mit richtig guten Produkten viel Geld verdienen zu können. Ziel erreicht!

Eine Frau wird sich denken: Hm, wenn ich damit das Leben anderer Menschen verändere und keine Miesen mache oder mir einen akzeptablen Lebensstandard halten kann, dann bin ich glücklich, mit dem was ich erschaffen habe.

Und exakt in dieser Klemme steckte ich nun.

Natürlich will ich Geld verdienen. Natürlich will ich einen gewissen Lebensstandard aufbauen, der etwas über dem steht, was mir mein ursprünglicher Beruf ermöglicht hätte.

Aber ich will den Profit einfach nicht an erster Stelle stehen sehen.

Also legte ich meine großen Pläne auf Eis und ging wieder einen Schritt zurück.

In den nächsten Monaten werde ich weitermachen wie bisher.

Es wird weiterhin Produkte geben, die Du gelenkt und geformt hast. Durch Deine Rückmeldungen und Antworten auf meine Fragen.

Produkte, mit denen ich Dir weiterhelfen kann, die nächsten Schritte zu gehen.

Existenzängste zu bewältigen. Selbstwert aufzubauen. Menschen zu bewegen.

Aber es werden weiterhin Produkte bleiben, die Deinen Geldbeutel schonen und meinen nicht zum Überlaufen bringen werden.

Warum?

Weil das der richtige Business-Ansatz für mich ist.

Ich sehe eine starke Entwicklung im deutschsprachigen Raum, von Traumfabriken (im negativen Sinn) bis hin zu blinder Kopierwut amerikanischer Produkte und Dienstleistungen.

Beides macht mich wütend, schreckt mich ab und versetzt mich in eine Art Schockstarre.

Es war der Grund, warum ich mich aus der Reiseblogger-Szene zurückgezogen habe, es ist der Grund, warum ich mich von der Digitalen Nomadenszene fernhalte, und es ist der Grund, warum ich immer mehr ganz mein eigenes Profil durchziehe.

Bevor ich also mein persönliches Endgame angehe, will ich es auf Herz und Nieren geprüft haben.

Will sichergehen, dass es perfekt ist (in Form der 80%-Regel), dass es individuell und wenigstens ein kleines bisschen innovativ ist und ich mich rundum wohl damit fühle, es anzupreisen.

Und nicht, weil ich Geld damit verdienen will, sondern weil ich damit Deinen Weg positiv beeinflussen will.

Weil das der nächste Schachzug ist… eines Frauen-Business!

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48 Kommentare / Schreibe einen Kommentar
  1. Liebe Carina,
    Dein heutiger Beitrag macht mir klar, warum ich Dir mit Deinen Beiträgen nun schon gut ein Jahr folge… weil Du so knallhart ehrlich mit Dir bist – dafür ein fettes Dankeschön!!!
    Ich bin auch gerade am „Aufräumen“ und klären, was meine Herzens-Prioritäten sind und wohin genau ich will und Dein aktueller Beitrag erinnert mich wieder 🙂

    Bleibst Du in dieser Mastermind-Gruppe? Und wie haben Deine Gruppenpartner Deine Entscheidung aufgenommen?

    Ganz liebe Grüße
    Katharina

    • Danke Katharina, dafür, dass Du schon so lange dabei bist <3

      Ich bleibe definitiv in meiner Mastermind-Gruppe, ich lerne dort jedes Mal dazu! Und der Grund warum ich überhaupt dabei bin ist, weil wir uns gegenseitig genauso akzeptieren wie wir sind, denken und ticken. Genau das macht sie auch so wertvoll. Dort gibt es keine gegenseitige Kritik, außer konstruktive, und keine Wertung.

      Meine Entscheidung war sehr persönlich, wie ich mit meinem Business weiterhin arbeiten möchte, nichts, was etwas mit der Gruppe zu tun hat. Sie haben mir bloß indirekt geholfen zu sehen, wie mein weiterer Weg aussehen soll.

      Viele liebe Grüße zurück,
      Carina

  2. Liebe Carina, mit deinem heutigen Beitrag schreibst Du mir aus der Seele. Gerade vergangenes Wochenende befasste ich mich stark mit diesem Thema und konnte es mit einer klaren Entscheidung für mich beenden. Es wird einfach Zeit, dass man sich wagt und eben genau die Dinge tut, die scheinbar falsch bzw. untypisch sind. Aber genau das führt dann zum Erfolg. Auf Herz und Nieren getestet, das hab ich auch und mir Monatelang viel zu viel Arbeit und Gedankenchaos gemacht.
    Bin schon sehr gespannt auf deine nächste Beitrage und danke für den heutigen!

    • Liebe Nadine,
      das sehe ich ganz genauso!
      Auf Herz und Nieren heißt manchmal einfach nur, dass Du Dich fragst, macht das Sinn? Wem bringt das etwas und wie kann ich noch besser helfen?
      Viele verwechseln das mit Perfektionswut an Aussehen und Masse des Inhaltes 😉
      Also da nicht verwirren und ausbremsen lassen!
      Viele liebe Grüße,
      Carina

  3. Wow Carina! Ich lese schon ewig deine Beiträge, weil ich deine ganz eigene Art und Ehrlichkeit so sehr schätze! Jetzt kann ich nur sagen: Hut ab, dass du immer dein eigenes Ding durchziehst und ganz nach deinem Herzen lebst. Dazu gehört viel Mut, Selbstbewusstsein und Klarheit. Ich finde, es gibt soooooo viele Kurse da draußen, dass manchmal der „altmodisch“ oder umgekehrte Weg genau richtig ist. Natürlich sollst du Umsatz machen, aber dann mach es auf eine Weise, die dir entspricht. Ich bin und bleibe auf jeden Fall Fan!

    Alles Liebe
    Annika

    • Hi Annika,
      freut mich riesig, dass Du schon so lange dabei bist!
      (Und ich hab immer noch das Gefühl, ich bin doch gerade erst mit Um 180 Grad aufgetaucht?! 😀 )
      Und vielen Dank für Deine tollen Worte 🙂
      Ganz liebe Grüße,
      Carina

  4. Danke, Carina, für diesen Artikel. Du hast meine wirren Gedanken zu dem Thema geordnet und auf den Punkt gebracht. Ich bin echt froh, dass ich deine Blogs gefunden habe und wundere mich kein Stück, warum ich geblieben bin. 😀

    • Hallo Sylvia,
      yes! Schön, dass ich Licht ins Chaos bringen konnte 🙂
      Und noch schöner, dass Du geblieben bist!
      Viele Grüße,
      Carina

  5. Vielen Dank für einen weiteren tollen, aufschlussreichen und vor allem für mich hilfreichen Artikel! Es ist toll miterleben zu dürfen wie du deinen Weg entscheidest, warum du dich für diesen Weg entscheidest und wie du weitergehen willst. Für mich als Neuling ist das so hilfreich, weil du mir zeigst, dass ich mich nicht in eine Schublade stecken lassen muss. Tip top, weiter so!

    • Danke Michelle!
      Freut mich sehr 🙂
      Und ich versuche weiter an diesem Stil dran zu bleiben!
      Unverstellt ist auch so viel leichter als alles andere, wenn man sich einmal dazu entschlossen hat.
      Liebe Grüße,
      Carina

  6. Sehr gutes Statement … trifft es für mich auf den Punkt … danke dir dafür 😉
    Und ja … Bewegung … etwas in die Welt tragen und es mir anderen teilen … wunderbar!

  7. Carina, ich kann dich so gut verstehen. Mir fehlt inzwischen bei vielen Bloggern ebenfalls die Innovation und Individualität, deshalb entfolge ich nun erstmals gewisse Social Media Profile Digitaler Nomaden und Reisebloggern. Es nervt einfach nur noch, wenn ich mitbekomme, dass Aussagen oder Business-Ideen nahezu 1:1 von US-Bloggern übernommen werden. Nach deinem offenen und ehrlichen Artikel weiss ich definitiv, dass deine Worte es allemal wert sind zu lesen und auch in Zukunft deinen Blog weiterhin aufmerksam zu verfolgen… Ganz liebe Grüße

    • Hi Sylvia,
      es ist ja eine ganz natürliche Entwicklung: Wozu das Rad neu erfinden?!
      Und dass sich gute Ideen natürlich auch hier in Deutschland durchsetzen, auch völlig klar und logisch. Mir fehlt nur manchmal das gewisse Etwas, das über das reine Kopieren hinausgeht…
      Ist aber auch gar nicht leicht, das zu finden!
      Schön zu wissen, dass Du hier dran bleibst 🙂
      Liebe Grüße,
      Carina

  8. Hi Carina,

    jetzt hast du mich geoutet: Ich denke Business-mäßig wie eine Frau! 😉

    Ganz viele dieser Fragen und Zweifel kenne ich (und ich kenne auch vereinzelte Männer, denen es es so geht) und finde es schön, dass du sie hier so klar ansprichst. Und am Ende bin ich mir sicher, wird der konsequente eigene Weg einen nachhaltigeren Erfolg bringen als die x-te Kopie der x-ten Kopie …

    Liebe Grüße

    Mischa

    • Hi Mischa,
      sorry für’s Outen 😀
      Zieh Dir nen Stuhl ran in unserem Kreis. Wir haben auch blaue 😉
      Ich bin da ganz Deiner Meinung!
      Viele Grüße zurück,
      Carina

  9. Hi Carina,

    sehr wahr, was du geschrieben hast und mir gefällt deine Ausrichtung. Dein Blog begleitet mich nun schon über ein Jahr auf meinem neuen Weg und diese Entscheidung gefällt mir so richtig!!! Und Männer lieben einfach den Wettbewerb, die kleine Schlacht und messen Erfolg meistens am verdienten Geld. Ergänzen möchte ich noch, dass es Frauen es sich eher erlauben „kleiner“ zu bleiben oder langsamer zu wachsen, Hauptsache es macht ihnen weiterhin Spass und sie sehen einen Nutzen in dem was sie tun.
    Bin sehr gespannt, wie es bei dir weiter geht.

    Liebe Grüße Claudia

    • Hi Claudia,
      freut mich, dass Du schon seit dem Start dabei bist!
      Und ich musste gerade besonders bei Deiner letzten Aussage heftig nicken. Das ist auch exakt das, worüber ich gerade noch vor einer Stunde wieder nachgedacht habe. Sehr wahr! Langsam wachsen, heißt ja nicht stehenzubleiben…
      Liebe Grüße,
      Carina

  10. Hallo Carina!

    Ich lese nun schon Deinen Blog eine längere Zeit und er hat mir mehr als einmal bei meinem Weg, als Bloggerin, sehr weiter geholfen.
    Was Deine Entscheidung angeht, habe ich folgende Frage an Dich: Bist Du glücklich damit ?! Wenn ja (und davon gehe ich jetzt einfach mal aus),
    dann war das genau der richtige Weg den Du eingeschlagen hast.
    Ich finde, genau das macht Deine Homepage so einzigartig. Du gehst DEINEN Weg und hilftst uns Lesern dadurch unseren eigenen zu finden.
    Dafür Danke ich Dir von ganzem Herzen.
    Mach weiter so!

    Liebe Grüße

    Denise

    • Liebe Denise,
      perfekte Schlüsselfrage! und ja, bin ich 🙂
      Und genau das ist mein Ziel, euch euren Weg finden zu lassen.
      Danke Dir für die tollen Worte 🙂
      Liebe Grüße,
      Carina

  11. What should I say, Frau Herrmann – nailed Iiiiiiit!!!!!

    Wie du dir sicher denken kannst, hab ich´s nicht so mit Geschlechterverallgemeinerungen, aber mir fallen gerade spontan jede Menge „männliche“ Businesstips ein, was ich denn mit meinem mindful Sexblog alles tolles anstellen soll:

    „Geil, du könntest da zb so ein Sexualtherapeuten-Portal draus machen“ Hmm, nö danke, bei mir geht´s eigentlich nicht so um Problematisierungen.

    „Wenn du deine Texte noch viel mehr keywordest, werden deine Affiliate-Umsätze durch die Decke gehen!“ Klar, kann sein, aber ich schreibe für Menschen, und nicht für Google und mein Blog ist keine Dildo-Tupperparty.

    „Echt geil, deine Koop, du könntest aber doch auch noch VIEL MEHR für die machen und noch VIEL MEHR verdienen!“ Klar könnte ich das. Und die Qualität meiner übrigen Arbeit würde todsicher darunter leiden.

    Besonders gut war auch jetzt, wo ich meine erste Party plane: „Mach doch wie so nen Edel-Swingerclub!“ Jjjjjaaaaa, NEIN. Darum GEHTS doch nicht.

    Ich komme mir in solchen Momenten oft vor wie eine geduldige Mutter, die sagt: So, und jetzt konzentrieren wir uns bitte wieder auf das Wesentliche. Das ist für mich zum Beispiel, wenn ein Leser einen Artikel von mir so wenig erwarten kann, dass er sich die Zeitschrift nach Los Angeles schicken lässt und mir dann ein begeistertes Foto mit dem Artikel schickt. Das ist das Gefühl, dass meine Arbeit verstanden wird und ankommt und wenn mir eine Leserin schreibt, dass sie vor Lachen gerade ihren Kaffee über den ganzen Laptop gespuckt hat.

    Sales Funnel, schön und gut. Inspirationsfunnel, noch sehr viel besser. Ich für meinen Teil bin auch der Meinung, dass sich Qualität durchsetzt.

    • Liebe Theresa,
      wenn ich Kaffee trinken würde, hätte auch ich mir nun den Mac ruiniert.
      Aber jedes Mal wenn ich Texte von Dir lese, danke ich dem Schicksal dafür, dass Kaffee so mies schmeckt. Ich bräuchte ja andauernd neue Macbooks…
      Mir geht es ganz genauso. Exakt so.
      Wunderbar beschrieben!
      Inspirationsfunnel. Hast Du da schon ein TM drauf? 😉
      Ganz liebe Grüße,
      Carina

  12. Josi

    Liebe Carina,

    so ist das wohl mit dem Wettbewerb. Ich möchte schon Leistung spüren und stelle mich ausgewählten Herausforderungen. Zugleich darf die Freude am Fahren nicht verloren gehen. Immer auf Zeitdruck einen Pass hoch, immer auf Druck einen Newsletter mit Werbebotschaften schreiben, damit die Einnahmen fließen. So kommt es mir derzeit bei Sebastians travelworklive-Blog vor. Diskutiert wie bei Dir wird bei ihm nicht mehr. Werbung ist schon okay. Nur wenn das zu durchsichtig ist, was das Ziel ist und die Informationen Färbung bekommen, ist das so eine Sache.
    In Sachen Reisen gehe ich so wie so meinen eigenen Weg. Hier ist etwas zum Schmökern ganz ohne Werbung: http://www.kajak-abenteuer.de Ich bin sehr gern unterwegs und teste aus, was geht. Mit Landing-Page und Co. komme ich sicher nicht nach 650 Kilometer Nonstop-Fahrt mit dem Rennrad am Strand von Cesenatico (bei Rimini) an.
    Onlinekurse und Beratung sind im Netz inzwischen der letzte Schrei. Wie vieles nehmen sie zu. Das ist ganz normal. Da schaue ich, was mir auf dem Weg wirklich gut tut. Nicht immer einfach. Dein Beitrag hat mir heute wieder sehr gut gefallen, so dass ich hoffe, Dir mit meinem Feedback Anregung für Deinen Weg geben zu können, sei es auch nur ein kleines Ja oder Nein. Mastermind kann ich mir für mich nur in meinem Fachbereich vorstellen, sprich Energiewirtschaft, Technik und neue Energien in Afrika.
    Liebe Grüße
    Josi

    • Liebe Josi,
      ich kann Dir da gerade was Sebastian angeht nicht ganz zustimmen.
      Er ist einer meiner Mentoren, wenn nicht sogar der ausschlaggebendste in den gesamten letzten zwei Jahren, und ich lerne in jedem Gespräch mit ihm eine Menge für mich dazu. Und genau darum geht es auch: Für sich herauszuziehen, wie der eigene Weg auszusehen hat.
      Dabei geht es nicht darum die anderen Wege zu verfluchen oder zu kritisieren. Ich sage hier ja auch ganz klar nicht, dass es schlecht ist, ein Männer-Business zu führen. Ich sage, es ist nicht mein Weg. Das ist ein großer Unterschied!
      Sebastian ist unglaublich gut in dem was er tut und das hat seine Gründe. Das bedeutet aber nicht, dass ich alles kopiere was er macht. Und genau diesen Kern meine ich: Es wird viel zu viel von Erfolgsbeispielen kopiert, statt seine eigene Note, seine eigene Marke zu finden.
      Und dazu würde ich gerne als Vorbild beitragen. Nicht als Kopiervorlage.
      Viele Grüße,
      Carina

  13. Liebe Carina,
    danke für diesen Artikel – Du sprichst mir aus der Seele. Ich arbeite jetzt seit 20 Jahren mit Frauengruppen (im „richtigen Leben“:-)). In den letzten Monaten hab ich beschlossen, meine Werbung um einen Blog herum aufzubauen. Und auch mir ist dieser Unterschied aufgefallen zwischen sehr zielorientiert Geld verdienen wollen und etwas verändern wollen, diese Welt etwas besser machen wollen.

    Ersteres wird in unserer Welt eher Männern zugeschrieben bzw. von ihnen erwartet, zweiteres eher von Frauen. Ich bin überzeugt davon, dass das richtige Maß irgendwo in der Mitte liegt.

    Und jetzt bin ich gespannt wie es bei Dir weitergeht – mir gefällt Deine Radikalität (im Wortsinn von „auf den Grund gehen“) und ich freu mich mehr von Dir zu hören!

    Liebe Grüße
    Astrid

    • Hallo Astrid,
      sehr, sehr guter Punk!
      Auch die Gesellschaft schreibt uns wieder einmal dank toller Blueprints vor, wie Männer oder Frauen ihr Business handhaben sollten.
      Und Du hast absolut Recht! Wenn ich ganz ohne Online-Marketing, Preisstrategien oder Newsletter-Marketing arbeiten wollen würde (was ja eigentlich eher ins zielorientierte Männer-Business fallen würde) dann käme ich keinen Schritt voran.
      Ja, das Ziel liegt in der Mitte. Sehr schön gesagt!
      Inspiration statt Kopierwut. Persönliche Note UND Marketing.
      Und ja, radikal ist auch ein Wort, das ich mir in den letzten Jahren aufs T-Shirt drucken lassen könnte 😉
      Liebe Grüße zurück,
      Carina

  14. Liebe Carina, dieser Artikel zeigt mir wieder einmal, warum ich deinen Blog nach wie vor gerne lese. Du machst einfach dein eigenes Ding, bist durch und durch authentisch und damit wirklich eine echte Inspiration. Mir sind die Entwicklungen, die du beschreibst, ebenfalls schon aufgefallen. Das Problem an diesem Online Beratung Business-Hype ist, dass diese Art von Business sich quasi immer reproduziert und jeder das gleiche macht… da geht die Innovation irgendwann natürlich flöten. Daher wie gesagt schön zu sehen, dass du dir Zeit nimmst, deinen eigenen Weg bewusst zu reflektieren. Das werde ich mir auch mal wieder zu Herzen nehmen 🙂 Liebe Grüße, Jule

    • Liebe Jule,
      vielen Dank für diesen tollen Kommentar!
      Wie eben schon bei Astrid gesagt: Es geht nicht „gegen“ Online-Beratungs-Business-Hype, wie Du so schön sagst. Es geht um Pro Individualität/Einzigartigkeit.
      Komplett einzigartige Produkte gibt es kaum noch, eben weil es mittlerweile fast alles schon einmal irgendwo gegeben hat. Aber sich dabei ganz stark auf seine ideale Zielperson zu konzentrieren, hilft schon mal ungemein!
      Viele liebe Grüße,
      Carina

  15. Rene

    Hi Carina,

    ich finde Du hast bisher alles richtig gemacht. Es gibt nur noch wenige Blogs die ich lese. Immerhin lese ich Deinen Blog als Mann, obwohl er ja für die Frau gedacht ist.

    Und das ist auch, was Dich positiv abhebt. Du hast "die Lücke" für Dich und Deine Zielgruppe – Fokus Frauen auf Reisen gefunden. Du bist ehrlich, authentisch und vor allem mit einer "eigenen Denke" ausgestattet, die Dich positiv erscheinen lässt.

    Folge Deinen Gefühlen und Deinem Bauchgefühl, wie bisher, Du hast viel erreicht! Manchmal sieht man das vielleicht selbst gar nicht mehr.

    Gruß René – nicht Reni ;o)

    • Hi René,
      wow, hier ist ja heute eine richtige Männerquote vertreten 😀
      Vielen Dank für das Kompliment!
      Ich werde Deinem Ratschlag einfach folgen – gibt es nichts hinzuzufügen 🙂
      Und ja, manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.
      Viele Grüße,
      Carina

  16. Johanna

    Liebe Carina,
    ich danke dir für so viel Ehrlichkeit und habe dich gerade noch mehr ins Herz geschlossen als das sowieso schon der Fall war 🙂

    Durch deinen Artikel ist ein ziemlicher Druck von mir abgefallen. Ich weiß jetzt gerade noch nicht genau, woher der kam, aber das werde ich noch herausfinden.

    Allerbeste Grüße
    Johanna

  17. Hallo Carina,

    wow, vielen Dank für Deinen tollen Text. Gerade das mit den Gruppen (mehr als zwei inklusive mir selbst) spricht mir so aus tiefster Seele :-)). Ich musste sehr lachen, weil ich hier auch sofort meinen Nerd-Anteil gesehen habe und das ja sooo sympathisch finde.

    Im weiteren Text kam ich dann ins Grübeln. Ist dieses Geld oder Herz, Männer- oder Frauen-Business, Geld verdienen oder Welt verändern nicht ein bißchen zu schwarz-weiß?
    Und so bubberte es immer mehr in mir hoch und ich würde gern eine Lanze schlagen für das Sowohl-als-auch, das Ich-will-alles, das Geld-mit-Herz!

    Gerade mit Geld kann ich doch auch die Welt verändern und viel Geld verdienen heißt doch auch viele Menschen erreichen und einen Nutzen bringen und damit die Welt verändern.

    Natürlich kann es niemals NUR um Profit gehen, aber auch niemals NUR um selbstlose Hilfe. Denn das ist dann kein selbstbestimmter Tausch auf Augenhöhe, sondern eine abhängig machende Schenkung, in der es nur um das eigene Gutsein geht.

    Also, ja, ich finde Deine Gedanken wertvoll, inspirierend und nützlich für meinen eigenen Weg.
    Und, nein, ich muss mich nicht zwischen Geld und Herz entscheiden, ich nehme den herzlichen und profitablen Weg ;-).

    Herzliche Grüße aus Hamburg
    Christina

  18. Martina

    Cudos! An der Fülle an Kommentaren merkst du, dass du mal wieder einen Nerv getroffen hast 🙂

    Es geht einiges dazu – gerade wenn es gut läuft – alles noch einmal zu überdenken, neu zu justieren. Und dann zu sagen: so doch nicht!

    Höchster Respekt dafür!

  19. Liebe Carina,

    ich bin vor einem reichlichen halben Jahr notgedrungenermaßen aus meinem Beruf ausgestiegen. Seitdem verfolge ich Deinen Blog. Du bist für mich eine Quelle an Inspiration – aber keine „Kopiervorlage“ :-). Ich mag Deine tiefgründige authentische Art, die ich auch in Deinem Webinar erleben konnte. Jede(r) von uns ist einmalig und genau das sollten wir in die Welt tragen. Es ist schön, daß es Dich gibt und Du uns Mut machst, den eigenen Herzensweg zu gehen.
    Herzliche Grüße aus Oberbayern
    Sabine

  20. Liebe Carina,

    Ich finde es sehr mutig, dass Du Deinen eigenen Weg gehst. Das macht Deinen Blog für mich interessant, spannend und inspirierend. Du gehst Deinen Weg und lässt Deine Leser daran teilhaben. Die Produkte, die Du anbietest, hinter denen stehst Du.

    Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg!
    Liebe Grüße
    Claudia

  21. Dein Artikel macht mal wieder klar und deutlich, dass wir unseren ganz eigenen Weg gehen und auf unsere innere Stimme hören sollten. Was manchmal schwer ist, bei all den lauten Nebengeräuschen von „außen“. Danke für den ehrlichen Einblick, wie du deinen Weg in Zukunft beschreiten wirst! Freue mich auf das was kommt!

  22. Angelina

    Liebe Carina,
    vielen Dank für diesen Artikel. Das ist der Grund, warum ich regelmäßig lese, was du schreibst: ich kann mich drauf verlassen, dass du authentisch bist und echte Werte hast, die du auch nicht verkaufst.
    Tatsächlich bin ich überzeugt, dass dein Weg, der weibliche Weg, langfristig auf alle Fälle besser ist, weil er nachhaltig und sinnhaft ist. Das schafft ein tiefgreifendes Kohärenzgefühl, das wiederum zu Gesundheit und Zufriedenheit führt. Du kannst dich einfach selbst auch in 20 und 30 Jahren noch leiden…
    Liebe Grüße,
    Angelina

    • Hallo Angelika,
      danke für diese tollen Kommentar 🙂
      Und mit dem langfristigen hast Du vielleicht Recht…
      Liebe Grüße,
      Carina

  23. Liebe Carina, es ist immer aufbauend, deine Beiträge zu lesen und zu sehen, dass du oft die gleichen Gedanken und Zweifel hast, wie ich selber – und es geschafft hast. Du gehst so bewusst mit deinem Business um, dass es garantiert erfolgreich wachsen und gedeihen wird. Das hoffe ich auch für uns. 😉
    Liebe Grüße, Daniela

  24. „Es war der Grund, warum ich mich aus der Reiseblogger-Szene zurückgezogen habe, es ist der Grund, warum ich mich von der Digitalen Nomadenszene fern halte ….“

    Sehr interessant ….. bewege mich mental auch so langsam in diese Richtung …

  25. Claudia

    Wow auch wenn der Artikel schon ein paar Tage alt ist, genau dort stehe ich und habe genau die selben Gedanken.

    Nur dass zu tun was sich richtig anfühlt.

    Danke dafür.

  26. Hallo, Carina,
    Ein sehr schöner Artikel, den ich irgendwie übersehen habe.
    Männer schauen auf den Profit? Dann bin ich wohl anders!

    Ich sehe es tatsächlich genau wie du, für mich steht der Nutzen meiner Leser im Vordergrund.

    Die Kohle kommt dann irgendwann von ganz alleine. Der Spass an dem was ich tue ist mir das Wichtigste.
    Klar muss auch Geld rein kommen, aber dafür habe ich zur Zeit noch meine Anstellung.

    Herzlichen Dank für die Inspiration.
    Frank

    • Hi Frank,
      es gibt wie immer, auf beiden Seiten Ausnahmen der Regel 😉
      Schön, dass Du also zu dieser Sorte gehörst!
      Viele Grüße,
      Carina

  27. Toller Artikel!

    Deine Worte erinnern mich gerade an einen Vortrag den ich vor kurzem besucht habe. Der Vortrag war nur für Frauen. Jedenfalls meinte die Referentin, dass sich Frauen oft fragen: „Darf ich reich und erfolgreich werden?“ Sie meinte, dass viele Frauen denken sie dürften nicht reich und erfolgreich werden. Vielleicht stimmt das ja, aber ich denke, dass Frauen oft ganz andere Werte haben. Uns ist es oft nicht am wichtigsten viel Geld zu haben.

    Jedenfalls wurde noch ein Beispiel aufgeführt von einer Frau die sich einen fetten BMW gekauft hat (sie war Tischlerin) damit sie von männlichen Kunden auch ernst genommen wird. Die Referentin meinte dazu, dass wir auch viel Geld verdienen sollen und das auch leben sollen. Ich finde es traurig, dass man einen BMW oder sonst was kaufen soll um als Frau gesehen zu werden.

    Mir widerstrebt das irgendwie. Klar will ich Geld verdienen, aber ich will mir nicht so viel Besitztümer anhäufen. Einen fetten BMW schon gleich gar nicht! Das ist mir nicht wichtig.

    Zwar wünsche ich mir schon, dass Frauen genauso viel verdienen wie Männer (selbstständige Frauen verdienen 40% weniger als Männer), aber möchte mich dennoch nicht nur am Geld orientieren…

    • Ich schüttele hier gerade auch den Kopf über diesen Ratschlag.
      Das ist doch so, als würde mir gesagt werden, ich müsste meine Weiblichkeit verstecken, um von Männern ernst genommen zu werden. Warum sollten wir den Männern ähnlicher werden oder Besitz als Status nutzen, um glaubwürdiger zu wirken?
      Da läuft noch etwas gewaltig schief in der Welt und ich bin auch dagegen, das zu unterstützen.
      Danke, für diesen tollen Kommentar, Tanja!

  28. Jana

    Schön Carina, dass du dir so treu bleibst und nicht das finanzielle an erste Stelle stellst.
    Dass Männer anders denken als Frauen ist einfach so… es ist ja soweit ich weiß auch bewiesen, dass Männer zweckorientiert kommunizieren und Frauen gefühlsorientiert und mir geht es genau so wie du es beschreibst. Man will Menschen in erster Linie helfen und gutes tun. Ich glaub die Männer wollen das auch, aber die gehen es etwas anders an.
    Mach dein Ding und lass dich nicht verwirren!
    Grüßli aus Island

  29. Fabian

    Was ist ein "Endgame"?

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