6 knallharte Antworten auf Fragen,

die Du Dir insgeheim so oft stellst...

Viele Fragen trauen wir uns nicht wirklich zu fragen. Manche fragen wir nur in geschlossenen Facebook-Gruppen, und bei anderen kommen wir uns manchmal einfach gierig vor und fragen sie nur ungern.

Ich habe Dir heute also mal den Gefallen getan und genau diesen unausgesprochenen Fragen ehrliche und hoffentlich ein wenig aufrüttelnde Antworten verpasst…

 

Soll ich kostenlose Probearbeiten annehmen?

Hierzu habe ich eine kurze Gegenfrage: Wann bist Du das letzte Mal in eine Pizzeria gegangen und hast eine Pizza umsonst bekommen, um herauszufinden, ob sie Dir schmeckt und Dich satt macht? (Wenn Du diese Frage beantworten kannst, schick mir unbedingt die Adresse Deiner Pizzeria!)

Nachdem Du mir dies nun erfolgreich beantwortet hast, erklär mir lieber mal, warum Du es solltest?

Deine Zeit ist wertvoll, was wörtlich bedeutet: Sie hat einen Wert. Und sobald Du anfängst, sie wertzuschätzen, tun das auch Deine Kunden.

 

Soll ich meine Preise auf meiner Webseite zeigen?

Definitiv, ja.

Wenn Du keine Preise auszeichnest, gibt es nur zwei Eindrücke, die Du damit vermittelst (und beide arbeiten nicht zu Deinem Vorteil):

A – Du bist teuer. Wann hast Du schon mal irgendwo nach einem Preis fragen müssen und warst positiv überrascht, wie niedrig er war?! Ein versteckter Preis vermittelt also automatisch einen hohen Preis. Und hebt die Hemmschwelle, Dich tatsächlich anzuschreiben und danach zu fragen, unnötig hoch.

B – Du passt Deine Preise an, je nachdem, wer anfragt. Auch kein guter Eindruck, denn Menschen haben grundsätzlich Angst, über den Tisch gezogen zu werden. Und dass Person X weniger zahlt als Person Y, gefällt uns gar nicht. Vor allem, weil wir automatisch fürchten, Person Y zu sein…

 

Warum zum Teufel enden Preise grundsätzlich auf 99 oder, beim neusten Trend, auf 7?!

Aus einem ganz billigen Grund: Psychologie.

Ja, klar, theoretisch ist uns allen klar, dass 9,99 € eigentlich 10 € sind.

Aber trotzdem rundet unser Hirn, das dumme Ding, automatisch ab.

Und nicht brav nach der mathematischen Regel, sondern nach der visuellen. 9,99 € sieht einfach weniger aus als 10,00 €.

Gleiches gilt dann für die 7 – abgerundet landet sie näher bei der 5 als bei der 10. Klingt idiotisch, funktioniert aber.

 

Wie gehe ich mit Menschen um, die mich in E-Mails löchern und ausquetschen, aber nie etwas von mir kaufen?

Vertrauen aufbauen und hilfreich sein ist eine Sache – Dich ausnutzen lassen eine andere.

Ich beantworte auch heute noch jede einzelne E-Mail, die bei mir eintrifft, vor allem auch, weil ich daraus lernen kann, welche Fragen, Probleme und Themen ich noch nicht abgedeckt habe.

Sollte das Thema schon abgehandelt sein, lasse ich auch gerne jeden wissen, dass sie Information xy im Artikel/E-Book/Kurs hier und hier finden und dass ich darauf gar nicht so ausführlich in einer E-Mail antworten könnte, wie sie es brauchen würden.

Gleiches gilt auch für extrem individuelle Fragen, mit denen ich im Grunde ein ganzes Coaching füllen könnte.

Hab also keine Scheu, freundlich darauf hinzuweisen, dass Du das ausgiebig aufgeschrieben hast – in Deinen Produkten.

Oder dass Du dafür deutlich mehr Raum und Zeit bräuchtest, als in eine E-Mail passen würde, Du aber sehr gern für ein Coaching zur Verfügung stehst.

 

Wie gehe ich damit um, wenn mich jemand öffentlich kritisiert?

Der blanke Horror für uns alle:

Jemand stellt Dich vor allen anderen bloß, kritisiert Dich, während Du einen Vortrag hältst, im Kommentarteil Deines Blogs oder in einer Facebook-Gruppe.

Das Letzte was Du tun solltest, ist zum Gegenschlag auszuholen. Angriff ist hier nicht die beste Verteidigung. Oder Dich in Entschuldigungen verheddern und Dich selbst klein reden.

Stattdessen solltest Du souverän bleiben und lösungsorientiert denken: Sag ihm oder ihr, dass es Dir leid tut, dass Du die Erwartungen nicht erfüllen konntest, und frag direkt und offen nach, was Du hättest besser machen können.

Kritisieren ist einfach, aber sobald Du Menschen den Ball zurückwirfst, nimmst Du ihnen sofort den Wind aus den Segeln.

Dann siehst Du, wer tatsächlich konstruktiv kritisiert (und daraus kannst Du schließlich tatsächlich lernen) und wer einfach nur Dampf ablassen will.

Letzterer wird sich dann ganz schnell selbst die Glaubwürdigkeit rauben und Erstere werden meist handzahm. Letztendlich wollen die meisten Menschen nämlich einfach nur das Gefühl bekommen, Du nimmst sie ernst.

Welche Frage hast Du noch, bei denen Du mit der richtigen Antwort haderst?

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7 Kommentare / Schreibe einen Kommentar
  1. Liebe Carina,

    vielen Dank für diesen tollen Blogpost! Es hat wirklich gut getan ihn zu lesen, auch wenn man die Antworten theoretisch ja schon wusste, man vergisst es halt doch, bzw. tut es einfach gut sie von jemand anderem zu lesen. Vielen vielen Dank!
    Noch eine Frage – vielleicht kannst Du da ja zu einem Poster oder ähnlichem verlinken – aber wie gehst Du damit um Deine eigenen Leistung zu verkaufen? Also ich meine mit Gedanken wie „Aber wie soll ich dafür Geld nehmen, ich bin doch gar nicht gut genug?“ Das sind nämlich Gedanken, die mir durch den Kopf gehen 🙂 Vielleicht wäre das ja sonst auch eine Post Idee.
    xx Ronja

  2. Hallo Carina,

    du triffst den Nagel mal wieder auf den Kopf, wie man so schön sagt. Vor allem zum Thema unbezahltes Probearbeiten oder übertrieben lange Praktika kann ich dir nicht oft genug zustimmen. Man muss sich ja nicht schon vor der angestrebten Festanstellung kostenlos versklaven 😉

  3. Danke für den tolle Artikel! Vor kurzem habe ich einen ersten sehr negativen Kommentar erhalten, keine konstruktive Kritik ganz im Gegenteil und ich hab lange überlegt ob ich darauf antworten soll. Wäre sie konstruktiv gewesen, hätte ich es definitiv getan. Andere Leser haben es mir dann abgenommen und darauf geantwortet. Das wiederum hat mir meine selbstzweifel genommen und mir und meinem Artikel recht gegeben, wofür ich sehr dankbar war. Danke für die dicke Portion Mut, die du regelmäßig verteilst! Lieben Gruß Josephine

    • Hi Josephine,
      alles genau richtig gemacht 🙂
      Und dass die Leser das übernehmen ist auch immer das best case scenario!
      Sehr schön.
      Liebe Grüße,
      Carina

  4. Rica

    Kostenloses Probearbeiten ist die komplette Verarsche (entschuldige bitte die derbe Ausdrucksweise) einer ganzen Generation.
    Um Arbeitgebern die Angst vor loosern zu nehmen sieht das Arbeitsrecht die Möglichkeit einer Probezeit vor, in der sich binnen 14 Tagen die Wege trennen können, wenn es nicht passt. Und dies gilt für beide Seiten.
    Die Gesellschaft rümpft abfällig die Nase über Prostitution, viel anders ist der Arbeitsmarkt mit Probearbeiten und unbezahlten Praktika auch nicht….
    Mein einziges Praktikum war während der Schulzeit, danach gab es nur noch Leistung gegen Bezahlung.
    Selbst während meiner 15jährigen Selbständigkeit habe ich nicht jeden Auftrag angenommen. Wenn ich noch Kohle hätte mitbringen müssen, wäre ich im ersten Jahr pleite gegangen. Meine Zeit und mein Wissen kostet Geld. Wer das von mir haben möchte, muss das Portemonnaie aufmachen.
    Erstaunlicherweise hat man damit eine deutlich höhere Akzeptanz erreicht und es gab auch keine Streitereien.
    Ich habe das Business vor einigen Jahren beendet, weil sich der Markt dramatisch geändert hat und die zu erwartende Neuausrichtung nicht meins war.
    Ich habe mit Schrecken beobachtet, wie ehemalige Kollegen 2/3 ihrer Dienstleistungen als kostenlosen Service anbieten, weil der Markt es so verlangt…angeblich.
    All meine Kunden haben nie nach Gratisleistungen verlangt.
    Wenn man das erstmal einreißen lässt, wird es um so schwieriger, aus der Nummer wieder raus zu kommen.
    Preisgestaltung war ganz simpel: wieviel will ich nach Abzug aller Kosten real pro Stunde Einsatz verdienen.
    Und die Kosten ruhig mit dem Doppelten ansetzen, dann ist immer Luft für Unwägbarkeiten. Und die kommen sicher in Form von Finanzamt, Versicherungen, Outsourcing usw.
    Auch der zu erwartende Zeitaufwand muss realistisch sein. Wenn du meinst, das Projekt ist gut in 8h zu schaffen, kalkuliere 10h. Wenn du vorfristig lieferst, wird niemand die Mehrstunden monieren.

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