Die 3 versteckten Hürden,

die Dich in der Selbständigkeit aufgeben lassen...

Nur ein kurzer Hinweis: Meine Texte können Werbung zu meinen Produkten oder auch Werbe-Links zu Produkten (erkennst Du am * hinter dem Link) enthalten, die ich nutze und liebe. Ich wurde nie dafür bezahlt, sie einzubinden! (Und auch nicht mit Salz & Essig Chips bestochen. Leider.)

Ich sehe das immer wieder. Irgendwann nach sechs bis neun Monaten – manchmal sogar erst nach zwölf – geben sie auf.

Motivierte, talentierte, ambitionierte Frauen. Schmeißen dann doch die Selbständigkeit hin.

Und hey, ich kann das sooo gut nachfühlen. Mein Knackpunkt kam im Juni 2014.

Nach außen sah da alles super aus.

Unternehmen wollten mit mir arbeiten, ich hatte mein erstes eigenes Buch mit Erfolg selbst veröffentlicht, und Pink Compass, mein erstes Online-Business, war beliebt und wurde geliebt. Mein Postfach war gefüllt mit Liebesbriefen und voller Dankbarkeit alleinreisender Frauen (oder eben derer, die es werden wollten).

Aber mein Konto? Das war definitiv keiner meiner Fans.

Dem war das alles schnuppe, und es gähnte mich gelangweilt und vor allem genervt vor Hunger ständig an.

Meine Existenzängste feierten nachts Party, und mein Hirn machte sowieso ständig Überstunden, weil es frustriert und verzweifelt nach Auswegen aus dieser Situation suchte.

Nicht, dass ich die tagsüber nicht sowieso schon einlegte. Überstunden. Meine Woche kannte so etwas wie „Feierabend“ oder „Wochenende“ (ich vermutete einen Mythos dahinter) sowieso zu dieser Zeit nicht.

Nach außen sah da alles super aus.

Aber hinter den Kulissen kam ich an meine äußersten Grenzen.

Woran liegt das? Warum gibt es da diesen gewissen Punkt, der zwar kein festes Datum hat, aber fast bei jeder Selbständigen irgendwann kommt und an dem so viele dann das Handtuch schmeißen?!

Nachdem ich das nun seit Jahren beobachte und bei den Femininjas zumindest mittlerweile aktiv auch dagegen arbeiten kann, dass die Rate der Handtuchwerferinnen gewinnt, habe ich ein klares Muster erkannt.

3 klare Hürden, die sich bei uns früher oder später zeigen und uns in die Knie zwingen wollen.

Sie kommen nicht immer alle bei jeder vor, aber fast jede von uns muss mindestens eine von ihnen überwinden. Manchmal leider sogar alle drei.

Was Du dagegen tun kannst? Sie kennen. Sie erwarten. Dich ihnen entgegenstellen und sie nicht gewinnen lassen. Denn Du bist stärker.

Ärmel hochkrempeln, meine Liebe. Wir fangen gleich heute damit an.

 

Die Sache mit dem langen Atem und warum es nichts bringt, Abkürzungen zu suchen.

Da gibt es dieses eine Wort… die Femininjas haben es schon hassen gelernt (keine Panik, es ist eine Hassliebe), weil ich damit so gerne um mich werfe. Das Wort mit G. (*hust* Geduld *hust*)

Ahhh, ja, denkst Du jetzt. Das ist auch nicht meine stärkste Eigenschaft.

Natürlich nicht. Erfolgreiche und ambitionierte Frauen sind selten geduldig. Ich kenn zumindest keine erfolgreiche Frau, die damit im Überfluss gesegnet ist. Wir kennen unser Ziel und wir wollen ankommen. Punkt. Wozu warten?!

Es gibt allerdings auch kaum eine erfolgreiche Frau, die sich nicht trotzdem in Geduld übt. Weil sie für ihren Erfolg einfach nötig ist. Und uns Abkürzungen einfach nur in Sackgassen oder letztendlich zu unnötigen Umwegen führen, die alles noch länger brauchen lassen.

Du willst Deine erste Webseite und Dein erstes Produkt gleichzeitig launchen? Mach Dich auf eine absolute Flaute gefasst. (Hallooo? Wo niemand ist, kann auch niemand kaufen.)

Du willst den Punkt mit der „Reichweite steigern“ überspringen und einfach schon mal an die verkaufen, die da sind?

Kein Problem. Aber das sind dann eben nur eine Handvoll.

Und in der Zeit, in der Du dreimal so viel Energie in das Verkaufen an diese 5 Hanseln steckst, hättest Du Deine Reichweite erhöhen können und Deine Angebote sich von selbst verkaufen lassen können.

Du willst mit einem Produkt mit einem dreistelligen Preisschild starten, bevor Du überhaupt irgendwem Deine Qualität unter Beweis gestellt hast? Stell Dich auf gähnende Leere in Deinem Warenkorb ein.

Hab. Geduld.

Ich weiß, Du hasst mich dafür, dass ich Dir das aufdrücken will. Aber Du wirst mir irgendwann dafür danken. Meine wertvollsten Tipps für Dich?

 

Du startest gerade:

Fang direkt an, Dich in Geduld zu üben. Wann immer der Gedanke in Dein überflutetes Hirn ploppt „Das geht doch bestimmt schneller, wenn ich das überspringe?!“, schwenk Deinen Fokus auf etwas anderes.

Statt ungeduldig zu werden, konzentrier Dich einfach darauf, zu wachsen. Besser zu werden.

In der Zeit also, in der Du langsam Reichweite aufbaust, Vertrauen zu Deinen zukünftigen Hardcore-Fans herstellst und sie davon Du überzeugst, dass Du gekommen bist, um zu bleiben, und sie in Zukunft auf Dich zählen können – in der Zeit beschäftigst Du Deine Ungeduld damit, Deine Fähigkeiten auszubessern.

Lern, was das Zeug hält.

Lies Bücher. E-Books. Mach Kurse. Alles, was Deine Fähigkeiten im Online-Marketing verbessert und Dir später hilft, zu verkaufen.

Nicht, weil Du noch nicht gut genug bist. Einfach nur, weil Du besser werden kannst. (Und Dich so beschäftigst, um nicht unnötig der Ungeduld zum Opfer zu fallen.)

 

Du steckst schon mittendrin:

Du hast gerade Schritte übersprungen und bist auf die Nase gefallen. Nicht so wild. Steh auf, kleb ein Pflaster auf die Nase, wisch das Tröpfchen Blut ab und heb das Kinn. Echte Heldinnen stehen immer einmal mehr auf, als sie hinfallen. Das ist unsere Superkraft.

Geh danach einen Schritt zurück.

Hol das nach, was Du überspringen wolltest, und mach es doppelt so gut. Mehr Vertrauen aufbauen. Doppelt so viel Reichweite erzeugen. Zeig Deine Qualität, und dann setz ihr die Kirsche auf die Sahnehaube. Und dann? Dann versuchst Du es noch einmal. Aber mit Erfolg!

 

Dein eigener Kopf blockiert Dich – und Du merkst es nicht mal (erst, wenn es fast zu spät ist)

Gemeinsam mit dem nächsten Punkt war das die Hürde, die mich im Juni 2014 zum Straucheln gebracht hat. Mir war nicht wirklich bewusst, wie wichtig die richtige Einstellung in meinem Köpfchen ist. Und noch weniger war mir damals bewusst, wie sehr auch tiefliegende Gedanken das beeinflussen.

Ich mach mich mal kurz nackig. (Hey, das sagt man doch nur so. Gib mir sofort meine Hose zurück!)

Ich war damals in den Tiefen meines Unterbewusstseins sicher, dass ich Geld nicht wirklich verdiene, es sei denn, ich schwitze Blut und Wasser dafür.

Geld muss man sich hart erarbeiten, und man darf nie, nie, niemals Pause machen. Ausruhen? Das ist Faulheit. Mehr Geld haben und es im Internet verdienen?

Das ist schmutzig. Vermutlich illegal. Und nicht ehrlich verdient.

Es gab noch unzählige andere falsche Annahmen in meinem verschrobenen Hirn, die ich erst einige Jahre später entdeckt habe. Und das ist auch der Knackpunkt.

Ich hätte weniger geduldig sein müssen, weniger Zeit mit Testen, Optimieren und Abstrampeln verbringen müssen, wenn ich mich früher darum gekümmert hätte, was in meinem Kopf abgeht.

Wenn Du also beim Punkt Geduld oben haderst und Dich irgendwie beschäftigen willst, während Du Dich darin übst? Fang an, an Deiner inneren Einstellung zu arbeiten. Such Deine eigenen Schwachpunkte und lerne, sie zu verändern.

(Jaja, ich weiß. Bist Du zu beschäftigt dafür. Keine Zeit. Keine Prio. Ich sag’s Dir nur einmal und dann lass ich Dich damit in Ruhe: Dieser ganze Mist, den Du Dir gerade selbst erzählst, warum Du das nicht jetzt, sondern irgendwann tun wirst? Wird Dich irgendwann in Deinen hübschen Popo beißen. Ich bin das lebende Beispiel dafür. Hübschen Popo inklusive.)

Ok, was solltest Du also jetzt tun?!

 

Du startest gerade:

Es ist nie zu früh dafür, in Deinem Kopf aufzuräumen. Fang an zu lesen. Fang mit Brené Brown* an, arbeite Dich über sie zu Susan Jeffers* und dann zu Denise Duffield-Thomas* bis hin zu Seth Godin*.

Du steckst schon mittendrin:

Es ist nie zu spät dafür, in Deinem Kopf aufzuräumen. Fang an zu lesen. Fang mit Brené Brown* an, arbeite Dich über sie zu Susan Jeffers* und dann zu Denise Duffield-Thomas* bis hin zu Seth Godin*.

 

Das Ende Deiner (zu knappen) Ersparnisse naht. Und jetzt wirst Du „leicht“ panisch.

Jep. Ich. Hier! Ich war eine davon. Im Juni 2014 trudelte dann (zugegebenermaßen fast schon erwartet) die Absage des Gründerzuschusses ein, und ich stand vor einer klaren Entscheidung:

Aufgeben oder durchbeißen?

Mein Konto war fast leer, meine Ersparnisse aufgebraucht und mein Sicherheitsnetz, auf das ich gesetzt hatte, löste sich in Luft auf. Ganz kurz hab ich erwägt, mir irgendwo einen Job zu suchen.

H&M, das Café um die Ecke, an der Kasse meines Supermarktes… ich hab sie alle erwogen.

Bis mir klar wurde, dass ich hier weiterhin Geld gegen Zeit tauschen würde. Und mich das nicht wirklich weiterbringen würde. Es hätte die Zeit einfach etwas voranschreiten lassen, richtig, aber da Reichweite und Bekanntheit nicht das waren, worauf ich wartete, hätte mir das nicht viel gebracht.

Stattdessen musste ich aus meinem Kopf raus, und der Druck, Geld verdienen, hat mich dazu gebracht, endlich klar und deutlich zu verkaufen. So gruselig sich das anfühlte.

Ich steckte also die nächsten drei Monate in die Entwicklung meiner ersten Produkte auf Um 180 Grad und verdiente endlich so viel Geld, dass ich etwas aufatmen konnte.

Im Grunde haben mich meine E-Book-Serie und das Self-Publishing-Paket vor dem Aufgeben gerettet. Und zahlen sich bis heute – gut 5 Jahre später – immer noch aus.

Mein Tipp also für Dich:

 

Du startest gerade:

Sorg dafür, dass Du mindestens ein Jahr über die Runden kommst. Ganz egal, ob das mit Ersparnissen läuft, Nebeneinkommen, Arbeitslosengeld… sicher Dich einfach ein Jahr lang ab.

Du kannst auch ohne Probleme nebenberuflich anfangen, Dein Online-Business aufzubauen. Das habe ich auch sechs Monate lang gemacht. Klar, ist das nicht einfach. (Überraschung!) Aber machbar, mit genug Hartnäckigkeit und einem starken Willen.

Und ohne beides solltest Du sowieso nicht starten.

 

Du steckst schon mittendrin:

Statt aufzugeben, such Dir Krücken, die Dich stützen können. Reduzier Deine laufenden Ausgaben. Überleg, wie Du kurzfristig mit wertvollen Angeboten Geld verdienen kannst, die auch nicht gleich das Portemonnaie Deiner Zielperson sprengen. Such Dir einen Nebenjob. Mach, was auch immer Du machen musst. Aber gib. nicht. auf.

Denn nach meiner Erfahrung? Ist das der Wendepunkt. Kurz nachdem Du aufgeben willst, läuft es endlich. Aber wenn Du jetzt aufgibst, wirst Du nicht an diesen Punkt kommen können.

Und all die Zeit, die Du bis jetzt schon investiert hast? Wird völlig verpuffen.

 

Diese drei Hürden sind knackig. Sie bringen Dich an Deine Grenzen. Aber sei Dir sicher: Wenn Du sie bezwingst, dann hast Du es geschafft.

Vielleicht bist Du dann noch nicht reich oder auf einer kleinen Insel in der Hängematte – aber Du bist über die schwierigsten Punkte in Deiner Selbständigkeit hinweg.

Und danach? Geht es nur noch aufwärts!

 

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