Große Visionen & Ziele +
die 3-Tage-Woche

Passt das zusammen?!

Nur ein kurzer Hinweis: Meine Texte können Werbung zu meinen Produkten oder auch Werbe-Links zu Produkten (erkennst Du am * hinter dem Link) enthalten, die ich nutze und liebe. Ich wurde nie dafür bezahlt, sie einzubinden! (Und auch nicht mit Salz & Essig Chips bestochen. Leider.)

Seit ich im März einen kompletten Monat freigenommen habe, bin ich irgendwie nicht mehr wirklich in der Welt der Arbeitenden angekommen. Also… ich arbeite schon. Aber wenn ich es runterrechne, maximal noch 2–3 Tage pro Woche. Wenn ich an einem neuen Produkt arbeite, wie jetzt gerade, sind es auch mal 4–5.

Aber in den ersten Monaten danach wollte ich das keinem groß auf die Nase binden. Klingt nach einem unerreichbaren Luxus, den sich nur Menschen erlauben können, die sich zuvor 5–6 Jahre die Finger wundgetippt haben, richtig?

Nachdem ich jetzt mehrere Wochen darauf rumgebrütet habe, hatte ich plötzlich das Bedürfnis, das ein wenig zu sezieren.

Stimmt das wirklich?

Können sich nur Selbständige erlauben, so weit runterzuschrauben, die entweder keine Ziele, keine Träume, keine Visionen oder eben ein unerschöpfliches Vorkommen an passivem Einkommen haben?

Nä. Mit so einer Aussage wollte ich mich nicht zufriedengeben.

Also forschte ich weiter.

 

Wie sieht das also im Detail aus?!

Es stimmt. Mein semi-passives Einkommen hat mich vor allem im März kräftig gepuffert. Aber wie wir das ja schon mal diskutiert haben, ist passives Einkommen immer nur eine Weile lang wirklich passiv.

Dass ich jetzt wieder regelmäßige Artikel veröffentliche, ist zum Beispiel zum Großteil deswegen, weil die passiven Einnahmen meiner E-Books, eines meiner 6 verschiedenen Einkommensströme, sich nach dem Einstellen meines Audioblogs nach und nach halbiert haben.

Dieser Einkommenszweig funktioniert insofern passiv, als ich schon immer wieder auftauchen muss, um Dich daran zu erinnern, dass es a) mich gibt und b) ich wertvolle Inhalte für Dich erschaffe, die Dich c) dazu motivieren, auch in meine Produkte zu investieren.

Box Nummer 1 abgehakt: 1 Tag pro Woche muss ich investieren, um mein passives Einkommen weiter stabil zu halten und neue hilfreiche Inhalte zu erschaffen. Easy-peasy. Bekomm ich hin.

Box Nummer 2 auf dem Weg zur 3-Tage-Woche ticke ich, indem ich einer meiner größten Einnahmequellen, die Femininjas-Akademie, feste Launch-Monate gebe und mir je einen Monat im Frühjahr und Herbst dafür blocke.

Ich launche lieber immer wieder mit einem Knall, als konstant Werbung für ein immerwährendes Produkt zu betreiben.

(Was damit auch erklärt, warum ich so selten Werbung für die Femininjas mache… ähem.)

Im Umkehrschluss und als Ausgleich zu den intensiven Launch-Phasen gebe ich mir dann im Jahr auch mindestens zwei Monate komplett frei.

Box Nummer 3 wird also am 2. Arbeitstag meiner Woche getickt: Das semi-passive Einkommen der Femininjas entsteht durch semi-aktive Interaktion. Auch wenn ich diese sinnbildlichen 24 Stunden meist etwas verteile…

Das bedeutet?

Meinen Senf Mein Wissen in Forums-Diskussionen, Slack-Unterhaltungen, wöchentlichen Office-Hours und monatlichen Business-Trainings dazuzugeben. Schön gleichmäßig verteilt.

 

Meine Ziele & Visionen

Kommen wir jetzt zur Frage, wie es um meine Ziele und Visionen steht. Scheine ich ja nicht mehr zu haben – inklusive der Ambitionen –, wenn ich nur noch gechillt in meiner imaginären Hängematte rumhänge, oder?

Sowas von falsch.

An ihnen arbeite ich an Arbeitstag Numero 3. Manchmal, wenn ich es nicht lassen kann, auch an Tag 4. (Verklag mich doch. Aber dafür kommt in den nächsten Wochen auch ein neues Produkt auf Dich zu, das Dich von den gepunkteten Socken hauen wird!)

Also was ist es wirklich, was den Unterschied macht zwischen einer entspannten 3-Tage-Woche, die überall so gern als #worklifebalance beschrien wird (darf ich am Rande kurz ein #würg einwerfen, bitte?) und den hart hustlenden, neumodischen Entrepreneuren, die heimlich rechts und links an der 70-Stunden-Wochen innerlich kaputtgehen?

Du wirst mich hassen, wenn ich das jetzt ausspreche. Aber ich tu’s trotzdem.

 

FOKUS.

Auf das Wesentliche.

Es hat lange (sehr, seeehr lange) gebraucht, bis ich erkannt habe, mit wie viel Müll, Mist, Zeitfressern, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, „Musst-Du-unbedingt-machen“-Zeug und Pflichtgefühlen, auf jeder Party mittanzen zu müssen, ich verschwendet habe.

Was ich also an Tag (4,) 5, 6 und 7 nicht mache, ist folgendes…

  • mich mit Social Media beschäftigen. (Zumindest solange es keinen Kanal gibt, der sich meiner Ansicht nach für mich wirklich effektiv zeigt.)
  • mich mit dem endlosen Erstellen von Grafiken für ebendies zu beschäftigen.
  • mich mit dem Beantworten von endlosen E-Mails zu beschäftigen. (Ich habe die Zugangsmöglichkeiten reduziert, um nicht mehr von jedem Unternehmen zugemüllt zu werden.)
  • Und ganz wichtig: mich Zeitfressern hinzugeben. (Das gilt auch für Menschen.)

 

Jajajajaaa… ich weiß, ich weiß.

Ich kann mir das erlauben. Ich bin ja auch schon viel weiter als Du. Ich hab ja auch [setz hier ein, was auch immer Dein Hirn gerade ausspuckt] und schon [noch was davon] und vor allem [den nächsten bla bla hier einsetzen].

Können wir das mal für 5 Minuten ausschalten? Ehrlich, nur 5 Minuten. Schenk mir die mal kurz.

Alles, was ich von Dir will, ist, dass Du mal kurz Luft holst, Dich zurücklehnst und mal nachdenkst. Tut auch nicht weh, versprochen.

Vor ein paar Monaten habe ich genau das gemacht. (Hat auch nicht wehgetan.)

Ich habe mich ganz nüchtern gefragt, was ich eigentlich alles mache, dass ich fast 7 Tage die Woche beschäftigt bin. Und dann wurde ich stocknüchtern und hab mich gefragt, wie viel davon ich eigentlich wirklich machen muss – und was ich einfach nur noch mache, weil man das so macht.

Uhhh… und da war sie. Die bittere Wahrheit.

Ganz vieles davon mache ich einfach schon ewig so oder weil es angeblich das Business am Leben hält und mein Konto füllt.

Aber weißt Du, was das Verrückteste dabei war??

Als ich bei ganz vielen von diesen Dingen den Stecker gezogen habe und einfach teils durch andere ersetzt habe, weißt Du, was sich da verändert hat?

Gar nichts. Nada. Niente.

Das Traurigste war sogar, dass ich zuvor seit Monaten in meiner Weiterentwicklung meines Online-Business stagniert hatte. Mein Einkommen war nicht gestiegen, meine Freizeit nicht mehr geworden und meine Zufriedenheit immer mehr den Bach runtergegangen.

Irgendwas stimmt doch an dieser blöden Formel dann ganz gewaltig nicht.

Lass uns also mal eine neue Formel aufstellen…

 

Was wäre, wenn…

Was wäre, wenn Du ab heute mal testweise aussortierst. Sortier mal radikal alles, was Du tust, danach, wie viel es Dir bringt. Und dann lass die Punkte weg, bei denen Du Dir nur einredest, Du brauchst sie (lass mich raten: weil alle sie so wichtig finden?), und die unglaublich viel Zeit fressen.

Nein, ich fordere jetzt nicht von Dir, Social Media in die Tonne zu kloppen. Nur mal drüber nachzudenken, was davon sinnvoll ist.

Was wäre, wenn Du vor allem die Punkte aussortierst, die Dir keinen Spaß machen, die Du jedes Mal ewig vor Dir herschiebst und an die Du nur mit Augenrollen und grummelnd denkst. Könntest Du sie vielleicht durch etwas ersetzen, das Dir Spaß macht und in viel weniger Zeit mehr bringt?

Nein, ich fordere auch nicht von Dir, alles exakt und genauso wie ich zu machen. Nur mal drüber nachzudenken, was davon Dir noch Spaß macht.

Was wäre, wenn Du stattdessen mit all der Zeit, die Du gewinnst, endlich mal die Punkte angehst, die wirklich Dein Konto füllen. Die Punkte auf der Liste, die wirklich Geld bringen würden, aber, meine Liebe, vor denen Du Dich drückst (und mit dem ganzen anderen Mist pseudo-mäßig prokrastinierst), weil sie von Dir verlangen, da rauszugehen.

Dich zu zeigen. Zu zeigen, was Du drauf hast. Was Du kannst. Was Du zu bieten hast. Und wer Du wirklich bist. (Stell Dir hier Herz-Emojis in allen Farben des Regenbogens vor… so seh ich Dich nämlich.)

Also. Du hast mir 5 Minuten geschenkt, weißt Du noch? Doch, doch. Hattest Du mir versprochen.

Ich möchte, dass Du jetzt vergisst, was ich mir alles angeblich erlauben kann, weil. Ich möchte, dass Du jetzt für 5 Minuten das „Was wäre, wenn…“-Spiel spielst und Deine Welt und die, die Du zu kennen geglaubt hast, einfach mal ein bisschen auf den Kopf stellst.

Es gelten nicht meine Regeln oder was ich mir erlauben kann. Es gelten nicht die Regeln all derer, die Dir sagen, „Du solltest“ oder „Du musst unbedingt“. Ich will, dass Du Deine eigenen Regeln schreibst.

Angefangen genau jetzt.

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10 Kommentare / Schreibe einen Kommentar
  1. Hallo Carina,

    danke, dass du deine Gedanken zur 3-Tage-Woche mit uns allen teilst. Mich trifft gerade so von hinten wieder deine Worte zu den Sachen, die ich WIRKLICH machen sollte. Also von mir aus machen sollte und nicht, weil es von Aussen als so wichtig angesehen wird.

    Da habe ich in den letzten Wochen schon manches getrennt. Der wichtigste Schritt war dabei schon mal Instagram zu löschen. Auch durch einen Impuls von dir, wodurch ich noch mal den Sinn für mich hinterfragt habe.

    Die 5 Minuten nehme ich mir jetzt trotzdem noch mal, um weitere Zeitfresser zu löschen.

    DANKE <3 🙂

    Lieber Gruß
    Verena

    • Hi Verena,
      das klingt aber doch schon so, als wärst Du schon auf halbem Weg da 🙂
      Sehr schön!!
      Carina

  2. Toller Artikel, danke! Und ich bin interessiert an weiteren Infos für Schreibkurs. Danke und liebe Grüsse Sara

    • Freut mich, Sara! Wenn Du in meiner normalen Um 180 Grad E-Mail Liste angemeldet bist, bekommst Du die auf jeden Fall schon ganz bald 🙂
      Liebe Grüße
      Carina

  3. Hallo Carina,
    wieder mal ein grandioser Artikel und er trifft gerade den Nagel auf den Kopf.
    Seit Tagen bin ich damit beschäftigt den Fokus wieder voll und ganz in mein Business zu holen und wirklich zu hinterfragen, was sinnvoll und effektiv ist – und was nur ein Zeitfresser ist. Leider oder glücklicher Weise habe ich viele Zeitfresser gefunden … nun wird erstmal aufgeräumt. 🙂
    Danke für den Impuls !
    Liebe Grüße Gwen

  4. Liebe Carina,
    gerade lese ich das Buch "The One Thing!". Und da passt dein Artikel gut dazu. Danke für diesen Wachrüttler 😀

  5. Hallo Carina,
    …und mal wieder direkt ins schwarze getroffen. Wo mein Kopf doch die letzte Zeit immer wieder um "effektiv" und wie schaffe ich das alles neben 40 Std gekreist ist. Vielen Dank für den Stupser.

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