Finde Deine eigene Stimme und setz sie wirkungsvoll ein!

Als ich vor zwei Jahren mit meinem ersten Blog gestartet bin, sagte mir jeder, ich müsste meine eigene Stimme finden.

Aber niemand sagte mir wo.

Mir war klar, das Authentizität und Offenheit ein Magnet für Menschen ist, aber ich fand nirgendwo eine Anleitung dazu, wie ich diese verdammte Stimme finden und mein eigen machen konnte.

So sehr ich es hasse, Dich enttäuschen zu müssen…

aber auch heute, kann ich Dir dazu keine konkrete Anleitung geben.

Weil es keine gibt.

Deine eigene Stimme zu finden ist ein langsamer, schleichender Prozess, den jeder für sich selbst durchmachen muss.

Aber hey, somit kann ich Dir zumindest eine Last von den Schultern nehmen:

Du musst nicht irgendeinen magischen Knopf suchen und finden, der Deine eigene Stimme anknippst.

DU MUSST BLOSS EINES TUN: NICHT VERSUCHEN, JEMAND ANDERES ZU SEIN, ALS DIE, DIE DU BIST

Viele Selbständige, versuchen anfangs so zu tun, als seien sie jemand anderes.

Verwechsel das nun nicht mit der bewährten Methode „Fake it, till you make it!“, bei der wir ein gesundes Selbstbewusstsein vortäuschen, wo anfangs keines ist.

Ich rede davon ein Imposter zu sein.

Eine Persönlichkeit darzustellen, die Du ganz einfach nicht bist, angepasst an Dein derzeitiges Idol oder Vorbild.

Zu fluchen, wie ein Rapstar, extrem extrovertiert aufzutreten, wenn Du eigentlich introvertiert bist, super glücklich aufzutreten, wenn eigentlich gerade alles mies läuft oder so zu tun, als hättest Du die Weisheit mit Löffeln gefressen, wenn Du eigentlich keinen Plan hast.

Versteh mich jetzt nicht falsch, natürlich sollst Du nicht konstant der Welt vorheulen, wie schlecht es Dir geht oder dass Du eigentlich überhaupt keinen Plan hast, von dem was Du tust.

Aber Du solltest ehrlich sein. Mit Dir selbst und Deiner Gemeinschaft.

Und die Stimme eines anderen zu kopieren, hilft dabei nicht.

 

Es geht gar nicht so sehr darum, was Du sagst, sondern wie Du es sagst!

Gerade wenn wir starten und noch gar nicht so sicher sind, wer genau wir in unserem Business sein wollen, lassen wir uns gerne verleiten von Idolen und Vorbildern abzukupfern.

Sich inspirieren zu lassen ist auch gar nichts verkehrtes.

Vergiss aber nie, es in Deiner eigenen Art und Weise wiederzugeben.

Ideen und Ansätze sind selten brandneu. Alle Marketing-Strategien oder Anleitungen die ich auf Um 180 Grad weitergebe, habe ich ja nicht erfunden.

Aber falls Du schon einmal einen Mathe- oder Geschichtslehrer hattest, bei dem Du jedes Mal das Gefühl hattest, er spricht Chinesisch von dem Moment an dem er den Raum betritt, während Deine Sitznachbarin alles aufgesaugt hat, dann weißt Du, das jeder Mensch Nachrichten unterschiedlich aufnimmt.

Etwas was ich sage, kann entweder absolut keinen Sinn für Dich machen oder eine Saite in Dir zum Klingen bringen, weil ich exakt die Worte gefunden habe, die es für Dich endlich verständlich machen.

Deine eigene Art etwas zu erklären, zu sagen und zu schreiben, wird von manchen, die vielleicht dieselbe Aussage bereits fünf Mal gehört, aber nie wirklich verstanden haben, als etwas komplett Neues aufgenommen.

Versuch also in allem was Du anderen verständlich machen möchtest, Deine eigene Art zu nutzen und Deine eigenen Erfahrungen und Entwicklungen einzubinden.

Denn Deine eigene Stimme ist eigentlich nur ein Synonym für Deine eigene Persönlichkeit und Deinen Erfahrungsschatz.

Während Du Dich also fragst, wie Du Deine eigene Stimme findest, solltest Du Dich viel eher fragen, wer Du eigentlich bist und was Du mitbringst.

Was macht Dich zu Dir? Welche Eigenschaften hast Du, die Deine Freunde liebenswert finden oder besonders an Dir schätzen Wie möchtest Du, dass Dich Deine besten Freunde sehen? Die, die Dein echtes, unverfälschtes Ich sehen dürfen?

Wenn Du diese Frage beantworten kannst, hast Du Deine eigene Stimme gefunden. Deine eigene Persönlichkeit.

Nicht die, von jemand anderem.

Damit kommen wir aber zu den eigentlichen Knackpunkten:

 

Was mache ich, wenn die Menschen meine Stimme (übersetze: mich) nicht mögen?

Mal ganz ehrlich:

Wenn Du jedes Mal, wenn Du jemanden kennenlernst, darüber nachdenkst, ob dieser Mensch Dich nun mag oder – noch viel schlimmer – versuchst so zu sein, dass Dich jeder mag, hast Du ein viel größeres Problem, als Deine eigene Stimme zu finden…

Solltest Du aber für Dich schon einen gesunden Weg gefunden haben, Menschen und deren Sympathie oder Antipathie (die Du ja selbst ihnen gegenüber hast) so hinzunehmen wie sie sind, dann projiziere das nun mal auf Dein Öffentlichkeitsbild und Dein Business.

Fakt ist doch, wenn Du ganz ehrlich mit Dir selbst bist: Du willst doch gar nicht allen Menschen gefallen. Du willst gar nicht jeden zum Freund und Du willst auch nicht mit jedem arbeiten.

Du willst von denen gemocht werden, die die gleichen Einstellungen, Ansichten und Werte schätzen.

Und das wirst Du zwangsläufig, wenn Du ihnen offen und ehrlich zeigst, welche das überhaupt sind.

Möchtest Du wirklich mit Menschen zusammenarbeiten, die ganz andere Erwartungen und Ziele haben, als die, die Du anstrebst?

Natürlich nicht. Stell Dir doch mal live vor, was für ein Horror das wäre. Du müsstest Dich ja komplett verbiegen.

Indem Du also der Welt zeigst wer Du bist, ziehst Du automatisch Menschen an, die sich davon angesprochen fühlen.

Die entweder genauso denken wie Du oder an den gleichen Punkt gelangen wollen wie Du.

Bingo.

Darf ich vorstellen?

Deine neue Gemeinschaft an Fans, Followern, Lesern, Kunden…

 

Wie kann ich mich überwinden, mein wahres Ich der Welt zu zeigen?

Trotz allem scheuen wir uns anfangs, mit unserem wahren Ich an die Öffentlichkeit zu gehen. Wir wollen ja nicht sofort durch unsere Art alle verschrecken.

Besonders wenn Du eine sehr starke, polarisierende Persönlichkeit hast, solltest Du es etwas langsamer angehen.

Du knallst ja auch einer neuen Bekanntschaft nicht das gesamte Paket vor die Füße.

Du lernst Deinen Gegenüber ein bisschen kennen, beschnupperst mal, wie gut sie zu Dir passen und gibst nach und nach mehr von Deinem wahren Ich preis.

Du musst nicht auf einen Schlag den Vorhang wegreißen. Niemand erwartet das von Dir. Geh es langsam an.

Lass Deine Persönlichkeit immer mal durchscheinen und werde immer konkreter.

Glaub nicht, dass es leicht ist, seine eigene Stimme zu finden oder dass es etwas ist, was Du auf Deiner ToDo-Liste abhaken musst.

Gib Dir Zeit.

Je wohler Du Dich auch nach ein paar Monaten in Deiner Rolle fühlen wirst, desto mehr wird Deine eigene Stimme und Deine Persönlichkeit zum Vorschein kommen.

Ganz von alleine.

Was ist Dein größtes Problem dabei echt zu sein?

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13 Kommentare / Schreibe einen Kommentar
  1. Ein ehrlicher, aufrüttelnder Blogbeitrag von Dir, danke dafür!

    Ich möchte nicht jammern – das hindert mich daran auch im Blog immer ich zu sein. So einfach ist es halt im Leben oftmals nicht, aber ich frage mich, ob die Leser das auch hören wollen.

    liebe Grüße

    Gabi

    • Hallo Gabi,
      stimmt, niemand will jammern – aber hast Du mal versucht, Deine Probleme als Erfahrungen, mit Aspekten die Du daraus lernst zu verpacken? Das wollen Leser auf jeden Fall hören!
      Liebe Grüße,
      Carina

      • Das ist ein richtig guter Tipp! Danke dir dafür.

      • Katrin

        Cooler Tipp, danke Carina. Das merke ich mir und werde es umsetzen. Denn auch bei mir ist nicht immer alles rosarot und bisher hat mich das manchmal gehindert trotzdem zu schreiben.
        Herzliche Grüße Katrin

  2. Nika

    Hallo Carina,
    Danke für diesen tollen Beitrag! Ich bleibe dran.
    Liebe Grüsse, Nika

  3. Hallo Carina,

    danke für den tollen Beitrag. Das Wichtigste ist auf jeden Fall authentisch zu sein! Was mir oft hilft ist mir beim Schreiben vorzustellen, ich würde das alles gerade meiner besten Freundin erzählen. Dann finde ich einfacher die richtigen Worte und schreibe so, wie ich auch im wirklichen Leben erzählen würde. Ich habe so immer mehr das Gefühl, dass ich jede Woche näher an meine eigene Stimme herankomme!

    Viele Grüße,
    Jana

  4. Lea

    Liebe Carina,

    So schön das zu lesen! Auch ich beschäftige mich zur Zeit damit, mich mehr so zu zeigen wie ich bin und meine Haltung von innen nach außen zu tragen. Gerade habe ich einen Auftrag loslassen müssen, der meinen wahren Bedingungen nicht wirklich entsprach, und habe meine Sicht dazu erklärt, andere Alternativen vorgeschlagen usw. Mal sehen ob der Kunde drauf eingeht oder nicht. Was mir zuerst schwerfiel, aber bald ging es mir gut damit! Um so mehr habe ich mich gefreut, diesen erfrischenden Artikel von dir vorzufinden. 😉
    Weiter so!
    Ganz Liebe Grüße Lea

  5. Anja

    Hallo Carina,

    danke für deinen inspirierenden Beitrag. Seine eigene Stimme zu finden ist definitiv nicht einfach, schon gar nicht, wenn man sich selbst noch in seinem Selbstfindungsprozess befindet. Aber wie du schon sagst – die eigene Stimme darf sich auch entwickeln und vor allem mit der Zeit verändern.
    LG

  6. Sylvi

    Hallo Carina,

    ein sehr schöner Beitrag! Er trifft irgendwie meine Situation wie den Nagel auf den Kopf. Ich neige leider auch total dazu, es allen recht machen zu wollen und mache mir viel zu viel Gedanken darüber was andere von mir denken könnten.
    Das belastet mich in meiner Selbständigkeit und auch mein wohl zu früh gelaunchter Blog steckt so fest und kommt nicht voran.
    Das Problem hab ich zwar erkannt, nur langjähriges Verhalten umzukrempeln ist gar nichts so einfach…

    Viele Grüße,
    Sylvi

  7. Wunderbarer Artikel! Das Thema Authentizität ist überall, aber die wenigsten können es erklären, was genau das eigentlich bedeutet. Du hast das hier in deiner wunderbaren, feinfühligen Art sehr gut beschrieben, ganz lieben Dank dafür!

  8. Hi Carina,

    nachdem ich jetzt schon eine Weile zu den Blog-Artikel-Junkies von 180 Grad gehöre, ist es nun wohl an der Zeit, auch mal etwas zurückzugeben.

    Dein Thema passt, denn ich glaube ich habe ziemlich genau ein Jahr gebraucht, um meine Stimme zu entdecken. Ich schätze das war der Tatsache geschuldet, dass ich (und wahrscheinlich auch sie) davor in einem Büro eingepfercht war und jetzt – im Zuge meiner Selbstständigkeit endlich wieder laut werden darf.

    Wie wichtig Authenzität dabei ist, zeigt sich an folgenden, kleinen Beispielen:

    – Spannend war für mich der Punkt, wie viel ich denn von mir eigentlich preisgeben will und dabei gleichzeitig meine Privatsphäre schützen kann. Ich kam zu der Lösung den folgenden Leitspruch auf meine Homepage zu setzen: Ich bin ein gesunder Workaholic und verbringe mindestens genauso gerne Zeit mit meinem Sohn und meinem Ehemann wie mit meiner Arbeit. Wer mehr darüber erfahren möchte, dem sei gesagt: Lies mal weiter … Und ich habe bereits viele positive Rückmeldungen bekommen (insbesondere von selbstständigen Müttern, die nicht wissen, wie offen sie mit dem Thema Kind und Business umgehen dürfen).

    – Auch mit dem „Thema Facebook“ habe ich versucht in einem Blogbeitrag so offen wie möglich umzugehen und habe erklärt, warum man mich dort aktuell nicht findet – und es gab keine virtuellen „Buuuuh“-Rufe, sondern eher Anerkennung und Dank für klare Statements.

    Ich bin niemand, der die Weisheit mit Löffeln gefressen hat, und bestimmt geht auch mal der eine oder andere Beitrag schief, aber so what: Letztlich muss ich doch in den Spiegel schauen können und das verantworten können, was ich schreibe und tue – und zwar mit meiner Stimme.

    180 Grad – Cooler Blog! Danke für diesen Beitrag und weitere … und vielleicht geb ich ja mal öfter meinen Senf dazu, wenn’s so schön passt 🙂

    Viele Grüße, Steffi

  9. Hallo Carina,
    sich in seiner Rolle, oder wohl besser sich mit dem, was man als Bloggerin tut und schreibt wohlfühlen, ist
    für mich der entscheidende Satz in diesem Artikel. Ich glaube, daran werde ich noch stärker alles, was ich schreibe, messen.
    Liebe Grüße
    Claudia

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