Der Feind in meinem Kopf !

Letztes Jahr saß ich in Chiang Mai in einem Restaurant beim Abendessen, als mich ein gutaussehender Typ einfach ansprach. Keine fünf Minuten später war ich in der geschicktesten Anmache verstrickt, die ich je erlebt hatte, ohne es überhaupt zu diesem Zeitpunkt zu realisieren.

Er schaffte es, den langweiligen Small Talk zu umgehen, mein Interesse zu wecken und mich zum Lachen zu bringen. Da sagte er mitten im Gespräch plötzlich: „Wow. Du bist so hübsch, wenn Du lachst!“ …und da war sie wieder.

Aus dem Tiefschlaf und meinen tiefsten Hirnwindungen kam sie hervorgesprungen, als hätte sie jemand gerufen.

Die Stimme der Selbstzweifel

Denn alles, was ich hörte, war in diesem Moment nur: „Warte… warte mal kurz… sagst Du also, ich bin nicht hübsch, wenn ich nicht lächele?!“

Vor zwei Wochen machte ich wieder eine ähnliche Erfahrung, wenn auch in einem ganz anderen Zusammenhang.

Meine Lektorin, mit der ich seit über einem Jahr an meinem Verlagsbuch gearbeitet hatte, schickte mir per E-Mail ein Foto von ihr mit einem Erstdruck vom fertigen Buch, „Meerblick statt Frühschicht„, und mit dem Satz darunter „Du hast ein richtig tolles Buch erschaffen. Du kannst wirklich stolz auf Dich sein!“

Wieder kam die Stimme angerannt und schwenkte eine Fahne mit dem bekannten „Ja, aber….“

Ich hatte bei diesem Buch sehr viel Hilfe: Ich hatte sie, als Lektorin, die mein Gefasel in sinnvolle Sätze verwandelt hatte. Ich hatte deren Design-Abteilung im Rücken, die dafür sorgte, dass das Buchcover die richtige Zielgruppe ansprach, und ich würde eine Marketing-Abteilung im Rücken haben, die sicherstellte, dass außerhalb meiner Reichweite überhaupt jemand davon erfuhr, dass dieses Buch existierte.

Mein Anteil war in meinen Augen also nur minimal.

Ich könnte endlos viele solcher Beispiele aufzählen, und Du könntest vermutlich aus eigener Erfahrung mindestens genau so viele beisteuern.

Vor kurzem stolperte ich wieder einmal über den TED-Talk von Sheryl Sandberg, und dieses Mal blieb vor allem eine Aussage ganz fest hängen:

Männer reagieren auf Komplimente und Lob meist mit Reaktionen wie „Ich bin eben toll.“

Frauen hingegen fangen an aufzuzählen, warum sie diesen oder jenen Erfolg verbuchen konnten und wer daran Anteil hatte. Wenn sie ihren eigenen Erfolg nicht sogar kleinreden.

Sehr lange Zeit erlaubte ich mir nicht, meine ersten Erfolge wirklich mir selbst zuzuschreiben.

Wann auch immer mich jemand für den frühen Erfolg von Pink Compass lobte, gab ich das Lob unbesehen an meine Mentoren dahinter weiter.

Erst etwa eineinhalb Jahre später fand ich das Selbstbewusstsein, diese Wahrheit um einen sehr wichtigen Aspekt zu ergänzen: Weder meine Mentoren, die ganzen Bücher und Artikel, die ich verschlungen habe, noch irgendjemand anderes hatten an Pink Compass gearbeitet.

Sie hatten mir den entscheidenden Anstoß gegeben, haben mich in die richtige Richtung gewiesen und mir unglaublich wertvolles Wissen vermittelt.

Aber die vier Stunden, die ich von diesem Moment an täglich nach meinem Vollzeitjob in der Bibliothek saß, und sämtliche Wochenenden, die ich komplett darin verbrachte, saß ich ganz allein am Laptop.

Die 60- und 70-Stunden-Wochen, die ich im ersten und teilweise auch zweiten Jahr meiner Selbständigkeit investierte, hart an meinem Online-Business arbeitete, mich selbst weiterbildete und optimierte, die kann ich niemand anderem zuschreiben als mir selbst.

Und das sollte ich auch gar nicht.

Wir müssen dringend aufhören, bei Komplimenten nach der Kritik dahinter zu suchen.

Bei 30 positiven Kommentaren sich nicht in dem einen negativen zu vergraben.

Bei Erfolgen nicht nur auf alle zu verweisen, die daran beteiligt waren und uns unterstützt haben, sondern auch mal den Zeigefinger auf uns selbst zu richten, zu lächeln und stolz darauf zu sein.

ABER ALL DAS IST LEICHTER GESAGT ALS GETAN.

Ich weiß genau, Du sitzt nun nickend vor Deinem Bildschirm und denkst innerlich, dass ich doch so recht habe, weil Dir selbst gerade mindestens zwei Situationen einfallen, in denen Du genauso wie ich gedacht oder gehandelt hast.

Der Haken ist, die Erkenntnis allein bricht dieses Verhaltensmuster nicht.

Weshalb ich vor einigen Tagen begonnen habe, die erweiterte Version eines Gratitude-Journals zu führen.

Viele Menschen schreiben täglich auf, wofür sie dankbar sind, um sich bewusster zu machen, wie reich und erfüllt ihr Leben ist, wenn sie es im Alltag mal vergessen.

BISHER HABE ICH SO ETWAS NIE WIRKLICH DURCHGEHALTEN.

Ich habe generell das Gefühl, dass ich in den letzten fünf Jahren regelmäßig vor Dankbarkeit überlaufe und mich nicht wirklich daran erinnern muss.

Dafür, dieses Leben so führen zu können, wie ich es führe. Dafür, dass ich Leserinnen habe, die mir meinen Job jeden Tag so sehr versüßen, dass er sich wie ein bezahltes Hobby anfühlt. Dafür, dass ich in den richtigen Momenten den richtigen Menschen begegne, die mein Leben rund, hell werden und auch ein bisschen glitzern lassen.

Ich bin jeden Tag mehrmals dankbar für all das, was das Leben mir gerade schenkt.

Was ich dabei allerdings immer wieder unterschlage, ist, dass ich an dieser Dankbarkeit durchaus Anteil habe. Einen großen Anteil.

Keiner dieser Aspekte ist mir in den Schoß gefallen.

Ich habe mir meinen Job selbst erschaffen und dafür gesorgt, dass ich genau die Frauen erreiche, denen ich die größte Hilfe sein kann.

Und ich glaube sehr an Karma und das Gesetz der positiven Anziehung. Weshalb ich mir auch einen Anteil daran zuschreibe, die richtigen Menschen in meinem Leben anzuziehen.

Aber genau diese Aspekte gehen in einem Gratitude-Journal komplett unter.

Anstatt also jeden Tag aufzuschreiben, wofür wir dankbar sind, möchte ich mit Dir gemeinsam beginnen, jeden Tag aufzuschreiben, was wir heute getan haben, um erfolgreich zu sein. Worauf wir stolz sein können und welche positiven Auswirkungen unsere Arbeit, unser Online-Business und, ja, unsere Persönlichkeit hat.

Wenn Du morgen unterwegs bist, schnapp Dir irgendwo das hübscheste Notizbuch, das Du finden kannst, und leg es Dir neben Dein Bett.

Schreib jeden Tag mindestens zwei Dinge auf, bei denen Du stolz auf Dich kannst und solltest, und was Du (niemand anderes) dazu beigetragen hast. Schreib Aspekte Deiner Person auf, die Du nicht nur magst, sondern sehr an Dir schätzt und die Dich zu einem besseren Menschen machen.

Die das Leben anderer Menschen bereichern und schöner machen.

Nimm Komplimente an und schreib sie in dieses Notizbuch. Sag „Danke“ statt „Naja, aber…“. Freu Dich darüber und lächle, statt zerknirscht und verlegen zur Seite zu schauen und das Thema zu wechseln.

Und ganz langsam, nach und nach, werden wir so diese Stimme in unserem Kopf vielleicht in den Dauerschlaf verbannen.

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26 Kommentare / Schreibe einen Kommentar
  1. Birgit

    Liebe Carina,

    sehr schöne Übung und ein wunderbarer Ansatz, zu sich selbst zu kommen. Da ich schon lange in einer Männer-Domäne arbeite, habe ich mir einiges abschauen können, und dazu gehört, zu einem Lob einfach mal nur „Danke“ zu sagen. Oder noch besser: „Ja, stimmt!“

    Ich werde mir aber nun dennoch jeden Tag etwas aufschreiben, denn davon kann Frau nicht genug haben. Danke für den Tipp!

    Hab einen schönen Tag und liebe Grüße

    Birgit

    • Liebe Birgit,
      ja, damit übe ich mich auch schon eine ganze Zeit. Es wird! 😀
      Viele liebe Grüße zurück,
      Carina

  2. Anne

    Liebe Carina,

    die Zweifelsstimme kenne ich nur zu gut. Aber Dank Deines Artikels krempelt sich bei mir im Kopf gerade manches um und es tut gut, den eigenen Anteil an einer Arbeit zu sehen und darauf stolz zu sein. Da ändert sich die ganze Stimmung und ich fühle mich viel motivierter.

    Danke.

    Liebe Grüße
    Anne

  3. Liebe Carina,

    du schaust oft in meinen Kopf <3

    Dieser Artikel trifft es für mich mal wieder zu 100%. Dein erweitertes Dankbarkeitsbuch finde ich toll. Dankbarkeit empfinde ich ebenso wie du für so unendlich viel, aber auch ich habe mich da oft ausgeklammert. Ich werde mein Büchlein ab jetzt erweitern. 🙂

    Danke also für diesen tollen Artikel, deine Ehrlichkeit, deine Authentizität, deine Liebe, die du mir mit deinen wundervollen Beiträgen schenkst und danke, dass ich viel gelernt habe.

    Ich habe nach der Veröffentlichung meines ersten digitalen Produktes unendliche Leere empfunden, an mir gezweifelt, aber allen Menschen gedankt, die mir in dieser Zeit zur Seite standen. Es hat lange gebraucht um zu realisieren, dass ich es war, die das geschaffen hat.

    Heute ist also die Flasche Champus fällig, die trinke ich auf mich.

    Ein dicker Kuss, Michaela

    • Hi Michaela,
      das beweist nur, dass es bei uns allen im Kopf einfach oft extrem ähnlich aussieht… 😉
      Und freut mich, dass ich die Erweiterung da reinbringen konnte!
      Hoffe, die Flasche Champus ist leer geworden! Glückwunsch und cheers!! 🙂
      Liebe Grüße,
      Carina

  4. Hallo Carina,

    dein Artikel kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. Gestern abend hab ich mir meine Abendroutine notiert, die ich zukünftig einhalten will. Ein Punkt davon war auch, 3 Dinge aufzuschreiben die an dem Tag gut waren. Doch jetzt spüre ich, dass das viel zu unpräzise ist. Daher nehme ich gerne deine Idee auf, diese Gedanken zur Dankbarkeit abends aufzuschreiben. Denn auch ich spüre oft, wie schlecht ich mit Komplimenten umgehen kann. Genau wie du sagst versuche ich zu erklären warum das alles gar nicht mein Verdienst ist oder so schwer war usw. Anstatt meine Klappe zu halten und einfach mal Danke zu sagen.

    • Hi Sarah,
      ja, ich kenn das. Das habe ich vor ein paar Tagen wieder umformuliert. Was gut war, geht dann doch auch wieder in die Richtung Dankbarkeit und hat mit dem „was ich gut gemacht habe“ oft zu wenig zu tun.
      Arbeiten wir gemeinsam dran 😀
      Liebe Grüße,
      Carina

  5. Kathrin

    Liebe Carina,
    wieder einmal ein toller Artikeöl von dir mit wunderbaren Denkanstößen! DANKE!
    So ein Büchlein führe ich seit mittlerweile über einem Jahr. Nehme mir abends ein paar Minuten Zeit und schreibe ganz stolz und „egoistisch“ (darf man es in diesem Fall egoistisch nennen?) auf, was ich an dem Tag geschafft habe.
    Hilft enorm fürs Selbstwertgefühl v.a. an Tagen, an denen man sich irgendwie ganz klein vorkommt oder das Gefühl hat mal wieder überhaupt nichts geschafft zu haben. Kann ich jedem nur empfehlen! 🙂

    Alles Liebe und auf viele volle Notizbücher 🙂
    Kathrin

    • Hi Kathrin,
      High Five dafür!! Aber ein kräftiges!
      Nicht egoistisch – selbstbewusst!
      Ganz liebe Grüße,
      Carina

  6. DANKE Carina, dass Du mir nicht nur meinen Montag versüßt 🙂
    Sonnige Grüße
    Katharina

  7. Hallo Carina,

    wieder ein toller Beitrag von dir, danke dafür! Es ist wirklich erstaunlich, wie unterschiedlich die meisten Männer und Frauen auf Lob oder ein Kompliment reagieren. Oft sieht man es schon an der Körperhaltung. Es wird Zeit, dass wir ehrlich zu uns sind und uns auch für die viele harte Arbeit mal selbst auf die Schulter klopfen =)

  8. Liebe Carina,

    wie immer ein guter Artikel von Dir!

    Und jetzt bitte kein „ja, aber …“ ! 🙂

    Ich frage mich schon, warum eigentlich gerade wir Frauen so mit unseren Selbstzweifeln zu kämpfen haben. Zu mir hat noch nie jemand gesagt, Du kannst nichts oder mich massiv kritisiert. Und trotzdem ist es da.

    Ich musste auch schmunzeln: Wenn ich meinen Mann beruflich telefonieren höre, dann ist das indirekt eine einzige Demonstration von Selbstbewusstsein. Wie vermutlich bei vielen Männern kommen da Selbstzweifel nicht wirklich vor.

    Was das Aufschreiben von Gedanken angeht, hatte ich bis jetzt noch nie wirklich die Disziplin, das über längere Zeit durchzuhalten. Aber ich überleg mir das jetzt nochmal. Ich kann das nämlich!

    • Danke! (Lass ich ganz einfach so stehen 🙂 )
      Genau die gleichen Gedanken hatte ich die Tage auch…
      Ich habe keine Ahnung, wo das bei uns steckt. Vermutlich in der „sei bescheiden“-Masche, die den Mädchen gern in der Erziehung mitgegeben wird?!
      Liebe Grüße,
      Carina

  9. Julia

    Liebe Carina,
    Vielen dank für diese wunderbare Inspiration! Sie kommt genau zum rechten Zeitpunkt, da ich gerade in einer Phase bin, wo mein „Traum“ als Yogalehrerin selbstständig zu arbeiten langsam Gestalt annimmt, und ich merke dass mir genau diese Stimme oft dabei im weg steht. Mit den gratitude journals konnte ich aus den gleichen gründen nicht viel anfangen, aber deine Version klingt sehr vielversprechend. Ich freu mich drauf das auszuprobieren? alles Liebe aus Wien!
    Julia

    • Liebe Julia,
      freut mich sehr, dass ich da zum richtigen Zeitpunkt losgeschossen habe 🙂
      Wobei ich glaube, für dieses Thema gibt es nie einen falschen Moment.
      Mir ging es da genau wie Dir, aber gerade mit der Grit App komme ich gerade super zurecht.
      Viele Grüße,
      Carina

  10. Charleen

    Dieser Artikel hätte nicht passender kommen können.
    Vielen Dank dass du das geteilt hast.

    Ich kann alles nachvollziehen. Und ja, mir ist das auch alles bewusst aber wieso ist es dann so schwer die negativen Gedanken und Zweifel auszustellen.

    Dein Tipp mit dem Aufschreiben finde ich super. Vielen Dank. 🙂

    Liebe Grüße,
    Charleen

  11. Karin Hohrein

    Hallo Carina,

    dein Artikel hat mich mal wieder auf eine Kleinigkeit aufmerksam gemacht – die aber doch sehr wichtig ist.
    Eigentlich bin ich ja schon eine sehr selbstbewusste Person – ich weiss, dass ich die Meilensteine in meinem Leben aus eigener Kraft selbst erschaffen habe. Wo ich in meiner Karriere heute stehe habe ich alleine mir selbst zu verdanken und damit wie ich mit der Welt umgehe. Ich weiss ziemlich gut was ich kann und was nicht. Aber es gibt da viele Kleinigkeiten, wo ich meine Leistung herunterspiele: wenn ich einem Freund geholfen habe und das etwas war, was mir leicht von der Hand geht oder mich jemand einfach bezaubernd findet, fällt es mir schwer das anzunehmen. Ich finde mich toll, wenn ich mir etwas hart erarbeitet habe. Mich dafür zu loben, dass ich einfach kann oder weil ich bin wie ich bin – fällt mir noch schwer.
    Ich werde mich dir anschliessen und diese Lücke schliessen !!

    Danke für den Anstoss,

    Karin

    • Hi Karin!
      Ja, sehr schöner Aspekt! Geht mir genauso 🙂
      Dass das trotzdem „wertvoll“ für den anderen ist, sehen wir einfach nicht…
      Liebe Grüße,
      Carina

  12. Irmgard Schneider

    Danke, Carina!
    Hast du das für mich geschrieben? Ich erkenne mich so sehr wieder… und du hast mich darüber hinaus inspiriert, das Perfektionismus-Thema für einen ganz anderen Bereich spontan eigenständig aufzubereiten. – Was ich dir sonst noch sagen möchte: Deine Artikel entlocken mir regelmäßig zustimmendes Nicken und vergnügtes Grinsen. Mein Kommentar ist also längst überfällig: Du machst das toll! Unser eigener Blog steht in den Startlöchern, du motivierst uns sehr. Vielen Dank dafür, und ich freue mich auf weitere inspirierende Artikel von dir!
    Liebe Grüße
    Irmgard

  13. Schöner Artikel, der mich an meinen Feind erinnert!
    Der mich immer wieder daran hindert, raus zu gehen! Laut zu sagen: Hier bin ich!

    Und ein schöner Reminder, dass die Zweifel oft unbegründet sind! Doch dann den Anschluss zu finden, wieder den Kontakt zu Leuten aufzunehmen, bei denen man sich wegen den Zweifeln nicht gemeldet hat, ist gar nicht so einfach 🙂 Oder doch?

    Bin auf jeden Fall schon auf die Meinungen zu deinem Buch gespannt!

  14. Rebecca

    Ich bin Christ und glaube daher nicht, dass ich irgendwas aus eigener Kraft geschafft habe, ich glaube eher dass Gott so gütig war und mir die Fähigkeiten dazu gegeben hat. Daher bin ich etwas im Zwiespalt was das Thema „Stolz“ betrifft. Was ich schöner finde, ist, mich am Ende eines Tages zu fragen, welchen Mehrwert ich geschaffen habe, wie ich meine Umwelt bereichert habe. Dann ist mein Tun nicht so isoliert sondern setzt mich wieder in Beziehung zu meiner Umgebung.

    Ich bin auch der Ansicht, dass wir uns nicht alles von den Männern abgucken sollten. Es hat schon seinen Grund warum es 2 Geschlechter auf der Erde gibt und nicht nur eins und ich finde die Männer haben in der Vergangenheit auch eine ganze Menge verbockt (z. B. totale Selbstüberschätzung und Spekulationswut, die zu Wirtschaftskrisen geführt hat), da möchte ich nicht die gleichen Fehler machen wie sie. Ich denke es wird Zeit, dass wir Frauen eine weibliche Version von Erfolg finden und nicht einfach nur zu Mannfrauen mutieren.

  15. Daniela

    Liebe Carina, das ist ein wunderbarer Artikel. Im Moment habe ich oft ziemliche Selbstzweifel, da kommen deine Ideen genau richtig. Ich werde mir ab jetzt auch jeden Tag etwas aufschreiben, das gut gelaufen ist und/oder auf das ich stolz bin.
    Liebe Grüße aus Brixen Südtirol

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