Ring frei: Es wird gepöbelt!

Thema heute? Das Digitale Nomadentum.

Volle Transparenz: Meine Texte enthalten werbende Inhalte zu meinen Produkten und/oder Werbe-Links zu Produkten, die ich nutze und liebe. Letzteres erkennst Du am * nach dem Link. Ich wurde in keinem Fall von Unternehmen oder Produkt-Anbietern dafür bezahlt, sie einzubinden!

Jedes Mal, wenn ich mich mit Freunden über das Digitale Nomadentum unterhalte, kommen mindestens einmal rollende Augen, Seufzer oder genervte Kommentare zum Vorschein. Zugegeben, gut 90% meines Freundeskreises könnten diesen Titel tragen. Nur gut 30% davon tragen ihn gerne und öffentlich.

Das Digitale Nomadentum startete als eine interessante Lebensform und wurde schnell als Bewegung kommerzialisiert. Motivation ist dabei die Währung und der Traum des Vom-Strand-aus-Arbeitens lässt die Kasse kräftig klingeln.

Aber nicht nur die Sonnenseiten davon werden stark behyped. 

Mindestens genauso oft werden uns Vorurteile als Tatsachen vorgehalten, die so einfach nicht stimmen. Wir scheren uns nicht um die Umwelt (zugegeben, manche von uns tun es nicht, aber proportional etwa so viele wie in der Normalbevölkerung auch), haben keine echten Freunde, sondern nur flüchtige Reisebekanntschaften und sind sozial inkompatibel oder auf der Flucht.

Kinder können wir ja „mit so einem Lebensstil“ auch keine in die Welt setzen (ob wir das überhaupt wollen, fragt keiner), und generell leben wir sowieso nur so, um dem Staat Deutschland seine wertvollen Steuern zu hinterziehen.

Nachdem wir uns so oft untereinander darüber auslassen, was alles in diesem Image der Digitalen Nomaden gründlich schiefläuft, fand ich, es war dringend an der Zeit, ein paar Aspekte laut auszusprechen.

Und habe mir Verstärkung in meinem persönlichen inneren Kreis dafür geholt:

Jeden Einzelnen dieser Menschen, die ich zu meinen Freunden zähle und deren Meinung ich sehr schätze, habe ich mal gefragt, welchen Mythos sie gerne widerlegen würden und welches Vorurteil sie am meisten stört.

Ja, wir haben alle gemeinsam gepöbelt, ich gebe es zu.

Aber viel mehr, als nur reines Gemecker loswerden zu wollen, möchten wir damit gerne eine offene Diskussion starten, die auf Tatsachen aus unserem persönlichen Leben und nicht auf Märchen und Neid von außen oder anderen Digitalen Nomaden basiert.

Einfach um mal klarzustellen, dass man uns nicht einfach alle über einen Kamm scheren kann. Was übrigens ganz generell für jede Gruppierung von Menschen gilt und viel zu selten beachtet wird…

 

Sebastian, Autor & Unternehmer – Wireless Life

„Du hast ein Leben – Dauerurlaub, braun gebrannt und immer unterwegs“ – so und so ähnlich lauten die oberflächlichen Kommentare von Bekannten. Selbst schuld, denn das ist wohl das Bild, das ich selbst und andere Medien über Instagram und Facebook zeichnen.

Ja, ich verbringe viel Zeit am Strand und habe keine klaren Grenzen zwischen Arbeit und Leben. Aber das bedeutet noch lange nicht, dass ich nicht auch mal 12-Stunden-Arbeitstage habe oder am Freitagabend, wenn meine Freunde Cocktails schlürfen, in einer dunklen Kammer sitze und meine Buchhaltung mache.

Und wenn ich dann mal auf Heimaturlaub bin, dann muss es doch selbstverständlich sein, dass ich genug Zeit für Freunde und Familie habe.

Schließlich bin ich doch im „Urlaub“.

Nein, bin ich nicht. Auch wenn ich mir meine Zeit recht frei einteilen kann, arbeite ich 6–8 Stunden am Tag. Und auch wenn ich das nicht am Stück und nicht in einem Büro tue, muss ich etwas für meinen Lebensunterhalt tun.

Das bedeutet auch, dass ich nicht bei YouTube oder Amazon surfe, wenn ich vor dem Laptop sitze, sondern tatsächlich konzentriert arbeite. Würdest du etwa unangemeldet in ein Büro stürmen und jemanden bei der Arbeit unterbrechen? Siehst du, ich auch nicht.

Liebe Leute, Arbeit darf Spaß machen und sie darf außerhalb von Bürogebäuden stattfinden.

Sie muss nicht durch Montage und Feierabende vom Rest meines Lebens getrennt sein. Und dafür möchte ich mich weder erklären müssen noch ein schlechtes Gewissen haben, denn ich habe verdammt hart gearbeitet, um mir diese Freiheiten zu schaffen.

 

Carina, Motion Designerin & Bloggerin – Travel Run Play

Als ich 1,5 Jahre in einem Bulli auf der Panamericana unterwegs war, war es noch ziemlich eindeutig: Ich war eine digitale Nomadin, wie sie im Buche steht. Nomadisch im wahrsten Sinne des Wortes durch meinen Roadtrip, digital durch meine Arbeit, die ich von jedem Ort auf meiner Reise aus erledigen konnte.

Heute scheint diese Definition nicht mehr ganz so klar, da ich zurück in Deutschland bin und sogar wieder eine Wohnung habe. Nach jeder kürzeren und auch längeren Reise, von der ich zurückkomme, werde ich gefragt, wie mein Urlaub war und ob ich mich gut erholen konnte. Dass diese Reisen teilweise zu meinem Job gehören oder auch einfach Teil meines „Arbeitsplatz-Wechsels“ sind, den ich von Zeit zu Zeit ganz erfrischend finde, ist für die meisten verwirrend.

Als digitale Nomadin muss man nicht ständig unterwegs sein, das habe ich in den letzten Jahren verstanden und mir selbst auch zugestanden. Ich bin davon überzeugt, dass viele digitale Nomaden ihre ganz persönlichen Lieblingsplätze auf der Welt zum Leben und Arbeiten haben.

Wenn einer dieser Lieblingsorte zufällig im Heimatland ist, ist man nicht mehr oder weniger digitaler Nomade als der Rest der Crew. Wir arbeiten in dieser verrückten digitalen Internetwelt, die es uns ermöglicht, unser Leben multilokal überall in der Welt zu führen – oder eben an wenigen ausgewählten Orten, so wie ich.

 

Theresa, Journalistin & Bloggerin – Lvstprinzip

Ich glaube, ich würde ganz gerne entkräften, dass wir uns alle immer nur super-happy-glücklich und geil fühlen – ein Vorurteil, zu dem wir ja zugegebenermaßen auch deutlich durch Social Media und „Werde so wie ich“-Coachings beitragen.

Fakt ist doch, man kann auch an einem Strand schrecklichen Liebeskummer haben, sich in Meetup-Menschenmassen komplett einsam fühlen, und nur weil öfter die Sonne scheint, heißt das noch lange nicht, dass wir alle 24/7 so gute Laune haben, wie wir im Internet behaupten und wie das natürlich von außen so wahrgenommen wird.

Die meisten Digitalnomaden, die ich kenne, haben sogar eher aus einem gewissen Schmerz heraus mit der Reiserei angefangen als durch Motivations-Challenges und besonders tolle Instagrambilder.

Veränderung entsteht meist aus Unzufriedenheit, und Schmerz motiviert eben ungemein.

Ein Burn-out, eine schlimme Trennung, ein Todesfall in der Familie, eine Krankheit – und plötzlich denkst du dir: Scheiße, das Leben ist viel zu kurz, um mich bis zum Ende meiner Tage in diesem Drecksjob zu Tode knechten zu lassen. Vollkommen okay und nachvollziehbar – aber zu denken, sämtliche Probleme wären schlagartig weg, nur weil wir auf einmal Palmen um uns haben statt Raufasertapete, das greift definitiv zu kurz.

Man nimmt sich selbst eben doch immer mit – und woanders ist eben nicht alles besser, nur anders.

Ich kenne so viele Neu-Nomaden, die hochmotiviert starten, sich freuen, dass das Pad Thai auf einmal so billig ist, und nach ein paar euphorischen Monaten oder Jahren eben doch auf ihre alten Probleme zurückgeworfen werden – oft mit dem zusätzlichen Druck, dass keiner „daheim“ versteht, was sie da eigentlich tun, und das „Yeah supergeil erfolgreich mit passivem Einkommen“-Projekt, für das sie teure Onlinekurse belegt haben, vielleicht doch nicht den gewünschten Effekt hatte, weil Erfolg nun mal nicht linear verläuft und im Normalfall einfach ganz unromantisch wahnsinnig viel harte Arbeit dahintersteht.

That being said, glaube ich fest daran, dass Tapetenwechsel gesund sind, es ungemein förderlich für die Kreativität sein kann, sich ab und an in neuer Umgebung wiederzufinden, und Reisen wirklich enorm den Horizont erweitern kann, wenn man sich denn richtig darauf einlässt.

 

Kris, ortsunabhängige Grafikdesignerin – Bureau Braun

Kurz vor meiner Winterflucht war ich mit Freunden in der einzig guten Bar meiner Heimatstadt verabredet, in der ich schon mit 12 in Freistunden meine Hausaufgaben gemacht habe. Ich hatte es noch nicht zur Theke geschafft, da steckte ich auch schon mitten in einer Umarmung mit dem Besitzer: „Näää, hallo Frau Digital Nomad!“

Digitale Nomadin.

Der Titel allein ist für mich in etwa so abtörnend wie Fleischereifachverkäuferin.

Und ich möchte keinen von beiden auf meiner Visitenkarte stehen haben.

Ja, ich brauche für meinen Job nur einen Laptop und eine halbwegs brauchbare Internetverbindung. Ja, dieser Laptop kann in Berlin, Buenos Aires oder Timbuktu stehen, und es macht für meine Arbeit erst mal keinen großen Unterschied. Aber ganz ehrlich, braucht es deswegen gleich so einen pseudo-hippen Titel?

Ich bin völlig fein damit, ganz simpel Grafikdesignerin zu sein… oder Kommunikationsdesignerin… oder Gestalterin… seht ihr, allein hier muss ich mich zwischen gefühlten hundert Varianten meines Berufs entscheiden.

Dafür hat doch echt niemand Zeit!

Außerdem bin ich in den Augen mancher sowieso nicht würdig, diesen hippen Titel eines digitalen Nomaden zu tragen. Denn (was Sie als Nächstes lesen, wird Sie schockieren!): Ich besitze noch eine Wohnung.

Ja genau, dieses Ding mit vier Wänden und unterschriebenem Mietvertrag. Wofür ich des Öfteren zu hören bekomme: „Also du bist ja gar keine richtige Nomadin…“ – Oh Entschuldigung, ich werde gleich bei der Bundesprüfstelle für TÜV-zertifiziertes Nomadentum anrufen und mir die DIN-genormte Checkliste der Voraussetzungen zusenden lassen.

In der Zwischenzeit halte ich mich an meine persönliche Checkliste:

Ich bin in Berlin, wenn mir danach ist. Ich behalte meine Wohnung, solange mir danach ist. Ich reise, wenn mir danach ist. Ich werde aufhören zu reisen, wenn es mir keinen Spaß mehr macht. Und wieder anfangen, wenn ich meine Meinung doch wieder ändere. Ich meine, wie könnte Reisen jemals keinen Spaß mehr machen? So ein Blödsinn…

Auf solche Aussagen folgt dann meist so etwas wie „Dein Leben müsste man haben…“

Seid ihr euch da sicher? Ich würde behaupten, allein die Selbstständigkeit erfordert teils ein hohes Maß an Jonglierkunst, auf die viele Menschen sicher überhaupt keine Lust hätten. Das Ganze dazu noch auf Reisen zu betreiben, fühlt sich manchmal so an, als sollte man zum Jonglieren noch anmutig einen Hula-Hoop-Reifen auf den Hüften schwingen und durchs Feuer springen.

So ein Zusammenbruch des WiFis kurz vor einer wichtigen Deadline oder eine Kartensperrung wegen Kreditkartenbetrugs, die mich kurzzeitig 2.500€ leichter unterwegs sein hat lassen, lassen meinen Ruhepuls dann doch mal kurzzeitig Achterbahn fahren.

Bevor jetzt sofort ein Aufschrei kommt: Ja, ich will das so!

Und ich nehme solche Dinge gerne in Kauf. Aber no shit Sherlock, ortsunabhängig zu arbeiten, hat seine Schattenseiten wie jeder andere Job auch. An manchen Tagen nervt er und manchmal muss man dringend freimachen und diese Orte genießen, an denen man sich so aufhält.

Schon allein, damit die Menschen endlich mal recht haben, wenn sie einem ständig einen schönen Urlaub wünschen.

 

Jenny & Basti, Unternehmer & Blogger – 22places

Puh, wo fangen wir denn da an? Am besten beim Begriff „Digitale Nomaden“. Den finden wir ehrlich gesagt bescheuert und wollen uns deshalb eigentlich gar nicht als Digitale Nomaden bezeichnen, obwohl wir natürlich durch unsere Tätigkeit welche sind.

Als hauptberufliche Reiseblogger sind wir seit mehr als zwei Jahren in der Welt unterwegs und haben unsere Wohnung seitdem untervermietet. Für Außenstehende ist es schwer zu begreifen, dass wir tatsächlich arbeiten und ein Business führen wie „ganz normale“ Selbständige auch. Wir zahlen Steuern, wir haben Ausgaben und, ja, wir zahlen auch einen Großteil unserer Reisen selbst.

Viele Leute denken einfach, wir reisen locker-flockig durchs Leben, posten hier und da mal ein Bild auf Instagram und schreiben ein bisschen Tagebuch. Als ernsthaftes Business begreifen es nur die wenigsten. Meistens ist das sicher nicht direkt ein Vorwurf, sondern vielmehr Unverständnis über unsere Situation und Unkenntnis über die Möglichkeiten, mit einem Reiseblog Geld zu verdienen. Uns nervt das natürlich manchmal, aber wir betreiben ja sehr gerne Aufklärungsarbeit.

Was uns aber wirklich nervt, ist dieser Hype, der innerhalb der Digitalen-Nomaden-Szene um Digitale Nomaden gemacht wird. Da wird oft einfach ein Traum verkauft, der in der Realität für viele dann doch nicht das hält, was er verspricht.

Durch das Verkaufen dieser Träume wird eben eine ganze Menge Geld verdient.

Teure Online-Kurse oder E-Books zeigen dir, wie du von jetzt auf gleich ein neues Leben führen kannst und ganz nebenbei ortsunabhängig leben und arbeiten darfst. Ein bisschen ähnelt das dem bekannten Schneeballsystem, mit dem schon seit Jahrzehnten gutgläubigen Menschen das Geld aus der Tasche gezogen wird.

Dass zu einer ortsunabhängigen Selbstständigkeit viel mehr gehört als die Liebe zum Reisen, das richtige Mindset (Yeah!) und der Wunsch, aus dem Hamsterrad auszusteigen (Awesome!), ist den meisten Menschen nicht klar, wenn sie Hals über Kopf ihre Jobs kündigen und sich in einem Coworking-Space auf Bali (da muss man hin, denn Bali ist soooo besonders.) als virtuelle Assistenten versuchen.

Das ist unser Vorwurf an die Szene, deren Teil wir ja irgendwie doch sind. Ging es darum eigentlich in der Frage? Naja, egal. Wir haben uns einfach mal unsere Gedanken von der Seele geschrieben.

 

Tim, Autor & Unternehmer – Citizen Circle

Mich nervt, dass „Digitales Nomadentum“ immer mit einer Ideologie verwechselt wird. Dabei ist es nur eine Art des Arbeitens, maximal noch eine Art der Lebensführung.

Für mich ist Digitales Nomadentum und ortsunabhängiges Arbeiten identisch.

Ein Digitaler Nomade kann jemand sein, der ein finanziell höchst lukratives Business betreibt, mehrere Mitarbeiter hat, die „remote“ arbeiten, und immer zwischen 4 Poolvillen auf 4 verschiedenen Inseln hin- und hertingelt.

Ein Digitaler Nomade kann aber auch ein „Aussteiger“ sein, dem die Finanzen eher egal sind und der seine Arbeitszeit optimieren will und ohne Wohnort um die Welt zieht. Dazwischen ist so ziemlich alles möglich. Dabei gibt es Menschen mit ideologischen Motiven, aber auch Menschen, die aus reiner Lebensplanung diesen Weg gehen.

„Digitales Nomadentum“ ist weder eine Ideologie noch eine Religion.

Vermutlich ist es nicht mal eine richtige Bewegung. Es ist durch den gemeinsamen Faktor „Ortsunabhängigkeit“ die Speerspitze eines gesamtgesellschaftlichen Trends – aber eine sehr heterogene Speerspitze.

Zum Absch(l)uss

Eigentlich habe ich dazu nun gar nicht mehr viel hinzuzufügen. Ich wusste schon, dass ich mich auf meine Lieblingsmenschen verlassen kann, wenn es ums Pöbeln geht.

Außerdem bin ich viel lieber Teil der Lösung und habe hier bewusst nur die Menschen zum Pöbeln ausgewählt, die wirklich für Qualität, Wissen und Mehrwert stehen. Auch wenn mir dieses Wort „Mehrwert“ auch schon zum Hals raushängt.

Aber jede Einzelne und jeder Einzelne in diesem Sammel-Artikel hat etwas aufgebaut, das Menschen wirklich hilft und das Leben anderer besser macht. Nicht, weil sie einen Traum als Geldmaschine nutzen, sondern weil sie eben genau das – echten Mehrwert – zu bieten haben.

Also schau doch mal bei ihnen vorbei! Und wenn Du davor oder danach auch in der Stimmung zum Pöbeln bist, tob Dich hier in den Kommentaren mal so richtig aus.

Heute ist das offiziell erlaubt!

Artikel zu teilen, ist das Trinkgeld für Autoren. Gibst Du mir eins?

Hörst Du schon zu?

Verpass keinen der neuen Um 180 Grad Audioblogs und lass Dich per E-Mail von mir benachrichtigen, wenn ich mein Hirn in eine neue Folge schütte:

24 Kommentare / Schreibe einen Kommentar
  1. Liebe Carina,

    ich finde es gut, dass du mal auf den Tisch haust! Und ganz ehrlich, ich verstehe nicht, warum heutzutage immer noch andere Lebens- und Arbeitsweisen so furchtbar diskutiert werden. Da heißt es doch immer, man sei offen für Neues 😉

    Dass das dann doch nicht sooo ganz zutrifft, kennen wohl nicht nur digitale Nomaden, sondern auch sehr viele Frauen, die von zuhause – also mit einem festen Wohnsitz – aus mit dem Laptop ihre Kohle verdienen. Mich eingeschlossen. Ich habe irgendwann aufgehört zu zählen, wie oft ich schon den Satz gehört habe: "Du arbeitest doch von zuhause, das ist doch keine richtige Arbeit, was du da machst!". Ist klar. Ich spiele ja eigentlich auch den ganzen Tag Solitär…

    Im Ernst, ich finde es herrscht noch sehr viel Nachholbedar! Und dafür ist dein Artikel ein wichtiger Schritt.

    Ich ziehe demnächst nach und pöbele dann auch mal in Sachen "Arbeit von zuhause ist keine richtige Arbeit". Da kribbelt's mir schon in den Fingern 😉

    Liebe Grüße
    Isabelle

  2. haha, die vorurteile kenn ich! 😉

    meine homebase ist münchen, aber im sommer bin ich sehr gern in schottland, und meine winter verbringe ich seit vier jahren in asien, wo ich dasselbe mache wie daheim als freie autorin: schreiben – aber eben bei schönerem wetter und besserem essen als daheim 😉
    (… gilt für asien, in sachen wetter und essen nur sehr bedingt für schottland…)

    ich bin es inzwischen leid, den leuten immer zu erklären, dass das ganze kein urlaub ist, obwohl ich souvenirs mitbringe – wozu auch? wenn mich jetzt jemand um meinen langen "urlaub" beneidet, sag ich einfach: "tja – wer kann, der kann. sucks for you."
    (und wenn die leute echt nervig sind, reib ich es ihnen so richtig unter die nase (-;)

    wozu auch erklären, dass mein freiberuflerdasein ebenso nachteile hat? dass ich es manchmal vermisse, kollegen zu haben, und es mir phasenweise schwer fällt, mir selbst die struktur zu geben? dass es nicht einfach war, mich in steuer und rechnung und das ganzen drumrum einzulernen?
    menschen sehen oft nur das, was sie sehen wollen. das spricht nicht für sie – tut mir aber nicht weh 😉

    • martina

      nachtrag: was mir auffällt, ist, dass eben jene leute, die "flexibel arbeitende" beneiden, noch nicht einmal allein ins kino gehen oder ohne begleitung zu einer ausstellung in eine fremde stadt fahren würden.
      aber monatelang allein irgendwo auf der welt unterwegs – na sicher doch 😉
      die würden keine WOCHE überleben 😀

    • Ich nicke bei Deinen Worten, Martina. Sehr schön zusammengefasst!
      Ganz liebe Grüße,
      Carina

  3. Hallo Carina,

    danke für diesen tollen Artikel, auch oder vor allem wenn ich auf der "anderen Seite" stehe. Ich bin Angestellte mit einem Festvertrag bei einer großen Firma. Ich arbeite nach einer festen Stundenzahl pro Monat, immer im selben Büro und habe ein gewisses Kontingent an Urlaubstagen, an denen ich übers Jahr freimachen darf.
    Natürlich nervt das manchmal. Natürlich wäre ich manchmal gerne flexibler. Es gibt Tage, da bin ich richtig im Flow und könnte noch ein paar Stunden weiterarbeiten aber ich muss dann Feierabend machen weil meine Arbeitszeit zu Ende ist. An anderen Tagen bekomme ich gar nichts zustande und kann mich nicht konzentrieren, muss aber trotzdem pünktlich im Büro sitzen und 8 Std. dort bleiben.
    Da wäre ich flexibler, wenn ich ortsunabhängig arbeiten und mir meine Zeit selbst einteilen könnte. Aber es gibt ebenso viele positive Aspekte meines Berufslebens als Angestellte. Zum Beispiel dass ich eben weiß dass ich jeden Tag um die gleiche Zeit Feierabend habe und meine Freizeit dementsprechend perfekt planen kann. Die Sicherheit, dass jeden Monat Geld auf mein Konto fließt.

    Was mich aber stört ist das Mantra dass mir so oft begegnet, dass Digitales Nomadentum das einzig Wahre ist und wir eigentlich alle danach streben sollten.

    Danke dafür zu zeigen, dass ortsunabhängiges Arbeiten nicht das Non-Plus-Ultra, sondern einfach nur eine spannende Option auf dem Arbeitsmarkt ist, die ebenso viele Vor- und Nachteile hat wie die etlichen anderen Optionen auch.
    Und dass jeder für sich selbst entscheiden sollte und muss, wie der passende Job für einen selbst ist und danach streben sollte.

    Danke auch an alle daher, die in diesem Beitrag genannt werden.

    Viel Erfolg weiterhin und frohe Weihnachten!

    • Hi Sarah,
      exakt so ist es: alles im Leben hat Vor- und Nachteile.
      Der sichere Gehalts-Scheck am Monatsende war schon was Feines, auch wenn ich jetzt zumindest die Höhe selbst bestimme – aaaaber eben auch damit, wie viel ich arbeite und von meiner Freizeit dafür opfere.
      Genau so sehe ich das auch. Nichts ist besser oder schlechter sondern einfach die eigene Entscheidung, wie man sein eigenes Leben leben möchte.
      Und ich bin die erste, die gerne zugibt, dass dieses Leben definitiv nicht für jeden das richtige ist.
      Liebe Grüße und Dir auch eine schöne Weihnachtszeit!
      Carina

  4. liebe carina, ich versteh die diskussion gut, und warum du von den ewig gleichen kommentaren genervt bist. als selbsständige, die sich die freiheit nimmt immer mal wieder für monate auf reisen zu gehen, mit arbeit im gepäck oder auch ohne, kenne ich das auch. ich glaube allerdings, dass das grundsätzliche problem darin liegt, dass die menschen ständig und immer alles bewerten müssen, und da wird zunehmend weniger differenziert. entweder etwas ist total grossartig oder total sch… hauptsache ein urteil fällen, auch wenn man keine ahnung hat. dabei gibt es soviele möglichkeiten sein leben zu gestalten, wir können doch eigentlich alle froh und glücklich sein, dass wir soviele wahlmöglichkeiten haben. und ich wäre sehr froh, wenn die menschen einfach mal bei sich blieben und nicht ständig urteile fällen. ich freue mich für jeden, der seinen eigenen weg gefunden hat, meiner ist vielleicht ein anderer, aber, wie meine kölner ona immer gesagt hat: man muss auch jönne könne. in diesem sinne, lovely day, wo immer du gerade bist, und arbeitest, oder auch nicht. gabriele

    • Da sagst Du was! Kann ich absolut so unterschreiben. Es gibt nur noch schwarz und weiß… auf so vielen Ebenen.
      Liebe Grüße zurück,
      Carina

  5. Ich arbeite ja „nur“ im Home Office, bekomme aber selbstverständlich auch immer die „Na-du-führst-ja-ein-Lotterleben“-Karte zugeschoben. 😉
    Ich muss fast sagen, ich habe mich daran gewöhnt. Alles jenseits des 9-to-5-Standards wird kritisch beäugt wie ein frisch gelandetes UFO.

  6. Hallo Carina, schoen von Dir zu lesen! Alle deine Freunde und Du haben die Sache auf den Punkt gebracht: Das Leben ist kein Kindergeburtstag. Nie. Ob in Festanstellung, als Freiberufler oder Auswanderer in einem fremden Land. (Ich kann's schon nicht mehr hoeren, wie TOLL New York ist.) Schlussendlich geht es aber um was anderes: jeder hat sein Leben selbst in der Hand. Man kann entscheiden, wie man sein Leben fuehren will, und wenn mal wieder einer das "ach wie toll, immer unterwegs in der Sonne" in die Runde ruft, ist das nur ein Spiegel der Sehnsucht und der Frustration ueber das eigene Leben. Aber: digitales Nomadentum ist nicht fuer jeden, genauso wie ein 9-5 Job nicht alle happy macht oder die Herausforderungen eines neuen Landes fuer manche eine zu hohe Huerde darstellen. Macht ja alles nichts: wichtig ist doch eher, dass man mit sich selbst im Reinen ist und seine Entscheidungen fuer richtig befindet, dass man die guten Dinge seines eigenen Lebens wertschaetzen kann. Leben und leben lassen – und vielleicht auch mal zugeben, dass das Gras auf der anderen Seite des Zaunes nur deshalb gruener ist, weil man sich um das eigene nicht angemessen gekuemmert hat.

  7. Orrr, hier pöbelt ja gar keiner. Alle voll nett ey! Aber das liegt wohl daran, dass dein Artikel und alle Autoren so recht haben und man nur wie ein Wackeldackel davor sitzt.

    Ich war früher zu Hause auch schon selbstständig, doch da haben alle gesehen wie viel und hart ich gearbeitet habe, das hat viel Lob und Bewudnerung gebracht!

    Nun versteht es nur noch ein sehr kleiner Teil, was ich mache. Aber nun ja, mi rdoch wuuuurscht! 😀

    Jedenfalls ein toller Artikel und ich bin gern ein digitaler Nomade, damit ist doch mein Berug gesagt oder? Oder eben virtuelle Assistentin. Neuerdings auch Buch-Autorin. Und zack wars wieder kompliziert…hihi…

    Es ist so schön mit euch allen. Ich wünsche euch einen schönen sonnigen Tag.

  8. Ein toller Beitrag mit vielen inspirierenden Menschen und auch ich kenne das mit dem "Du hast doch daheim ein tolles Leben, wenn du arbeiten kannst, wann du willst!"

    Klar ist es geil. Aber auch anstrengend, wenn bei Krankheit nicht delegiert werden kann, keiner mal aufmunternd auf die Schulter klopft bei einer schlechten Phase oder man in seinem Home Office alleine sein Dasein fristet. Nein, ich würde niemals wieder tauschen wollen, aber denke mir oft, dass die anderen meist gar nicht wissen, wie viel Selbstdisziplin so ein eigenständiges Businessleben bedeutet….

  9. Liebe Carina,
    sehr schöner Artikel. Ich denke wir sollten grundsätzlich mit dem Schubladendenken aufhören.
    Und zu deiner Einleitung Kinder kann man nicht haben bei dem Lebensstil, kann man doch. Da gibt es viele Möglichkeiten. Man muss aber keine haben genauso wie Menschen mit einer Wohnung, nicht alle Kinder haben. Ich glaube ein wenig mehr Offenheit dem jeweils anderen gegenüber ist da ein schöner Anfang.

  10. Hi Carina 🙂
    ich wollte schon längst einen Kommentar zu deinem neuesten Artikel schreiben. Gerade eben wurde mir auf Xing eine Festanstellung angeboten. Ich habe nur ganz kurz nachgedacht. Kris Braun bringt es zum Thema Selbstständigkeit auf den Punkt. Gerade deshalb möchte ich nicht tauschen. Ansonsten sehe ich mich als "digitale Nomadin" im Geiste. Ich reise gerne, sobald es Job, Mann und Kinder zulassen, ansonsten bewege ich mich mit meinem Laptop eben zwischen Arbeitszimmer unterm Dach, Couch im Wohnzimmer, Terrasse (im Sommer) oder auch mal irgendwo in Köln. Dafür verschlinge ich ja deine Reise-Artikel, wie du weißt 😉
    Winterliche Grüße
    Vero

    • Hahaha, Vero, dieser Art von "digitalem Nomadentum" würde ich auch sofort beitreten 😀
      Ich muss mir doch mal irgendwo eine bequeme Couch aufstellen… zumindest den Balkon habe ich gerade schon mal, mit Blick auf einen der grünen Flecken in Chiang Mai 😉
      Ganz liebe Grüße,
      Carina
      P.S. Bin ich froh, dass Du dem festen Job nur eine Sekunde gewidmet hast. Ich würde ohne Dich doch untergehen 😀 <3

  11. Sehr schöner Artikel mit wunderbar inspirierenden Beispielen. Viele Menschen haben nie darüber nachgedacht, dass es neben der mustergültigen Pflichtbürger-Schablone noch viele andere Lebenswege gibt und dass man das verdammte Recht hat, glücklich zu werden mit seinem Tun und Treiben. Den Begriff "digitaler Nomade" mag ich persönlich nicht so sehr, da er förmlich nach Steckdosen-Abhängigkeit und nach Free WiFi schreit. Als rettungslose Romantikerin (und auch das sollte Anderslebenden gestattet sein) träume ich von größtmöglicher Unabhängigkeit – das ist natürlich nur bedingt machbar.
    Ich bin Autorin im Eigenverlag, Asperger-Autistin und Motorrad-Nomadin, ich mag keinen Besitz haben. Das Nichts-besitzen-wollen und Nicht-vorsorgen-wollen läuft allem zuwider, was uns von klein auf beigebracht wurde. Auch ich brauchte Jahrzehnte, um zu verstehen, dass nicht mit mir etwas nicht stimmte, sondern ich schlicht mit dem allgemein vorgegebenen Weg niemals glücklich werden würde – und dass es nicht falsch ist, nach seinem persönlichen Glück zu streben.
    Wer hat uns eigentlich eingetrichtert, dass Arbeit keinen Spaß machen darf? Dass man den Montag hassen muss? Dass Frau nur dann eine echte Frau ist, wenn sie auch eine Mama ist (oder wenigstens danach strebt)?

    Ich mag keine Grabenkämpfe gegen "die da" führen, denn es ist nicht deren Schuld, dass sie uns mit Lotterleben-Vorurteilen begegnen. Man zwängt uns von klein auf in ein Korsett aus Vorsorge, Pflichten und "DAS sollte dein Lebensziel sein: Eigenheim mit gepflegtem Vorgarten, Kinder, hübscher Seniorenstift", sodass es wirklich nicht leicht ist, den ganzen Shice beiseitezuschieben und seine persönlichen Stärken, Schwächen und vor allem Sehnsüchte klar zu erkennen. Du darfst keine existenziellen Risiken eingehen oder du bist des Teufels.

    • Liebe Catalina,
      vielen Dank für diese tollen Worte! <3
      Kann ich allem nur zustimmen. Und ich liebe übrigens Deine Selbstbeschreibung auf Deiner Seite 😀 Herrlich!
      Ganz liebe Grüße,
      Carina

  12. Sehr interessanter Artikel, danke für die Zusammenstellung. Es ist sehr spannend zu sehen, wie einige in diesem Artikel das Erfolgsmodell des Digitalen Nomaden verkaufen, anpreisen und es zu Geld machen und wiederum andere genau dieses Prinzip der Traumfängerei verurteilen und es ihnen auf den Geist geht. Schön, dies mal in einem Artikel gesammelt zu haben. 🙂
    P.S.: Die Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte …

    • Hi Chris,
      da hast Du wohl den Artikel nicht gründlich gelesen, denn wir alle sind uns einig: das Digitale Nomadentum ist kein Business- (und damit auch kein Erfolgs-) Modell, sondern eine Art zu leben und zu arbeiten. 2 der 6 Beitragenden, und ich zähle mich auch dazu, unterstützen Menschen im Aufbau eines Online-Business – nicht dabei, sich einen Laptop zu kaufen, an den Strand zu setzen und sich dann erfolgreicher Digitaler Nomade zu nennen.
      Vielleicht hast Du also den Unterschied zwischen diesen beiden Punkten und was ein Erfolgsmodell wirklich ist, noch nicht ganz verstanden 😉

      • Hallo Carina,

        danke für deine Antwort. 🙂

        Ich denke schon, dass ich den Artikel richtig gelesen habe (sonst hätte ich nicht kommentiert 😉 ), vielleicht war mein Kommentar missverständlich.

        Fakt ist ja denke ich, dass es im Internet von vielen "Wie werde ich DN und kann mir ein tolles Leben machen"-Ratgebern wimmelt (zumindest laut den mir ausgespielten Werbeanzeigen) und dies wird ja zumindest zum Teil oben (sowie auf anderen Blogs) auch angesprochen und/oder kritisiert. Sicher gibt es eben bei genau diesen Produkten dann richtig coole Sachen und einige für die Tonne.

        Was durchaus sein kann, ist, dass ich mir die Produkte nicht richtig angesehen habe. Wenn ich überall nur die "Traumfänger"-Anzeigen sehe (aka "DN am Strand"), klicke ich schon gar nicht mehr weiter. Es mag ja durchaus sein, dass dann dennoch etwas sinnvolles dahinter steckt.

        Du warst übrigens mit meinem Kommentar nicht explizit gemeint (du erwähnst in deiner Produktübersicht das Wort DN ja nicht einmal) und ich habe auch nicht nach gezählt, ob es jetzt 1, 2 oder 3 der 6 (oder mit dir 7) Teilnehmer sind.

        LG, Chris

        • Ich habe mich auch nicht angesprochen gefühlt 😉 Sondern bin dagegen angegangen, dass Du einfach alle in eine Tonne wirfst. Inklusive den Teilnehmern dieses Artikels. Wobei ich verstehen kann, dass das bei der Fülle, mit der man zur Zeit überschüttet wird, irgendwann eine normale Reaktion ist (wenn auch keine wünschenswerte).
          Viele Grüße,
          Carina

  13. Susan

    Liebe Carina,
    hier hat es gerade den grausten Winter, den man sich vorstellen kann und natürlich würde ich gerne diese Zeilen irgendwo am Meer schreiben. Ich bin nicht scharf drauf, morgen um 5.30 wieder in die U-Bahn zu steigen und ins Büro zu fahren. Aber dieses Leben passt zu mir und deines offensichtlich zu dir. Ich lese dein Blog gerne, weil du auch für die Beamtin mit Familie und Eigentumswohnung viel zu bieten hast. Also genieße was immer du tust, du hast es dir verdient. Schon weil du mir mein Gehalt zahlst. Beamtin-> bezahlt mit Steuern-> du zahlst Steuern = du zahlst mein Gehalt :-). Dieser Punkt (die angebliche Steuervermeidung) hat mich auch bei dem SZ-Artikel über Digitale Nomaden gestört, in dem du namentlich erwähnt wurdest.
    In diesem Sinne schöne Weihnachten, auch deinen Kollegen von oben.
    Liebe Grüße
    Susan

    • Liebe Susan,
      danke für den Hinweis! Der Artikel ist komplett an mir vorbei gegangen. Damit kam dieser Artikel ja dann passend wie die Faust aufs Auge dazu…
      Ja, vor allem, weil damit wieder mal alle über einen Kamm geschert werden und selbst Michelle, die ja nun Steuern in Estland zahlt, die genauso hoch sind wie bei uns in Deutschland, auch in dieses Licht gestellt wird. Aber gut. Das ist eben die Sache dabei und mit diesem Titel: Mitgehangen, mitgefangen. Da wird eben kein Unterschied in solch einer kleinen Gruppe gemacht.
      Und auch vielen Dank, für Deine lieben Worte! <3
      Carina
      P.S. Ich sitz übrigens auch gerade nicht am Meer und friere hier. Wenn auch bei anderen Temperaturen und blauem Himmel 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.