Kennst Du eigentlich Dein "Warum"?

Als ich letztes Jahr mit meinem Reiseblog begann, stieß ich bei meiner Recherche auf viele schlaue Business-Grundlagen. Eine davon war die von Simon Sinek.

Ich hatte schon von seinem Buch „Start with Why“ gehört, und die zahlreichen Empfehlungen hatten es auf meiner Leseliste weit nach oben getrieben. Leider gab es anfangs zu viel Lern- und Lesestoff, sodass „inspirierende“ Literatur zunächst etwas verdrängt wurde.

Dafür stolperte ich kurz danach auf seinen TED-Talk und war schnell gefangen von seiner Sicht auf die Business-Welt, die mich bisher noch mit ihrer Kaltherzigkeit und Nüchternheit (zwei Konzepte, die einem sozial veranlagten Menschen wie mir recht fremd sind) abgeschreckt hatte.

Nimm Dir 20 Minuten Zeit und schau Dir seinen Vortrag an.

Ich verspreche Dir, Du wirst es nicht bereuen.

 

Na, wieder da?

Der Gedanke, sich selbst nach dem Warum zu fragen, war mir nicht neu.

Die Frage hatte mich bei der Wahl meines Berufes geleitet, sie hatte meinen Werdegang geleitet und mir die Entscheidung schwer gemacht, komplett daraus auszusteigen.

Für mich war der Einstieg in die freie Marktwirtschaft anfangs wie mich in ein Rudel Wölfe zu werfen.

Ich musste plötzlich Gehaltsverhandlungen führen, habe mich von Emotionen austricksen und von abgebrühten Geschäftsmenschen abzocken lassen (man lernt aus seinen Fehlern, daher ist nichts verloren) und traf immer mehr Menschen, die nach dem Profit und Benefit für sich selbst fragten, lange vor dem ideellen Gedanken dahinter.

People don't buy what you do. People buy why you do it. - Simon Sinek

Twitter das

Der Ansatz von Sinek, hinter all dem zu filtern, wer Business und ein Warum in Einklang bringen konnte, brachte mir fast so etwas wie Erleichterung.

Ich suchte mir mehr und mehr die Menschen in meinem Umfeld danach aus, wie sie ihre Geschäftsidee angingen und was sie damit umsetzen wollten.

Stand der Profit im Vordergrund, fehlte mir einfach der inspirierende Charakter dahinter, und ich stellte schnell fest, wie die anfängliche Bewunderung schwand und ebenso das Interesse am Austausch mit ihnen.

Du musst nicht den gleichen Weg einschlagen wie ich.

Vielleicht ist Dir der Profit wichtiger und gerade zu Beginn Deiner Selbständigkeit muss er das vielleicht sogar.

Aber verlier den Gedanken nicht aus den Augen, dass wir Menschen dafür gemacht sind, einen Sinn zu brauchen, bei allem, was wir tun.

Und egal ob er oberflächlich, egoistisch, kommerziell, verrückt oder ausgefallen ist, Du solltest Dich einmal fragen, welcher eigentlich Deiner ist.

Denn er kann Dir so gut wie kaum etwas im Leben den Weg zeigen.

Den Weg zum Erfolg, den roten Faden der nächsten Wochen, Monate und sogar Jahre. Er gibt Dir die Richtung an, die Du einschlagen solltest, und er nimmt Dich bei der Hand, wenn Du strauchelst.

Die Aufgabe, die ich Dir für diese Woche geben möchte, ist folgende: Überleg mal in einer ruhigen Stunde (mach Dir selbst einen Termin in Deinem Kalender, falls Du Sorge hast, sonst nicht dazu zu kommen), was Dein Warum ist.

Was ist Dein Antrieb, was ist das, was Du bewegen möchtest.

Was willst Du erreichen und WARUM??

Schreib es auf, halt es fest und verwahre es gut. Du wirst es in schwachen Momenten brauchen.

Und lass mich wissen, wenn Du es gefunden, endlich in Worte gefasst oder klar vor Augen hast.

Es reicht, jemandem sagen zu können: „Ja, ich hab’s!“, ohne konkret zu werden, was genau es ist. Denn ausgesprochen bekommt es eine neue Wertigkeit!

 

Also rein in die Kommentare, wenn Du Dein Warum kennst!

 

Pflicht-Lektüre zum Thema:

Wenn Du mehr über Simon Sineks Aussage lesen möchtest, warum ein „Warum“ Dich zum Erfolg bringt, lies sein Buch „Frage immer erst: Warum“. Ich fand es sehr inspirierend, und es hat an ein paar entscheidenden Stellen bei mir Klick gemacht … (Hol Dir das Buch hier auf Amazon!)

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13 Kommentare / Schreibe einen Kommentar
  1. Julia

    Hallo Carina,

    vielen Dank für diesen höchst inspirierenden Beitrag (und deinen neuen Blog!). Habe den Blog Camp Onlinekurs belegt und dadurch schon deinen Reiseblog kennengelernt.

    Der TED-Talk hat mir super gefallen. Ich habe mein Warum schon gefunden (ok, umrissen) aber strauchele momentan an der Monetarisierung. Das bedeutet wohl, dass ich die Strategie zum Ziel noch nicht klar genug definiert habe – aber wenigstens mangelt es nicht an Ideen.

    Wünsche dir viel Erfolg mit deinem neuen Blogprojekt und werde es auf jeden Fall weiter verfolgen (und empfehlen).

    Liebe Grüße aus Berlin,
    Julia

    • Hi Julia,
      schön das Du nun auch hier her gefunden hast!
      Was die Monetarisierung angeht, vielleicht bist Du da einfach noch zu früh dran? Oder findest Du nur noch nicht die richtigen Ideen, WIE Du monetarisieren könntest? Zum ersten Punkt: Damit Dein Warum richtig greifen kann, brauchst Du erst einmal Menschen, die auch daran glauben oder die Du davon überzeugen konntest. Das basiert auf Vertrauen. Wenn Du also zu früh mit dem Monetarisieren beginnst, verlierst Du dieses Vertrauen ganz schnell wieder.
      Zum zweiten Punkt, wie und womit man monetarisiert, werde ich früher oder später auch mal einen Artikel schreiben. Steht auf der ToDo Liste 🙂
      Liebe Grüße und willkommen auf Um 180 Grad,
      Carina

  2. Liebe Carina – ich freue mich, dass es Dein Blog gibt! Danke für die guten Artikel und die Erinnerung an das „Why“-Video. Das kam gerade zur rechten Zeit. Viele Grüße, Franziska

  3. Bianca

    Hallo Carina,

    ich finde deinen Blog sehr inspirierend und erfrischend. Danke für das Video! Es hat mir nocheinmal verdeutlicht, worauf ich mich konzentrieren sollte.

    Ich habe mein Why schon gefunden, wobei ich es noch etwas konkretisieren muss. Wie auch Julia schon geschrieben hat, habe auch ich noch Probleme mit der Monetarisierung. Ich freue mich also schon sehr auf deinen Beitrag hierzu 😉

    Liebe Grüße
    Bianca

  4. Chris

    Dies ist wieder ein wunderbarer Beitrag von dir und ich wünschte, ich hätte ihn schon vor dreißig oder mehr Jahren lesen können! Die Frage nach dem Warum hätte mich vor einigen Sackgassen bewahrt.
    Deine Zeilen lösen gerade eine Blockade auf dem Weg zu einem eigenen Blog auf. Na klar, es wäre nett, wenn ich durch den Blog ein Zusatzeinkommen hätte, zum Glück muss ich nicht davon leben.
    Aber als ich mich gefragt habe, warum ich überhaupt einen Blog machen will, habe ich festgestellt, dass ich vor allem mit anderen Menschen in Kontakt kommen möchte, die sich mit dem gleichen Thema beschäftigen, um sich gegenseitig auf dem Weg zu bestärken.

    Die Motivation, Geld zu verdienen, reicht für mich nicht aus, um mir die Arbeit mit einem Blog zu machen und fühlt sich schal an; die Aussicht, Gleichgesinnte zu treffen, ist dagegen ein inspirierender Ausblick.

    • Gegenseitige Bestätigung finde ich auf jeden Fall schon perfekt als Ansatz!
      Davon kann die Welt nicht genug haben 🙂
      Und mir geht es im letzten Punkt ganz genauso wie Dir…
      Viele liebe Grüße,
      Carina

  5. Hallo Carina!

    Wow… ich könnte dich gerade knuddeln. Wenigstens virtuell. Tausend mal Danke für dieses Video! Ich habe es gleich viermal weiter verteilt und bin völlig begeistert! Von dem Buch das er schrieb hatte ich schon gehört, aber sicher kennst du es selbst: Man hört immer von so vielen guten Büchern und dann geht das ein oder andere irgendwann unter. Zwar habe ich eine Liste auf der ich Empfehlungen sammele, aber irgendwie baut sich der Stapel langsamer ab, als Titel reinflattern.

    Deine Wochenaufgabe nehme ich mir zu Herzen – jetzt am Wochenende passt es ohnehin prima. Also setze ich mich mit Notizbuch und Wasser in die Sonne und lasse mir die Frage „Warum?“ mal durch den Kopf gehen.

    Liebe Grüße, Alice 🙂

    • Liebe Alice,
      freut mich riesig und ich fühl mich virtuell geknuddelt 😀
      Ja, meine Leseliste ist auch endlos… kenne ich sehr gut 😉
      Liebe Grüße,
      Carina

  6. Liebe Carina,

    mal wieder ein super Beitrag und ein klasse Video – wundervoll. Mein why – ich entdecke immer mehr, dass es mir gelingt, die Menschen fröhlicher zu machen, dass meine Lebensfreude ansteckend ist. In meinem kleinen Umfeld habe ich das schon längst entdeckt, dass ich damit meine Umgebung verändern kann – bin halt lieber mit fröhlichen Menschen zusammen. Es funktioniert aber auch virtuell – wer hätte das gedacht. Meine Umdrehungszahl generiert sich also aus sich selbst – herrlich, was will ich mehr. Mein youTube-Kanal hat mein Weltbild verändert – es gibt so viele Menschen da draußen, die so ticken wie ich und ihr Glück selber in die Hand nehmen. Halleluja.

    Die Zeitungen schreiben leider nur über die dunklen Seiten – denn Nachricht ist Ware, die verkauft werden will – bei denen ist Angst ein gutes MarketingInstrument. Aber wir entscheidet selbst, wie das Leben läuft – sind nicht abhängig von äußeren Umständen – das macht mich unglaublich frei.

    Und hier bei Dir hol ich mir zu gerne frischen Wind unter die Flügel – dank Dir von Herzen.
    alles Liebe
    Greta

  7. Stefan

    Hi Carina,

    upps ich habe mich nicht im blog geirrt 🙂 weil dein blog ja an ambitionierte Frauen gerichtet ist. Es gibt auch ambitionierte Männer und diese haben bestimmt auch ihre eigenen blogs. Ich habe deinen gefunden und lese passiv schon ne Weile mit.

    Dein Beitrag hat mich zu einem spontanen Artikel beflügelt und ich wolle auf diesem Weg Danke sagen.

    Gruß
    Stefan

  8. Leni

    Hi Carina,
    danke für deinen Blog! Er kam genau zur richtigen Zeit auf dem Weg zur Selbstständigkeit!
    Ich hatte schon Angst, wieder aufzugeben, da ich nicht wusste wie ich es angehen soll!
    thx 🙂 Leni!

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