Wie gut kennst Du Deine ideale Zielperson wirklich?

Ich weiß noch genau, wie ich mein allererstes digitales Produkt erstellt habe.

Es sollte mein erstes kostenpflichtiges Produkt werden, und ich hatte lange gegrübelt, was mir auf Reisen am besten helfen würde und was ich daher auf Pink Compass gut anbieten konnte.

Also sammelte ich all mein Wissen zu einem Thema meiner Wahl, verpackte es in ein eBook und stellte es zum Verkauf.

Ich war mir absolut sicher, es war superwertvoll für alle Reisende da draußen und es würde ein Erfolg werden.

WER WÜRDE DAS ALSO NICHT KAUFEN WOLLEN?

Nach der Veröffentlichung und im ersten Monat kauften es ganze drei Leser. Und allesamt waren es absolute Fans, die wahrscheinlich auch selbstgestrickte Socken gekauft hätten.

Ich hatte zwei Fehler gemacht:

  • Ich hatte ein Produkt erstellt, das ich hätte haben wollen.
  • Ich hatte ein Produkt erstellt, ohne zu fragen, was meine Zielgruppe wollte.

 

Zusammengenommen ist es also nur ein grundsätzlicher Fehler, den wir anfangs alle machen:

Wir stellen uns selbst in den Mittelpunkt statt dER Person, der wir etwas anbieten möchten.

Das ist aber auch ganz selbstverständlich, denn natürlich gehen wir instinktiv davon aus, was wir gut finden würden, was uns gefallen würde und was wir uns wünschen.

Hast Du schon einmal jemandem ein Geburtstagsgeschenk gemacht und gemerkt, dass die Freude nicht so groß war, wie Du erwartet hattest? Weil Du nachher gemerkt hast, dass es etwas war, was Du Dir viel mehr gewünscht hast als die Person, der Du es geschenkt hast?

In etwa so ist es auch, ein Produkt zu erstellen, das Dir helfen würde, das Du gebrauchen könntest oder das Du kaufen würdest.

Dein Gedanke ist nun vermutlich, dass, wenn Du es brauchst, es sicherlich noch mehr Menschen gibt, die es ebenso dringend brauchen und dass jedes geniale Produkt aus einer Not heraus entstanden ist.

Das ist vollkommen richtig.

Aber zum einen ist es schwer, heutzutage etwas komplett Innovatives zu erfinden (wenn auch nicht unmöglich), und zum anderen musst Du ein Problem finden, das nicht nur „einige“ andere auch haben, sondern das sehr viele Menschen lösen wollen.

Der Fokus liegt dabei anders.

Das unterscheidet etwas, das ein paar Menschen hilft (Dich eingeschlossen), von etwas, das sehr vielen Menschen hilft.

Starte also damit, von Dir selbst Abstand zu nehmen, und fang an, darüber nachzudenken, was Deine Gemeinschaft braucht.

Dabei können unsere Probleme und die, die wir anfangs hatten, durchaus mit denen übereinstimmen, die andere haben. Sehr wahrscheinlich wird das auch so sein. Aber der Schlüssel zum Durchbruch liegt darin, herauszufinden, welches Problem das dringendste ist.

Und dafür musst Du Dein Gegenüber genau kennen. Und lernen, zuzuhören.

Menschen drücken auf viele Arten aus, was sie brauchen, was sie wollen und was sie suchen. Ich behaupte nun einfach mal: zu 80% in Worten.

Wenn Du komplett neu startest, ist es schwerer, herauszufinden, wo das Kernproblem Deiner Gemeinschaft liegt.

Aber ein grober Ansatz reicht schon für den Anfang.

Du hast Dir Dein Thema ausgesucht, weil Du Potenzial darin gesehen hast, weil Dich Menschen immer wieder darin bestätigt haben, dass Dein Thema gebraucht wird.

Nutze das also als Startpunkt, um herauszufinden, wo der beste Ansatz zu finden ist:

Probleme, die wir lösen können, haben auch immer eine emotionale Seite. Fang also an, ein Problem nicht mehr nur praktisch anzusehen, sondern auch emotional.

  • Was wünschen sich Menschen ganz dringend? Was begehren sie?
  • Wovor haben sie Angst? Was fürchten sie?
  • Was frustriert sie, nervt sie, macht sie wütend?

 

Du weißt es nicht? Dafür gibt es eine ganz simple Lösung: Frag sie!

Der erste Schritt, herauszufinden, wer Dein idealer Kunde ist, was das ideale Produkt oder Angebot für ihn ist und wie Du ihm am besten helfen kannst, ist, ihn einfach zu fragen.

Von Tag 1 an solltest Du etwas eingerichtet haben, das Dir von Beginn an stetig Informationen über die Menschen liefert, die Du erreichst.

Nichts sagt Dir so genau, was diese Menschen brauchen, wie sie selbst.

Richte also sofort eine Newsletter-Anmeldung ein und binde in der Bestätigungsnachricht, die sie erhalten, ein paar schlichte Fragen ein.

Bitte sie, auf diese E-Mail kurz zu antworten und Dir zu sagen, worin genau ihr Problem besteht, was sie sich von Dir erhoffen und wie Du ihnen am besten helfen kannst.

Verknüpfe eine VWO-Umfrage, einen Google-Docs-Fragebogen oder einen Typeform-Fragebogen in Deiner Sidebar oder gut sichtbar auf Deiner Website und bitte Deine Leser darum, ihn auszufüllen. Mach das Angebot attraktiver, indem Du zum Beispiel etwas unter allen Teilnehmern verlost.

Verteile diesen Fragebogen auch auf all Deinen Social-Media-Kanälen.

Jedes Mal wenn Du eine Antwort erhältst, sammle diese Antworten und markiere diejenigen, die sich wiederholen. Je häufiger sie sich wiederholen, desto stärker markierst Du sie.

Nach einer Weile zeichnet sich hier ein Muster ab, und Du erkennst, wo die Schwerpunkte, die Sorgen und Hürden Deiner Gemeinschaft liegen. Von jetzt an kannst Du in Artikeln, Produkten und Dienstleistungen exakt das liefern, was sie brauchen.

Konzentriere dabei jede Dienstleistung, jedes Produkt und jedes Angebot auf das Problem und auf Lösungen und Ergebnisse.

Wie bist Du Deiner idealen Zielperson schon näher gekommen?

 

 

Deine ideale Zielperson

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  • wie Du erfährst, wer Deine ideale Zielperson eigentlich ist,
  • wie Du sie ansprechen musst,
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9 Kommentare / Schreibe einen Kommentar
  1. Hallo Carina,
    das mit den Fragebogen ist ein super Tipp. Ich hatte auch schon einmal daran gedacht sowas zu konzipieren, aber dann doch wieder vergessen. Ich notier’s mir gleich und setze es auf meine To-Do-Liste. 🙂
    LG!

    • Sehr schön, Anja!
      Ist auch super leicht umsetzbar, in wenigen Minuten gemacht und so, so wirkungsvoll!
      Liebe Grüße,
      Carina

  2. Rene Schmidt

    Hi Carina,

    toller Artikel und tolle Ideen. Ich schätze Deine Arbeit sehr und hab mir sogleich Dein Ebook geordert. Horizonterweiterungen sind immer gut.

    Weiterhin alles Gute…, René

  3. Rebecca

    Danke für die Tipps, kann ich gut gebrauchen!

  4. Hallo Carina,
    super Idee mit dem Fragebogen – ist schon notiert 🙂
    Ich hab mal eine Umfrage mit Surveymonkey zu Themen für zukünftige Artikel auf meinem Blog gestartet und über Social Media und Newsletter verteilt. Dadurch hat sich gezeigt, dass meine Leser mehr über erfolgreiche Frauen erfahren wollen und ich hab meine Interviewreihe gestartet.

    Glaubst du, dass die Hemmschwelle mit einem GoogleDoc niedriger ist als mit einer Surveymonkey-Umfrage?

    Lieben Gruß
    Linda

    • Hallo Linda,
      ich glaube, die Hemmschwelle bleibt die gleiche. Die ist eher da, jemanden zu bewegen überhaupt mitzumachen. Das Tool macht da in meinen Augen nicht unbedingt den Unterschied…
      Liebe Grüße,
      Carina

  5. Hallo Carina!

    Wieder mal ein klasse Artikel! Ich habe gerade direkt mal in meinem Autoresponder nachgesehen, ob ich schon solche Fragen in meiner initialen Mail drin habe. Habe ich tatsächlich 😉

    Die Idee mit dem Fragebogen auf der Homepage finde ich allerdings klasse und ich werde mal überlegen, wie ich das Thema angehen kann! Danke!

    Mit dem Thema den perfekten Kunden finden, habe ich mich auch gerade erst im Blog beschäftigt. Wirklich ein super wichtiges Thema, mit dem sich jede(r) beschäftigen muss.

    LG,
    Kevin

    • Hi Kevin,
      freut mich, dass ich Dir da noch Input geben konnte.
      Zur Umfrage auf der Website, schau Dir auf jeden Fall mal vwo.com an. Sehr schön dezent, super wirksam und ein Probe-Monat reicht eventuell schon. (Wobei auch deren Premium-Version absolut lohnend ist.)
      Viele Grüße zurück,
      Carina

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