Wir schaffen das Freebie ab!

Die Marketing-Rebellion

Nur ein kurzer Hinweis: Meine Texte können Werbung zu meinen Produkten oder auch Werbe-Links zu Produkten (erkennst Du am * hinter dem Link) enthalten, die ich nutze und liebe. Ich wurde nie dafür bezahlt, sie einzubinden! (Und auch nicht mit Salz & Essig Chips bestochen. Leider.)

Manche Strategien werden so permanent und hartnäckig in unsere Köpfe geprügelt, dass wir irgendwann völlig vergessen, worum es dabei eigentlich geht.

So ging es mir letzte Woche, als ich völlig entnervt festgestellt habe, dass das berühmte und fast schon heiliggesprochene „Freebie“ mir tierisch auf den Sack geht.

Vielleicht auch nicht nur das Freebie an sich. Sondern der Mythos, der sich darum entwickelt hat.

Ein Freebie rettet Deine E-Mail-Liste. Es schafft, dass sich die Menschen unsterblich in Dich verlieben und auf ewig Dein sein wollen. Ich stelle mir das Freebie gerade im Helden-Cape vor. Mit einem Heiligenschein über dem Kopf und entsprechender anhimmelnder Musik im Hintergrund, die automatisch in Dolby Surround aus allen Ecken strömt, sobald es den Raum betritt.

Ich fand es schon eine ganze Weile lang ziemlich ätzend. Dieses Freebie.

Es hat sich für was ganz Besonderes gehalten. Und viel zu viele Frauen aus Ehrfurcht vor ihm in die Schockstarre gebracht. Die Fragen, die es rund um das Freebie gab, waren auch schon viel mehr abstrakt als wirklich wirkungsvoll.

„Wie viele Seiten sollte mein Freebie denn haben?“

„Wie soll ich mein Freebie denn zur Verfügung stellen?“

„Muss mein Freebie ein professionelles Design haben?“

Keine einzige dieser Fragen ist wirklich relevant. Und nachdem nun letztes Jahr im Mai der Anti-Christ Anti-Held des Freebies auftauchte (der, dessen Name nicht genannt werden darf, fängt mit D an und hört mit SGVO auf) und ihn hinter Gitter sperrte, wurde alles nur noch absurder.

Jetzt machten sich besagte Unternehmerinnen auch noch ins Höschen, bevor das Freebie überhaupt die Bühne betrat. Es wurde gemunkelt, man dürfe Freebies gar nicht mehr auf die Welt loslassen.

Es wurden Warnschilder vor dem Freebie aufgestellt, dass auch ganz klar wurde, dass nach dem Freebie noch E-Mails folgten. Und noch viel extremer… es wurde dem Freebie sogar ein Preisschild um den Hals gehängt, um ganz, ganz sicher zu sein, dass der böse Anti-Held es sich nicht holt.

Falls Du jetzt keine Ahnung hast, wovon ich rede: 

  1. Glückwunsch!
  2. Macht gar nichts. Kannst Du auch alles ignorieren.

 

Weil wir das Freebie heute beerdigen werden. Wir werden uns ganz offiziell und gebührend von ihm verabschieden. Denn bei all dem Drama, der Ehrfurcht und der Komplexität rund um das Freebie haben wir eines völlig aus den Augen verloren.

Wieso wir das Freebie ursprünglich mal gebraucht haben. 

Lass uns also ganz schnell einen kurzen Rückblick in die Geschichte unseres Online-Marketings werfen…

Du hattest wie ich da mal eine Idee. Sogar eine richtig gute Idee, mit verdammt viel Potenzial. Also hast Du beschlossen, diese Idee in ein Business-Konzept zu verpacken und ihm die Möglichkeit zu geben, Deinen Alltag, Deine Arbeit und vielleicht sogar Dein Leben komplett umzukrempeln.

Leider wusste außer Dir niemand etwas von dieser Idee – mal abgesehen von Deiner Mutter und Deinem Hund vielleicht.

Also hast Du überlegt, wie Du Menschen von Deiner Idee erzählen könntest. Du hast Gastartikel geschrieben, hast Dich mit dem leidigen Thema SEO rumgeschlagen und sogar ein paar Social-Media-Kanäle bespaßt. Lief ganz gut.

Dann gab’s da aber nun ein weiteres Problem… Menschen sind sooo vergesslich.

Die vergessen nicht nur ihre Schlüssel auf dem Weg zur Tür, sondern leider eben auch Dich, sobald sie Deine Seite verlassen haben. Und das ist richtig, richtig blöd, denn hallooo?!

Wie sollst Du es schaffen, genug Vertrauen zu Dir aufzubauen, damit sie irgendwann mal etwas von Dir kaufen, wenn sie sich nicht mal daran erinnern können, immer wieder zu Deinen unglaublich wertvollen Inhalten zurückzukommen?

Also brauchtest Du einen Weg, sie an Dich zu erinnern. Und daran, wie gut Du ihnen tust. Wie hilfreich Du bist und wie wertvoll all Deine Inhalte sind. Besser als alle anderen.

Ha! Du schickst ihnen einfach regelmäßig E-Mails. 

E-Mails, in denen Du ihnen genau das immer und immer wieder zeigen kannst: „Hey, ich hab da was für Dich, das wird Dich zufriedener, reicher, gesünder, besser machen. Schau mal hier!“

Aber wie bekommst Du sie dazu, dass sie sich E-Mails von Dir schicken lassen? Du musst sie ja irgendwie davon überzeugen, dass Deine E-Mails ihre Zeit auch wirklich wert sind. Dass Du wirklich nur ihr Bestes im Sinn hast und sie nicht mit irgendwelchem Zeug beballerst. (Auftritt: das Monster „Spam“)

Und hier, genau an dieser Stelle, sind wir in der Geschichte falsch abgebogen.

An diesem Punkt waren wir leicht zu bequatschen, offenherzig und zutraulich. Hier haben wir uns einreden lassen, wir brauchen Mr. Freebie, unseren Pseudo-Helden.

Dabei haben wir den heimlichen Helden unserer Geschichte völlig aus den Augen verloren:

Unsere E-Mails.

Mr. Freebie sorgt dafür, dass sich Menschen auf Deine Liste eintragen. Aber weißt Du, wer dafür sorgt, dass sie bleiben? Dass sie lange genug dort sind, um dann irgendwann auch tatsächlich Dein Angebot sehen zu können und von Dir zu kaufen? Etwas, was im Grunde von Tag 1 an das Ziel unserer Geschichte war?

Deine E-Mails.

Mr. Freebie ist nur ein Weg, sie zu bequatschen. Worauf Du wirklich achten solltest und was Du wirklich anhimmeln solltest, sind Deine E-Mails.

Weswegen es auch sooo viel mehr Sinn macht, an den Eingang Deiner E-Mail-Liste endlich den wahren Grund zu stellen, warum sich Menschen dafür eintragen sollen. Das Wissen, das Du mit ihnen teilst. Die Inhalte, die Du für sie erstellst. All die Lektionen, die Du ihnen beibringst. Alles, was Du ihnen von jetzt an in jeder einzelnen E-Mail schenken wirst.

Es braucht kein PDF mit 55 Seiten oder eine Audio-Datei von 34 Minuten.

Mr. Freebie hat ab heute ausgesorgt. Wir schicken ihn in Rente.

Stattdessen verpack alles, was Du in ein PDF verpacken wolltest, in E-Mails. Mach eine kurze E-Mail-Serie daraus und kommunizier beim Opt-in einfach ganz klar, warum es sich lohnt, sich in Deine E-Mail-Liste einzutragen. Das, was Du eigentlich von Anfang an hättest tun sollen.

Sag Menschen, was sie von Dir erwarten können. Gib ihn ein Versprechen.

Kleiner Haken allerdings…

Menschen sind nicht nur verdammt vergesslich, sie sind auch verdammt ungeduldig.

(*hebt betroffen die Hand*)

Wir wollen jetzt sofort und am liebsten gestern schon etwas von dem sehen, was Du ihnen für morgen oder nächste Woche versprichst. Also schick ihnen direkt nach ihrer Anmeldung schon die erste E-Mail, die ihnen die Socken auszieht. Und sag ihnen genau das!

„Melde Dich jetzt zu meiner E-Mail-Liste an, damit ich Dir in der ersten E-Mail die Socken ausziehen kann.“

Äh, ne.

Vielleicht nicht unbedingt so.

Aber vielleicht so:

„In meiner ersten E-Mail an Dich erfährst Du gleich mal, wie Du [Benefit der E-Mail, die das Freebie ersetzt], und in den regelmäßigen E-Mails jeden […] dann, wie Du [Ziel, das sie erreichen werden]! Melde Dich jetzt also für [etwas, was Du ihnen beibringen willst], [etwas, was Du ihnen erklären wirst] und [etwas, woran Du sie teilhaben lassen wirst] an, die definitiv nicht langweilig sein werden, sondern Dich [Ziel/Lösung, was sie erreichen wollen]!“

Klingt doch deutlich besser an als „Hol Dir mein Freebie und melde Dich zu meinem Newsletter an!“, oder?

Ja, es ist lang. Dann kürz es einfach. Aber es ist eben auch effektiv.

Weil es ganz klar kommuniziert, was sie von Deinen E-Mails haben werden.

Nicht von einem Freebie, das sowieso auf ihrer Festplatte verschimmeln wird, wenn es zu kurz, zu lang, zu anstrengend oder zu langweilig ist.

So verteilst Du all das in Deinen E-Mails und kannst viel leichter erkennen, wenn Du daran etwas optimieren solltest (zu viele Abmeldungen) oder wenn Du exakt ihren Nerv triffst (weil sie Dir antworten und Dir das sagen werden).

Vergiss Freebies, PDFs, deren Seitenanzahl und wie Du das mit dem Anti-Helden (der, dessen Name nicht genannt werden soll…) verknüpfst.

Konzentrier Dich darauf, worum es wirklich geht. Menschen nicht nur in Deine E-Mail-Liste zu bekommen, sondern sie dort zu halten. Also sag ihnen, was sie dort bekommen und warum es sich lohnt, dort zu landen.

Warum sie eigentlich darum betteln sollten, dort sein zu dürfen.

Und dann? Liefere ihnen genau das.

 

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20 Kommentare / Schreibe einen Kommentar
  1. Hallo Carina, perfektes Timing! Ich hänge gerade an genau jenem Punkt!
    Und dein toller Artikel hilft mir jetzt, das irgendwie doch recht befremdliche Thema (Hilfe, ich will doch nur was Gutes tun und muss die Leute aber warnen, dass sie dann evtl noch mehr Nützliches bekommen!?) nochmal neu zu denken und anzugehen.
    Ich hatte eh schon über eine kleine Serie nachgedacht.

    Also werde ich mein Freebie einfach in die erste Mail verpacken.
    Oder…kann ich es auch gleich in der „thank you“ Mail mitbringen? Wenn ich, wie du empfiehlst, den „Trag dich in meinen NL ein“-Pitch entsprechend formuliere?

    Ich liebe deinen knackig unterhaltsamen Schreibstil und schon allein deshalb lese ich erstmal alles von dir 😉 (und weil du mir auch nicht alle 3Tage schreibst sondern Zeit gibst, das Wissen auch sacken zu lassen und anzuwenden)

    Herzliche Grüße
    Susanne

    • Sehr schön, Susanne. Das ist alles, was ich wollte. Dazu anregen mal zu überlegen, wie es anders geht. Wie genau Du das dann ausknobelst, bleibt komplett Dir überlassen 🙂
      Liebe Grüße,
      Carina

  2. Ich hab noch nie so wild auf einer Beerdigung getanzt, wie auf dieser. Liebe Carina, danke!!! Ich hab das ehrlich gesagt nie wirklich verstehen wollen. Wenn ich mehr von jemandem will, dann brauche ich keine Geschenke, weil dieser Mensch mit seinem Wissen, seiner Empathie … mein Geschenk ist. Witzigerweise hatte ich schon in der letzten Woche angefangen, das erste Freebie aufzulösen. Die Automation-Mail ist neu eingerichtet und jetzt feier ich erstmal deinen geilen Artikel und teile diesen gerne

    • Danke, Michaela, für's Mittanzen 😀
      Du, ich persönlich feiere Freebies schon. Sie haben definitiv ihren Zweck und extreme Überzeugungskraft. Aber wir haben da dieses Freebie so festgehackt an einem "Ding", dass keiner mehr realisiert, dass Freebie einfach nur bedeutet "etwas kostenlos bekommen". Und ich will weiterhin Freebies bekommen im Gegenzug zu meiner E-Mail-Adresse, bitteschön, dankeschön! Meine E-Mail-Adresse ist mir heilig und mein Postfach absolut überfüllt. Wer darin auftauchen will, der sollte mir auf jeden Fall Freebies schicken. Wertvolle Inhalte per E-Mail = Kostenloses bekommen = mich noch mehr davon überzeugen können, dass diese Person grenzgenial ist, damit ich ihr dann all mein Geld in den Rachen schieben WILL 😀
      So läuft das für mich. Ich bin misstrauisch. Und vielleicht gierig. Aber ich kann auch verdammt großzügig und loyal als Kundin sein, wenn man mich dann überzeugt hat. Da draußen wir viel zu viel Mist verzapft. Wer mich in seine E-Mail Liste bekommt, hat definitiv ein Stück Vertrauen von mir erobert, aber bis ich mit jemandem in die Kiste (Warenkorb) steige, da braucht's noch etwas mehr Überzeugungskraft…
      Und das finde ich umgekehrt auch für meine Leserinnen völlig ok so!
      Liebe Grüße und ganz viel Erfolg für die E-Mail-Serie!
      Carina

  3. Hey Carina,
    ich verfolgen deinen Blog schon länger. Die Mail heute hat mich gepackt und ich bin direkt in deinen Artikel übergegangen.
    Danke für deine Worte. Das denke ich schon so lange, habe mich aber nicht getraut, weil ich glaubte, dass meine Leser dieses "Freebie" von mir erwarten. Ich betreibe den Blog Burnout selbst behandeln. Das Thema finde ich so sehr wichtig und ich will mit meiner Botschaft unbedingt in die Welt und gesehen/ gehört werden – um wachzurütteln und aufzuwecken. Ich glaube nicht, dass es dazu eine wirkliche Frage an dich gibt. Das einzige, was im Raum steht, ist meine innere Stimme die sagt: Meinst du wirklich, dass du das einfach so rausnehmen kannst? Melden sich dann überhaupt noch Leute an?
    Ich denke, die Stimme ist vielleicht einfach zu ignorieren. Oder was sagst du?
    Übrigens habe ich mir dann gleich dein E-Book gekauft. 😉
    Mach weiter so.

    Alles Liebe für dich,
    Kerstin

    • Liebe Kerstin,
      lies den Artikel noch mal. Gründlich 🙂
      Es geht nicht darum, einfach nur das Freebie zu entfernen. Es geht darum, es durch etwas anderes zu ersetzen. Die klare Kommunikation umzuwandeln, dass sie statt einem einmaligen Freebie wirklich hilfreiche E-mails bekommen. Immer und immer wieder.
      Und jede hier hat Themen, die unglaublich wichtig sind und gehört werden müssen. Das ist ja der Punkt!! Dass es eben nicht um ein (sorry) blödes PDF geht. Wenn Du Dir das verinnerlichst und kommunizierst, verlierst Du auch diese Stimme im Kopf 🙂
      Ganz liebe Grüße,
      Carina

  4. Conny

    Immer wieder herrlich Dein Humor. Und Deine Impulse dazu! Das ist der wahre Grund warum ich noch auf Deiner Liste bin. Ab jetzt habe ich ein Anti-Held-Klotz-am-Bein weniger um den ich mich kümmern muss , danke dafür!

  5. Julia Fleckenstein

    Hallo liebe Carina,
    ich bewundere deine Entschlossenheit und dass du etwas nicht machst, nur weil es alle machen. Das ist sicherlich auch einer der Hauptgründe für deinen Erfolg und der Grund, warum ich immer wieder deine Artikel lese.
    Ich persönlich finde allerdings in diesem Fall, das Freebie ist für viele Online-Unternehmerinnen, die noch nicht deine jetzt vorhandene Reichweite besitzen, äußerst wichtig und auch für den Leser sinnvoll. Denn Menschen sind nicht perfekt und lieben nunmal Geschenke und dadurch ist das Freebie eine erste Möglichkeit Vertrauen aufzubauen und Interesse zu wecken. Ich persönlich bleibe z. B. viel lieber auf einer Seite, wenn ich gleich etwas mehrseitiges Gehaltvolles bekomme, um mich reinlesen zu können. Den gleichen Kontent bröckchenweise in mehreren eMails aufgeteilt geschickt zu bekommen, finde ich eher nervig, wobei das sicher Geschmackssache ist. Dass das Freebie nicht das Nonplusultra ist und davon abgesehen auch noch was kommen muss, ist klar. Aber es grundsätzlich zu verteufeln und noch relativ unbekannten Online-Unternehmerinnen komplett davon abzuraten, halte ich nicht für richtig. Man nimmt sich damit eine gute und bewährte Möglichkeit den Leser zu erreichen und von sich zu überzeugen.
    Dass die DSGVO (nicht nur im Zusammenhang damit) aber extreeeeem nervt und das Ganze viel schwieriger macht, glaub ich dir aber aufs Wort.
    Liebe Grüße, Julia

    • Hi Julia,
      was Du daraus machst, bleibt ja auch völlig Dir überlassen. Das sind immer nur Denkanstöße 🙂
      Ich kann Dir nur sagen, dass das Optin mit einer 6-teiligen E-Mail Serie so einige "PDF-Freebies" auf meiner Seite total abhängt, was die Zahl der Anmeldungen angeht. (Vielleicht also nicht immer von Dir auf all Deine Leserinnen schließen und ihnen die Wahl überlassen?) Und meine Reichweite hat damit übrigens gar nichts zu tun, denn Anmeldungen sind prozentual gesehen immer gleich gut oder schlecht, je besser der Anmeldegrund kommuniziert wurde. Mehr Reichweite bedeutet nicht, dass sich ein größerer Prozentsatz anmeldet 🙂
      Liebe Grüße,
      Carina

  6. Liebe Carina,

    super Artikel und eine spannende Idee! Aber was machst du mit Materialien, die sich nicht in eine E-Mail-Serie pressen lassen, sondern für die man einen Download braucht? Ich denke konkret an einen Zeitplan für die Promotion. Klar, könnte ich auch eine kleine E-Mail-Serie dazu vorbereiten (wobei das etwas aufgebläht wäre) und darin dann die Links verpacken. Aber wer eine Vorlage für einen Zeitplan will, braucht das nicht unbedingt. Oder würdest du dir immer ein Thema suchen, für das eine E-Mail-Serie DAS Format der Wahl ist? Das ist ja dann auch schon wieder eine Einschränkung… Bin gespannt auf deine Idee 🙂

    Liebe Grüße
    Marlies

    • Hi Marlies,
      ich reagiere immer gleich etwas mit Stacheln, wenn ich durch die Blume lese, dass das ja nun mal nicht geht. Geht immer 🙂 Versprochen!
      Würde ich also etwas in eine E-Mail packen, die definitiv einen Download braucht? Klar. Das stand doch auch nie zur Debatte?!
      Es ging nicht darum, nie mehr PDFs einbinden zu dürfen. Nicht zu wörtlich denken 😉 Das stand da nirgendwo.
      Es ging darum, kein PDF mehr zu Werbezwecken zu missbrauchen, anstatt die Inhalte Deiner E-Mails. Dann würde ich eine E-Mail zum Thema Zeitplanung in der Promotion entwerfen, mit allen möglichen tollen Tipps und Anleitungen, wie ich mich organisiere und einen Screenshot des Zeitplans einbinden als Beispiel, verlinkt mit dem Download. Trotzdem würde ich nicht zum Anmelden aufrufen mit der Aussage "Du bekommst den Zeitplan als PDF-Download" sondern "Ich erkläre Dir als erstes in meinen E-mails, wie Du Dich selbst organisierst/Dir Deine Zeitplanung strukturierst etc."
      Es geht generell IMMER an erster Stelle darum, nicht stur nach Schema F zu fahren. Und ich bin jetzt auch nicht per se für eine E-Mail Serie. Ich bin dafür, dass Deine E-Mails immer und dauerhaft einen echten Benefit bringen, für alle, die auf der Liste landen und Du genau das auch so kommunizierst.
      Einschränkungen gibt es nur da, wo Du sie Dir selbst setzen lässt und nicht darum herum denkst 🙂
      Und Du bist extrem kreativ! Lass Dich also nicht von künstlichen Barrieren im Kopf blockieren.
      Liebe Grüße,
      Carina

  7. Sina

    Liebe Carina, ich lese seit ein paar Wochen alle deine tollen Texte und bin sehr inspiriert. Du machst das so wunderbar!! Und gerade bei diesem Thema musste ich lachen und nicken, weil ich mir diese Woche genau das Gleiche gedacht habe! Danke nochmal für den Input und die Bestätigung meiner Gedanken alles liebe, Sina

  8. Liebe Carina, ich hatte bis hierhin so einen blöden Tag und dann habe ich deinen Artikel gelesen! Wie herrlich! Ich habe so gelacht! Neben dem, dessen Namen nicht genannt werden darf und den vergesslichen Lesern – jap, ich lasse meinen Kopf auf dem Weg zur Haustür fallen, während ich den Hund ins Auto bugsiere, die Kinder anziehe und den Einkaufszettel für meine Omi einpacke! – noch das Superhelden-Cape! Super!

    Ich habe mich schon immer gefragt, was das mit den Freebies soll. Wenn ich mich für einen Newsletter anmelde, dann weil ich einen Blog schon länger beobachte und weil mich die Inhalte jedes Mal von den Füßen reißen und nicht weil ich ein weiteres PDF auf dem Rechner brauche, dass ich sowieso zwei Tage später wieder vergessen habe. Ich mache meinen Blog grade zu meinem Leben und wollte einen Newsletter einrichten, weil man den halt braucht. Und weil ALLE immer ein Freebie dazu anbieten, wollte ich mir auch eins aus den Fingern saugen. Aber das fühlt sich für mich so nach Bestechung an.

    Ich habe schon sehr viele Freebies erhalten, einige davon fand ich auch wirklich toll. Aber ich hätte sie auch in Form eines Blogartikels super gefunden oder als Newsletterserie – oder vielleicht auch als Blogartikelserie.

    Ich will nicht verletzend sein, einige Freebies haben mir auch geholfen, aber viele waren auch überflüssig. Ich hätte jetzt mit gemacht, weil alle es so machen. (Ups) Mir fehlt noch Erfahrung. Aber ich werde es jetzt noch einmal überdenken. Vielleicht macht eine andere Form mehr Sinn.

    Welchen Sinn hat die Suche nach der Traumkundin, wenn ich sie noch mit einem Freebie bestechen muss? Ist sie nicht meine Traumkundin weil wir sowieso auf einer Welle schwimmen und ich genau das Angebot habe, dass sie braucht? Sollte dann nicht sowieso eine Kaufbereitschaft vorhanden sein? Wirke ich nicht unehrlich, wenn ich noch ein Freebie brauche, um sie auf meine Newsletter-Liste zu bekommen? Das sind Gedanken, die mir schon länger im Kopf schwirren – ich habe per se nichts gegen Freebies, sie tun mir ja nicht weh. Aber diese Bestechungsform, kommt mir aus dem Kindergarten ziemlich bekannt vor.

    Und warum ist es überhaupt so schlimm, für etwas woran man lange und hart gearbeitet hat, dass aus jahrelanger Erfahrung entstanden ist, Geld verlangen zu wollen?

    Und, ist ein Newsletter bei all der Social-Media-Arbeit, wirklich nötig? Meine monatliche Besucherzahl ist innerhalb von zwei Monaten von null auf über vierhundert gestiegen – nur durch Instagram. Ja klar, es könnte natürlich noch viel mehr sein, aber ich will ja meine Traumkundinnen auf meiner Website haben und nicht aus Prinzip einfach alle…

    Mir gefällt deine aufweckende Art zu schreiben in letzter Zeit wirklich sehr.

    Ganz liebe Grüße und einen wunderschönen Tag! Ilka

    • Hi Ilka,
      freut mich riesig, dass Du mit diesem eigentlich so ätzenden Thema so viel Spaß hattest! 😀
      Ich hab das eben weiter unten schon Michaela beantwortet, aber damit Du nicht suchen musst, kopier ich es Dir gleich hier noch mal rein:

      Du, ich persönlich feiere Freebies schon. Sie haben definitiv ihren Zweck und extreme Überzeugungskraft. Aber wir haben da dieses Freebie so festgehackt an einem "Ding", dass keiner mehr realisiert, dass Freebie einfach nur bedeutet "etwas kostenlos bekommen". Und ich will weiterhin Freebies bekommen im Gegenzug zu meiner E-Mail-Adresse, bitteschön, dankeschön! Meine E-Mail-Adresse ist mir heilig und mein Postfach absolut überfüllt. Wer darin auftauchen will, der sollte mir auf jeden Fall Freebies schicken. Wertvolle Inhalte per E-Mail = Kostenloses bekommen = mich noch mehr davon überzeugen können, dass diese Person grenzgenial ist, damit ich ihr dann all mein Geld in den Rachen schieben WILL
      So läuft das für mich. Ich bin misstrauisch. Und vielleicht gierig. Aber ich kann auch verdammt großzügig und loyal als Kundin sein, wenn man mich dann überzeugt hat. Da draußen wird viel zu viel Mist verzapft. Wer mich in seine E-Mail Liste bekommt, hat definitiv ein Stück Vertrauen von mir erobert, aber bis ich mit jemandem in die Kiste (Warenkorb) steige, da braucht's noch etwas mehr Überzeugungskraft…
      Und das finde ich umgekehrt auch für meine Leserinnen völlig ok so!

      Zu Deiner Frage, ob ein Newsletter wirklich wichtig ist (hier bekomm ich einen kurzen Herzkasper und sauge scharf die Luft ein) lies bitte unbedingt diesen Artikel: https://www.um180grad.de/newsletter-liste-aufbauen/
      In einem einfachen Satz beantwortet: Mit einer E-Mail an Deine Liebsten hast Du die Gewalt. Du entscheidest, was sie sehen und wie oft sie es sehen. Kannst Du das wirklich von irgendeinem Social Media Kanal sagen? Und kannst Du das von Deinem Beispiel auch garantiert noch nächste Woche, nächsten Monat, nächstes Jahr sagen? Was, wenn Instagram morgen entscheidet, nur noch die, die dafür bezahlen, werden Posts mit Reichweite haben? Was, wenn Instagram seine Algorithmen so aggressiv umsetzt wie Facebook und Du plötzlich nächste Woche nur noch die Hälfte Deiner Reichweite hast. Und nächsten Monat nur noch ein Viertel? Dann hast Du all die mühselig eroberten Follower da und keinen Weg mehr, sie zu kontaktieren.
      Das sollte eigentlich schon alles sagen, aber bitte, lies den Artikel 🙂

      Viele liebe Grüße,
      Carina

  9. Oh, das hört sich traumhaft an! Ich gehöre auch zu diesen verunsicherten Zweiflern mit dem riesen Fragezeichen "Wie kreiere ich nur das perfekte Freebie?" Aber Du hast so recht, eigentlich geht es viel mehr um die Frage "Wie kreiere ich langfristig wirklich einen Mehrwert?" Und bei der Stelle "auf der Festplatte verschimmeln" musste ich stark schmunzeln. Ich habe da nämlich auch noch so einige liegen. Die armen Dinger! Auch nur einmal heruntergeladen und nie wieder angefasst … Ganz lieben Dank für Deine super motivierenden Beiträge! Immer wieder so ermutigend, einfach sein eigenes Ding zu machen 🙂

  10. Danke Carina
    Da fühle ich mich doch gleich bestätigt. Mir war es von Anfang an wichtig eine hilfreiche E-Mail-Strategie zu fahren. Also jede Woche hochwertige Impulse und Mini-Coachings. Meine Liste füllt sich langsam, aber stetig und die Abmeldungen sind verschwindend gering.
    Meine Freebies kommen als unerwartete Geschenke, mal hier mal da, klein aber fein. Und das funktioniert.
    Bei mir war es allerdings nicht dieses D-Dings sondern das Reflektieren meines eigenen Konsumverhaltens…..da gab es einige Freebies die auf der Festplatte Rost ansetzten und newsletter die soooo langweilig oder egozentrisch und sinnbefreit waren, dass mir klar wurde SO will ich es nicht machen. Undletztlich erreichen wir mit regelmäßigen Impulsen ja auch viel mehr als mit einem einmaligen E-Book, wenn es nicht begleitet wird….Umsetzungsmania, Content & Care, Mehr Wert.

    Danke für Deine Gedanken hierzu. Da gehe ich doch mit einem Lächeln gerne meinen Weg weiter

    • Simone, in meinen Augen hast Du da alles absolut richtig gemacht! 🙂

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