Warum ich meine Facebook-Seiten dichtmache...

(Kein Clickbait. Echt jetzt.)

Volle Transparenz: Meine Texte enthalten werbende Inhalte zu meinen Produkten und/oder Werbe-Links zu Produkten, die ich nutze und liebe. Letzteres erkennst Du am * nach dem Link. Ich wurde in keinem Fall von Unternehmen oder Produkt-Anbietern dafür bezahlt, sie einzubinden!

Eigentlich war es die perfekte Ausrede. Die, auf die ich im Grunde seit zwei Jahren warte.

Der Datenskandal.

*gewittergrummelinderferne*

Als die Nachrichten darüber zusammenbrachen und alle (fake) geschockt den Atem einsaugten und „Wie konnten sie nur?!“ ausschütteten, hatte ich endlich die Ausrede gefunden, die mir erlaubte, Facebook als den Feind anzusehen.

Aber lass uns gleich die Hosen runterlassen: Es war einfach nur eine billige Ausrede.

Die ganze Wahrheit ist, ich teilte mit Facebook schon eine Hassliebe, lange vor diesem ganzen Wirbel. Und das Einzige, was den Teil mit der Liebe noch aufrechterhielt, war die Philanthropie seines Gründers.

Trotzdem kann ich mittlerweile ganz gut und deutlich unterscheiden, was Unternehmen und Marketing ist und was die Person dahinter.

Das Unternehmen Facebook hat vor ein paar Jahren keine scharfe Kurve genommen. Nicht plötzlich „Buh!“ geschrien und alles auf den Kopf gestellt. Es war clever und hat ganz langsam und subtil die Regeln geändert.

Irgendwann wurden die Vermutungen klare Aussagen und das Ziel ganz deutlich: Unternehmerinnen wie ich sollten für Werbung zahlen.

Das Verquere ist, dass ich das vermutlich als völlig normal angenommen und mitgemacht hätte, wenn sie das von Tag 1 an klar kommuniziert hätten. Die scharfe Kurve wäre mir lieber gewesen als dieser langsam wachsende Tumor in meinem Online-Marketing, den ich anfangs nicht habe kommen sehen.

Aber ich ticke da anders, was Marketing angeht.

(Auch eigentlich ganz generell im Leben.)

Zwei Dinge nehme ich da besonders krumm:

Punkt #1

Ich finde es völlig fair, für Leistungen zu bezahlen, aber ich kann es nicht leiden, wenn mir irgendwann jemand etwas wegnimmt, an das ich mich gewöhnt habe und mir mit einem lauten „Ätsch!“ ein Preisschild vorhält. Dann fühle ich mich betrogen. Wie wenn Du in Marokko von einem netten älteren Herrn den Weg gezeigt bekommst, nur damit er am Ende die Hand ausstreckt und dafür bezahlt werden möchte.

(Kleines Business-Training am Rande: Das wird auch niemals mit einer kostenlosen Community funktionieren, bei der Du irgendwann spontan, nach Monaten oder sogar Jahren, ihren Teilnehmern Geld dafür abknöpfen willst. Herdenflucht und Imageverlust vorprogrammiert.)

Im Gegensatz zum Marokkaner, der einfach damit sein mageres Gehalt ein bisschen aufpeppt, finde ich es bei Unternehmen und Unternehmern, die ganz gut Geld verdienen, einfach eine lächerliche, billige Masche. Das hat dann einfach niemand wirklich nötig.

Punkt #2

Ich kann es genauso wenig leiden, wenn ich unter scheinheiligen Bedingungen zum Griff meines Portemonnaies gezwungen werde und mit einem „Upsi“ zu weiteren Kosten geleitet werde. (Nettopreise, ich meine euch damit…) Oder in einem Angebot dann zwangsläufig weitere Kosten entstehen, wenn ich den Mehrwert nicht wieder zunichtemachen will. Nennt sich auch Erpressung.

Nichts anderes hat Facebook in den letzten Jahren getan:

„Deine Reichweite sinkt? Hmmm… Komisch. *scheinheiligestimme* Willst Du vielleicht mal einen Artikel boosten?“

„Oh, nachdem Du mit diesem Boosting aufgehört hast, stürzt Deine gesamte Reichweite noch weiter in den Keller? Hmmmm…. Komisch. *stimmedesgrinchs* Vielleicht solltest Du uns nun dauerhaft Dein Geld in den Rachen schieben?“

Versteh mich nicht falsch. Ich gebe gern Geld für mein Business aus.

Ich kaufe mir momentan monatlich mehrere qualitativ hochwertige Kurse und kann es kaum erwarten, bis ich Pinterest mein Geld in die Taschen stecken darf, wenn sie nächstes Jahr die Promoted Pins einführen.

Aber ich hasse nichts so sehr, wie versuchsweise für dumm verkauft zu werden oder wenn sich jemand drückt, offen und ersichtlich Geld für etwas zu verlangen. Dein Angebot kann dann noch so toll sein – wenn Du mir währenddessen oder am Ende des Kaufprozesses versuchst, verdeckte Kosten, spontane Bedingungsänderungen oder nicht abgesprochene Leistungen unterzujubeln, dann, mein Freund, sind wir keine Freunde mehr. Und bevor ich auch nur einen Euro investiere, gehe ich lieber postwendend zu Deiner ärgsten Konkurrenz und schenke ihnen diesen Euro.

Ja, da bin ich eigen, verquer und vielleicht auch ein wenig gaga.

Aber ich mag Ehrlichkeit. Ich mag klare Aussagen. Und ich mag faire Preise, die man mir nicht rauspresst, indem man mir subtil meine Reichweite mittels Algorithmen wegnimmt und hofft, es merkt niemand.

(„Schalte jetzt Werbung und erhalte 2 Klicks mehr für $2 auf diesen Artikel.“ – True Story in meiner Facebook-Sidebar. Gibt es wirklich Menschen, die darauf reinfallen?? Hm. Wahrscheinlich schon.)

*tieflufthol*

Du siehst, bei mir hat sich, was Facebook angeht, ein weeenig Frust angesammelt. Und ich will hier gar nicht grundsätzlich verteufeln, was immer noch für viele Menschen gut funktioniert.

Aber merk Dir meine Worte:

*Wahrsagerstimmeauspack* *Orakelnebelaufschwebenlass*

Ich glaube fest daran, dass Facebook auf einem sterbenden Ast der Social-Media-Welt sitzt.

Vielleicht liege ich falsch. Vielleicht bekommen sie dieses Jahr noch die Kurve und krempeln alles um. Aber ich bezweifle es stark. Ich vermute, irgendwann in diesem oder im nächsten Jahr wird ein schlauer Mensch die Gelegenheit riechen und beim Schopf packen. Dann wird es das nächste neue Ding geben, so wie es Facebook für MySpace war oder StudiVZ. (Sorry, MeinVZ natürlich.)

Erinnerst Du Dich kaum noch an die beiden? Richtig. So wird es uns auch mal mit Facebook gehen. Da bin ich ziemlich sicher.

Das allein ist allerdings nicht der Grund, weswegen ich beschlossen habe, nach über fünf aktiven Jahren dort meine Facebook-Seiten stillzulegen.

Es war eher die logische Schlussfolgerung von etwas, das über ein Jahr lang in mir gebrütet und gebrodelt hat. Ich war mehr und mehr frustriert von Facebooks Unberechenbarkeit und Undurchsichtigkeit. Je mehr es mir die Kontrolle entzogen hat, desto mehr hat sich etwas in mir gesträubt.

Jede Woche bin ich unwilliger und unmotivierter an meine Facebook-To-dos gegangen und die Konsequenzen waren logisch. Facebook hat mir noch vor einem Jahr etwa 5.000 Nutzer jeden Monat auf Pink Compass gebracht. Nun sind es gerade mal 1.500 – in guten Monaten. Und weißt Du was? Meine Motivation sinkt dadurch nur noch mehr. (Überraschung.)

Vielleicht war das eher so mit dem Huhn und dem Ei… es waren nicht Facebooks Algorithmen, die meine Seiten verkümmern ließen, sondern mein Unwillen, mich damit auseinanderzusetzen. Ja, vielleicht. Aber es war mehr als nur das. Und das i-Tüpfelchen war, einer Person (Ich! Hier! Mich!), deren gesamtes Lebenskonzept auf Selbständigkeit und Unabhängigkeit basiert, die Kontrolle wegzunehmen.

Der sicherste Weg, mich zu verlieren? Mir vorzuschreiben, was ich von wem sehen darf oder sehen kann. Was mich zu interessieren hat und was nicht. Das grenzt für mich ganz schnell an Propaganda und gerade mit allem, was politisch im letzten Jahr passiert ist, auch an eine Art der Kontrolle, die ich wirklich gefährlich finde. *fahneschwenk*

Ok, aber was nun? Wie geht’s dann ganz sozial gesehen mit mir weiter?

Momentan knie ich mich mehr und mehr in Pinterest rein. Ja, auch das hat Algorithmen. Aber sie werden klar und offen kommuniziert. Von der Einführung und ihrer Wirkungsweise bis dahin, wie man sie für das eigene Business nutzen kann. Was mir bei Facebook in den letzten zwei Jahren mehr und mehr gefehlt hat.

Und dann ist da sowieso noch diese andere Sache, die das in sich erledigt…

Mag sein, dass mein Alter endlich mein Hirn einholt oder so, aber ich habe schon im letzten Jahr festgestellt, dass ich all diesen Wirbel um Selfies, Updates meiner Essgewohnheiten und Zeig-was-Du-hast-Mentalität wirklich überhabe. Liegt mir nicht. Mag ich nicht.

Ganz ehrlich? Wenn ich versuche, mein Vision Board einem Update zu unterziehen, ploppt da immer häufiger das Bild von mir in einer einsamen Waldhütte einem einsamen Baumhaus voller Lichterketten auf dem kanadischen Land in meinem Kopf auf. Vielleicht sollte ich mal meinen Status im Oberstübchen checken lassen, ob mich das Alleinreisen langsam zur Katzenfrau mutieren lässt (oh, warte… kann ich Katzen mit ins Baumhaus nehmen??), aber ich merke schon lange, wie ich mich mehr und mehr von dem Image einer Person des öffentlichen Interesses zurückziehe.

Fame und der ganze Glitter darum herum ist meiner Meinung nach in den meisten Fällen die Sucht nach Bestätigung von außen, in irgendeiner Form, die von innen fehlt und man selbst füllen sollte. (In meinem Fall wurde mir das sogar fachlich bestätigt. Challenge accepted!)

Korrigier mich also, wenn ich mich da irre und es noch irgendwelche Vorteile hat, die ich nicht sehe. Dann bin ich ab morgen voll dabei, mich ne Stunde lang mit meinem MacBook am Strand zu räkeln und für Selfies in allen Lebenslagen zu posen.

Aber Tatsache ist – auch wenn es manche nicht glauben wollen –, Personal Branding geht auch anders als über tägliche Status-Updates meiner unnatürlich positionierten Mahlzeiten, Instastories vom Klo aus und Videos mit der Geschichte, wie ich meine inneren Dämonen darüber bekämpft habe, dass meine Oma mir mit 12 nicht das rosa Pony geschenkt hat, das ich haben wollte.

Wo war ich gerade noch vor dieser völlig unnötigen Nörgelei über unsere Gesellschaft?!

Richtig. Beim Abschluss. Und beim Abschuss von Facebook.

Egal was Du nun aus diesem etwas wirren, aber wenigstens unterhaltsamen Artikel mitnimmst, ich hoffe, es ist hauptsächlich dieser eine Punkt:

Lass Dich niemals in eine Ecke drängen, in der Du konstant etwas tust, was völlig gegen Deine Natur und Deine Interessen geht und Dir sämtliche Freude und Motivation an Deinem Business raubt – nur weil alle anderen es tun.

Es ist schwer, als Neuling die Grenzen zu sehen und zu erkennen. Es ist noch schwerer, seinen eigenen Weg im Marketing zu gehen, wenn alle schwärmen, wie toll etwas funktioniert, was Du total doof findest. Vor allem, wenn Du irgendwas essen und irgendwo Miete zahlen musst. (Und Dir nicht immer nur den Probemonat bei Netflix oder den Zugang Deiner Freunde erschnorren willst.)

Aber lass Dir gesagt sein: Es gibt immer und bei allem Alternativen, die mindestens genauso gut funktionieren. Vielleicht sogar besser, weil Du mit Herzblut und voller Energie drinsteckst.

In diesem Sinne:

Bye bye, Facebook.
Ich bin dann raus hier.

*micdrop*

 

PS: Wenn Du übrigens mal ne richtig hilfreiche Community kennenlernen möchtest, die zu 100% organisch gewachsen ist und in Freilandhaltung außerhalb von Facebook gehalten wird, schau doch mal bei den Femininjas vorbei!

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Hörst Du schon zu?

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27 Kommentare / Schreibe einen Kommentar
  1. Hi Carina, vielen Dank für diesen Artikel – ich laufe auch schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken schwanger und kann mich immer nicht entscheiden, ob ich den "großen" Schritt jetzt gehen und die Facebook-Seite dicht machen soll. Aber leider kommt bei mir auch hinzu, dass sich immer mehr "merkwürdige Menschen" auf meiner Seite tummeln. Ich schreibe zum Thema Deutsche Sprache … was irgendwie Rechtsorientierte oder Scheinbarradikale anzieht. Sehr schade – aber etwas, das auf Pinterest niemals (na ja, sag niemals nie) passieren würde. Ich glaube, dein Artikel hat mir den finalen Schwung bei der Bewegung des Daumens Richtung Löschen-Button gegeben. Lieber mehr Zeit in tolle Plattformen investieren, als ein bisschen Geplänkel auf Plattformen, hinter denen man eh nicht mehr steht. Danke dir 😉
    Liebe Grüße aus Hamburg
    Jana

    • Hi Jana,
      wow – dann könnte ich das sogar bei Dir noch besser verstehen!
      Aber ja, das war ja auch einer meiner Beweggründe mich von Facebook (und auch Twitter) mehr und mehr zu distanzieren. Die politischen Stimmungen dort sind manchmal (mehr als manchmal) wirklich grenzwertig.
      Liebe Grüße nach Hamburg!
      Carina

  2. Marie

    Aaaah sehr schön! Da habe ich nichts hinzuzufügen, muss mich aber kurz vom Kringeliglachen erholen… Bestärkt mich sehr in meinem Weg. Thx Carina <3

  3. Hey Carina,

    ich finde den Artikel sehr spannend! Ich finde auch, dass der neue Algorithmus von Facebook nichts bringt – aktuell sieht man ja, wenn man pech hat, drei Tage lang die selben Posts.
    Allerdings mangelt es mir an Alternativen. Wenn man eine etablierte Reichweite hat, wie es bei dir ist, kann man eventuell darauf verzichten. Ich persönlich finde es schwierig, auf Pinterest zu setzen und Instagram ist ja irgendwie auch Facebook.
    Schwieriges Thema

    • Hi Verena,
      er ist ja nicht wirklich neu, das zieht sich ja schon seit zwei Jahren so durch.
      Und was die etablierte Reichweite angeht: ich finde, das ist ein Denkfehler. Wenn man noch nirgendwo Reichweite etabliert hat, wäre es mir noch wichtiger auf einen Kanal zu setzen, der mich nicht noch mehr ausbremst. Es wäre tatsächlich leichter, mit meinen Followerzahlen bei Facebook noch etwas rauszuholen, als dort neu zu starten. Das sehe ich auch an vielen der <a href="https://www.femininjas.de">Femininjas</a&gt;. Sie wachsen kaum und quälen sich dort extrem.
      Richtig, ich kann auf den Traffic von Facebook verzichten – aber je kleiner man ist, desto weniger Traffic bringt es auch. Das ist also proportional gleich.
      Liebe Grüße,
      Carina

  4. Hi Carina,
    ein wunderbarer Artikel! Meine HassLiebe zu Facebook spüre ich schon lange (nicht nur wegen der immer wieder schleichenden Veränderungen – sondern auch weil es zu einem ZeitfressMonster mutiert ist). Anfangs hat es auch noch Spass gemacht, aber das ist schon lange vorbei. Allerdings fehlt der letzte Schritt – die Seite dicht zu machen. Den genauen Grund kann ich gar nicht wirklich sagen, vielleicht einfach, weil man bei Facebook "sein muss"! Genutzt habe ich es ewig nicht mehr richtig……. jetzt werde ich mir das noch einmal genauer anschauen und vielleicht Dank Deines Artikels auch mal ein bisschen in meiner Social Media Sammlung aufräumen! 🙂 Danke für die Denkanstöße! Liebe Grüße Gwendolin

    • Hi Gwendolin,
      ich kenne das Gefühl. "Es hat doch einfach jeder – das kann ich doch dann nicht aufgeben." Ist allerdings ein sehr irrationales Gefühl, denn in der Realität sprechen einfach mehr und mehr Gründe dagegen…
      Liebe Grüße,
      Carina

  5. Hi Carina,

    Facebook (und Instagram) und seine Algorithmen. Never ending story. Wenn Traffic das Ziel ist, macht es wirklich sooo viel mehr Sinn, auf Pinterest zu setzen. Das funktioniert einfach! Hat bei uns jetzt dazu geführt, dass wir im Juli so viele Klicks hatten wie lange nicht mehr, während sich alle anderen über das Sommerloch beschweren.

    Bei Facebook liegt der Hauptfokus auf unserer Gruppe, die läuft nämlich nach wie vor sehr gut.

    Liebe Grüße
    Lea

    • Hi Lea,
      sehe ich genauso. Aber ich denke auch: solange Teile davon funktionieren – nutz sie. Verpass nur nicht den Absprung, wenn es einfach nur noch zur Pflicht und Kraftübung wird!
      Liebe Grüße,
      Carina

  6. Johanna

    Hallo Carina,
    ein sehr cooler Artikel, der mir in so vielen Bereichen aus der Seele spricht und mich im genau richtigen Moment erreicht hat. Danke dafür! Das lässt mich auch wieder daran glauben, dass ich mit meinem Gefühl Recht habe, dass ich mich nicht verbiegen muss und, wenn ich darauf vertraue, der Erfolg auch kommt, wenn ich mein Geld nicht bei FB rausschmeiße oder gehetzt durch den Alltag renne weil ich ständig irgendwas posten muss. Mein Essen, mein Büro, mein Gesicht.

    Liebe Grüße,
    Johanna

  7. Anna

    Ich kann das gut nachvollziehen. Als "Konsumentin" (also jemand, der nichts zu vermarkten hat) habe ich FB eh schon vor längerer Zeit den Rücken gekehrt. Möglich, dass ich mir einfach einen "falschen Feed" zusammengestellt hatte, aber ich hatte zunehmend das Gefühl, dass FB zur reinen Werbeveranstaltung verkommt. Darüber hinaus finde ich das Design extrem unübersichtlich und wenig ansprechend und auch der Umgangston ist meines Empfindens nach auf FB am unangenehmsten. Da ist mir Pinterest, wo ich mir schöne Boards zusammenstellen kann, wesentlich lieber und der netteste Umgangston herrscht auf Instagram. Wer braucht da schon FB?

    LG Anna

  8. Liebe Carina,
    ja Du bringst es auf den Punkt. Ich dümple eigentlich auch nur auf Facebook rum. Ich werde mich mal mit Pinterest auseinander setzen. Mal sehen, ob da überhaupt meine Zielgruppe ist (Best Ager ;-))

    Danke für den Denkanstoß!

    Liebe Grüße aus Bayern
    Margit

  9. Melanie Werner

    Hallo Carina,

    obwohl wir uns noch nicht kennen, wirst du mir immer sympathischer 😉 Vor zwei Tagen bin ich das erste Mal auf deine Seite gestoßen und wusste gleich: hier bin ich richtig!

    Ich finde es auch toll, dass du Sternchenwörter in deinen Artikeln benutzt – das bringt sofort lustige Bilder in den Kopf *lach*

    Und jetzt noch zum eigentlichen Feedback des Artikels: damit hast du bei mir den Nagel auf den Kopf getroffen! Ich möchte mir ein neues Online-Business aufbauen. Hatte schonmal eins, war mehr offline als Online und thematisch irgendwann nicht mehr meins.

    Wie dem auch sei (unglaublich, wie schnell sich ein Kommentar zu einem Roman verwandeln kann): in Bezug auf Social Media sagte meine innere Stimme gleich „Melde dich von Facebook ab“ Soweit die Eingebung, dann funkte der Verstand dazwischen. „Gerade bei einem neuen Business braucht man das doch als Unternehmer! Du bist mit so vielen einflussreichen Leuten vernetzt, nutze dieses Netzwerk!“

    Ich will aber nicht.

    Denn ehrlich gesagt konnte ich Facebook ebenfalls noch nie leiden. Auch wenn es jeder Unternehmer hat und alle betonen, wie wichtig es für die Reichweite sei.

    Durch deinen Artikel fühle ich mich jetzt ermutigt, den zuerst nur deaktivierten Account komplett zu löschen. Danke dir!

    Auf zu neuen Ufern – vielleicht ja zu Pinterest 🙂

    Liebe Grüße,
    Melanie

  10. Moin Carina,
    ich lese deine Artikel und Gedanken sehr gern. Wie jetzt mit facebook. Ich nutze bei fb vor allem das, was zu mir passt. Merke aber auch, dass es der Herdentrieb immer wieder schafft, mich mitzureißen. Was mir nicht gefällt. Zeitmanagement geht anders 🙂
    Eine kühle Brise aus dem Norden schickt
    Dani

  11. Liebe Carina, DANKE für deinen Beitrag! Was ich am meisten an dir mag, ist dein ständiges Bestreben, deine Leser dazu zu animieren, kritisch und eigenständig zu denken, Trends und Dinge zu hinterfragen. Beim “Traum der Selbständigkeit realisieren“ nicht doch wieder denselben Weg wie alle anderen zu gehen und somit die angebliche Freiheit gleich wieder herzugeben. Dein Blog ist toll, einer der wertvollsten für mich, DANKE! Lg, Theresa

  12. Liebe Carina,
    Vielen Dank für diesen Artikel. Ich habe schon so lange keine Lust mehr auf facebook, fühlte mich aber bisher immer irgendwie verpflichtet unsere Business Seite am Laufen zu halten. Eine Zeitlang habe ich jede Woche neue Artikel zum Thema "Neues aus der Fliegerei" veröffentlich (wir entwickeln iPad Apps für Piloten), habe das aber nach etwa einem Jahr eingestellt, als ich bemerkt habe, dass wir trotz diese Artikel und Präsenz auf FB weder mehr noch weniger Apps verkaufen. Es spielte anscheinend überhaupt keine Rolle ob es News auf unserer FB Seite gab oder nicht. Natürlich habe ich die Artikel immer fleißig geboostet und damit noch neben meiner Zeit auch so einiges an Geld versenkt.

    Also, gut so! Gratulation zu deiner Entscheidung. Facebook ist so ein Zeitfresser! Ich habe deinen Facebook Post zu diesem Thema übrigens zufällig gestern gelesen und finde es auch ziemlich bezeichnend, dass manche Kommentare ganz schön ätzend und bissig waren. Geht's noch???

    Liebe Grüße
    Stephanie

  13. Lahoucine

    Liebe Carina.
    Es ist ja gut das du beschreibst was du gut findest und was du nicht leiden kannst.
    Es ist aber nicht gut als Beispiel ein Volk zu nehmen und ihn als Beispiel für Betrug bezeichnen. (Wie wenn Du in Marokko von einem netten älteren Herrn den Weg gezeigt bekommst, nur damit er am Ende die Hand ausstreckt und dafür bezahlt werden möchte).
    Klar andere Länder andere Setten, ist aber nicht im Sinne des Wortes ein Betrug jemandem, der nett ist und einem noch den Weg zeigt, eine Gegenleistung zu erbringen, zumal es ja sowieso wert sind, da sie ja nicht gut verdienen.
    Ich glaube sowas kann man nicht mit Facebook und Co vergleichen Punkt.
    Da die große Unternehmen ihre moderne Marketing Masche ,die vielen wie Sie nicht gefällt, versuchen andre arme ihren brot mit diese Methode zu verdienen aber gleiches gilt auch sie müssen ja irgendwie ihren Marketing so real betreiben, in dem Sie jemand den Weg zeigen, dafür aber den Hand ausstrecken und dafür geld bekommen möchten und nicht den jenigen für ergendwas zwingen und das ist meiner Meinung nach Gegenleistung Punkt.

    • Hi Lahoucine,
      ein sehr guter Punkt, der vielleicht etwas unsensibel nicht klar und deutlich genug wurde: weder marokkanische Verkaufstaktiken, noch Facebook als Unternehmen sind für mich Betrügerei 🙂 Aber nachdem ich einmal verstanden habe, dass ich hier subtil, ohne vorherige Absprache (das ist der Punkt, der mich stört, nicht die Zahlungsaufforderung für eine Dienstleistung) dazu gebracht werde, Geld auszugeben, entscheide ich mich in beiden Fällen dazu, eben keinerlei Angebote mehr in der Hinsicht anzunehmen.
      Ich habe auch gerade extra noch mal genau nachgelesen und habe an keiner Stelle von Betrug gesprochen. Im Gegenteil. Ich habe genau in dem Beispiel noch mal betont, dass ich es im Fall des marokkanischen Helfers völlig gerechtfertigt finde, ganz im Gegensatz zum Großunternehmen Facebook. Also exakt so, wie Du beschreibst.
      Viele Grüße,
      Carina

  14. Liebe Carina,
    vielen Dank für diesen Artikel. Ich habe auch gerade meine Facebook Seite geschlossen und der Artikel bestätigt mich in meiner Entscheidung. Seit einem Jahr habe ich mit der Ferienakademie ein neues Projekt am Start und Facebook hat mir beim Bekanntwerden absolut nichts gebracht. Ich blicke noch immer nicht richtig durch beim Thema Onlinemarketing, aber letztlich habe ich bis jetzt mehr Erfolg über direkten Kontakt und Empfehlungen. Ganz altmodisch und analog also. Lieben Gruß
    Ellen

  15. liebe carina,

    super artikel, der mich wieder daran erinnert hat, dass ich – ob nun mit oder ohne fb – ruhig meinen eigenen weg bzgl social media gehen darf. und was wäre da inspirierender, als jemand, der seinen eigenen weg schon geht

    gerade bin ich dabei zu schauen, wie ich das – was ich schon seit längerem spüre und wofür mir dein artikel eine gute portion mut mitgibt – jetzt und in zukunft umsetzen kann. manchmal muss ich es einfach auch noch einmal von jemand anderem gesagt bekommen ;)… danke für deinen anstoß und das teilen deiner erfahrungen und deiner einsichten

    liebe grüße verena

  16. Verena

    @ lahoucine: hallo lahoucine, wo hast du das gelesen? carina hat nicht geschrieben, dass sie keine gegenleistung erbringen will.
    sondern dass sie etwas dagegen hat, wenn ein kostenloses angebot rückwirkend kostenpflichtig wird. wenn nicht von vorneherein klar war, dass es geld kosten wird. sprich, wenn ich zuerst sage, ich zeige dir den weg, du musst mir nichts dafür geben und nach 300 metern überlege ich es mir anders und verlange plötzlich 10 dollar dafür.
    wenn ich dir etwas kostenlos gebe, dann kann es sein, dass du mir dafür trinkgeld gibst, aber ich kann nicht davon ausgehen, dass du mir mit sicherheit geld geben wirst, wenn ich es nicht von anfang an mit dir abgemacht habe. oder ist das in anderen kulturen so, dass man sobald man für jemanden etwas macht, automatisch geld dafür bekommt? wenn ja, dann wäre eine aufklärung diesbezüglich hilfreich und auch interessant zu erfahren, wie das gehandhabt wird
    grüße

  17. Hey Carina, super Artikel, danke dafür! Mir geht das alles ganz genauso. Ich baue mir neues auf, werde aber statt den Löschknopf zu drüken erstmal noch alles stehen lassen. 2009 hatte ich meinen Account dort schon einmal gelöscht und der Neueintritt war mühsam. Man weiß nie, wie die Dinge kommen. Ich freu mich auf HC! Und bin auch schon dran an Pint. Was ich aber auch jedem empfehlen würde und sogar von Hochpreis-Coaches kenne: Post. Ja genau, der gute alte Postweg. Wie lange es diesen noch geben wird,weiß ich auch nicht, doch meiner Meinung nach kann man da noch sehr kreativ sein. Alles Liebe von einer schon jahrelangen Followerin 😉

  18. Interessanter Artikel. Denkst du das Facebook, mit der Zeit seine Strategie wechseln wird? Ich bekomme den Eindruck, dass die Menschen ihre Plattformen wechseln und eher auf Instagram oder andere setzten. Also müsste Facebook etwas verändern, um das zu verhindern. Was machst du sonst noch, um deine Reichweite zu erhöhen?

    • Hi Vanessa,
      entweder es ändert die Strategie oder wird irgendwann ersetzt, da bin ich recht sicher.
      Und ich habe schon lange umgedacht: es geht nicht darum, so viel wie möglich Reichweite zu erzeugen, sondern die richtigen Menschen anzuziehen und sie zu dauernden, nachhaltigen Kunden zu machen oder die Reichweite, die Du anziehst, so treffend zu selektieren, dass der Großteil zu Kunden wird. Statt die blinde Masse zu filtern. Qualität über Quantität.
      Ich setze aktuell hauptsächlich auf Google (SEO, aber in einer milden Form), E-Mail-Marketing und Pinterest.
      Liebe Grüße,
      Carina

  19. Editha Disisi

    Tja, das verstehe ich alles liebe Carina, aber ich bleibe bei Facebook.
    Ich habe mir mit Facebook ein super Netzwerk aufgebaut und bin bis jetzt sehr zufrieden damit.
    Nütze meine Seite mit dazugehöriger Gruppe um erfolgreich für Events und Tanzveranstaltungen zu werben und einzuladen.
    Mich jetzt schon wieder in einem anderen Social Media einzuarbeiten, einzulesen und dort ein neues Netzwerk aufzubauen ist mir derzeit schlichtweg zu stressig.
    Vielleicht irgendwann mal zusätzlich zu Facebook.
    Denn ich und meine Community sind nur über Facebook zu erreichen und nicht über Pinterest.
    Schade, ich werde dich vermissen.

  20. Hallo Carina,
    das ist ja ein guter Entschluss! Ich hadere auch immer mit mir, mein komplettes FB-Profil inklusive privater Seite zu löschen, weil ich FB einfach nicht mehr unterstützen will – dein Grund ist nur einer von vielen. Die Seite für den Blog gibt es ja nur noch pro forma, die Sichtbarkeit ist ohne Werbung (auf die ich keine Lust habe, weil sie meiner Meinung neben deinen Argumenten auch keine stimmiges Preis-Leistung-Verhältnis bietet) gleich null. Überhaupt arbeitet man ja auf Social-Media-Kanälen oft mehr für den Kanal selbst, als für sein eigenes Business – die ganze Mühe verpufft einfach viel zu schnell. Daher habe ich mich auch dazu entschieden, den Fokus so wie Du mehr auf andere Wege zu legen: SEO, Newsletter und Pinterest 🙂 Scheint mir momentan die bessere Variante!
    Liebe Grüße,
    Tatiana

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