Schmeiß den 5-Jahres-Plan in die Tonne.

Jetzt sofort.

Eines meiner Lieblingsthemen, wenn ich mich im Coaching mit angehenden Online-Unternehmerinnen unterhalte, ist mein Vision-Board. Und dass ich jeder, wirklich j-e-d-e-r empfehle, sich selbst eines zuzulegen, wenn sie startet.

Aber ich glaube, ich muss dabei mal etwas klarstellen, weil ich immer wieder die Sorgenfalten auftauchen sehe, wenn ich das sage:

Ein Vision-Board hat nichts mit einem 5-Jahres-Plan oder einem Businessplan zu tun, auch wenn ich letzteren genauso deutlich empfehle. Allerdings meine Version davon, nicht die nervtötende, frustrierende Bewerbungs-Version…

Und es hat vor allem nichts damit zu tun, dass Du zu Beginn Deiner frisch gestarteten Online-Karriere exakt wissen musst, was Du tust.

Schon gar nicht die klassischen nächsten 5 Jahre.

Ich weiß bis heute nicht, wie meine nächsten Jahre aussehen werden, und wusste es genauso wenig, als ich gestartet bin.

Diese Anforderung an uns, einen klaren Plan für die kommenden Jahre zu haben, ist meiner Meinung nach in unserer heutigen Zeit der schnellen Entwicklung des Internets und der endlosen Möglichkeiten damit auch völliger Schwachsinn.

Anstatt Dich also zu zermürben, wie Dein 5-Jahres-Plan aussehen soll, stell Dir lieber mal folgende Fragen und bring Klarheit in Deine Vision. Egal ob Du sie in einem, drei oder fünf Jahren erfüllen willst…

 

Was genau stört Dich an Deinem Leben, so wie es ist?

Lass uns ehrlich miteinander sein: Du wärst nicht hier, wenn Du nicht gerade etwas dringend in Deinem Leben verändern wollen würdest oder bereits aus dem Alltag, den Du kanntest, ausgebrochen wärst.

Was genau ist es also, was Dich an Deinem alten Leben so angekotzt, genervt oder gestört hat?

War es Dein Job? Das Gefühl, fremdgesteuert zu sein? Angekettet? Bevormundet?

Egal was es ist oder war, dass Dich dazu gebracht hat, etwas Neues beginnen zu wollen, Dein Leben in die Hand zu nehmen und zu verändern, mach Dir glasklar deutlich, was genau es war.

Denn nur dann kannst Du bei jeder Wegkreuzung sicher sein, nicht wieder in diese Richtung abzudriften.

 

Möchtest Du wirklich selbständig sein? Brauchst Du vielleicht nur einfach mal Urlaub?

Das ist eine fiese Frage, aber auch sie solltest Du Dir einmal stellen und ganz ehrlich beantworten.

Noch ehrlicher wäre die Frage: Wie sehr hasst Du Deinen Job oder Deinen Beruf wirklich?

Willst Du wirklich ausbrechen, etwas ganz Neues beginnen oder Dich selbständig machen, weil Dich alles unglücklich macht, was damit zu tun hat, oder hasst Du vielleicht nur Deinen Chef, Deine Kollegen oder die Fachabteilung, in der Du gerade steckst?

Frag Dich mal, was genau es ist, was Dich so unzufrieden hat werden lassen, und ob das vielleicht auch mit einem Monat unbezahlten Urlaub in Thailand oder Indonesien zu lösen wäre.

Manchmal idealisieren wir nämlich die Alternative so stark und verteufeln den aktuellen Zustand, nur um dann in einer anderen Art des Hamsterrades aufzuwachen. Im schlimmsten Fall einer Selbständigkeit, die Dir den Schlaf und letzten Nerv raubt.

Ein selbstbestimmtes, erfülltes Leben und eine tägliche Aufgabe, die Du liebst, fällt Dir nämlich leider nicht mit der Kündigung Deines Angestelltenjobs in den Schoß…

 

Was macht Dir so viel Spaß, dass Du Stunden, Tage oder Wochen damit verbringen kannst, ohne Dich zu langweilen?

Damit sind wir auch schon beim nächsten wichtigen Punkt:

Einfach nur aus dem alten Leben auszubrechen und zu flüchten, macht Dich noch lange nicht glücklich und zufrieden.

Was also ist die spezielle Zutat, die Dir die Selbstbestimmtheit und Zufriedenheit gibt, die Du suchst?

Über welches Thema kannst Du Dich stundenlang mit glänzenden Augen unterhalten, bis es Deinen Freunden schon aus den Ohren rauskommt? Womit kannst Du Dich ganze Tage beschäftigen und bekommst trotzdem nicht genug davon?

Für mich war es anfangs das Reisen und ist es bis heute – noch vier Jahre später, seitdem mich das Reisefieber gepackt hat. Und mittlerweile sind die Themen Online-Business und selbständige Frauen hinzugekommen, die mich mit Feuer erfüllen.

Was ist es bei Dir, dass solch eine Leidenschaft aufkommen lässt?

 

Was ist Dein nächster Meilenstein auf dem Weg zu Deiner Vision?

Alles was Du nun noch brauchst, ist eine klare Sicht auf den nächsten Schritt, das nächste Mini-Ziel.

Was willst Du als nächstes erreichen? Was musst Du tun, um dieses Ziel zu erreichen?

Dafür habe ich Dir vor Kurzem auch die Strategie-Pläne erstellt, um Dir eine grobe Struktur für Dein Ziel zu geben und Dich bei den ersten Schritten ein wenig an die Hand zu nehmen.

Alle vier (zum Start eines Online-Business, der Selbständigkeit, des Bloggens oder für den nächsten Schritt) kannst Du Dir nach der Anmeldung hier gratis abholen:

Dein Wegweiser

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und starte richtig durch!

Meine Vision war, als ich gestartet bin, noch sehr schwammig und ist erst in den folgenden zwei Jahren wirklich ausgereift. Noch dazu verändert sie sich chronisch und gefühlt alle drei Monate, und beides ist völlig in Ordnung und sogar gesund.

Ich wollte anfangs einfach einen erfolgreichen Blog für Alleinreisende aufbauen. Das war mein großes Ziel. Damit ortsunabhängig leben und reisen zu können, war meine Vision.

DAS WARS. KEINE KONKRETEN PROJEKTE ODER IDEEN STECKTEN DARIN.

Ich hatte anfangs eine sehr gute Struktur, wie ich meinen Blog erfolgreich machen würde, aber darüber hinaus absolut keinen Plan.

Nach und nach setzten sich dann größere Träume und Wünsche fest, die ich ehrgeizig und fleißig verfolgte, und so wurde aus dem Blog ein Buch, dann zwei und der Gedanke, ein zweites Business aufzubauen.

Auftritt: Um 180 Grad.

Das war ganz und gar nicht geplant und wäre definitiv in keiner Variation eines 5-Jahres-Plans zu Beginn aufgetaucht. Dafür habe ich andere Ziele wieder aufgegeben, weil sie irgendwann für mich und meinen Lebensstil keinen Sinn mehr gemacht haben.

(Auftritt: die Roller-Tour nach Afrika. Ähem.)

DU SOLLTEST NIEMALS AN EINEM ZIEL FESTHALTEN, WENN ES SICH MITTEN AUF DEM WEG PLÖTZLICH FALSCH ANFÜHLT.

Aber sei vorsichtig damit, dass Du Dich nicht wie ein kleines Kind ständig von neuen Themen und Projekten begeistern lässt und so Jahre damit verbringst, vom einen zum anderen zu hüpfen, ohne je etwas wirklich fertiggestellt zu haben. Siehe Frage 4 dazu.

Du brauchst also keinen 5-Jahres-Plan, und jedem, der Dir diese Frage stellt, solltest Du die Gegenfrage entgegenwerfen. Die meisten Menschen wissen nämlich selbst gar nicht, was sie in fünf Jahren tun wollen oder wo sie sein werden.

WAS DU BRAUCHST, IST EINE KLARE VISION.

Eine genaue Vorstellung davon, was Du gerne erreichen möchtest oder was Du gern mit Deinem Leben anfangen möchtest. Und dann arbeite hart darauf hin.

Letztendlich ist es dann völlig egal, wie lange Du brauchst, um dort anzukommen. Solange Du losläufst und niemals stehen bleibst…

Wie steht es mit Dir: Welche Vision hast Du?

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14 Kommentare / Schreibe einen Kommentar
  1. Hallo liebe Carina,

    ich liebe diese reflektierten, ehrlichen und irgendwie so „Real Life“ Artikel von Dir! Wir Du weißt, habe ich all Deine Ebooks verschlungen und mir mit ihrer Hilfe, aber auch mit ganz viel meiner eigenen Intuition und meinem Bauchgefühl eine 2-Jahres-Vision aufgebaut. Und fett visualisiert.

    Die ist mir wichtig und momentan stehe ich dazu, denn ich habe sie erst vor wenigen Wochen zu Papier gebracht 😉 Aber wie Du so wichtig sagst: Man muss Dinge auch gehen lassen können, wenn sie sich nicht mehr richtig anfühlen. Und eine Vision alleine hilft nichts, sie ist nur der Orientierungspunkt in der Ferne, der meine kleinen und größeren Schritte im Jetzt und in der nahen Zukunft „anleitet“.

    Ich glaube das aller-, aller-, allerwichtigste (und schwerste) ist dabei wirklich, in sich hinein zu hören und sich von äußeren Einflüssen und Meinungen weitestgehend frei zu machen, so dass am Ende wirklich UNSERE Vision da steht und nicht die unserer Eltern, unseres Partners oder anderer Menschen.

    Toller Beitrag – danke Dir 🙂

    • Liebe Suze,
      danke, wie so oft, für die tollen Worte 🙂
      Perfekt formuliert: Sie ist das glänzende, glitzernde Licht am Ende des Weges!
      Ganz liebe Grüße,
      Carina

  2. Hallo Carina,

    genau. Ich unterstreiche mal wieder alles, was du schreibst. Das Schwierigste ist nur, herauszufinden, was man wirklich will: Ob man es eben selbst will oder ob es nur der Vorstellung entspricht, die man von sich selbst hat (oder von anderen übernommen hat). Leider kann ich es nur herausfinden, in dem ich es immer wieder ausprobiere und dabei Diskokugeln sammle. 🙂

    Liebe Grüße Claudia

    • Liebe Claudia,
      da geb ich Dir absolut Recht.
      Das ist das Härteste. Aber Du hast da schon die richtige Lösung gefunden 😉
      Ich tanz mal unter meinen drei Discokugeln mit im Takt 😀
      Grüße aus Chiang Mai,
      Carina

  3. Hallo Carina,
    du hast mal wieder absolut Recht. Ich habe mich auch gefragt, ob die Selbstständigkeit wirklich das ist, was ich will, oder ob mir nicht einfach der Uni-Job auf die Nerven geht. Nun, nachdem ich gekündigt hatte, mir ein paar Monate Auszeit genommen und danach einen anderen Job angenommen habe, der mir Spaß macht, habe ich festgestellt, dass sich nichts geändert hat. Ich will das immer noch! 🙂
    LG

    • Super, Anja!
      Und ich gratuliere doppelt! 🙂
      Manchmal muss man ein wenig ZickZack-Laufen, um sich sicher zu sein und daran ist absolut nichts Falsches.
      Ganz liebe Grüße,
      Carina

  4. Vollkommen richtig! Du hast so recht, Carina. Handeln ist wichtiger als ewiges planen, wenn das Ziel ist, die Arbeit zu machen, die einen erfüllt.

  5. Jasmina

    Hi Carina,

    super Artikel, dessen Aussage ich nur unterstreichen kann! Ich bin nun im 5. Jahr selbständig. Natürlich habe auch ich mir Pläne gemacht – wo will ich in 3, 5 oder 10 Jahren sein? ..und wie komme ich dahin? …Im Grunde finde ich es mal ganz hilfreich, sich selbst bewusst zu werden, welche Visionen man eigentlich hat und wie man diese umsetzen kann. Am Ende kann aber auch ich bestätigen: Auch bei mir kam dann alles anders. Vieles wurde viel besser, anderes stellte sich als totaler Flop heraus. Wie du aber auch schreibst: die größten Erfolge stellten sich auch bei mir schlichtweg durch "machen" und nicht durch ewiges "planen" ein.

    LG
    Jasmina

  6. Liebe Carina,

    Deine Artikel waren es unter anderem, die mich damals unheimlich aufgebaut haben… zu einer Zeit, als mein „scheinbar“ gutes Leben zerplatzte und ich GAR NICHT wusste, wer ich bin und was ich will… dies wiederzuentdecken, sich zu trauen, was eigenes aufzubauen und zu leben – dazu braucht es neben einer Vision Menschen, die an dich glauben, wenn du ganz vorsichtig ein Plänzchen setzt und anfängst, dich darum zu kümmern… zum Glück habe ich im offline- und im online-Leben diese Unterstützung erfahren und bin ganz frisch mit einem eigenen Blog (DANKE Blogcamp :-)) gestartet: http://www.lebenistansteckend.de... und die nächsten Schritte mache ich gerade. Vorsichtig, neugierig … und wenn ich ins Zweifeln komme, dann ruf ich Deine Seite auf. DANKE! Was Du tust, ist so wichtig…

  7. Margaret

    Hallo Carina,
    ich mag Deine Beiträge; sie machen mir mit meinem noch ganz neuen Kleinunternehmen Mut.
    Ich habe nur die eine Vision: Dass ich irgendwann einen Weg finde, mit meiner Leidenschaft für Sprache (ich übersetze, korrigiere, texte) auch vernünftiges Geld zu verdienen. Das gelingt mir noch nicht so richtig. Anders als Du kann ich mich nicht mal eben in ein Low-Cost-Land verlagern, um die finanziell schwierige Anfangszeit abzuwettern. Dennoch verlangen viele Auftraggeber von mir ein wahnsinnig niedriges Honorarniveau, trotz meiner exotischen Spezialisierung (Schifffahrt) – auf die ich allerdings nicht festgelegt bin.
    Ich arbeite vor allem deshalb gerne ortsunabhängig, weil ich damit am besten meinen Beruf mit meinen Kindern vereinbaren kann – im Home Office, während des Urlaubs egal wo, oder mal im Café nebenan, wenn mir die Decke auf den Kopf fällt.
    Noch nie war ich so glücklich bei der Arbeit – aber ich habe nach wie vor Mühe, meine monatlichen Kosten zu decken.
    Liebe Grüße und danke,
    Margaret

  8. Hallo Carina,
    es ist so schön, mal zu lesen, dass man sich erst klar machen soll, was man wirklich will und ob das gewünschte Ziel auch wirkich ist, was man tatsächlich erreichen möchte. Meiner Meinung nach wird man viel zu schnell in eine bestimmte Richtung gedrängt und hängt dann in einem neuen Job, der einen immer noch nicht glücklich macht. Für mich hat sich nach längerer Überlegung ergeben, dass die Arbeit als Trainerin in einem Sporthotel in Österreich genau das Richtige ist. Der Umzug hat dann viele überrascht, aber ich bereue ich bereue es keinen Tag, auch wenn es ein großer Schritt war. 🙂

  9. Hallo Carina,

    Treffender geht es kaum. 5 Jahre kann und muss ein Konzern voraus planen, und ständig korrigieren. Für einen Einzelunternehmer oder eine kleine Firma, die erstmal ihren Platz am Markt finden und behaupten muß, macht so ein langer Horizont keinen Sinn. Es ist verschwendete Zeit, auch nur zu versuchen, so weit nach vorne zu schauen bzw. zu planen.

    Ein Ziel oder eine Vision für in 5 Jahren ist eine andere Geschichte. Natürlich sollte ich wissen, wo ich hin will. Aber selbst diese Vision kann sich in 9, 12 oder 18 Monaten komplett ändern, weil sich ein neues Türchen öffnet, oder sich der Raum hinter der letzten als Besenkammer herausgestellt hat.

    Ich selbst bin seit 17 Jahren selbstständig, und wenn ich so zurück schaue, fällt mir keine einzige Halbwegs konkrete Planung ein, die 5 Jahre Bestand gehabt hätte.

    • Hi Joachim,
      freut mich, dass Du das bestätigen kannst!
      Also, auf ein tolles 2016 und die nächsten 9, 12 oder 18 Monate 🙂
      Viele Grüße aus Perth,
      Carina

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