Wie mich diese eine Lektion 10.000 Euro gekostet hat

(und warum ich sie nicht bereue)

Dieses Artikel-Goldstück ist vom 4. Oktober 2021

Kurzer Hinweis: Meine Texte können Werbung zu meinen Produkten oder auch Werbe-Links (*) zu Produkten enthalten, die ich empfehlen kann.

 

Das Jahr 2020 war knifflig für uns alle – auch für mich. Auf persönlicher und auf Business-Ebene mussten wir alle komplett umdenken, in die eine oder andere Richtung.

Und auch wenn ich als eine der Glücklichen mit keinen menschlichen Verlusten zu kämpfen hatte, musste ich mich trotzdem von vielen Erwartungen verabschieden, die ich auf meine nähere Zukunft aufgebaut hatte.

Aus einer Vollzeit-Dauerreisenden wurde nach 7 Jahren abrupt eine semi-sesshafte Person. Und um ganz ehrlich zu sein? Ich wusste die ersten Monate nicht mehr, wer ich eigentlich war, als das Reisen wegfiel, das mich mindestens zur Hälfte zuvor als Mensch definiert hat.

 

 

PSSST… DIESEN ARTIKEL KANNST DU DIR VON MIR SOGAR VORLESEN LASSEN:

 

 

Aber auch mein Business hatte sich verändert.

Nach dem schlechtesten Akademie-Launch in etwa vier Jahren, der genau am 15. März 2020 startete – gemeinsam mit der gefühlten Explosion der Pandemie in Europa –, musste ich nicht nur während der heißesten Tage der Öffnungsphase in 3 Tagen 3.500 km von Spanien nach Deutschland wuppen, sondern auch gleichzeitig zusehen, wie mein Warenkorb so gut wie leer blieb.

Und konnte nichts daran ändern.

2020 verbrachte ich eigentlich so gut wie dauerhaft in Schockstarre. Darüber, wie mein privates Leben sich veränderte, was das Reisen anging. Und darüber, dass eine der positivsten Veränderungen meines Lebens sich währenddessen in mein Herz schlich. Und auch darüber, wie mein Business – wie das von so vielen – plötzlich unberechenbar wurde.

Und das bei einer, die ähhm… sagen wir es mal schön umschrieben… nicht wirklich gut mit Veränderungen kann. (Wenn mein Lieblings-Zero-Waste-Shop ungeplant montags geschlossen hat und ich vor versperrten Türen stehe, dann trauere ich zwei Tage.)

Große Lebensveränderungen wegzustecken, ist also nicht unbedingt meine Stärke.

Aber gegen Ende 2020 fing ich langsam wieder an, den Boden unter meinen Füßen zu spüren, und ließ mich auf ein Experiment ein. Ich zahlte knapp 10.000 €, um an einem Programm teilnehmen zu dürfen, das mein Business-Konzept komplett umdrehen und in eine neue Richtung schieben würde.

Ich steckte gute 9 Monate all meine Energie in dieses Programm und die Arbeit, die es von mir in der Ausführung abverlangte. Ich optimierte, passte an, baute um, kreierte neu, experimentierte und hielt durch.

Auch wenn ich zwischendurch hin und wieder das Gefühl hatte, dass etwas hakte in mir, wollte ich bis zum Ende durchziehen, um keine vorschnellen Entscheidungen zu treffen und die gemachte Arbeit nach der Hälfte hinzuschmeißen.

Schließlich wusste ich aus der Erfahrung heraus, dass es oft diesen magischen Moment braucht, an dem wir eigentlich aufgeben wollen – aber es nicht tun –, um danach endlich Erfolge zu sehen.

Also blieb ich dran. Bis zum Schluss.

Nur um danach zu erkennen, dass ich in die falsche Richtung gelaufen war.

Nicht was das Business-Konzept an sich anging. Nicht was die Strategie dahinter anging.

Beides davon machte absolut Sinn und ist die Erfolgsessenz vieler anderer Unternehmerinnen.

 

Aber mir machte mein Online-Business damit einfach keinen Spaß mehr.

Also, nachdem ich mir selbst bewiesen hatte, dass ich es wirklich durchgezogen und versucht hatte – und mein Bestes gegeben hatte –, machte ich eine neue 180-Grad-Wende und ging vor Kurzem zurück auf Los.

Ich setzte mich vor ein weißes Blatt und schrieb alles auf, was mir zuvor Spaß gemacht hatte. Was mein Business ausgemacht hatte. Was meinen Erfolg ausgemacht hatte.

Und ich bereute keine Minute lang, 10.000 € ausgegeben zu haben, nur um zu erkennen, dass dieser Weg nicht für mich war.

Wieso?

Weil es Lehrgeld war, das mich mein Leben lang vor der Frage „Was wäre, wenn…“ bewahren wird. Und ich wusste schon, wie sich das anfühlt, weil ich gut ein Jahr lang um dieses Programm herumgeschlichen war und mich immer wieder genau das gefragt hatte.

Investitionen – ob von Geld, Zeit oder Energie – sind notwendig, um zu wachsen.

Und dabei spielt es keine so große Rolle, ob Du am Ende erfolgreich damit wirst oder nicht. Wenn Du Dein Bestes gegeben hast und feststellst, es ist nicht das Richtige für Dich?

Dann ist es kein Grund, sich zu schämen, wenn Du einen neuen Weg einschlägst.

Es ist ein Grund, stolz auf Dich zu sein. Denn im Gegensatz zu so vielen anderen Menschen da draußen hast Du es versucht! Und musst Dich nie wieder fragen, was passiert wäre. 

Was hätte sein können.

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