Du fragst Dich, wie Du in die Medien kommst?

Frag Dich lieber, ob Du bereit dafür bist.

Letzte Woche erschien ein weiteres Interview über mich in einer großen Zeitschrift. Online und in Print. Ich war ziemlich zufrieden mit dem Ergebnis und war zunächst überrascht, als ich es jemandem weiterreichte, der darauf sagte, ich würde wie eine Ego-getriebene Karrierefrau rüberkommen und ob mich die Autorin wohl nicht besonders leiden könnte.

DABEI FIELEN MIR ZWEI ASPEKTE AUF, DIE ICH BISHER NUR UNBEWUSST REALISIERT HATTE:

Ich bin in den Medien viel häufiger nur noch ein Image für ein gewisses Thema als wirklich ein echter Mensch.

Digitale Nomadin. Ortsunabhängige Selbständige. Alleinreisende.

Die Schublade ist meist klar definiert und der Bericht anschließend in die gleiche Größe gepresst. Es herrscht eine klare Erwartungshaltung. Aspekte, die davon abweichen oder das Bild vielleicht verschwimmen lassen würden, werden ausgeblendet und fallen oft hinten runter. Das Ganze muss ja griffig und für Außenstehende verständlich sein. Versteh ich. Versteh ich wirklich.

ICH TRAGE ZU DIESEM IMAGE BEI, INDEM ICH SCHON VOR EINIGER ZEIT EINE NACH AUSSEN UNSICHTBARE GRENZE GEZOGEN HABE.

Es gibt einige Bereiche in meinem Privatleben, über die ich nicht spreche. In einem Interview vor einiger Zeit musste ich diese Grenze sogar wörtlich ziehen, als ich die Beantwortung einer Frage abgelehnt habe.

Ja, ich bin eine Bloggerin, die manchmal ihr Innenleben im Internet nach außen kehrt. Das bedeutet nicht, dass ich kein Privatleben habe.

Ich selbst bestimme, was oder wie viel ich von mir preisgebe.

Nach diesem Gespräch, in dem mir diese beiden Punkte so richtig bewusst wurden, hatte ich das Bedürfnis, auch Dich ein Stück weit auf die Medien vorzubereiten.

Mal aus einem ganz anderen Blickwinkel als dem, wie Du sie für Dich gewinnen kannst.

Denn mir wurde in diesem Gespräch auch bewusst, dass ich zu Beginn keinen Schimmer hatte, wie sehr mich die Bekanntheit, die zwangsläufig mit den Medien kommt, auch einschränken würde.

ES IST SCHWER, DAS ZU BESCHREIBEN, OHNE ARROGANT ODER UNDANKBAR ZU KLINGEN.

Weil man sich zuvor nicht wirklich vorstellen kann, wie das ist, wenn mehr und mehr Menschen in Deinem Leben auftauchen, das bisher immer abseits der Onlinewelt existiert hat, wenn der Laptop geschlossen war.

Wie es sich anfühlt, wenn sich Menschen in Deiner Unterkunft einbuchen, weil sie Dich gern kennenlernen möchten und auf den Social-Media-Kanälen gelesen haben, dass Du gerade dort wohnst.

Dass Du von Menschen in Cafés, Restaurants oder auf der Straße angesprochen wirst, ganz egal wie Du gerade aussiehst (Schlabberlook Ade!) oder Dich gerade fühlst.

Ob es Dir gerade gut geht und Du die Energie hast, Dich nett zu unterhalten (denn das haben Deine Fans verdient, also willst Du es auch geben), oder ob Du gerade selbst in einer persönlichen Krise steckst und Deine Ruhe brauchst.

ALL DAS SIND WUNDERBARE BEGEGNUNGEN MIT WUNDERBAREN MENSCHEN GEWESEN, FÜR DIE ICH SEHR DANKBAR BIN.

Aber diese Art der Begegnungen hat mir auch die Kontrolle genommen. Die Kontrolle über Distanz, über meinen privaten Bereich und über meine Entscheidungsfähigkeit zu bestimmen, wann ich socializen möchte und wann nicht.

(Etwas sehr Wertvolles, das alle Introvertierten hier sicher nachfühlen können.)

Um Dich also ein wenig darauf vorzubereiten, was auf Dich zukommen könnte, wenn die Medien Dich dann endlich entdecken (und das ist immer noch ein Grund zur Freude!), hier mal die Eckpunkte…

 

Die Medien werden Dich in eine Schublade pressen. Die Schublade, über die sie gerade schreiben.

In den letzten Monaten häufen sich die Kommentare darüber, dass Menschen sich mich anders vorgestellt hätten, als ich online wirke. Tougher. Nicht so weich.

Das beschreiben vor allem die Menschen, die mich von Um 180 Grad kennen.

Ich merke deutlich den Unterschied zu den Menschen, die mich hauptsächlich von Pink Compass kennen, einem Blog, den mittlerweile knapp 50.000 Frauen (und vermutlich auch ein paar Männer) lesen.

Was vermutlich daran liegt, dass ich auf Um 180 Grad weniger Persönliches aus meinem Leben hinter der Selbständigkeit preisgebe und in den Medien eben auch oft als die ehrgeizige Karrierefrau beschrieben werde, die kein Problem damit hat, alleine durch die Welt zu ziehen, und in deren Leben Freunde und Beziehungen nur Nebensächlichkeiten sind.

Dabei gibt es bei solchen Interviews nur zwei Schubladen, in die ich mich stecken kann:

Eben diese oder die von einer Frau, die eigentlich ein unglücklicher Single ist und sowieso nur auf der Suche nach der großen Liebe ist. In unserer Gesellschaft gibt es für Menschen wie mich, die genau dazwischen liegen, eben keinen Platz.

 

Die Medien werden keine Tabus kennen.

Du veröffentlichst Persönliches über Dich? Prima, das macht Dich zu Freiwild, was sämtliche Fragen angeht.

Ich weiß nicht, bei wie vielen Fragen ich schon nach Luft schnappen und mich stark anstrengen musste, nicht unhöflich zu werden. Meist weiche ich dabei auf den Mittelweg aus, den ich am besten kenne: Sarkasmus.

In dem Moment, in dem Du öffentlich sehr persönliche Details von Dir und aus Deinem Leben preisgibst, fallen sämtliche Schranken, was Privat- oder Intimsphäre angeht. Du bist doch Single, oder? Wie funktioniert das denn auf Reisen? Wünschst Du Dir nicht manchmal einen Partner? Und was ist, wenn Du Kinder willst?

Solche Fragen sind dabei Standard.

Niemand würde sie mir stellen, wenn er mich vor fünf Minuten zum ersten Mal auf einer Party getroffen hätte. Oder zumindest nur sehr dreiste Menschen.

Aber als Person des öffentlichen Interesses, was wir als Blogger mit dem Fokus auf Personal Branding definitiv sind, gibt es dabei keine Grenzen mehr. Und meist werden mir dafür nicht einmal fünf Minuten Aufwärmzeit gegeben.

 

Die Medien werden nicht immer alles so darstellen, wie Du es gesagt (oder gemeint) hast.

Als eine Freundin vor einer Weile entrüstet einen Artikel auf ihrem Blog veröffentlichte, weil sie bei einem Interview auf ein Minimum zusammengestutzt wurde und gerne die komplette Geschichte zeigen wollte, konnte ich nur noch müde lächeln.

Gewöhn Dich daran, Liebes.

Deine Worte werden leider viel zu oft zusammengestutzt, so dass es einen ganz anderen Eindruck von Dir vermittelt als der, der eigentlich der Realität entsprechen würde.

(Ego-getriebene Karrierefrau, wir erinnern uns…)

Das alles soll Dich nicht abschrecken oder die Medien niedermachen.

Ich bin bis heute für alle Interviews und Berichte über mich, online oder in Print, unglaublich dankbar, und ich weiß genau, dass ich den Medien einen Großteil meines Erfolges verdanke. Wenn nicht sogar den Löwenanteil, nach meiner eigenen Arbeit jeden Tag.

Aber ich möchte, dass Du nicht blauäugig da hineinläufst, was es bedeutet, in den Medien dargestellt zu werden.

Es ist nicht nur ein großer Schub an Aufmerksamkeit, es ist auch ein großer Verlust Deiner Privatsphäre.

Nachdem ich zum ersten Mal groß in den Medien auftauchte, bekam ich die Nachricht, dass ich die Anonymität wohl nun definitiv verlassen hatte.

Ich war nicht sicher, ob das ein Glückwunsch oder eine Beileidsbekundung war. Es trifft ein bisschen von beidem zu, wie ich heute rückblickend zugeben muss.

WIE BEI ALLEM, SO GIBT ES AUCH IN DER SELBSTÄNDIGKEIT NICHTS GRATIS.

Und alle Sonnenseiten haben auch ihre Schatten.

Mein Rat an Dich dabei ist einfach: Überleg Dir sehr genau, ob Du bereit dafür bist, bevor Du Dich auf die Jagd nach den Medien machst. Überleg Dir sehr genau, wo Deine Grenzen sind, und steck sie, bevor Du sie brauchst.

Dann bist Du bestens gerüstet für Ruhm & Ehre.

Denn die hast Du Dir in jedem Fall verdient!

 

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11 Kommentare / Schreibe einen Kommentar
  1. Liebe Carina,
    Vielen Dank für diese ausführliche Reflektion über das Thema Medien und deren Pro/Contra Seiten!
    Das regt zum nachdenken an!
    Es wird wohl immer ein Spagat sein zwischen Unbekannt/ bekannt & Privat/ öffentlich.
    Viel Glück für Dich eine passende Haltung zu finden!
    Viele Grüße von
    Daniel und Jens

    • Hallo ihr Zwei!
      Ist es, aber ich habe da meine Grenzen mittlerweile gut abgesteckt 🙂
      Viele Grüße,
      Carina

  2. Liebe Carina,

    das ist ein sehr guter und wichtiger Artikel, der mutig mal etwas beleuchtet, das sonst so gerne ausgeklammert wird. Ich selbst bin schon seit den frühen Jahren des Internets recht gut „sichtbar“ und habe immer sehr darauf geachtet, mein Privatleben rauszuhalten, obwohl auch ich über sehr Persönliches schreibe. Ich bin dankbar, dass mir meine Themen schon von der Grundsache her keinen „Promi-Glamour“ bescheren, aber ich habe auch immer wieder bewusst Entscheidungen gegen zu viel Medienpräsenz getroffen. So habe ich z.B. bestimmte Interviews abgelehnt und auch die Einladung in eine Talkshow im Fernsehen. Das hatte natürlich Folgen für meine Bekanntheit (und dadurch sicher auch für meine Einnahmen), aber ich glaube, ich bin mir sehr bewusst darüber, was es bedeutet, im Rampenlicht zu stehen und sich selbst für die eigene Bekanntheit zu verkaufen. Ich vertraue bei der Auswahl, was ich annehme und was nicht, sehr auf mein Bauchgefühl.

    Ganz herzlich,
    Tania

    • Hi Tanja,
      ganz genauso mache ich es auch.
      Das Fernsehen ist auch bei mir grundsätzlich etwas, das ich ablehne, auch wenn die Anfragen dazu häufiger werden.
      Dabei komme ich dann wieder an den Punkt, dass mir Bekanntheit und Einnahmen einfach nicht wichtig genug sind, um meine Komfortzone dermaßen auszureizen. Bauchgefühl ist da für mich auch immer wieder das Stichwort!
      Liebe Grüße,
      Carina

  3. Karin

    Hallo Carina,

    ich hatte nicht den Eindruck, dass deine Freunde Nebensächlichkeiten sind – sondern, dass du sie dir ganz bewusst aussuchst und pflegst. Gute Freundschaften funktionieren auch über Distanz (manchmal merkt man erst in der Distanz, welche Freundschaften dazu gehören).
    Danke für den interessanten Einblick in die Medien – insbesonders wenn frau nicht ins übliche Schema passt, sollte sie sich wohl einige Gedanken dazu machen. Und da habe ich gleich mehrere Schubladen, die gar nicht passen würden…
    Vielen Dank für den Denkanstoss!

    LG Karin

  4. Josi

    Liebe Carina,

    bei so viel Privatem, was Du im Blog hier mitgibst, ist es nicht verwunderlich, wenn jemand im Interview nach Deinem Beziehungsstatus fragt und wissen möchte, ob Du eine Familie irgendwann gründen möchtest. Im Interview frage ich Gesprächspartner auch nach Alter und Familie, auch wenn es nur um ein technisches Energieprojekt geht. Die Ausbildung bzw. der Background gehören nun mal dazu. Darin sehe ich keine Tabus. Es ist bestimmt ratsam, sich darauf vorzubereiten, wenn einem das unangenehm ist oder sich noch etwas entwickelt, was einem zum Zeitpunkt der gestellten Frage noch nicht ganz klar ist. Laufende Vertragsverhandlungen sind m. E. nach viel heikler im Vergleich dazu, ob ich Single, verheiratet bin und Kinder will oder habe. Eine klare Aussage hilft in jedem Fall gegen unliebsame Gerüchte. Es sei denn, dies ist aus Marketing-Gründen gewünscht. Dies ist aus meiner Erfahrung als Interviewer.

    Viele Grüße aus Süddeutschland

    Josi

    • Liebe Josi,
      das sehe ich anders, aber das ist ja auch Geschmackssache.
      Und in Interviews und Vertragsverhandlungen ist es doch meines Wissens nach sogar rechtswidrig nach dem Kinderwunsch zu fragen, oder habe ich das missverstanden, was Du damit meinst?
      Viele Grüße,
      Carina

    • Liebe Carina,

      wieso sollte es in Interviews verboten sein, nach dem Kinderwunsch zu fragen? Ich arbeite seit vielen Jahren Journalistisch und habe hunderte Interviews geführt. Von so einem Verbot habe ich aber noch nie gehört. Ausser vielleicht bei Einstellungsgesprächen. Aber das ist dann wieder ein ganz anderes Thema.

      Grundsätzlich bin ich ganz bei Josi. Für mich ist es schwer verständlich, wieso es okay ist, über das Single-Sein zu sprechen, eine Frage nach dem Kinderwunsch aber total daneben sein soll. Für mich als Aussenstehender sind beide Fragen etwa gleich persönlich.

      Nichts desto trotz ist es natürlich im Umgang mit Medien sinnvoll, sich vorher Gedanken darüber zu machen, was man von sich preisgeben will und was nicht. Und wenn man aus irgend einem Grund nicht über den Kinderwunsch sprechen will, sollte man das natürlich auch nicht tun.

      Für die Leser habe ich noch zwei Tipps aus meinen eigenen Erfahrungen:

      1. Wenn ihr etwas unsicher seid, könnt ihr verlangen, ein Interview vor der Veröffentlichung gegenzulesen. Das wird es kein seriöser Journalist verwehren. (Gilt nur für Zitate von euch. Er kann euch dann natürlich trotzdem zerreissen.)

      2. Im Normalfall hat das, was über euch geschrieben wird, keinen grossen Einfluss. Interviews sind so schnell wieder vergessen, selbst wenn ihr etwas wirklich wirklich Dummes sagt. Und ein schlechter Artikel über euch ist meistens immer noch besser als keiner, schliesslich bilden sich die Leser eine eigene Meinung.

      Gruss,
      Oli

      • Hi Oli,
        ich hatte die Vermutung, dass Josi eher von Vorstellungsgesprächen spricht, als sie Vertragsverhandlungen genannt hat. Deshalb habe ich nachgehakt. Und ich sehe bei den Aspekten durchaus einen Unterschied. Aber wir hängen uns hier wieder mal an einem Detail auf, das lediglich als Beispiel dienen sollte und gar nicht das Thema ist… also lasse ich das jetzt mal so stehen.
        Vielen Dank für Deine Tipps, auch wenn Du auch gleich den Kern triffst: Die Aspekte, die etwas schräg getroffen wurden, waren die Sätze um meine Zitate herum. Und der Aussage „auch schlechte PR ist gute PR“ kann ich auch nicht ganz zustimmen 😉
        Viele Grüße,
        Carina

      • Daniela

        Hallo an alle,
        erstmal danke an dich Carina für den tollen Artikel. Solche Informationen sind einem zwar klar in dem Moment, wo man es liest. Als Leser mag man denken: „Ja klar, so ist das. Was hast du erwartet?“ Aber die Wahrheit ist: Keiner denkt in dem Moment daran. Wie kann man auch? Man müsste schon so eine schützende Show-Persönlichkeit haben wie Hillary Clinton.

        Klar, Medien sind nicht dein Kumpel. Medien behalten keine Geheimnisse für sich und Medien erzählen die Geschichte, die sich besser verkauft. Und Medien sind gleichzeitig so unberechenbar wie ein Montser mit mehreren Köpfen, das sich nicht entscheiden kann, welche Existenz sie heute zerstören und welche unterstützen will. Medien sind egoistisch und tragen unter dem Deckmäntelchen der Aufklärung keine Verantwortung.

        Aber als Blogger und Person der Öffentlichen Lebens ist man darauf angewiesen, sich gut mit ihnen zu stellen, um die Rechnungen zu bezahlen. Weil sie die Meinung der Öffentlichkeit beeinflussen. Und diese Anonyme Masse kann grausam sein und sich immernoch als guter Mensch fühlen wenn sie sich öffentlichen Menschen aufdrängen, sie bedrängen, kritisieren, beschimfen oder schlimmeres.

        Es ein sehr schmaler Grad, auf dem man sich in der Öffentlichkeit bewegt und man sollte niemals die geifernde Masse unterschätzen, die sich auf den stürzt, auf den der Finger der Medien zeigt.

        Ich habe selbst Sorgen, die Sache mit den Medien und der Öffentlichkeit nicht richtig anpacken zu können, oder dass sie mich überfordert.

        Zu der Sache mit der Frage nach einer Familienplanung:
        Es ist absolut unhöflich, eine Frau ohne Kinder nach ihrer Familienplanung zu fragen. Da kann man ja nur in Fettnäpchen treten. Und wenn die bisherigen Interviewpartner darauf nicht hingewiesen haben, waren sie wohl höflicher als der Interviewer.

        Warum ist das immer ein Fettnäpchen?

        Weil eine Frau ohne Kinder durchaus den Druck spürt, irgendwann mal eine Familie gründen zu müssen.
        Eine Freundin von mir bekam mit 25 ihr Kind. Der erste Kommentar ihrer Mutter zu der Schwangerschaft war: „Na endlich.“

        Einem (vermeindlichen) Karriere-Mann stellt niemand solche Fragen.

        Damit bringt man die Frau in eine unangenehme Situation. Sie müsste zugeben,

        – dass sie bisher noch nicht den richtigen Partner gefunden hat – was ihre Sozialkompetenz in Frage stellt

        -dass sie keine Kinder will- also mag sie keine Kinder oder sie ist total egoistisch und will ihr Geld nur für sich

        – dass sie unfruchtbar ist – und sich damit vielleicht nicht als richtige Frau fühlen könnte

        – dass sie sich darüber noch keine Gedanken gemacht hat – also lebt sie nur so in den Tag hinein und macht sich keine Gedanken um ihr eigenes Leben?!

        vielleicht gibt es auch noch weitere Antwort-Möglichkeiten. Aber die warscheinlichkeit, einer kinderlosen Frau mit der Frage etwas unangenehmes zu unterstellen ist sehr groß.

        Also: Kinder sind ein gutes Gesprächsthema, aber nur wenn der Gegenüber Kinder hat.

        Übrigends: Auch Politik, Religion und Geld sind tolle Fettnäpfchen.

        Carina, hast du vielleicht noch mehr Artikel in diese Richtung?

        P.S.: Verzeih den langen Kommentar, aber dein Artikel hat mich sehr inspiriert. Danke dafür!
        Lg,
        Daniela

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