Lass uns doch noch mal kurz über Geld reden...

„Ich finde es super, dass Du dieses Mal auch über Deine Ausgaben gesprochen hast. Das fehlt mir in den meisten Einnahmen-Reports.“

Diesen oder ganz ähnliche Sätze habe ich letzten Monat häufiger gelesen, nachdem ich meinen Einnahmen-Report des ersten Halbjahres veröffentlicht habe.

Dabei habe ich meine Ausgaben nur grob und sehr unvollständig angeschnitten.

Der Blick hinter die Kulissen

Du möchtest wissen, wie und womit ich mein Geld verdiene?

Dann lass Dir jetzt meinen Einnahmen-Report von 2014, 2015 und 2016 in einem knackigen eBook zuschicken:

 

Ich mag aber die Grundeinstellung und den Realismus dahinter sehr:

Dass wir auf Um 180 Grad nicht nur der Knete hinterherrennen und uns alle der Illusion hingeben, dass ein Online-Business uns reich macht, ganz ohne Input.

Oft lese ich, dass es nur sehr wenig Geld kostet, ein Online-Business zu starten, es so gut wie keine Haltungskosten benötigt und wir mit minimaler Investition ganz schön viel Geld verdienen können.

Das stimmt nur sehr, sehr bedingt.

 

Richtig ist, dass der Grundstein mit minimalem Kapital gelegt werden kann.

Dabei solltest Du allerdings nicht unterschätzen, wie lange es dauert, bis Dein Online-Business auch genug Geld abwirft, um Dich finanziell zu halten.

Bei mir hat es etwa ein Jahr gedauert, bis ich mich auf niedrigem Niveau finanzieren konnte. Zwei, bis es mir wirklich gut ging und ich mehr verdient habe als in meinem vorherigen Beruf und in der Festanstellung.

Dazu sollte ich vielleicht noch einmal auf dem Punkt herumhacken, dass ich eine Kinderkrankenschwester bin, die vor ihrer Existenzgründung von nichts einen Schimmer hatte.

Das erste Jahr habe ich also vor allem damit verbracht, zu lernen, zu testen, Fehler zu machen und weiter zu testen.

Du musst nicht viel Geld für den Start Deines Online-Business oder Deiner Selbständigkeit ausgeben, aber gute Rücklagen haben, um Dich während des Aufbaus (und dem damit verbundenen Lernprozess) zu ernähren.

Besonders Neulinge, die sich von der Magie des Digitalen Nomadentums angezogen fühlen und sehr spontan aus allem ausbrechen wollen, scheinen das oft zu übersehen.

Und diese Entwicklung erschreckt mich schon lange.

 

Falsch ist, dass ein lukratives Online-Business ohne Investitionen auskommt.

Der Start mag mit minimalen Ausgaben verbunden sein, aber um ein Online-Business voranzubringen, braucht es definitiv mehr.

Ich war etwas überrascht, als jemand in den Kommentaren schrieb, 700€ an Fortbildungsmaterial in einem halben Jahr sei ja schon recht ordentlich.

Denn ich empfinde das ganz anders. Ich versuche, mich immer wieder daran zu erinnern, dass digitale Produkte, Kurse und Ähnliches sich für mich mehrfach auszahlen.

Das Geld, was ich dabei in andere Hände gebe, verschwindet nicht, wie für eine Ausgabe, von der ich im Endeffekt kaum etwas habe und die ich vermeiden könnte (Du hättest früher mal meine Wohnung sehen sollen – Hunderte von Euros verschwanden in Deko…).

Ich wachse mit jedem Input, den ich mir so erkaufe, und überschreite damit häufig die Lerngrenzen des kostenlosen Inputs im Internet.

Denn hier liegt ein weiterer Hase im Pfeffer:

Kostenlose Lernmaterialien sind EN MASSE zu haben.

Das sage ich jedem mit vollster Überzeugung, der neu startet.

Aber auch dieser Input hat seine Grenzen, und ab einem gewissen Punkt lohnt es sich, in gute Bücher, wertvolle Kurse und intensivere Lehrmaterialien zu investieren.

Jedes Mal wenn ich sehe, was zum Beispiel ein $300-Kurs zu einem bestimmten Thema in meinem Kopf anstellt, ärgere ich mich, dass ich ihn nicht schon viel früher in Anspruch genommen habe.

 

Also. Fassen wir zusammen:

Der Start eines Online-Business benötigt Rücklagen zur Lebenshaltung, aber nur geringe Unternehmenskosten.

Ein lukratives Online-Business, das Deine Lebenshaltungskosten deckt (und im Idealfall einiges darüber hinaus), benötigt Investitionen in Dich. Und ja, die kosten Geld.

Um also das Thema der Ausgaben eines Online-Business mal tief gehend anzugehen, habe ich realistische Ausgabenlisten erstellt. An unterschiedlichen Punkten…

 

Grundlegende Ausgaben als Selbständige (völlig egal ob ortsunabhängig oder nicht)

  • Private/gesetzliche Krankenversicherung – Minimum ca. 160€, realistisch ab 250€/Monat
  • (Private/gesetzliche Rentenversicherung – nach oben und unten offen) kann in den ersten beiden Jahren der Selbständigkeit vernachlässigt werden, danach ein Muss meiner Meinung nach!
  • Haftpflichtversicherung/Berufshaftpflicht – ab 25€ respektive 140€/Jahr
  • Private Arbeitslosenversicherung – Ost 35€ / West 41€/Monat im Jahr der Gründung und im ersten Jahr danach, dann etwa 80€ (kein Muss, aber evtl. empfehlenswert, kann allerdings nur innerhalb der ersten drei Monate der Gründung gestartet werden)
  • Lebenshaltungskosten – je nach Deinem Lebensstandard ab 1000€, nach oben offen

 

Eventuell zusätzliche Kosten der Ortsunabhängigkeit

  • Dropscan – je nach Nutzung, ca. 10€/Monat

Wofür? – Um Deine Post dorthin weiterleiten und scannen zu lassen, sodass Du sofort weißt, wenn wichtige Briefe eintrudeln.

  • Digitale Büroadresse – bei Bedarf, ab 25€/Monat

Wofür? – Wenn Du zum Beispiel Deine Meldeadresse nicht in Deinem Impressum erscheinen lassen möchtest.

  • Nachsendeauftrag – 25€/Jahr

Wofür? – Falls Du niemanden hast, der sich um Deine Post kümmern kann oder den Du damit belasten möchtest. Einfach an die Dropbox weiterleiten lassen.

  • Zusätzliche Auslandskrankenversicherung – je nach Reiseziel und Abdeckung, ab 35€/Monat

Wofür? – Damit Du auch im außereuropäischen Ausland abgesichert bist. Alles andere ist meiner Meinung nach nur fahrlässig. (Aber jedem das seine!)

  • Lagerbox – bei Bedarf und je nach Größe, ab 20€/Monat

Wofür? – Falls Du niemanden hast, bei dem Du Deinen restlichen Besitz einlagern kannst oder den Du damit belasten möchtest.

 

Der Neustart eines Online-Business als Existenzgründerin

  • Hosting einer Domain/Website – monatlich ab 8€
  • Das Design Deines Online-Auftrittes (Theme zur Selbstgestaltung) – kostenlos bis 100€ (wenn Du sparsam bist)

Du kannst jederzeit mehr in Dein Online-Business investieren und damit auch direkt und aktiv Deinen Marktwert steigern. Früher oder später solltest Du allerdings in jedem Fall folgenden Schritt tun…

 

Der Sprung von der Existenzgründerin zur erfolgreichen Solo-Unternehmerin

Ich werde hier nicht die Sparversionen aufzeigen, aber trotzdem ein wachsendes Budget berücksichtigen.

Denke aber daran, dass Du bei jedem Punkt, bei dem Du versuchst, am unteren Limit zu sparen, in den meisten Fällen draufzahlen wirst, um vorangegangene Fehlinvestitionen wieder auszubügeln oder sie nach wenigen Monaten zu revidieren.

  • Professioneller Webauftritt – höherwertiges, professionelleres Theme (ab 100€) oder Webdesign (ab min. 2000€)

Warum? – Weil Deine Website Deine digitale Visitenkarte ist!

  • Virtuelle Assistenz/Lektorat/Design/Freelancer – je nach Aufgabenbereich und Professionalität ab 15€/Stunde bis 40€/Stunde und mehr

Warum? – Weil Du, je mehr Du abgibst, Dich umso besser auf das konzentrieren kannst, was nur Du kannst und was Dir Geld einbringt!

  • Persönliche Fort- und Weiterbildung (Kurse: on- und offline, digitale Produkte und Lehrmaterialien, Bücher etc.) – je nach Produkt, Qualität, Größe/Dauer

Warum? – Oben beschrieben: Investitionen in Dein Wissen sind das Einkommenswachstum von morgen!

  • Dienstleistungen zum Produktverkauf (SendOwl, LeadPages, Infusionsoft, GoToWebinar etc.) – ab 15€/Monat, nach oben offen

Warum? – Ab einem gewissen Pensum ist es nicht nur umständlich, lediglich PayPal-Buttons zu installieren, sondern schließt z. B. auch Statistiken und Affiliates aus.

  • Private/gesetzliche Rentenversicherung / Rücklagen – ganz nach Wunsch, nach oben offen

Warum? – Weil „go with the the flow“ Dich mit 60 leider nicht ernährt und Du gar nicht sicher sein kannst, ob Du wirklich Dein Leben lang Lust hast, Geld verdienen zu müssen.

  • Steuerberatung und Buchhaltung – je nach Aufwand, ab 120€/Monat

Warum? – Weil Dir ein guter Steuerberater, je höher Deine Ausgaben werden, tatsächlich Geld sparen kann.

  • Social Media Tools Pro Nutzung (Buffer-App, ManageFlitter, Crowdfire etc.) – ab 10€/Monat jeweils

Warum? – Weil Deine Reichweite und Deine Social-Media-Strategie maßgeblich Dein Einkommen bestimmen. Und heutzutage niemand mehr an Social Media vorbeikommt.

 

Die Sache mit dem Finanzamt und den lieben Steuern

Dann ist da noch der Besuch beim bürokratischen Zahnarzt.

Immer wieder taucht die Frage auf, wo und ob ich eigentlich meine Steuern zahle.

Hier liegt wieder ein weit verbreiteter Irrglaube vor: Nur weil ich ortsunabhängig arbeite, bedeutet das nicht, dass ich nicht in Deutschland gemeldet bin.

Ja, es gibt die Möglichkeit, auch in anderen Ländern sein Unternehmen anzumelden. Vor allem um Steuern zu sparen. Für mich macht das allerdings zumindest momentan aus verschiedenen Gründen keinen Sinn.

Daher zahle ich brav, jedes Jahr nach der Steuererklärung, meine Einkommenssteuer in Deutschland und gebe alle drei Monate an das Finanzamt meine eingetriebene Mehrwertsteuer wieder ab.

Das ist ein kniffliges Thema, und daher verweise ich bei Fragen dazu immer wieder auf die lieben Steuerberater. Auch ich gebe all diese Punkte einfach ab, weil ich genau weiß, ich kenne mich damit nicht gut genug aus.

Hier schon ein kleiner Spoiler: Auch auf Kommentare mit Fragen dazu werde ich nicht anders antworten als mit diesem Standardsatz. Zu Deiner und meiner eigenen Sicherheit, Fehler vermeiden zu wollen.

Was Du auch bedenken solltest, ist, dass ab einem gewissen Verdienst und wenn Du ein Gewerbe nutzt, auch jährlich Abgaben an die Handelskammer (IHK) eingefordert werden.

Etwas, dass ich leider als Pflichtübung nicht ganz nachvollziehen kann, da ich auch keine Leistungen von ihnen in Anspruch nehme. Aber Deutschland ist in bürokratischer Hinsicht ja leider nicht immer logisch.

Zusätzlich kommen ab einem Gewerbe-Gewinn von über 24.500€ (Gewinn gleich Einnahmen – Ausgaben) pro Jahr dann auch Gewerbesteuer (an Deine zuständige Gemeinde zu zahlen) hinzu.

 

Fazit der Steuern:

Von Deinen Netto-Einnahmen solltest Du als Faustregel 30% für die Einkommensteuer beiseitelegen und entsprechend Deines Einkommens auch die IHK und die Gewerbesteuer nicht ganz aus dem Blick verlieren.

Generell versuche ich, solche trockenen Artikel zu vermeiden, aber nun kann ich in den immer wiederkehrenden Fragen einfach auf diesen verweisen und Dich für alle offengebliebenen Fragen guten Gewissens auch an Sebastian von Wireless Life weiterleiten.

Nun bist Du wieder dran, schieß los und gib in den Kommentaren all die Fragezeichen, die nun noch in Deinem Kopf herumschwirren, an mich ab!

Welche Ausgaben oder Kosten sind Dir noch unklar? Woran zweifelst Du noch?

 

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39 Kommentare / Schreibe einen Kommentar
  1. Liebe Carina,

    danke für den tollen Beitrag. Für mich sind die ganzen Formulare und Anträge ehrlich gesagt noch sehr undurchsichtig und ich bin geneigt, einfach alles hinzuschmeißen und zu denken: ach scheiß drauf, bleibts halt für immer ein Hobby. Aber dann raffe ich mich auf, weil mir nämlich genau solche Posts wie dieser hier zeigen, dass es kein Hexenwerk ist und man sich da schon irgendwie reinfindet.

    Viele Grüße
    Conny

    • Hi Conny,
      bloß nicht hinschmeißen deswegen!
      Das erste Jahr hab ich auch verdammt oft in Tischkanten gebissen aus Verzweiflung. Aber sobald Du den ganzen Krampf einmal hinter Dir hast, wird es leichter!
      Ganz liebe Grüße,
      Carina

  2. Liebe Carina, vielen Dank für den Artikel und generell für Deine tolle Arbeit! Ich mache mich grade selbstständig und fand vieles, über das Du schreibst, schon sehr hilfreich. Meine Frage zu diesem Post: Wieso hast Du ein Gewerbe angemeldet? Könntest du nicht freiberuflich arbeiten? Liebe Grüße, Anke

    • Hi Anke,
      sehr gern 🙂
      Anfangs – gestehe ich ganz ehrlich – hatte ich einfach keinen Plan. Und da ich früher oder später eBooks verkaufen wollte, war ich mir sicher unter die Gewerbetreibenden zu fallen. Stimmte auch letztendlich. Affiliate Marketing und Co sind da auch eher Gewerbe. Mittlerweile bin ich beides, da meine Autorentätigkeiten definitiv freiberuflich sind.
      Liebe Grüße,
      Carina

      • Liebe Carina,
        danke für Deine Antwort. Gut, dass ich für mein erstes eBook vorgewarnt bin 🙂
        Liebe Grüße und einen tollen Tag,
        Anke

  3. Natalie

    Liebe Carina,

    danke für deinen Artikel. Ich lese mich grad auch verstärkt in das Thema Selbstständigkeit, passives Einkommen, sich selbst und seine Aufgabe finden ein und lese auch einige Blogs dazu. Aber ich möchte auch gerne tiefer gehen und mehr lesen. Wie findest du passende eBooks für dich? Durch die Blogs, denen du folgst?

    Viele Grüße
    Natalie

    • Hi Natalie,
      ja, hauptsächlich.
      Ich suche mit Blogs, vor allem im englischsprachigen Bereich, die sich mit dem Thema beschäftigen, bei dem ich gerade dazulernen möchte. Den Bloggerinnen die mir schon in den Artikeln Mehrwert bieten und helfen, vertraue ich auch in bezug auf ihre Produkte und eBooks. Hat sich bisher bewährt (und läuft doch irgendwie bei jedem gleich 😉 )
      Liebe Grüße,
      Carina

  4. Hi Carina,

    danke für die gute und interessante Auflistung. Da ich ja noch zu den Rookies gehöre, interessiert mich besonders, welche Kurse/Bücher/Seminare dir besonders gut geholfen haben, die du also vorbehaltlos weiterempfehlen würdet. Ich finde es unglaublich schwer, in diesem Heer von „Experten“ noch durchzublicken, wo die Perlen zu finden sind.

    Liebe Grüße
    MIscha

    • Diana

      Hallo Carina,
      Ich schließe mich da Mischa an. Welche Kurse/Seminare etc. kannst du aus persönlicher Erfahrung empfehlen?

      Viele liebe Grüße,
      Diana

      • Hi Diana,
        habe das auch gerade bei Mischa ausführlich beantwortet.
        Ich hoffe, dass hilft!
        Liebe Grüße,
        Carina

    • Hi Mischa,
      hm, das ist so als ob Du fragst, welche Bücher bei Amazon lesenswert sind 😀
      Die Fragen dabei sind: für welches Thema? In welcher Sprache?
      Ein eBook kann noch so gut sein, wenn es nicht das Thema oder die Informationen sind, die Du gerade brauchst, ist es für Dich unnütz.
      $100 Start-up ist zum Beispiel ein geniales Buch, aber wenn Du mir das heute empfehlen und ich es lesen würde, wäre es rausgeworfenes Geld.

      Wie bei Natalies Kommentar beschrieben, suche ich mir also Blogs zu dem Thema, zu dem ich mich aktuell fortbilden will und höre auf deren Tipps oder nutze deren Produkte, wenn sie mich ansprechen.

      Das hat sich in den letzten zwei Jahren natürlich extrem geschiftet und ist zu einer endlosen Liste mutiert. In meiner Ressourcenliste habe ich mal alle eBooks eingefügt, die ich auf meinem Kindle hab – damit siehst Du schon wie schwer diese Frage im Allgemeinen zu beantworten ist 😀

      Und auch wenn ich da vielleicht zu einer aussterbenden Rasse gehöre, empfehle ich auf Um 180 Grad absolut nichts, was mir nicht auch gut geholfen hat oder was ich beschnuppern und für gut befinden konnte. Dann lehne ich lieber ab. Also auch Affiliates sind nur hier eingebunden, wenn sie wirklich was können 😉

      Im Endeffekt, kann ich Dir dazu nur einen guten Rat geben: Wenn Dir Dein Bauchgefühl sagt, es ist nur Gelaber, dann ist es das auch oft. Verfolg deren Blogs. Je mehr mir Bloggerinnen schon mit ihren Artikeln unglaublich helfen konnten, desto leichter fiel es mir deren Angebote zu nutzen und in den meisten Fällen so gut waren dann auch ihre Produkte.

      Viele Grüße,
      Carina

  5. Josi

    Liebe Carina,
    heute war Dein Beitrag richtig fundiert. Er motiviert meine Geduld, die ab und zu etwas auf der Online-Strecke schwächelt. Zum professionellen Webauftritt: Dein Theme hier kostet keine 100 Euro. Um professionell unterwegs zu sein, lässt sich auch unter 100 Euro etwas bewegen. Wenn jemand berät und bei der Bearbeitung des betreffenden Themes vom Kauf bis zur Gestaltung mithilft, sehen die Preise anders aus. In der weiteren Anwendung ist das ähnlich. Schulungen und Beratung können demnach helfen, das ganze zu beschleunigen. Dies sind ganz klar Investitionen. Hinzu kommt die jeweilige Branchenkenntnis, die sich nicht auf einen Nenner herunterbrennen lässt. An dem Punkt kann es schwierig werden. Keiner kann von einem Berater erwarten, überall zu Hause zu sein.
    Liebe Grüße
    Josi

    • Hi Josi,
      ich habe auch nie behauptet, das mein Theme zum professionellen Design gehört 😉
      Und ja, Geduld braucht es in jedem Fall!
      Viele Grüße,
      Carina

  6. Hi Carina,

    wow sehr übersichtlich und für alle „Newbies“ ein super Einblick. Ich habe jetzt 3 Tage lang Ein-/Ausgaben-Listen erstellt. Alleine für Jan – Juli 2015. Schrecklich. Ich bin froh über meinen Steuerberater – jeder Cent ist bei ihm gut angelegt.

    Auch mit den Ausgaben hast du recht. Bei mir kommen noch Kosten für GetResponse (E-Mailing Tool), Onpage.org usw. dazu. Aber: Ab dem 1.12. werde ich voraussichtlich komplett selbständig sein (yeah! – heute kündigen!) und dann werde ich nochmals genau prüfen (mit meinem Steuerberater) was Sinn macht und wo ich dann doch spare ohne festes Einkommen. Affiliates schwanken wie wir alle wissen 😉

    Ob ich Lust habe für meine Agentur weiter als Freelancer zu arbeiten erstmal muss ich mir bis nachher überlegen…vielleicht. Erstmal frei sein! Du kennst das ja!

    Bis hoffentlich bald mal wieder
    Katrin

    • Hi Katrin,
      stimmt, GetResponse hab ich ganz vergessen aufzulisten. Füg ich gleich noch hinzu!
      Und Glückwunsch, zur baldigen Vollzeit-Selbständigkeit 🙂

      Meiner Erfahrung nach schwanken Affiliates nur, wenn man auf den allgemeinen Tonus hört und glaubt, dafür müsste man nichts tun.
      (Ein beliebter Irrglaube bei Affiliate Marketing… das wird gern mit den Nischenseiten verwechselt, meiner Meinung nach.)
      Meine Affiliates nehmen nur nach oben zu, nie nach unten. Weil ich natürlich auch etwas aktiv dafür mache.

      Ich finde auch, das Geld für einen Steuerberater ist gut angelegt! Allein zu wissen, dass ich mir nicht mehr ständig Sorgen machen muss, ob ich alles richtig mache… Gold wert!

      Viele Grüße,
      Carina

  7. Liebe Carina,
    wow, ein richtig toller Artikel zum Thema Ausgaben bei Selbständigkeit!

    Schade, dass ich ihn nicht schon lesen konnte, als ich mich 1992 selbständig gemacht habe :-). Es ist soo wichtig, die Ausgaben, auch die kommenden, im Blick zu haben.

    Ich weiß noch wie groß meine Panik war, als nach der ersten Steuererklärung das Finanzamt eine Menge Steuern innerhalb eines Monats haben wollte, ich hatte aber leider kein Geld dafür zurückgelegt. Und die Bank machte Schwierigkeiten, mir einen Kredit zu geben, obwohl meine Praxis gut lief. Das waren bange Wochen, bis ich es endlich regeln konnte, incl. Bankenwechsel.

    Und so etwas kann sich wirklich jede/r mit so guten Empfehlungen wie in deinem Artikel ersparen.

    Ich persönlich führe außerdem seit langem eine Einnahmen/-Ausgaben Liste, so dass ich immer weiß, wo ich finanziell stehe.

    Liebe Grüße,
    Christiane

    • Hi Christiane,
      danke Dir! 🙂

      Ja, das war von Anfang eine meiner größten Sorgen – dass mich das Finanzamt kalt erwischt! Deshalb habe ich von Anfang an Geld beiseite gelegt. Sogar als ich in Australien im Working Holiday war 😀 (Durfte ich aber zum Glück dann alles behalten – noch besser!)

      Einnahmen/Ausgaben-Liste habe ich ersten Jahr auch konsequent gemacht. Mittlerweile mache ich das ehrlich gesagt nur noch grob. Aber jeden Monat, wenn ich die Unterlagen für die Buchhaltung mache, sehe ich zumindest schon auch, was passiert. Und am Kontostand natürlich sowieso.

      Viele liebe Grüße zurück,
      Carina

  8. Hallo Carina,
    mich würden deine „verschiedenen Gründen“ sehr interessieren, warum du dein Business nicht außerhalb von Deutschland anmeldest. Du würdest dir eine Menge Bürokratie und Steuern sparen. In Summe (ESt, GewSt, IHK usw.) dürften es sicherlich um die 40% vom Gewinn sein. Wenn man die Bürokratie noch in Geld (Zeit) umrechnet würde dein Business doppelt so viel abwerfen wie in Deutschland. Viele würden dies gern machen, können es aber aufgrund des ortsansässigen Business. Du hast das richtige Business, nutzt diese Möglichkeit aber nicht.

    Gruß
    Alex

    • Hi Alex,

      die verschiedenen Gründe sind privater Art und spielen daher hier im Business-Bereich gar keine Rolle.
      Und zum zweiten stört mich der Aspekt, den Conni gerade in ihrem Artikel darüber erwähnt hat:

      „Ich sehe nur einen Haken an der ganzen Sache:

      Wenn ich irgendwann (…) mal wieder nach Deutschland ziehen würde und mich dort wieder beim Finanzamt anmelde (Anstellung oder Unternehmensanmeldung), würde der Fiskus fragen, wo ich denn in der Zwischenzeit war und meine Steuern bezahlt habe. Wenn man da nichts vorlegen könnte, müsste man wohl alle Steuern in Deutschland nachzahlen, was sehr teuer werden kann.“

      http://www.planetbackpack.de/auswandern-digitale-nomaden/

      Ich möchte nicht ausschließen, dass ich irgendwann mein Gewerbe wieder nach Deutschland bringen würde. Und ich gehöre zu der ehrlichen Sorte Mensch, die dann vermutlich damit ins Messer laufen würde.

      Aber wie gesagt, spielt auch gar keine Rolle. Die Option des Abmeldens stellt sich für mich aktuell nicht.

      Viele Grüße,
      Carina

      • Danke für deine Antwort. Den Artikel von Conni hatte ich auch schon gelesen. So „easy“ stelle ich mir das auch vor. Allersdings musst du keine Steuern nachzahlen, wenn du nachweisen kannst, dass du all die Jahre nicht mehr als 183 Tage / Jahr in D unterwegs warst.
        Gruß
        Alex

        • Das mit dem „ich stell mir das so vor“ finde ich ne riskante Angelegenheit. Deutschland hat den Hang dazu, bürokratisch sehr akribisch zu sein, wenn es um ihre Steuern geht. Und da ich ausschließlich deutsche Kunden habe und zu 95% deutsche Käufer, stelle ich mir das eher so vor, dass sie mir Steuerflucht vorwerfen.
          Aber da wir beide weder Bürokraten noch Steuerberater sind, können wir das nun auch totdiskutieren. Wahr und stichfest wird es dadurch auch nicht 😉
          Letztendlich kann es jeder machen wie er oder sie will 🙂
          Viele Grüße,
          Carina

  9. Liebe Carina,

    vielen Dank für deinen tollen Blog-Artikel. Ich plane momentan auch meine Selbstständigkeit und dabei hilft mir dein Blog wirklich sehr. Ich habe eine Frage, die so ähnlich oben in einem anderen Kommentar bereits gefragt wurde: Muss ich als Selbstständige unbedingt ein Unternehmen gründen? Kennst du dich mit den Vor- und Nachteilen aus? Prinzipiell möchte ich im Medienbereich freiberuflich arbeiten und keine Produkte verkaufen oder ähnliches. Allerdings frage ich mich, wie ich mich auch rechtlich am besten schützen kann. Wäre dafür ein Unternehmen von Vorteil? Für meinen Blog habe ich seit einiger Zeit ein Kleingewerbe, um gewisse Steuern nicht zahlen zu müssen.

    Vielen Dank für deine Hilfe.

    Liebe Grüße aus Berlin
    Anne

    • Hi Anne,
      Du meinst mit Unternehmen wahrscheinlich ein Gewerbe, oder?
      Das kommt auf die Tätigkeiten an, mit denen Du Geld verdienst.
      Und zu Vor- und Nachteilen gibt es unendliche Meinungen, die aber eigentlich gar keine Rolle spielen, da Du Dir das nicht wirklich selbst aussuchen kannst.
      Was Du mit rechtlich schützen meinst, verstehe ich leider auch nicht ganz…
      Viele Grüße,
      Carina

  10. Hi Carina!

    Super Artikel – besonders das Zurücklegen der Steuern ist eine Sache, die man auf keinen Fall vergessen sollte.

    Die Investition in sich selbst.. schwieriges Thema 😉

    Momentan bin ich am überlegen, ob ich 240€ in einen Kurs investiere – mal schauen, wie die Entscheidung fällt, da gerade jetzt im ersten Jahr der Selbstständigkeit nicht viel Geld übrig bleibt.

    Schönen Gruß!

  11. Carla

    Liebe Carina,
    danke für deinen Artikel! Auch, wenn ich mal wieder verwirrt bin – dieses Deutschland 😉
    Du hast also ein Gewerbe und bist als Autorin Freiberuflich? Habe ich das richtig verstanden – was bedeutet das denn dann? 😉

    Und hast du nen Tipp, wie ich einen „guten“ Steuerberater finde, was ihn ausmacht…?
    Das Lernmaterial wie Ebooks, Seminare usw. kann man doch sicher dann auch absetzen, aber wie viel bekommt man da ca. zurück?
    Habe echt keinen Plan und keine Idee wen man danach fragen kann!

    Liebe Grüße
    Carla

    • Hi Carla,
      ja, genauso ist es. Und resultiert im Grunde hauptsächlich in doppelter Einnahmenüberschussrechnung und verschiedenen Rechnungen zu entweder 7% (Autorentätigkeit) oder 19% (gewerbliche Tätigkeit).
      Zum Steuerberater kann ich Dir leider auch keinen Tipp geben, wie man den richtigen findet. Ich fürchte, das ist ein wenig Trial & Error :-/ Oder Du fragst eben Bekannte (am besten im gleichen Berufsfeld), wen sie nutzen und ob sie zufrieden sind. So mache ich das auch.
      Liebe Grüße,
      Carina

  12. Lydia

    Hallo Carina
    Danke für Deine Offenheit – ich habe schon viel von dir gelernt!
    Ich überlege im Moment von wordpress.com zu wordpress.org zu wechseln – ohne wirklich eine Ahnung zu haben, ob sich das bei mir „lohnt“. Ich bin noch am orientieren und suchen für den genauen Fokus – im Moment mache ich zu viele offline Projekte…
    Doch habe ich bemerkt, dass das für bestimmte Plugins und Programme ein Umzug zu .Org notwendig ist. Ich müsste das abgeben (den Umzug) da ich so wenig Ahnung habe. Kostenvoranschläge liegen bei ca 1000 Euro…
    Ist das wichtig / gut angelegt ? Würdest du das empfehlen?
    Danke für dein Feedback!
    Gute Grüsse
    Lydia

    • Hi Lydia,
      1000€ nur für den Umzug von .com auf .org??
      Entweder Du hast da eine Null zu viel, bekommst noch ein komplettes Theme erstellt und angepasst oder das ist Abzocke 😀
      Ich vermute eins der ersten beiden, wenn Du sagst AngebotE.
      Also was genau wird an Dienstleistung für die 1000€ angeboten?
      Liebe Grüße,
      Carina

      • Lydia

        Hi Carina,
        danke für deine schnelle Antwort… Im Angebot inkl. wäre der Umzug (18 Seiten sind das insgesamt – mit Unterseiten), Einbau von 2-3 Plugins und die Anbindung an Mailchimp, d.h. ein neues Newslettersystem. Der Aufwand wird auf 10 Stunden geschätzt. Ich lebe in der Schweiz. Das sind wohl dann auch Schweizer Preise?!
        Es wäre wohl günstiger, dass in Deutschland oder anderswo zu machen – wieviel würdest du dafür ausgeben? Und wo finde ich gute Leute?
        Ich bin auf der Schiene leider völlig ahnungslos.
        Danke im Voraus!
        Viele gute Grüsse
        Lydia

        • Liebe Lydia!
          Also, ich persönlich empfinde das als absolut übertrieben. Dazu braucht es ja nun nicht wirklich Expertenwissen (ich bin auch kein Held, aber das würde sogar ich hinbekommen). Aus dem Bauch raus, würde ich auf die Hälfte tippen.
          Frag doch mal Mandy auf http://cucuza.de/ nach einem Angebot!
          Ich vermute stark, das wird humaner sein 😉
          Liebe Grüße,
          Carina

          • Lydia

            Liebe Carina
            Danke für Deinen Tipp und die Einschätzung… Das werde ich machen!
            Da bin ich froh. Plus: sehr motiviert tiefer einzusteigen trotz Versagensängste…
            Dir wünsche ich weiterhin viel Erfolg auf Deinem Weg!
            Du bist eine Inspiration! Und (wenn ich das so sagen darf) eine "Heldin" für andere!
            Liebe Grüsse
            Lydia

  13. Hi,

    Eine Frage hätte ich bei Deinen Ausführungen zur Krankenkasse und Rentenversicherung? Warum bist Du nicht in der Künstlersozialkasse?

    Tschüss Gisela

    • Bin ich 😉
      Aber mal eine Gegenfrage zurück: Glaubst Du, die gesetzliche Rentenversicherung wird uns in 30 Jahren tatsächlich absichern?
      Liebe Grüße,
      Carina

  14. Hallo, danke für den tollen Artikel. Da stecken wirklich viele nützliche Wahrheiten drin, wenn man gerade in der Überlegung steckt ein Online Business aufzuziehen. 🙂 Vies,was man sonst so hört, geht ja doch irgendwie an der Realität vorbei.
    Liebe Grüße aus Brixen Südtirol, Dani

  15. Hallihallo aus der Schweiz
    Ich bin jetzt gerade ehrlich gesagt ein bisschen überrascht und gleichzeitig erfreut! Früher sprach man hier bei uns in der Schweiz auf jeden Fall davon, dass man mindestens zwei Jahre braucht für einen Geschäftsaufbau, heute reden wir von 4-6 Jahren.
    Da bin ich also gut dabei, da mein Blog einwenig mehr als ein Jahr besteht und demnächst mein erstes Ebook erscheinen soll;-)…
    Ich glaube, dass viele junge Menschen einfach generell zu ungeduldig sind und immer gleich alles hinschmeissen.
    Da ich viele Jahre schon Coachings anbiete, weiss ich natürlich wovon ich spreche und ich gönne jedem von Herzen, der ein erfolgreiches Leben führt. Ab und zu muss man einfach Klartext sprechen, dass auch der hinterste versteht, dass auch wir unser Geld „hart“ aber mit viel Spass dabei verdienen!
    Ich liebe deinen Blog und freue mich immer, wenn ich was lesen darf, du machst das einfach sensationell!!!
    Zauberhafte Grüsse aus Zürich
    Monika von ErdbeerStern;-)

    • Hi Monika,
      vom Erfolg einer Selbstständigkeit spricht man auch im Grunde erst dann, wenn sie Dich komplett finanziert. Das war also auch in diesem Beitrag so gemeint. Glückwunsch zum ersten eBook in jedem Fall und Du bist sicherlich damit auf dem allerbesten Weg, Dein Online-Business an diesen Punkt zu bringen (unabhängig von Deinen Coachings meine ich)!
      Ich kann schon verstehen, wenn jemand nach einem Jahr ohne nennenswertes Einkommen die Flucht ergreift. Ich war auch nahe an dem Punkt. Die Existenzängste werden einfach zu groß. Und der Spaß hält sich dann eben in Grenzen, wenn man sich abends im Bett Sorgen macht, ob nächsten Monat noch genug Geld auf dem Konto ist.
      Das alles hat immer zwei Seiten, aber ich bin auch Deiner Meinung, dass Durchhalten und Geduld – so hart es auch ist – die besten Wege zum Erfolg sind!
      Liebe Grüße,
      Carina

  16. Anne

    Hallo Carina, der Artikel gibt eine super Zusammenfassung, was so eine gut funktionierende Selbständigkeit im Netz eigentlich kostet. Ich bin durch das Thema Haftpflichtversicherung auf deinen Artikel gestoßen.
    Ich suche mich grade dusselig, um herauszufinden, was für eine Versicherung (oder VersicherungEN) ich für mein Online-Business mit einem Online-Kurs brauche. Alles was ich bisher gefunden habe (IT- oder Media-Versicherung) passt da nicht. Dabei will ich mich gegen Abmahnungen und Urheberrechtsverstöße meinerseits schützen, zum anderen aber auch Vermögensschäden meiner Kunden abgesichert wissen. Wie bist du versichert?

    Liebe Grüße und Danke im Voraus,
    Anne

    • Hi Anne,
      ich bin dahingehend gar nicht versichert, weil es dafür, wie wir arbeiten oder was wir anbieten, noch gar keine passenden Versicherungen gibt. Da ist der beste Schutz, auf dem Laufenden zu bleiben und selbst so weit wie möglich zu versuchen, kein Urheberrecht zu verletzen.
      Alles dank dieser extrem neuen Entwicklungen im Netz noch totale Grauzone…
      Liebe Grüße,
      Carina

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