Produktivitäts-Trick #362: Leg Dir ein paar Prioritäten zu!

AUDIOBLOG – FOLGE #14

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Hey, meine Liebe!

Folge #14 knackt einen ziemlich wichtigen Punkt der Selbständigkeit. So selbstverständlich, dass er in den meisten Listen der 312 + 1 Produktivitätstipps vergessen wird: klare Prioritäten zu setzen.

Als ich vor ein paar Tagen einer meiner Femininjas wieder mal ’nen schlauen Spruch gedrückt habe, dass sie sich dieses oder jenes unbedingt noch mal durchlesen sollte, kam nur zurück:

Klar, kein Problem, Carina. Ich setz es einfach auf meine Liste „1 Million Dinge, die ich dringend tun sollte“.

Und ich hab laut losgelacht.

Die Liste hab ich nämlich auch, und ich bin ziemlich sicher: Du auch. (Hallo, welche Selbständige hat die nicht?!)

Falls die nicht als unerwünschtes Freebie bei der Anmeldung der Selbstständigkeit mitgereicht wird, dann weiß ich’s nicht.

Aber es gibt da ein kleines Werkzeug für diese Liste: Prioritäten!

Lass uns heute mal gemeinsam lernen, wie man diese Dinger setzt, wofür sie gut sind und wie Du Dir selbst ein paar davon zulegen kannst…

 

Was in dieser Folge für Dich steckt:

  • Zeitfresser oder Erfolgsdurchbruch?
    Wie Du das eine vom anderen unterscheiden kannst.
  • Die 1-Million-Liste
    Was alles auf Deine “Dringend zu erledigen”-Liste gehört – und was nicht.
  • Gemütlich und kuschelig
    Wie Du Dich immer wieder selbst sabotierst…
  • Stachelig, aber wirkungsvoll
    …und wie Du dagegen angehst!
  • Tausend Zahnrädchen
    Welche Optimierungen in Deinem Business wirklich Sinn machen

 

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Lieber Lesen statt Lauschen? Die Abschrift der Folge:

Als ich vor ein paar Tagen einer meiner Femininjas wieder mal ’nen schlauen Spruch gedrückt habe, dass sie sich dieses oder jenes unbedingt noch mal durchlesen sollte, kam zurück: Klar, kein Problem, Carina. Ich setz es einfach auf meine Liste „1 Million Dinge, die ich dringend tun sollte“.

Und ich hab laut losgelacht. Die Liste hab ich nämlich auch, und ich bin ziemlich sicher: Du auch. Falls die nicht als unerwünschtes Freebie bei der Anmeldung der Selbstständigkeit mitgereicht wird, dann weiß ich’s nicht.

Aber es gibt da ein kleines Werkzeug für diese Liste: Prioritäten!

Folge #14 knackt einen ziemlich wichtigen Punkt der Selbständigkeit. So selbstverständlich, dass er in den meisten Listen der 312 + 1 Produktivitätstipps vergessen wird: klare Prioritäten zu setzen.

Wir drücken uns alle gern vor diesem Schritt. Was völlig verständlich ist. Denn wenn wir ehrlich sind, versteckt sich hinter der Entscheidung, einen Punkt vor dem anderen zu priorisieren, gleichzeitig die Angst, hier die falsche Entscheidung zu treffen.

Was, wenn Du einen Punkt bevorzugst, der sich später als unnützer Zeitfresser herausstellt?

Was, wenn Du den Punkt immer wieder nach hinten schiebst, der Dir endlich den Erfolg gebracht hätte?

Also versuchen wir es mit der fantastischen Strategie des Multitaskings, haben eine Million angefangene Punkte auf der Liste, von der es nicht mal die Hälfte zur Vollendung bringt, und sind noch dazu total mies gelaunt die meiste Zeit, weil wir scheinbar nicht vorankommen.

Ich weiß genau, ich spreche hier nicht nur von mir.

Aber ja, mir geht es da genauso. Meine Liste hat sich seit dem ersten Tag meiner Selbständigkeit nie wirklich verkürzt. Es sind immer mindestens genauso viele Punkte unten dazugekommen, wie ich oben wegstreichen konnte. Manchmal mehr.

Wir hatten das Thema hier im Audioblog schon mal – das ist absolut nichts Schlechtes.

Dich weiterentwickeln und optimieren zu können, ist das Beste, was Du für Dein Online-Business tun kannst. Aber ja, es ist verdammt hart, auszuwählen, was jetzt gerade am meisten Sinn macht und womit man unendlich viel Zeit verschenkt, die man eigentlich in andere Baustellen stecken könnte.

Also führe ich Dich heute mal kurz und knackig durch mein Auswahlverfahren meiner 1-Million-Liste und durch den Prozess, wie ich meine Aufgaben darauf nach Priorität filtere. Und auch, an welchen Ecken Du Dich dabei ertappen kannst, Dich selbst zu sabotieren…

Vor ein paar Monaten war ich wieder mal total gefrustet, dass ich nicht so schnell vorankomme, wie ich gerne würde.

Das ist eigentlich ein chronischer Zustand bei mir.

Endlose Ungeduld und nie damit zufrieden zu sein, was ich leiste, das steht bei mir vermutlich mal auf dem Grabstein.

Allerdings lag diese Unzufriedenheit dieses Mal zusätzlich noch daran, dass ich mir keine Auszeiten gegönnt habe und mich an den falschen Punkten meiner Liste aufgehängt hatte. Ich habe viel zu viel Zeit und Energie in Punkte gesteckt, die mir nur scheinbar etwas bringen und die deutlich mehr Aufwand gefressen haben, als sie am Ende Nutzen gebracht haben.

Den Unterschied erkennen wir aber in unserem Wahn so selten. Weswegen ich irgendwann mal kurz tief Luft geholt hab und einen Meter Abstand zu meiner Liste genommen habe. Und sie scharf von der Seite angeschaut hab…

Dabei stellte sich nämlich dann heraus, dass ich mir Punkte ausgesucht hatte, die bequem und gemütlich waren. Nicht von der Art der Arbeit her, aber von dem Bereich meiner Komfortzone aus gesehen. Sie lagen schön in der Mitte davon rum, umgeben von einem kräftigen Pufferabstand zu ihren Grenzen.

Und jetzt rate, wie hilfreich diese Punkte für mein Business sind?

Richtig. Eher so ’n bisschen bis gar nicht.

Wenn Du also Deine Liste anschaust, dann solltest Du alle Punkte einer kräftigen Prüfung unterziehen.

Nimm Dir vier verschiedene Farbstifte oder markier die Punkte in Deinem Dokument in verschiedenen Schriftfarben, je nachdem in welche Kategorie sie fallen:

Sind es Punkte, die zur reinen Optimierung dienen mit nur wenigen bis gar keinen kurzfristigen Auswirkungen? Wie zum Beispiel, die Meta-Beschreibungen all Deiner bestehenden Artikel zu verbessern. Oder für bestehende Artikel drei weitere Pins zu erstellen, obwohl jeder davon schon zwei hat. Oder an der Optik Deiner Sidebar rumzufummeln und Deine Kurzbeschreibung dort noch mal neu zu formulieren.

Ich hab Dutzende solcher Punkte auf meiner 1-Million-Liste stehen. Und ich kann mich tagelang an ihnen aufhalten. Aber am Ende eines jeden Tages muss ich mir dann doch eingestehen, dass sie vor allem der Prokrastination dienen.

Ich drücke mich damit vor den Punkten, die wirklich einschlägig, aber ziemlich unbequem wären.

Wie zum Beispiel, Gastartikel-Pitches zu schreiben. Oder meine Produkte deutlicher zu bewerben.

Das sind Punkte, die mir unmittelbar mehr Reichweite und mehr Einnahmen bringen würden, die mir aber einiges abverlangen würden. Ich würde das Risiko eingehen, abgelehnt zu werden (und mal ehrlich, wer wird das gerne?!), und müsste aus meinem Schneckenhaus rauskriechen, um laut und deutlich zu sagen: Kauf das.

Mehrere Monate lang habe ich mich also selbst sabotiert und war vermutlich auch deswegen so unzufrieden mit mir, weil ich tief in meinem Inneren wusste, dass ich mich drücke.

Nach dieser Erkenntnis habe ich meine 1-Million-Liste kräftig aufgeräumt. Alles, was reine Optimierung, aber weder dringend noch wirklich wichtig war – und damit meine ich: Sie hatten keine zeitliche Deadline oder würden mir nicht konkret Einnahmen oder Reichweite bringen –, flog runter. Beziehungsweise aufs Abstellgleis gestellt. Sie landeten auf der „Irgendwann mal“-Liste, und wenn ich ganz ehrlich bin, weiß ich auch, dass mir verdammt langweilig sein müsste, um an diese Liste zu gehen.

Aber wenn ich irgendwann durch meine Priorisierung weitere Einnahmen erzeugt habe, dann kann ich die auch wunderbar abgeben.

Danach habe ich zuerst die Punkte abgearbeitet, die eine Deadline aus irgendeinem Grund hatten und mir zwar weder Reichweite noch Einnahmen gebracht haben, aber einfach wichtig und dringend waren.

Wie die DSGVO-Anpassungen zum Beispiel. Oder den Umzug meiner E-Mail-Listen zu einem besseren Anbieter. Oder endlich den Umzug zu einer besseren und sicheren Zahlungsplattform.

Das waren alles Punkte, die ich mit Pins und Optimierungen vor mir her prokrastiniert habe, weil sie extrem unbequem und leicht überfordernd waren.

Aber seitdem gruselt es mich auch nicht mehr ständig, wenn ich meine Liste zücke.

Ich mag nicht alles davon perfekt erledigt haben, da ist immer noch kräftig Luft nach oben, aber zumindest bedrohen sie mich nicht mehr so sehr. Sobald ich diese Punkte für mich abgehakt hatte und die restlichen Aspekte davon ebenfalls auf die Optimierungs-Liste geschoben hatte, filterte ich alles Übriggebliebene danach, was mir am schnellsten und sichersten Reichweite oder Einnahmen schenken würde.

Siehe da, der Audioblog wurde geboren. Etwas, was seit über zwei Jahren auf meiner 1-Million-Liste vor sich hingedümpelt hatte. Und warum? Weil es mich kräftig aus meiner Komfortzone prügelt und in dieser Hinsicht ziemlich unbequem ist.

Aber es hat in weniger als einem Monat meine immer weiter sinkende Reichweite wieder ordentlich aufgepeppt und als netten Beieffekt mein passives Einkommen kräftig angekurbelt. Win Win also auf allen Ebenen!

Als nächstes habe ich mich auf die Optimierung meiner profitabelsten Einnahmequellen gestürzt.

Und hierbei macht Optimierung tatsächlich Sinn. Eine Verkaufsseite zu erstellen oder zu verbessern, wirkt sich umgehend auf meine Einnahmen aus.

Hier liegt also der Trick begraben: Ich musste ehrlich mit mir sein.

Um mir Prioritäten zu setzen, musste ich mir selbst ins Gesicht schauen und mich fragen, wovor ich mich am meisten drücke und warum. Ich musste aufhören, mich selbst zu sabotieren und mich in wenig sinnvolle Optimierungen oder Multitasking zu verlieren.

Was auch das gleiche ist, was ich Dir als Aufgabe für heute mitgeben möchte:

Räum Deine 1-Million-Liste mal kräftig auf.

Du kannst die Liste jederzeit wieder ranziehen, sobald Deine Prioritäten-Liste Nachschub braucht, aber bis dahin, splitte sie.

Danach setzt Du alles, nach Datum sortiert, ganz nach oben, was eine Deadline hat. Eine echte Deadline. Hinterfrag Dich selbst, ob Du Dich dabei sabotierst oder vor etwas Unangenehmem drückst.

Und schließlich erstell den wichtigsten Abschnitt Deiner Liste: die Punkte, die Dir unmittelbar oder sehr kurzfristig Einnahmen oder Reichweite bringen. Und versteck Dich auch hierbei nicht dahinter, dass Du unbedingt erst noch mehr Reichweite brauchst.

Schieb alles, was reine Optimierung ist, die nicht unmittelbar, sondern eher langfristig Nutzen bringt, auf das Abstellgleis.

Für jetzt. Wenn es schon Menschen in Deinem Postfach gibt, die Dir sprichwörtlich die Füße dafür küssen, dass Du und Deine Seite existieren, dann bist Du bereit, Geld zu verdienen.

Das ist etwas, bei dem wir uns am häufigsten und hartnäckigsten sabotieren. Wenn Du da spürst, dass es Dich zwickt und kneift? Dann ist das der beste Beweis, dass Du diese Punkte so richtig weit nach oben schieben solltest.

Denn rate mal, was ein Business ist, wenn es keine Reichweite hat oder Einnahmen erzeugt. Ohne Prioritäten und klare Ziele?

Richtig. Es ist ein Hobby.

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