Wann verschenke ich eigentlich zu viel Wissen?

Und wo ist der Übergang von Artikeln zu Produkt?!

Es ist eine schwammige Zone. Die Sache, was ich in meine Artikel packe und was in meine Produkte. 

Mittlerweile stelle ich sie mir gar nicht mehr. Aber zu Anfang kam sie hin und wieder auf. Und taucht neuerdings auch immer wieder in den Fragen anderer Neulinge im Online-Business auf.

Dabei ist die Frage im Grunde eine Angst.

Die Angst, dass uns der Mehrwert irgendwann einmal ausgeht.

Dass Du irgendwann, wenn Du Deine Reichweite aufgebaut, Deine Leser zu Fans gemacht und Deine Inhalte angehäuft hast, vor Deinem ersten Projektplan sitzt, bereit, endlich Dein erstes Produkt zu erstellen, und Dir absolut nichts mehr einfällt, was Du noch erzählen könntest.

Weil Du bereits all Dein Wissen in Deinen Artikeln verbraten hast.

Lass mich Dir eines knallhart sagen: Das ist totaler Unsinn.

Deine Artikel und Deine Produkte sind keine Konkurrenz. Sie sind eine Ergänzung zueinander.

Twitter das

Ohne gnadenlosen Mehrwert geboten und immer wieder bewiesen zu haben, kauft niemand auch nur eine einzige Seite von Dir. Deine erste Aufgabe sollte also sein, niemals zurückzuhalten.

Etwas für ein Produkt aufzusparen ist völlig kontraproduktiv.

Vielmehr solltest Du Deine Produkte als etwas ansehen, womit Du richtig in die Tiefe gehen kannst. Viel tiefer, als das in einem Artikel je möglich wäre.

Jedes Mal, wenn ich mich in einem Thema komplett verlaufe und die 2000-Wort-Marke knacke, bevor ich überhaupt halb durch damit bin, weiß ich, da ist Potenzial für etwas Größeres.

Entweder erweitere ich den Artikel dann zu einem Freebie, wie ich es beim Social-Media-Thema getan habe, oder ich merke mir das Thema, schaue mir an, ob es auch bei meinen Leserinnen genauso Bedarf an Tiefe benötigt (Kommentare, Likes, Klickrate… all das vermittelt einen sehr guten Eindruck darüber), und behalte es für ein kostenpflichtiges Produkt im Kopf.

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Wovor Du allerdings niemals Angst haben solltest, ist zu denken, Du hast Dein bestes Material bereits kostenlos vergeben. Wenn es so ist? Wunderbar!

Denn Deine Inhalte sollten Deine beste Arbeit sein. Immer.

Wenn Du Dich zurückhältst, an den entscheidenden Stellen ausbremst, weil Du nicht zu viel preisgeben möchtest, werden Deine Leser es merken.

Jedes Mal, wenn ich von einem Artikel gefesselt bin und dann am Ende in der Luft hängen gelassen werde, ohne dass mir jemand auch nur den Ansatz einer Lösung gibt, bin ich schneller weg, als Du bis drei zählen kannst.

Auf Seiten hingegen, deren Artikel grandios sind und bei denen ich schon allein daraus unglaublich viel lerne, kann ich nicht genug bekommen. Das ist der schnellste Weg, mir das Geld aus der Tasche zu ziehen. (Im positivsten Sinne.)

Das schaffst Du nicht, wenn Du Dich oder Dein Wissen zurückhältst.

UND NUN NOCH EIN WICHTIGER HINWEIS ZUM SCHLUSS:

Es ist schon vorgekommen, dass ich neu auf einer Seite gelandet bin und noch am gleichen Tag mehrere Produkte gekauft habe, selbst ohne das berühmte „Vertrauen“.

WIESO? 

Weil mir die Person sympathisch war, großzügig war und die Seite instinktiv Vertrauen ausgestrahlt hat.

Hab keine Angst, dass Dir das Wissen ausgeht, wenn Du zu viel preisgibst. Hab keine Angst, dass Dir plötzlich nichts mehr einfällt.

Es wird nie passieren, dass Deinen Lesern die Fragen ausgehen. Und solange sie noch Fragen haben, wirst Du immer etwas zu bieten haben.

Nämlich die Antworten darauf.

 

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7 Kommentare / Schreibe einen Kommentar
  1. Ela

    Liebe Carina,

    Das ist ein super Artikel und genau das, was mich die letzte Nacht wach gehalten hat.

    Ich danke dir für nächsten visuellen Tritt in den Hintern.

    Herzliche Grüße
    Ela

  2. Liebe Carina,

    Du schreibst mir aus dem Herzen.
    Mich nerven Blogartikel ziemlich ab, die ein oder zwei halbgareTipps zum Thema geben und dann darauf verweisen, dass man ja ihr Coaching, E-Book oder was auch immer kaufen kann.
    Ich würde dort in hundert Jahren nichts kaufen.
    Ich bin im Themenfeld unerfüllter Kinderwunsch unterwegs und wenn ich dann Tipps lese wie: Wenns Du mal wieder einen negativen Schwangerschaftstest verkraften musst, entspann Dich und geh in den Wald spazieren, dann würde ich gerne spontan ergänzen: Klasse Tipp, vor allem hilft der sicherlich auch bei Magen-Darm-Grippe oder totem Kanarienvogel.
    Sorry, aber manchmal bin ich wirklich über das Niveau entsetzt.
    Ich bin noch ganz am Anfang und will nicht behaupten, dass ich nur Niveauvolles präsentiere, aber ich habe den Eindruck, dass ich erst das Vertrauen meines Kunden gewinnen muss, bis der oder die bereit ist Geld auszugeben. Und das Vertrauen bekomme ich nur, indem ich meinen Lesern wirklich weiterhelfe und wirklichen Mehrwert liefere.
    Oder sehe ich das falsch?

    LG

    Silke

    • Liebe Silke,
      nein, das sehe ich ganz genauso! Da hab ich nichts mehr hinzuzufügen…
      Viele Grüße,
      Carina

  3. Christina

    Mich hätte jetzt noch interessiert, wie ich das „austarieren“ kann … ich bin immer sehr unschlüssig, wieviel preisgeben, wieviel ist davon – ich sage mal krass – „verschleudern“, was ich besser in ein Produkt gepackt hätte. Diese Grenze zu ziehen fällt mir persönlich schwer.
    Was meinst du auch mit der 2000-Worte-Marke?

    • Mit 2000-Wort-Marke habe ich genau diesen Punkt von mir mal in Zahlen gepackt. Wenn ich einen Artikel schreibe und dabei nahe an die 2000 Wörter komme und noch vieles zu sagen hätte, weiß ich, dort habe ich einen deutlichen Wissensüberschuss, den ich eventuell auch kostenpflichtig anbieten könnte.
      Selbst über 1500 Wörter finde ich für einen Artikel teilweise schon zu viel, das bleibt aber jedem selbst überlassen, wo da die Grenze gezogen wird.

  4. Toller Artikel – tolle Gedanken – und wie wahr! Liebe Carina, du schreibst aus dem Wissen um das universelle Gesetz der Fülle heraus!!

    Liebe Grüße!
    Juliane

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