Wie Du als selbständige Mama die Business-Leidenschaft und Dein Kind schaukelst

Die 5 goldenen Regeln

Kurzer Hinweis: Meine Texte können Werbung zu meinen Produkten oder auch Werbe-Links (*) zu Produkten enthalten, die ich empfehlen kann.

Ich bewundere selbständige Mütter wirklich. Und weil ich definitiv nie eine davon werde (völlig bewusst und freiwillig), aber weiß, wie viele hier mit herumschwirren, hab ich Jana rangezogen – meine rechte Hand und ein absolutes Zeitmanagement-Wunder –, in meinem Urlaub mal genau euch ein bisschen Schützenhilfe zu bieten.

Weswegen sie diese Woche als absolute Ausnahme (ich lass sonst so gut wie nie jemanden da ran) die Laptop-Tastatur auf dem Blog übernommen und für Dich ihre besten Tipps ausgepackt hat…

Vorhang auf für Jana:

 

Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie es war, als mein kleiner Mann (mittlerweile ist er schon 4 Jahre alt) noch ein Baby war und ich plötzlich vor der Herausforderung stand, das Mama-Sein und meine heiß geliebte Arbeit als Selbstständige unter einen Hut zu bekommen.

Während meine Arbeitszeiten in der Schwangerschaft noch ziemlich gut zu organisieren waren, wurde nun wirklich gar nichts mehr planbar. Mein Sohnemann schlief, wenn er müde war (logisch), und ich versuchte, meine Arbeit an seinen Schlafrhythmus anzupassen – falls ich sein unkontrolliertes Schlafverhalten überhaupt so nennen konnte…

Sobald der Krümel eingeschlafen war, rannte ich förmlich mit dem Gedanken an den Laptop: „Jetzt aber zackig, ich muss was schaffen, bevor er wieder wach wird!“

Am Laptop angekommen, saß ich dann da und starrte auf den Bildschirm – völlig überfordert und ohne jegliche Idee, wo ich überhaupt mit der Arbeit anfangen sollte. Darauf folgte eine etwa 10- bis 20-minütige Phase, in der ich mich durch meine To-do-Listen wühlte, mich sortierte und irgendwann ein To-do ausfindig machte, an dem ich arbeiten wollte.

Nur um dann gefühlt 5 Minuten später am Schreien aus dem Babyfon zu hören, dass er schon wieder wach war und mich an seiner Seite wollte.

Laptop also wieder zu und wieder in den Mama-Modus schalten – ohne überhaupt je wirklich im Arbeitsmodus angekommen zu sein… verbunden mit einem fetten Seufzer.

Sehr schnell merkte ich, dass das nicht so weitergehen konnte, und realisierte, dass ich zwei Optionen hatte:

1. Mein Business an den Nagel zu hängen
2. Eine Lösung für mein Zeitmanagement-Problem zu finden

Option 1 war für mich absolut keine Frage. Also blieb mir nur Option 2.

Ich machte mich also auf die Suche nach Lösungen. Ich las gefühlt das halbe Internet durch, diverse Zeitmanagement-Ratgeber und tauschte mich viel mit anderen selbstständigen Müttern aus.

Inzwischen kann ich von null auf Arbeitsmodus in unter 10 Sekunden umschalten, weiß immer genau, wo meine Prioritäten liegen, und bekomme sogar mehr geschafft als vor der Geburt meines Sohnemanns – und das alles in deutlich weniger Zeit.

Und jetzt willst du sicher wissen, wie ich das gemacht habe…

Mach’s dir bequem und hol dir eine Tasse Tee (oder ein Glas Rotwein). Es gibt da ein paar goldene Regeln, die ich für Dich habe…

 

#1 – Du solltest immer wissen, was als Nächstes ansteht

Prioritäten sind in jeder Selbstständigkeit wichtig, aber als selbstständige Mama führt wirklich kein Weg mehr daran vorbei, wenn du deine Arbeit geschafft bekommen möchtest.

Ich gehe dabei immer so vor:

Ich lege für jeden einzelnen Tag eine Haupt-Priorität fest. Das ist DIE eine Sache, die ich unbedingt schaffen möchte, auch wenn ich nichts anderes erledigt bekomme.

An dieser einen Sache arbeite ich dann den ganzen Tag immer wieder, wenn sich ein Zeitfenster ergibt, und mache abends so lange weiter, bis ich das To-do abgeschlossen habe (natürlich achte ich vorher darauf, dass die Sache auch an einem durchschnittlichen Tag schaffbar ist).

Egal wie mies mein Tag auch war, am Abend gehe ich so immer mit dem Bewusstsein ins Bett, etwas Wichtiges geschafft zu haben und mein Business vorangebracht zu haben.

Zusätzlich habe ich noch drei weitere, kleinere To-dos, die wichtig sind, aber nicht zwangsläufig an diesem Tag erledigt werden müssen. Sollte ich eher mit der Haupt-Priorität fertig sein, setze ich mich daran.

Mit diesem Konzept schaffe ich es, superschnell zwischen Mama- und Arbeitsmodus hin und her zu schalten, weiß immer, was ich gerade zu tun habe, und beende jeden Tag mit einem guten Gefühl.

 

#2 – Überlade deine To-do-Liste nicht, das führt nur zu Frustration

Ich kenne so viele selbstständige Mütter, deren To-do-Listen jeden Tag unendlich lang sind und die abends in totaler Frustration den Laptop zumachen und das Gefühl haben, einfach nicht vorwärtszukommen.

Ja, als selbstständige Mutter hast du weniger Zeit als als Selbstständige ohne Kind und ja, du kommst vielleicht auch weniger schnell voran.

Aber wichtig ist doch am Ende vor allem, DASS du vorankommst, und das klappt einfach nur, wenn du dir einige wenige, dafür aber enorm wichtige To-dos vornimmst.

Ab einer gewissen Menge an To-dos auf deiner Liste bringt dir nämlich auch die beste Priorisierung nichts mehr. Auch du hast nur 24 Stunden zur Verfügung und ich bin mir sicher, dass du nachts zumindest versuchen möchtest, ein klein wenig Schlaf zu bekommen, oder? (Ob dein Nachwuchs dir diesen Luxus schlussendlich auch gönnt, steht natürlich auf einem anderen Stern…)

Deshalb überlege bei jedem To-do, schon BEVOR du es auf die Liste setzt, ob es wirklich sinnvoll ist und es dich wirklich weiterbringt oder am Ende doch eher deine Zeit verschwendet.

Anstatt dich selbst jeden Tag dafür fertigzumachen, dass du nicht das schaffst, was du dir vornimmst, nimm dir lieber weniger vor und schließe den Laptop am Abend mit einem guten Gefühl, das dich auch am nächsten Tag motiviert und dranbleiben lässt.

 

#3 – Erschaffe dir ein Support-System

Jedes Kind ist anders. Manche Kinder schlafen am Anfang viel, andere weniger. Einige benötigen wenig unserer Aufmerksamkeit, andere mehr, und all das ändert sich gefühlt am laufenden Band.

Deshalb habe ich mich schon frühzeitig um ein Support-System gekümmert, das mich unterstützt und mir gewisse Zeitfenster zum Arbeiten freiräumt.

Wir leben zum Glück in einer Zeit, in der wir nicht nur auf die Hilfe der Großeltern angewiesen sind, sondern auch auf andere Unterstützung von außen zurückgreifen können.

Es gibt Tagesmütter, Babysitter, Au-pairs, Kinderkrippen, Kindergärten, Kinderhorte, Tandemfamilien, Familienangehörige, Lebenspartner, Freunde und, und, und…

Was für dich davon möglich ist und infrage kommt, ist sehr individuell, aber ich rate dir, dich so schnell wie möglich darum zu kümmern, zusätzliche Betreuungsmöglichkeiten zu finden, die dir halbwegs garantierte Arbeitszeiten ermöglichen – auch wenn es nur ein paar Stunden in der Woche sind.

Auch wenn du am Anfang denkst oder das Gefühl hast, du müsstest der ganzen Welt beweisen, dass du fähig bist, das alles alleine auf die Reihe zu bekommen.

Klar, vielleicht schaffst du das irgendwie, aber zu welchem Preis?

Unterstützung von außen erleichtert dir deinen Alltag ungemein und schenkt dir mehr Zeit zum Durchatmen. Du musst dich deswegen nicht schlecht fühlen oder denken, dass du versagst, nur weil du um Hilfe bittest. Ganz im Gegenteil. Am Ende kommt das auch wieder deinen Kindern zugute, denn eine entspannte Mama ist eine bessere Mama als eine gestresste.

Bonus-Tipp:

Wenn du dir Sorgen machst, dass du dir eine Betreuung nicht leisten kannst, dann schau doch mal in deinem Umfeld, ob du vielleicht eine Tandemfamilie findest. Dabei übernimmst dann du einmal die Betreuung aller Kinder und einmal die andere Familie.

Das kostet gar nichts, erleichtert aber beiden Familien den Alltag. Dabei ist es auch egal, ob die andere Mama oder der andere Papa nun auch selbstständig sind. Vielleicht möchten die anderen Eltern auch einfach nur mal „in Ruhe“ einkaufen gehen oder etwas anderes ohne ihre Kinder machen.

Ich greife auf diese Lösung zum Beispiel auch oft während der Ferienzeiten des Kindergartens zurück und es funktioniert prima.

 

#4 – Arbeite nie, während du dein Kind betreust

Egal wie stressig es auch sein mag, arbeite nicht, während du dein Kind betreust, denn das führt nur dazu, dass du dich weder richtig auf dein Kind konzentrierst noch auf deine Arbeit.

Den kleinen Menschen mittags mit Brei füttern, während du mal eben eine E-Mail beantwortest?

Davon hast du vermutlich lediglich eine verklebte Tastatur…

Kind wickeln und dabei mal eben schnell ein Kundentelefonat führen?

Nee, lass mal lieber, außer deine Kunden lieben das Babygebrabbel im Hintergrund.

Mit deinem Kind spielen und dabei E-Mails lesen?

Auch besser nicht. Denn dein Kind merkt direkt, dass du nicht bei der Sache bist, und fordert deine Aufmerksamkeit sowieso ein und du wirst dich vermutlich am Ende auch nicht daran erinnern können, was in der E-Mail stand.

Wir merken uns also:

Wenn wir arbeiten, dann arbeiten wir.

Wenn wir uns um unser Kind kümmern, dann kümmern wir uns um unser Kind.

Alles andere führt nur zu ungenauer Arbeit, verklebten Arbeitsgeräten, unzufriedenen Kunden und einem Kind, das mit allen Mitteln um unsere Aufmerksamkeit kämpft.

 

#5 – Plane Puffer ein

Bei allem, was ich in meinem Business plane, plane ich grundsätzlich einen Puffer ein, denn ich weiß wirklich NIE, was möglicherweise dazwischen kommt.

Ein Kind ist einfach nicht zu 100% planbar und auch das beste Betreuungssystem kann nichts dagegen machen, dass dein Kind zwischendurch krank wird oder seine Mama einfach an manchen Tagen mehr braucht als an anderen.

Jeder Tag als selbstständige Mama ist anders und wir wissen nie, wie sich der Tag entwickelt und wie viel Arbeitszeit uns am Ende tatsächlich bleibt.

Egal, wie gut wir planen.

Deshalb baue ich bei allen Projekten einen Puffer ein. Das gibt mir Sicherheit und macht es mir möglich, meine Deadlines zu halten, ohne in Panik zu verfallen, wenn mein Kind dann doch plötzlich anfängt zu spucken oder nölig mit Schniefnase dasitzt.

Anzahl aller Unterbrechungen, während ich an diesem Gastartikel geschrieben und gefeilt habe: 5
Menge der Personen, die mein Kind währenddessen betreut haben: 3
Benötigte Schwarztees: 2
Notwendige Verschiebungen der Deadline aufgrund von Zeitmangel: 0

Gefühl beim Beenden des Artikels: Hervorragend!

 

PS: Willst du mich, Jana, stalken? (Ist absolut erlaubt…)

Kannst du dir immer noch nicht vorstellen, wie ich Business und Kind unter einen Hut bringe? Dann hol dir meinen Zeitreport, in dem ich dir genau zeige, wie mein typischer Arbeitstag aussieht.

Ich hol dich darin hinter die Kulissen meines Mama-Business und zeige dir, wie ich meine knappe Zeit aufteile. Du erfährst, wie ich das gemacht habe, als mein Sohn noch den ganzen Tag mit mir zu Hause war, und wie es jetzt aussieht, seit er im Kindergarten ist. Jetzt abholen!

 

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