Die 23 Emotionen meines Erfolges

Eine kurze Lebensgeschichte...

Nur ein kurzer Hinweis: Meine Texte können Werbung zu meinen Produkten oder auch Werbe-Links zu Produkten (erkennst Du am * hinter dem Link) enthalten, die ich nutze und liebe. Ich wurde nie dafür bezahlt, sie einzubinden! (Und auch nicht mit Salz & Essig Chips bestochen. Leider.)

Unschuldig

…habe ich am einundzwanzigsten Oktober zu Beginn der Achtziger das Licht der Welt erblickt. Schreiend und ’ne Woche zu spät. (Die Introvertierte in mir wollte schon damals keine Menschen treffen.)

 

frustriert

…war ich zum ersten Mal, als mir jemand gesagt hat, ich könnte nicht in der Jungengruppe beim Fußball mitspielen. Schon als Achtjährige, mit Harz-beklebten Hosen vom Bäumeklettern und Wälder-Durchstromern, hat es für mich absolut keinen Sinn gemacht, etwas als Mädchen nicht zu können – oder zu dürfen.

 

Arrogant

…behauptete ich mit naiven 20 Jahren beim Bewerbungsgespräch für die Ausbildung zur Kinderkrankenschwester, dass ich sowieso irgendwann Medizin studieren will.

(Äh, ist selbsterklärend, dass ich den Ausbildungsplatz nicht bekommen habe, oder?! Ich möchte mich hier in aller Form bei Frau Fuchs für diesen Satz entschuldigen.)

 

Vernebelt

…fühlt sich der Übergang nach der Ausbildung in die erste Festanstellung an. Unbefristet auf der Kinderkrebsstation. Wird schon schiefgehen, richtig?

 

fremdbestimmt

…trifft das Gefühl am ehesten, wenn Du feststellst, Dir ist Dein Leben passiert. Ausbildung. Job. Beziehung.

Was kommt als Nächstes? Ehe? Kinder? Rente?

Und warum fühlt sich diese Vorstellung so… leer an?

 

verwirrt

…musste ich mit Mitte zwanzig feststellen, dass ich keinen Schimmer hatte, was ich in meinem Leben eigentlich will. Oder davon erwarte. #quarterlifecrisis #generationwhy 

Also lass uns doch mal Käsekästchen des Lebens spielen und wild ins Medizinstudium und wieder zurückspringen. Klingt nach ’ner super Idee, oder? (Nicht.)

 

Verzweifelt

…war ich, als ich danach irgendwann morgens im Bett lag und nicht mehr genau wusste, warum ich aufstehen sollte. Was stimmt nicht mit einer, die alles hat, was sie braucht, und trotzdem unglücklich ist?! (Spoiler: Mit ihr stimmt alles. Sie ist einfach noch nicht dort, wo sie hingehört, angekommen.)

 

mutig

…stand ich am Fenster des Frankfurter Flughafens, bei 6 Grad Kälte und Schneeregen, während ich auf meinen Flug nach Australien wartete. (Der Rest ist Geschichte.*) Auch wenn ich erst später erkannte, dass dieses Gefühl wohl irgendwo unter Panik und vermutetem Wahnsinn auch dabei gewesen sein musste.

 

Glücklich

…war ich zum ersten Mal wirklich durch und durch, auf einer Klippe stehend an der Küste von Queensland in Australien, nachdem ich alles aufgegeben hatte, was angeblich so wertvoll ist.

Besitz. Jobsicherheit. Sesshaftigkeit.

Und es eingetauscht habe gegen Selbstbestimmung, Entscheidungsfreiheit und TimTams.

 

Verpflichtet

…zurückzukommen, fühlte ich mich nach den 14 Monaten durch Australien und Südostasien reisend. Und als wäre eine neue Person in der Hülle der alten Carina zurück im „normalen Alltag“. Jobsuche. Wohnungssuche.

Warte, warte… das Schema kenn ich doch schon?!

 

Unsicher

…blickte ich zwei Jahre danach auf den Schein in meiner zittrigen Hand, der mir bestätigte, dass ich ab jetzt selbständig bin. Dass ich zum ersten Mal selbstbestimmt bin. Und auf die nächsten zwei Jahre hinaus, in der die 70-Stunden-Woche mein Alltag werden sollte.

(In dieser Zeit habe ich Tim Ferriss wirklich nicht besonders gut leiden können…)

 

Hoffnungsvoll

…stieg ich trotzdem nun am 29. September 2013 in den ersten Flieger in mein neues Leben. Der Tag, der der Anfang von allem werden sollte. (Und ich hatte keine Ahnung, was mich wirklich erwartete…)

 

Gierig

…stopfte ich alles in die ersten Monate meiner neu gewonnenen Freiheit. Schottland. Irland. Istanbul. Israel. Jordanien. Laos. Vietnam. Thailand. Kuala Lumpur. Sumatra. Bali.

Wie ich mir dabei kein Schleudertrauma zugezogen habe, ist mir bis heute schleierhaft.

 

Ausgelaugt

…war ich schon neun Monate später, als ich wirklich kurz überlegt habe, ob es an der Zeit wäre, auf das Schild im H&M-Schaufenster zu antworten und mich dort um einen Job zu bewerben.

 

Ausgezählt

…fühlte ich mich, als man mir kurz danach im Boxring des Gründerzuschusses ganz klar die Rote Karte gezeigt hat. Aber man muss schließlich immer nur einmal mehr aufstehen, als man hingefallen ist, richtig?

 

Erfolgreich

…war ich zum ersten Mal durch und durch, als ich innerlich „Fuck it“ gerufen habe, mich von all meinen freiberuflichen Kunden getrennt habe und meine ersten, eigenen Produkte auf Um 180 Grad veröffentlichte.

Warum, verdammt noch mal, hab ich damit so lange gewartet?!

 

überrascht

…stellte ich fest, dass es also doch nicht nur Mythen sind, die behaupten, man könnte von einer Selbständigkeit gut leben. Man muss nur hartnäckig daran glauben und darauf hinarbeiten – siehe da!

Es geht! (Dauert vielleicht nur ein biiieesschen länger, als alle behaupten.)

 

zweifelnd

…stellte ich mir danach dann die Frage, ob ich nicht doch zu vielem „Nein“ sagte, wozu ich vielleicht „Ja“ sagen könnte? Das brachte mich zwei Wochen lang vor Seekrankheit spuckend auf eine Kreuzfahrt, auf der ich eigentlich Lesungen halten sollte. (Memo an mich: Deine Intuition funktioniert. Vertrau ihr.)

 

Depressiv

…wurde ich zum ersten Mal seit Jahren wieder in Lissabon. Als mich die Geister einholten, vor denen ich mich einfach zu lange versteckt hatte. Seitdem lache ich ihnen therapeutisch wirksam mitten ins Gesicht.

 

kämpferisch

…als ich beschloss, mich nicht unterkriegen zu lassen. Vor allem nicht von meinem eigenen Kopf. Es wurde also Zeit für Frühjahrsputz darin, und ein gesundes Mindset wurde von mir nicht mehr länger nur als Schlagwort gebraucht, sondern als Schlachtruf.

 

Wertvoll

…begann ich mich endlich zu fühlen, als ich mir klarmachte, dass mein Wert nichts mit Leistung, Lob und Likes zu tun hat. Aber alles mit mir.

zufrieden

…ist die Steigerung von glücklich.

Denn das bin ich nun dauerhaft.

Glücklich sind Momente, die dazwischen aufploppen, wie Sterne am bewölkten Nachthimmel im Sommer. Wie die vergessene Schokoladentafel im Kühlschrank.

Und vollkommene innere Zufriedenheit? Ist wie ein dauerhafter Zustand von Lichterketten und Schokobrunnen.

 

Angekommen

Im Heute. Im Jetzt. Bei mir.

Voll und ganz.

 

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2 Kommentare / Schreibe einen Kommentar
  1. Chiara

    Schön… Respekt und danke für's "auf-den-Blog-schieben".
    Es tut manchmal einfach gut, zu merken, dass man in vielen Aspekten doch nicht die Einzige ist.
    (Bei mir war's übrigens in der Schule nicht das Jungs-Fussballteam, sondern wir hatten Basteln für Jungs und Nähen für die Mädchen 😉

    • Mensch, stimmt, Chiara! Das hatte ich völlig vergessen. Wir haben "weben" gelernt. Ich weiß gar nicht, was die Jungs in der Zeit gemacht haben…
      Ganz liebe Grüße
      Carina

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